Alle Startups und Deals der vierten Folge der neuen Staffel

DHDL Staffel 11 Folge 4: Wer holte sich den Spülschwamm-Deal?

Die vierte Folge sprüht vor Prominenz! Neben Gastlöwin Sarna Röser traut sich auch Michael Ballack als Gründer in die Höhle. Nachdem die ersten Folgen Erfolgsquoten verbuchen konnten, steckte auch die vierte Folge von Die Höhle der Löwen voller spannender Innovationen. Fünf Startups haben wieder ihre innovativen Geschäftsideen vorgestellt. Mit dabei waren spannende Plattformen, nachhaltige Spülschwämme und biologisches Pflegemittel für Pflanzen. Wir haben die News über die Startups und alle Deals in unserer DHDL-Zusammenfassung Staffel 11 Folge 4.

Auch in der 11. Staffel trauen sich wieder zahlreiche innovative Startups in die Höhle der Löwen, um ein lukratives Investment abzustauben. In der Höhle präsentieren die Gründer ihren Pitch und hoffen auf ein mögliches Angebot der Löwen. Die Jury besteht aus Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, Handelsprofi Ralf Dümmel, Green-Tech-Investor Nico Rosberg, Konzernchef Nils Glagau, Beauty-Expertin Judith Williams und Medienmogul Georg Kofler.

Für Folge 4 kündigte VOX außerdem eine neue Gastjurorin an. So hat Sarna Röser unter den Löwen für viel Wirbel gesorgt. Erstmals waren so mehr Löwinnen als Löwen auf den Plätzen der Jury zu sehen. Im Interview mit RTL sagt sie, dass sie als junge Unternehmerin eine frische Perspektive in die Höhle bringt. Außerdem hat sie ein starkes Netzwerk im Mittelstand, verfügt als Digital Native aber auch über digitale Expertise. In unserer DHDL-Zusammenfassung der vierten Folge der neuen Staffel DHDL gibt es alle Infos zu den Startups, die die Löwin überzeugen wollten.

1. Le Gurque – In Zukunft mit Gemüse spülen

Das Gründerpaar von Le Gurque kennt sich bereits aus dem Studium und ist nicht nur in der Liebe ein gutes Team. Leonie Eißele und Niklas Heinzerling wollten selbst nachhaltiger leben. In der Küche gelang dies gut, nur der Spülschwamm war weiterhin aus Plastik. Das Problem haben viele: Fünf Millionen Kilogramm Plastikmüll wird allein durch Spülschwämme in Deutschland erzeugt, so der Gründer. Das wollen die beiden ändern. Die nachhaltige Alternative besteht zu 100 Prozent aus Luffa-Gurke, die in Asien beheimatet ist. Wenn diese reif wird entwickelt sie die einzigartige Faserstruktur, die an Spülschwämme erinnert. Dabei ist Le Gurque waschmaschinenfest, langlebiger und kann auch einfach auf dem Kompost entsorgt werden. Die Gründer bauen das Produkt heute in Süddeutschland in einem Gewächshaus an und vermeiden lange Transportwege. Innerhalb weniger Wochen war die erste Ernte bereits ausverkauft. Ziel ist es jetzt, das Produkt am Markt zu platzieren. Dafür benötigen sie 100.000 Euro für 15 Prozent am Unternehmen „The Closest Loop“. Wir sind gespannt, ob wir den Schwamm bald im Drogeriemarkt finden und wer sich den Deal sichert.

Deal oder kein Deal?

Deal! Die Löwen interessiert insbesondere die Herstellung und Beschaffenheit des Produkts, alle möchten ihn gerne einmal in der Hand fühlen. Judith Williams fragt genauer nach den Verkaufszahlen. Die bislang verkauften 2.500 Schwämme machten rund 17.000 Euro Umsatz, so die Gründer. Auch Preis und Herstellkosten werden in der Höhle kritisch diskutiert. Carsten Maschmeyer zweifelt am Namen Le Gurque und wird nicht investieren. Er sagt, der Name sei nicht für den deutschen Markt geschaffen. Ralf Dümmel ist hingegen begeistert von dem Weg aus Gemüse einen Problemlöser zu machen und bietet 100.000 Euro für 20 Prozent der Unternehmensanteile. Judith Williams macht ebenfalls ein Angebot mit denselben Konditionen. Außerdem wollen auch Sarna Röser und Dagmar Wöhrl in Le Gurque einsteigen und bieten ein Kombi-Angebot mit 100.000 Euro für 20 Prozent. Doch dann die Überraschung: Ralf Dümmel und auch Judith Williams ziehen ihre Einzelangebote zurück – sie bieten gemeinsam 150.000 Euro für 40 Prozent der Anteile. Nach kurzer Besprechung verkünden die Gründer: Frauenpower mit Dagmar Wöhrl und Sarna Röser!

Die beiden Gründer Leonie Eißele und Niklas Heinzerling präsentieren beim DHDL-Pitch ihr Produkt.
Im Pitch versuchen die Gründer mit Le Gurque für Begeisterung bei den Löwen zu sorgen.

2. Read-O – Buchempfehlungen mit KI

Hohe Gründer-Power erwartet die Löwen bei Read-O. Ganze fünf Gründer stellen ihr Produkt Read-O vor: Jonathan Mondorf, Ben Kohz, Andreas Weiser, Michael Pomogajko und Simon Farshid. Sie haben eine App entwickelt, die die Auswahl und das Finden von Büchern erleichtert. Auf die Idee kamen sie zunächst aufgrund der Schriftsteller-Perspektive. Ist ein Buch fertig geschrieben, muss man es an die richtige Zielgruppe vermarkten. Häufig verlassen sich Leser aber rein auf Bestseller-Empfehlungen. Die App konzentriert sich hingegen stärker auf die Emotionen, die man sich als Leser wünscht. User können verschiedene Emotions-Parameter auswählen und erhalten passende Buchempfehlungen. Diese basieren auf Rezensionen, die mithilfe einer Künstlichen Intelligenz analysiert werden. So wird jedem Buch ein persönliches emotionales Profil zugewiesen. Für Read-O benötigen die Gründer bei DHDL 600.000 Euro für 15 Prozent der Unternehmensanteile und möchten so den weltweiten Markt erobern. Wird einer der Löwen investieren?

Deal oder kein Deal?

Deal! Die Funktionsweise erfordert zunächst einige Erklärung, auch die Künstliche Intelligenz wird genau unter die Lupe genommen. Die Löwen sind „geflasht“. Ralf Dümmel sieht sich trotzdem nicht als passender Investor und ist deshalb aus dem Rennen. Die hohe Bewertung im Vergleich zum bisherigen Umsatz von 15.000 Euro macht auch die restlichen Löwen stutzig. Die hohe Expertise des Teams wird hier als Argument genannt. Judith Williams ist trotzdem nicht überzeugt und möchte nicht investieren. Auch Dagmar Wöhrl sowie Sarna Röser steigen aufgrund der hohen Bewertung aus. Carsten Maschmeyer schließt sich hier an, würde aber bei einem neuen, angemessenen Angebot noch einmal über ein Investment nachdenken. Sie bieten daraufhin 20 Prozent für ein Investment bei DHDL. Maschmeyers Gegenangebot: 25,1 Prozent für 600.000 Euro. Nach einer kurzen Beratung erklärt das Gründerteam den Deal.

3. Lucky Plant – Energy Drink für Pflanzen

Michael Ballack ist Fußballprofi, aber auch Gründer vom Startup Lucky Plant. Die Löwen macht das natürlich besonders aufgeregt. Gemeinsam mit Bernhard Unger und Dr. Thomas Hüster hat der Prominente ein hochwirksames und rein biologisches Pflanzenstärkungsmittel entwickelt. Michael Ballack hat viel Erfahrung mit den Produkten, die auf Rasen verwendet werden. Häufig enthalten diese jedoch einen hohen Anteil an Chemikalien. Der Agrarwissenschaftler Dr. Hüster hat sich bereits viele Jahre mit der Pflanzenforschung beschäftigt und ist während seiner Forschung auf die Pechnelke gestoßen. Sie enthält Pflanzenstoffe, die Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen fördert – und das nicht nur für sich selbst, sondern auch für Pflanzen in ihrer Nähe. Für Lucky Plant haben die drei Gründer das Wissen verwendet und ein Pulver sowie eine Brausetablette für das Gießwasser entwickelt. Die Zusammensetzung des Mittels aus sechs Wildkräutern ist bereits patentiert. Ergebnis: Eine längere Blühphase sowie eine erhöhte Blütenbildung. Auch die Rasenflächen werden robuster und Ernteergebnisse größer. Bei DHDL bieten die Gründer 20 Prozent des Unternehmens für 100.000 Euro an. Wird es zur Investition mit dem Prominenten kommen?

Deal oder kein Deal?

Deal! Die Produkte werden genau betrachtet und die Gründer mit Fragen zu Preisen, Produktion und Umsatzzahlen gelöchert. Carsten Maschmeyer fragt sich, warum ein hochklassiger Fußballer mit hohem Verdienst auf Investorsuche ist. Die Antwort: nicht das Geld, sondern die Expertise und Kontakte in den Einzelhandel fehlen. Judith Williams ist begeistert und spricht den Gründern für ihr Produkt ein Kompliment aus. Jedoch sind Baumärkte nicht ihr Expertisen-Gebiet und sie ist daher nicht an einem Deal interessiert. Carsten Maschmeyer ist jedoch Fan vom Gärtnern: „Es gibt keinen Löwen oder Löwin, die sich mehr mit Garten auskennt und dafür steht. Er bietet die gewünschten 100.000 Euro für 20 Prozent der Anteile. Sarna Röser und Dagmar Wöhrl machen wieder gemeinsame Sache und bieten dasselbe Angebot wie Maschmeyer. Doch Ralf Dümmel argumentiert ebenfalls mit seiner Expertise, er schließt sich den Konditionen der anderen DHDL-Investoren an und kann sich freuen! Ralf Dümmel investiert in Lucky Plant und macht den Deal.

4. Retter Kräcker – Snacks ohne Bullshit

Mit Lebensmittelverschwendung wollen Lisa Berger, Sandra Ebert und Pascal Moll jetzt Schluss machen. Sie sind Doktoranden im Bereich Lebensmitteltechnologie und möchten mit ihrem Produkt einen nachhaltigen Beitrag leisten. In der Produktion entsteht bei Sonnenblumenöl beispielsweise neben einem Drittel des gewünschten Endprodukts zwei Drittel Trester. Dieser landet dann in der Biogasanlage oder im Futtertrog. Retter Kräcker enthält Kürbiskern, Sonnenblumen und Apfeltrester. Damit ist er nicht nur lecker, sondern auch protein- und ballaststoffreich. Gut für den Mensch und gut für die Umwelt, so lautet ihr Argument im DHDL-Pitch. Die drei möchten 10 Prozent ihrer Firmenanteile an einen oder mehrere Investoren abgeben und erwarten dafür 100.000 Euro.

Deal oder kein Deal?

Kein Deal! Der erste Eindruck der Löwen klingt nicht sehr vielversprechend, sie vergleichen die Kräcker sogar mit Meerschweinchenfutter. Trotzdem interessieren sie sich für Nährwerte und Verkaufsargumente. Carsten Maschmeyer machen auch die Kosten Gedanken. 1,99 Euro kostet eine Tüte, 10.000 Packungen haben die Gründer bisher verkauft. Sowohl Preis als auch Geschmack und Nährwerten können ihn nicht überzeugen. Aufgrund dessen ist er aus dem Rennen. Auch Ralf Dümmel möchte nicht investieren und findet, dass sich die Gründer in der Firmenbewertung verkalkuliert haben. Für Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Sarna Röser scheitert es ebenfalls am Geschmack. Es kommt daher nicht zum DHDL-Deal.

5. Xeem – Projekte auf nächstem Level

Die Idee für Xeem kam den beiden Gründerinnen Janine Weirich und Géraldine Ulrichs während ihrer Bachelorarbeit. Das Konzept der digitalen Plattform haben sie dann während des Masterstudiums weiterentwickelt. Dort bringen sie Unternehmen mit jungen Talenten der Universitäten in sogenannten Challenges zusammen. Die Aufgabenstellung hinter der Challenge kann ganz unterschiedlich sein, beispielsweise eine Marketingstrategie oder Produkteinführung. Über Xeem finden sich dann verschiedene Nutzer in Teams zusammen und können an einem Lösungsvorschlag arbeiten. Die Talente erwartet schlussendlich ein Preisgeld und Unternehmen können auf der Seite neue Mitarbeiter scouten und spannende Ideen mitnehmen. Die Gründerinnen benötigen 250.000 Euro und bieten dafür 10 Prozent der Firmenanteile. Werden die beiden im DHDL-Pitch überzeugen?

Deal oder kein Deal?

Deal! Die Löwen aus DHDL sind aufgeregt. Unternehmen mit jungen Talenten zu verbinden, ist für alle von Interesse. Insbesondere das Geschäftsmodell müssen die Gründer noch einmal genauer erklären. Die Unternehmen finanzieren die Challenges und könnten in Zukunft auch Vermittlungsgebühr im Falle einer Einstellung eines Talents bezahlen, so die Idee. Ralf Dümmel und Judith Williams sehen sich trotz großer Begeisterung nicht als ideale Investoren und sind daher aus dem Rennen. Die anderen Löwen diskutieren hart. Sarna Röser, Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer bieten als Team 300.000 Euro für 30 Prozent der Unternehmensanteile. Die Gründerinnen machen ein Gegenangebot und bieten 18 Prozent – Doch das ist den Investoren zu wenig, sie möchten mindestens 25,1 Prozent. Die Xeem-Gründerinnen sind schlussendlich einverstanden: Deal bei DHDL!

Géraldine Ulrichs und Janine Weirich im DHDL-Pitch für ihr Unternehmen Xeem.Quelle: RTL / Bernd-Michael Maurer
Die beiden Gründerinnen Géraldine Ulrichs und Janine Weirich hoffen auf ein Investment für ihre Plattform Xeem.

Du hast die letzte Folge verpasst oder möchtest dich über die vergangene Staffel informieren? Alle Deals und Highlights findest du in unserer ausführlichen DHDL Staffel 11-Übersicht. Alle bisher veröffentlichten Folgen kannst du außerdem über RTL+ nachsehen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Färber

Luisa Färber

Luisa kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Oberfranken und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Durch die vielen praxisnahen Projekte konnte sie bereits Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche sammeln. In mehreren Praktika entdeckte sie ihre Leidenschaft für die redaktionelle Arbeit und feilte an ihrem Textgefühl. Neben dem Studium war sie ehrenamtlich im Studierendenradio und in verschiedenen anderen Projekten tätig. Im Anschluss an ihren Bachelor macht sie nun seit Februar 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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