Alle Startups der dritten Folge im Überblick

DHDL Staffel 12 Folge 3: Kosmetik aus Muttermilch und andere Kuriositäten

Die zweite Folge der 12. Staffel „Die Höhle der Löwen“ konnte sich im Vergleich zur Vorwoche in allen Zielgruppen deutlich steigern. Starke 12,9 Prozent der 14- bis 59-jährigen Zuschauenden und sogar 16,4 Prozent der 14- bis 49-Jährigen schalteten ein. Und auch Staffel 12 Folge 3 der neuen DHDL-Staffel hält Spannendes für die Zuschauer bereit. Neben 5 Startups, die ihre Ideen pitchten, gab es außerdem ein Wiedersehen mit den Gründern von VYTAL und ihrem Löwen Georg Kofler, sowie otinga, ehemals 2bag, und ihrem Löwen Nils Glagau.

Auch in der 12. Staffel Folge 3 trauten sich erneut zahlreiche innovative Startups in die Höhle der Löwen, um ein lukratives Investment abzustauben. In der Höhle präsentierten die Gründer dafür ihren DHDL-Pitch und hoffen auf ein mögliches Angebot der Löwen. Die Jury besteht dieses Jahr aus Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, Handelsprofi Ralf Dümmel, Green-Tech-Investor Nico Rosberg, Konzernchef Nils Glagau, Beauty-Expertin Judith Williams sowie Medienmogul Georg Kofler.

NextFolder – Der Hefter der neuen Generation

Johannes Baumgart und Valentin Steudte trauen sich als erste vor die Löwen. Die Schulfreunde möchten die nächste Generation der Hefter einleiten und dadurch das Leben von Millionen Schülern verbessern. Denn die starren Metallringe herkömmlicher Ringhefter erschweren das Schreiben im Ordner und machen das Umheften mehrerer Seiten auf einmal extrem umständlich. Bei NextFolder haben sie daher die starren Metallringe durch flexible Kunststoffringe ersetzt. Johannes und Valentin wollen ein Heftersystem schaffen, das praktisch und zugleich möglichst nachhaltig ist. Bei der Gründung ihrer Firma Invental Industries UG waren beide noch minderjährig und so hat Valentins Oma den Part übernommen. Sie hält bis jetzt 100 Prozent der Anteile, wird diese aber natürlich jeweils 50/50 auf das Gründer-Dou überschreiben. Um NextFolder auf dem Markt etablieren zu können, benötigen Johannes und Valentin 80.000 Euro und bieten dafür 30 Prozent ihrer Firmenanteile an. Ob und welcher der Löwen wohl zuschlagen wird?

DEAL ODER KEIN DEAL?

Deal! Selbstbewusst treten Valentin und Johannes vor die Löwen. Die Löwen sind zunächst vom Auftritt des jungen Gründer-Teams begeistert. Dann nehmen die Löwen den Ordner genauer unter die Lupe. Ralf Dümmel bemängelt, dass der Verschluss der Kunststoffringe schwerfälliger von der Hand geht als bei herkömmlichen Ordnern. Doch darauf scheint das Gründer-Team vorbereitet und kontert, dass die Ordner bisher von ihnen selbst im 3D-Drucker gedruckt wurden und dieses Verfahren automatisiert werden soll. Damit werden die Teile präzisier gedruckt und lassen sich besser öffnen und schließen. Auch interessiert sich die DHDL-Jury für die Zukunftsplanung von Johannes und Valentin. Beide geben an, dass sie nach der Schule als Gründer mit ihrem eigenen Unternehmen durchstarten wollen und ihre Familien diesen Traum auch unterstützen. Am Ende bietet dennoch nur Ralf Dümmel 80.000 Euro für 30% der Firmenanteile. Die Gründer nehmen den Deal an.

trivida – Mehr Mobilität für Rollstuhlfahrer

Im Anschluss stellt sich die 2-fache Olympiasiegerin und 17-fache Weltmeisterin Kristina Vogel den DHDL-Juroren als Markenbotschafterin entgegen. Gemeinsam mit den Gründern Dr. Christine Pflaumbaum, Wolf Dietrich Pflaumbaum und Christian Czapek stellt sie trivida vor – ein teilbares Rollstuhlrad, das den Ein- und Ausstieg in den Rollstuhl vereinfachen soll. Es ist das weltweit erste, in drei Teile zerlegbare Rollstuhlrad, das Menschen mit Behinderung einen barrierefreien und sicheren Positionswechsel vom und in den Rollstuhl ermöglicht. Denn für Betroffene, Pflegepersonal und Angehörige sind diese Transfers vom und in den Rollstuhl eine zeitraubende und kraftzehrende Belastung. Hier stellen herkömmliche Rollstuhlräder, die über die Sitzfläche hinausragen, ein großes Hindernis dar Es kann zu Stürzen und Verletzungen kommen. Durch trivida soll dieses Hindernis eliminiert werden. Nun wollen die Gründer trivida auch „weltweit ins Rollen zu bringen.“ Dafür benötigen sie 1.000.000 Euro und bieten 10 Prozent ihrer Firmenanteile an.

DEAL ODER KEIN DEAL?

Deal! Die Löwen sind von der Idee begeistert. Besonders Kirstina Vogel überzeugt mit ihrer positiven Lebensart. Aber auch die Gründer und ihre Geschichten, Beweggründe und ihr Durchhaltevermögen berühren die Jury. Dennoch sind Ralf Dümmel und Nils Glagau raus. Doch die übrigen drei Löwen – Dagmar Wöhrl, Nico Roberg und Carsten Maschmeyer – ziehen sich für eine kurze Beratung zurück. Dann unterbreiten die drei Löwen gemeinsam dem Gründer-Team ein Gegenangebot: 1.000.000 Euro für 20 Prozent. So ein großes Gründer-Investoren-Team hat es zuvor noch nie gegeben. Das ist ein historischer Moment in der Geschichte von DHDL. Nun zieht das Gründer-Team sich zurück und berät über das Angebot. Als sie in die Höhle zurückkehren knistert die Luft vor Spannung. Doch dann aufatmen: Die Gründer nehmen den Deal an. Sie wollen ihr Rad gemeinsam mit den Löwen ganz groß machen.

MangoMates – Bringt die Geschmackssinne zum Tanzen

Marcel Martin und Dayan Estrada möchten die Löwen mit lateinamerikanischen Streetfood kulinarisch verzaubern. Kennengelernt haben sich die gebürtige Kolumbianerin und der Deutsche während ihres Studiums in Australien. Inspiriert von Dayans Lieblingsrezept aus ihrer Kindheit, möchte das Paar der Mango als Frucht eine neue Bühne geben. Daher wollen sie die lateinamerikanischen Mango-Spaghetti nun auch in Deutschland etablieren. Dazu gründeten sie 2021 MangoMates und sind aktuell mit einem Laden in einer Berliner Mall vertreten. Mit Hilfe eines Löwen oder einer Löwin will das Paar viele weitere MangoMates-Läden in Deutschland eröffnen. Wird die Verkostung die Löwen überzeugen und bekommen sie das gewünschte Investment von 100.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile?

DEAL ODER KEIN DEAL?

Kein Deal! Marcel Martin und Dayan Estrada wollen nun die Löwen mit ihrem gesunden Streetfood überzeugen. Dazu gibt es eine kleine Kostprobe. Die gute Nachricht ist: Die Mango-Spaghetti kommen geschmacklich gut bei den DHDL-Juroren an. Doch dann fühlen die Löwen dem Gründer-Paar genauer auf den Zahn. Die Löwen stellen fest: Das Geschäftsmodell ist noch nicht ausgereift und weißt ein paar Lücken auf. Die Löwen stellen fest, dass dem Gründer-Paar einige Skills noch fehlen. Daher gibt es leider keinen Deal für Mango-Mates. Das Gründer-Paar bleibt jedoch optimistisch: Was nicht ist, kann noch werden. Sie haben viel gelernt, werden ihre Hausaufgaben machen und nach neuen Investoren suchen.

MÉMOIRE Cosmetics – Individuelle Kosmetik aus Muttermilch

Personalisierte Hautpflege mit Muttermilch ist die Geschäftsidee von Levke und Björn Lorenzen. Denn Muttermilch enthält einfach alles, was Babys brauchen. Sie ist reich an Vitaminen, Proteinen und Nährstoffen. Darüber hinaus stärkt sie das Immunsystem des Kindes. Doch Muttermilch kann noch mehr: Sie bringt von Natur aus all das mit, was unsere Haut zur Pflege braucht. Sie enthält Vitamine, ist feuchtigkeitsspendend, hautberuhigend und stärkt das hauteigene Immunsystem. Doch die gezielte, lokale Anwendung ist nicht sehr einfach. Daher suchte das Gründer-Paar nach einer Lösung und entwickelte ein eigenes Produkt: MÉMOIRE Cosmetics ermöglicht jeder Mutter die individuelle Anfertigung von Muttermilchkonzentrat aus ihrer eigenen Muttermilch. Etwa 70 Milliliter Muttermilch werden dafür in einem zweitägigem Verfahren zu einem hochkonzentrierten Muttermilchpulver verarbeitet. Seit rund einem Jahr sind Levke und Björn mit ihrer Firma und ihrem Onlineshop Muttermilchkosmetik auf dem Markt. Ihr Angebot an die Löwen: 60.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Ob sie einen DHDL-Deal bekommen?

DEAL ODER KEIN DEAL?

Deal! Levke und Björn Lorenzen treten als Nächstes vor die DHDL-Jury. Sie starten ihren Pitch und berichten den Löwen von ihren persönlichen Erfahrungen. Zudem haben sie ihre Freundin Lisa-Marie eingeladen. Diese stellt mir ihrer kleinen Tochter das Produkt vor. Dann erhalten die Löwen eine eine eigene kleine Kosmetikprobe zum testen. Zunächst scheinen die Löwen von dem Produkt begeistert, selbst wenn der Geruch gewöhnungsbedürftig ist. Die ersten beiden Löwen sind raus. Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Nils Glagau zögern jedoch. Doch dann zieht auch Dagmar Wöhrl die Reißleine, stellt jedoch fest, dass es sich um ein Nischenprodukt handelt. Damit kommen nur noch Judith Williams und Nils Galgau als Investoren in Frage. Nils hat den Mut, deshalb bietet er seine Kompetenz an und bietet 60.000 Euro für 30% der Firmenanteile. Judith zögert. Sie ist unentschlossen, ihr fehlen Zahlen und Fakten. Nils wird ungeduldig. Er nutzt Judiths Zögern und übt Druck auf die Gründer aus. Das Paar nimmt den Deal an.

KittyFlap – Die smarte Katzenklappe

Familie Kölbl ist Besitzer von drei Freigänger-Katzen, die gerne auf Mäusejagd gehen und ihre Beute im Anschluss als Geschenk für die Familie mitbringen. Oft lebt die Beute dann noch und muss umständlich eingefangen werden. Vater Jean Paul gingen die nächtlichen Beute-Jagdeinsätze so auf die Nerven, dass er beschloss, etwas dagegen zu tun. Zwei Jahre verbrachte der 58-Jährige im Bastelkeller und präsentiert den Löwen nun mit KittyFlap die weltweit einzige Katzenklappe mit automatischer Beuteerkennung. Die Katzenklappe ist mit einer hochauflösenden Kamera, Infrarotlampen und einem Bewegungssensor ausgestattet. So weiß die Klappe, ob eine Katze mit oder ohne Maus kommt. Die ganze Familie Kölbl arbeitet gemeinsam an ihrem Startup. Um ihr Produkt zur Marktreife zu bringen, benötigen sie ein Investment von 150.000 Euro und bieten dafür 10 Prozent der Firmenanteile an. Wird die smarte Katzenklappe die Löwen überzeugen?

DEAL ODER KEIN DEAL?

Kein Deal! Jean Paul Kölbl und seine zwei Töchter betreten die Höhle. Der Familienvater erklärt den Löwen, wie die Klappe funktioniert und welche Technik sich dahinter verbirgt. Dann stellen die Löwen ihre Frage und natürlich interessieren sich die Löwen für Zahlen. Doch darauf ist Jean Paul vorbereitet: Er hat eine Umfrage durchgeführt und diese hat ergeben: 57 Prozent der befragten Katzenbesitzer sind bereit mehr als 270 Euro für die Katzenklappe zu bezahlen. Allerdings will der Gründer das Projekt nur nebenberuflich voran bringen und marktreif wäre das Produkt frühestens in 8 Monaten. Leider kann die smarte Katzenklappe die Löwen daher am Ende nicht überzeugen. Es gibt keinen Deal für Familie Kölbl.

Du hast die letzte Folge verpasst oder möchtest dich über die vergangene Staffel informieren? Alle Deals und Highlights findest du in unserer ausführlichen DHDL Staffel 12-Übersicht. Alle bisher veröffentlichten Folgen kannst du außerdem über RTL+ nachsehen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Kleinen

Luisa Kleinen

Luisa wurde 1996 in Bonn geboren und studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften mit Abschluss des ersten Staatsexamen (Schwerpunkt Internationales Strafrecht und Medienstrafrecht) an der Universität zu Köln. Parallel zu ihrem Studium war sie einige Jahre als Studentische Hilfskraft in der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH-Köln tätig. Dadurch erhielt sie einen tiefen Einblick in das Medien-, IT- und Datenschutzrecht und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen. Später arbeitete sie als Assistenz der Geschäftsführung in einem Gastronomiebetrieb und erweiterte hier ihre Kenntnisse im Personal- und Projektmanagement. Nach ihrem Praktikum in der Redaktion von Gründer.de, ist sie seit Juli 2022 als Junior Legal Managerin bei Digital Beat und Gründer.de tätig.

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