Fair und Nachaltig in Europa produziert

Airpaq: Rucksäcke und Accessoires aus Autoschrott

„Schrott sei Dank, die Reise geht weiter!“ – Unter diesem Motto produziert das Kölner Startup Airpaq seit 2017 nachhaltig und fair produzierte Produkte in Europa. Sie verwenden dazu Airbag-, Sitzgurt- und Gurtschloss-Ausschussware aus der Automobilindustrie, Gurtschlösser werden teilweise auf Schrottplätzen gesammelt.

Airpaq gibt dem Müll eine zweite Chance und fertigt daraus modische Unikate. Anfallende Schnittreste werden zur Herstellung von Fliegen oder Bauchtaschen genutzt. So werden neue Kreisläufe geschaffen, die die Umwelt schonen und die Vernichtung wertvoller Ressourcen verhindern. Die Vermeidung von Neuproduktionen spart außerdem CO2-Emissionen ein.

Auszeichnungen

Für ihr Engagement wurde Airpaq im Dezember 2021 der ‚Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2022‘ in der Kategorie Design verliehen. In der Begründung der Jury heißt es anerkennend: „Wie gut hier die Themen Upcycling und Green Fashion in eine urbane Lifestyle-Marke übersetzt werden, ist beeindruckend.“ Auch gewann das Kölner Startup 2021 den ‚Vegan Fashion Award‘ der Tierschutzorganisation PETA in der Kategorie ‚Bester Rucksack‘, den ‚German Design Award‘ 2021 und die Podcastingshow ‚Wer wird Visionär*in?‘ des GEO-Magazins. Zusätzlich ist das Unternehmen ‚PETA-Aprooved Vegan‘. Eine Zertifizierung durch die Tierschutzorganisation PETA, die aussagt, dass alle Airpaq-Produkte ohne Bestandteile tierischen Ursprungs hergestellt werden.

Bereits 72 Tonnen Autoschrott verwertet

Das Unternehmen entstand ursprünglich aus einer Studienidee, als die beiden Gründer zufällig als Kommilitonen zusammenkamen und sich ein nachhaltiges Projekt einfallen lassen sollten. Die Idee entwickelte sich zur Firmengründung nach Abschluss des Studiums, die durch Crowdfunding finanziert wurde. Seit der Gründung 2017 wurden bereits 72 Tonnen Autoschrott, 115.000 Airbags(Stück) und 140.000 Sitzgurte (Stück) und 37.000 Gurtschlösser (Stück) upgecycelt (Stand 30. September 2022). Mit steigendem Umsatz steigt auch fast linear der wiederverwertete Autoschrott, der somit auch vervielfacht wird.

Kreislaufwirtschaft

Aus Schnittresten, die sich bei der Rucksack-Produktion durch die sackige Form eines fertig genähten Airbags ergeben, stellt Airpaq kleinere Produkte wie Bauchtaschen, die Fliege mit passendem Einstecktuch oder den 3-in-1 Organizer her. In Zukunft sind weitere kleine Produkte geplant, um noch mehr Schnittreste verwerten zu können. Zusätzlich nimmt das Unternehmen gebrauchte Airpaq-Rucksäcke nach dem Vorbild des „Cradle-to-Cradle“ zurück und verwertet sie zu neuen Produkten. Die Airbagsstoffe werden für kleine Produkte wie die Fliege mit passendem Einstecktuch oder die Bauchtasche ‚Hip Baq‘ benutzt. Die Gurtschlösser und Sitzgurte können für die Produktion neuer Airpaq-Rucksäcke verwendet werden. Die Kunden und Kundinnen erhalten für das Zurücksenden ihres gebrauchten Rucksacks einen 50€-Einkaufsgutschein. Durch diese Kreislaufwirtschaft werden die einzelnen Materialien wieder in den technischen Kreislauf gebraucht, ein neuer Produktzyklus entsteht und Müll vermieden.

Individualisierte Rucksäcke

Die Option, Airpaq-Rucksäcke mit einem persönlichen Logo oder Slogan besticken bzw. bedrucken und so individualisieren zu lassen, wird von vielen namhaften Firmen genutzt. Gesticktes Logo außen, gedruckter Slogan auf dem Innenfutter, verschiedene Farbgebungen – es gibt viele Optionen. Auch das Auswärtige Amt ließ für den deutschen Vorsitz im Ministerkomitee des Europarats 2021 mehrere ‚Basiq‘-Rucksäcke mit einem extra dafür entworfenen Logo besticken. Diese wurden an hochrangige Besucher wie Teilnehmern verschiedener Konferenzen oder ausländische Diplomaten und Diplomatinnen verschenkt.

Woher kommt der Schrott?

Airpaq verarbeitet Autoschrott aus ganz Europa. Genauer gesagt Airbags, Sitzgurte und Gurtschlösser. Diese Materialien kauft das Startup als Ausschussware direkt von verschiedenen Herstellern für automobile Sicherheitssysteme aus Europa. Teilweise stammen die verwendeten Gurtschlösser auch aus alten Autos, die auf deutschen Schrottplätzen stehen. Die große Menge an Ausschussware ergibt sich durch die hohen Sicherheitsauflagen bei der Herstellung. Airbags, Sitzgurte und Gurtschlösser müssen im
Extremfall Menschenleben retten und werden deshalb so streng kontrolliert. Kleine „Mängel“ wie ungerade Nähte oder abstehende Fasern sind für die Airpaq-Produktion aber irrelevant, denn sie bedeuten keinen Qualitäts- oder Funktionsverlust der robusten und strapazierfähigen Materialien.

Zusätzliches Engagement

Regelmäßig führt Airpaq Spendenaktionen durch, wie zuletzt mit der Peace Baq anlässlich des
beginnenden Ukraine-Konflikts und der Pride-Baq anlässlich des Pride-Months der LGBTQ+-Community. Dazu hat das Unternehmen in einer limitierten Auflage die Bauchtasche Hip Baq umdesignt: Die Peace-Baq bestand aus blauem Airbagstoff mit gelbem Peace-Zeichen und die Pride-Baq hatte das Airpaq-Logo und ein Stück des Trägerriemens in den Regenbogenfarben. Der Erlös durch den Verkauf der Peace-Baq wurde zu 100 Prozent an die Caritas gespendet, die sich an der rumänisch-ukrainischen Grenze um die Geflüchteten kümmert. Dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland spendete Airpaq 1.000 € durch den Verkauf der Pride- Baqs. Im November pflanzte Airpaq gemeinsam mit ‚Mission Erde e.V.‘ rund um den Meeresbiologen und Forschungstaucher Robert Marc Lehmann und ‚Wald zum Leben‘ innerhalb von drei Tagen 2.500 Bäume in Rheinhessen.

Was hebt Airpaq von anderen nachhaltigen Rucksack-Unternehmen ab?

Zum einen ist es Europa anstatt Asien als Produktions- und Herkunftsland der Airpaq-Materialien. Airpaq bezieht seine Materialien ausschließlich aus europäischen Ländern wie Rumänien, Tschechien, Polen und Deutschland. Der Produktionspartner, die Näherei und die Färberei, befinden sich in Rumänien. Für Airpaq ist es nicht nachhaltig, Material von einem Ende der Welt ans andere Ende zu verschiffen. Denn dabei werden große Mengen CO2 durch die Transport- und Lieferwege ausgestoßen. Außerdem bedeutet die EU als Produktionsstandort die Einhaltung strenger und wertvoller Umwelt- und Sicherheitsstandards.

Zum anderen entstehen die Airpaq-Produkte durch Upcycling und nicht durch Recycling. Auch wenn Upcycling als eine Unterform von Recycling betrachtet werden kann, besteht ein deutlicher Unterschied bei der Bearbeitung der wiederverwerteten Materialien. Das bedeutet, dass diese direkt weiterverarbeitet werden können, ohne sie erst aufwendig in ihre Bestandteile zersetzen zu müssen. Im Gegensatz zu der Verarbeitung von beispielsweise PET-Flaschen oder Ocean Bund Plastic. In diesem Fall muss das Plastik erst aufwendig gereinigt und aufbereitet werden. Es kommen Laugen, Tenside, viel Wasser und Energie zum Einsatz. Dann wird das Material eingeschmolzen und geschreddert , um anschließend daraus Nylonfäden herzustellen. Upcycling bedeutet also eine weitaus geringere Umweltbelastung als Recycling.

Airpaq beim Gründer.de Adventkalender

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Somit ist klar: Mitmachen lohnt sich. Denn der Gründer.de Adventskalender steigert die Vorfreude auf Weihnachten und sichert schon jetzt die ersten Weihnachtsgeschenke. Wir drücken die Daumen & wünschen dir eine schöne Adventszeit!

>>> Mehr Informationen unter https://www.airpaq.de/

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Kleinen

Luisa Kleinen

Luisa wurde 1996 in Bonn geboren und studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften mit Abschluss des ersten Staatsexamen (Schwerpunkt Internationales Strafrecht und Medienstrafrecht) an der Universität zu Köln. Parallel zu ihrem Studium war sie einige Jahre als Studentische Hilfskraft in der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH-Köln tätig. Dadurch erhielt sie einen tiefen Einblick in das Medien-, IT- und Datenschutzrecht und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen. Später arbeitete sie als Assistenz der Geschäftsführung in einem Gastronomiebetrieb und erweiterte hier ihre Kenntnisse im Personal- und Projektmanagement. Nach ihrem Praktikum in der Redaktion von Gründer.de, ist sie seit Juli 2022 als Junior Legal Managerin bei Digital Beat und Gründer.de tätig.

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