So revolutioniert das Startup die Fuß-Orthopädie

Craftsoles: Maßeinlagen auf Rezept aus dem Internet

Es steht völlig außer Frage, dass orthopädische Einlagen eine wunderbare Sache für die Füße sind. Was die meisten dabei jedoch nervt, ist der Aufwand, der damit verbunden ist. Das haben sich wohl auch die Gründer des innovativen Startups craftsoles gedacht und einfach einmal den komplizierten Prozess auseinandergenommen. Das Ergebnis: Eine einfache Möglichkeit, um ohne großen Aufwand an seine maßgefertigten Einlagen zu gelangen.

Neue Maßeinlagen: So funktioniert der craftsoles-Prozess

Homeshopping ist der Trend der letzten Jahre. Dank craftsoles ist es nun möglich, auch Maßeinlagen zu erwerben, ohne dabei den stationären Handel aufsuchen zu müssen. Die Einlagen werden einfach und bequem von zuhause aus bestellt. Der Arztbesuch oder die terminliche Abstimmung mit dem Sanitätshaus entfällt.

Dafür hat das Gründerteam, bestehend aus Arlett, Florian und Simon, die Köpfe zusammengesteckt und einen besonders innovativen Prozess entwickelt. Die orthopädischen Einlagen sind handgefertigt und jeweils auf die Bedürfnisse des Trägers abgestimmt. Das macht jedoch einen individuellen Abdruck erforderlich. Im ersten Schritt erhalten die Erstkäufer deshalb einen Abdruckvorlage aus Kohlepapier zugeschickt.

Im Anschluss daran wird die Maßeinlage entsprechend dem Abdruck und ein paar zusätzlicher Angaben, die im Rahmen der Bestellung auf einem Fragebogen getätigt werden, angefertigt. Je mehr Informationen hier angegeben werden, desto besser. Vor allem Marke und Typ der Schuhe, aber auch der Umriss der Innensohle sind beispielsweise sehr hilfreiche Informationen.

Bei der Maßeinlage handelt es sich um eine Einzelanfertigung eines erfahrenen Orthopädietechnikers. Deshalb finden allerhand individuelle Anpassungen statt, um den Fuß in bestimmten Bereichen zu stützen und zu entlasten.

Nach dem der Zuschliff perfekt ist, werden die Einlagen beidseitig bezogen, damit sie gut in die Schuhe „flutschen“ und vor allem ein angenehmes Tragegefühl vermitteln.

Bestellprozess craftsolesQuelle: ALF photo - stock.adobe.com
Bei craftsoles können Einlagen fast so einfach wie Bücher bestellt werden.

Gibt es die Einlagen auch auf Rezept?

Für Barmer-Versicherte ist es möglich, die craftsoles-Einlagen mittlerweile auch auf Rezept zu erhalten. Die Orthopädiemeister fertigen die Einlagen in diesem Fall entsprechend der ärztlichen Verordnung an. Das Gründerteam arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, diesen Service auch für Versicherte von anderen Krankenkassen zu ermöglichen.

Je nach individuellem Vertrag ist der Kauf für Privatversicherte ebenfalls bereits möglich. In diesem Fall wird einfach nach dem Kaufprozess die Rechnung von craftsoles an die jeweilige PKV übermittelt.

Wer steckt hinter craftsoles?

Das Konzept für craftsoles wurde vom Unternehmen meevo Healthcare entwickelt. Das Sanitätshaus hat es sich zur Mission gemacht, sich vom verstaubten Image der Branche zu lösen und dem Thema Einlagen einen hippen und modernen Anstrich zu verleihen.

Dass das gelungen ist, lässt sich schon an der Gestaltung der Website von craftsoles erkennen. Statt verstaubtem Krankenhaus-Sprech finden Kunden hier ein stylishes Design und eine Anleitung, die die Kunden mit einfachen Worten durch den Bestellprozess führt.

Dass es sich dabei nicht um leere Worthülsen handelt und Kunden von dieser neuen Möglichkeit durchaus angetan sind, zeigen die Bewertungen auf dem unabhängigen Portal Trusted Shops. Über 300 Käufer geben dem Unternehmen im Durchschnitt 4,93 von 5 möglichen Sternen. Das führt zum Gesamturteil „Sehr gut“.

Dafür verantwortlich zeichnet sich vor allem ein dynamisches Team aus kreativen Köpfen und Machern…

Das Gründerteam: Arlett, Florian und Simon

Arlett Chlupka kümmert sich vor allem um die Themen Marketing und Customer Experience bei craftsoles. Laut ihr sollten vor allem bestehende Strukturen einem nicht davon abhalten, Versorgungswege neu zu denken. Richtig, denn nur weil etwas immer schon so gewesen ist, heißt das nicht, dass es für alle Zukunft ebenfalls so sein muss. Deshalb hat sie sich dafür eingesetzt, dass auch die Krankenkassen an das Unternehmen glauben. Die Marktanalyse zeigt: Craftsoles ist ein großartiges Nischenprodukt mit einem riesigen deutschlandweiten Kundenpotenzial.

Simon Maass ist für die Digitalisierung und das Business Development zuständig. Sein Motto: „Alle haben gesagt das geht nicht. Und nun hat das einfach einer gemacht und jetzt geht das!“ Er bringt dabei den craftsoles-Prozess auf den Punkt: „Du hast ein Rezept zuhause, wirfst es einfach in die Post und bekommst deine Einlagen. Einfach online jetzt.“ Wer nachts um zwei eine Einlage bestellen möchte, der soll seiner Meinung auch die Möglichkeit dafür haben.

Florian Birner kümmert sich um Vertrieb und Operations. Er weiß: Wer den Markt disruptiv verändern möchte, der muss dafür auch höchste Qualität liefern. Deshalb wird auch jede einzelne Einlage von craftsoles von Meisterhand kontrolliert und gefertigt. Seine Vision von craftsoles: Einfach im Biergarten sitzen und neben der Brezel auch noch eine Einlage bestellen. So einfach ist der Bestellprozess bei craftsoles.

Die drei geben ein sehr homogenes Team ab. Doch wie haben sie eigentlich ursprünglich zueinander gefunden? Arlett und Simon kennen sich bereits seit ihrer Studienzeit und haben auch gemeinsam bei Fielmann gearbeitet. Florian hat vor der Gründung des Startups beim Industriekonzern Linde gearbeitet und kennt Simon ebenfalls aus gemeinsamen Studententagen.

Anfang 2018 fanden die drei einen Pop-up Store am Alten Wall in Hamburg. Neben Unternehmen wie Uniqlo oder dem Mobilitätsanbieter Lynk & Co. befinden sich die Gründer im hippen Teil der Hamburger Altstadt in bester Gesellschaft.

Pop-up: Ist das nicht nur vorübergehend? Grundsätzlich schon, doch craftsoles befindet sich immer noch dort und der Beziehungsstatus zu dem etwa 350 Quadratmeter großen Shop wurde wohl mittlerweile von „Es ist kompliziert“ zu „In einer Beziehung“ geändert.

Das Erfolgsrezept: Eine gute Idee, jede Menge Spirit und der Wille zum Erfolg

craftsoles: Das klingt nach einer simplen Idee. Doch es ist wie immer bei erfolgreichen Startups: Wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder machen. Was die meisten bei einem erfolgreichen Unternehmen sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs und ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Unter der Meeresoberfläche befindet sich der große unsichtbare Teil des Berges. Da geht es bei craftsoles um Themen wie Verhandlungen mit Krankenkassen, dem Finden von zuverlässigen Partnern für alle Prozessschritte und vor allem um die Bekanntmachung der Möglichkeit, seine Einlagen einfach im Internet zu bestellen.

Das erfordert neben einer guten Portion Gründergeist vor allem jede Menge Beharrlichkeit und den unbedingten Willen, seine Idee zum Erfolg zu führen. Diese Aufgaben meistern Arlett, Florian und Simon mit Bravour. Chapeau!

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