Junger Küchenchef startet seine Gastro-Karriere

Für viele ist die Gastronomie ein absoluter Traum. Die Kombination aus dem direkten Kontakt zum Kunden und dem Kreativen in der Küche hat natürlich seinen Reiz. Für Leute, die sich in der Küche nicht ganz soviel zutrauen sind Franchise-Systeme sehr beliebt, doch darum soll es heute nicht gehen. Wenn man ein wirklich eigenes Restaurant ohne Franchise im Hintergrund eröffnen möchte, sind andere Aspekte wichtig. Wir zeigen dir 5 Tipps, die du beachten solltest, damit du mit deiner Gastro-Karriere den bestmöglichen Start hinlegen kannst.

Tipp 1: Prüfe, was es bei dir im Umkreis gibt

Das wichtigste zuerst: Mache nicht, was jeder andere auch macht. Wenn es bereits 5 Italiener in der Ecke gibt, solltest du nicht unbedingt auch einen Italiener aufmachen. Natürlich hast du theoretisch die Möglichkeit auch im selben Bereich ein erfolgreiches Restaurant aufzubauen, doch der Druck wird hierbei deutlich höher sein. Schaue also, welche Art von Restaurant es bei dir im Umkreis noch nicht gibt und finde so ganz einfach ein USP für dein Restaurant.

Schaue weit genug

Insbesondere wenn du in einer kleineren Stadt starten möchtest, darf der Einfluss der „großen Stadt“ nebenan nicht unterschätzt werden. Leute sind bereit für gutes Essen einige Kilometer auf sich zu nehmen. Sicherlich werden die bei gleicher /besserer Qualität dich bevorzugen, wenn du jedoch bei der Qualität nicht mithalten kannst, könnte es schwer werden.

Tipp 2: Steigere dich nicht zu sehr in Trends rein, die du nicht kennst

Vor einigen Jahren gab es einen gigantischen Hype um Bubble-Tea. Die Anzahl an Läden war explodiert, an jeder Ecke hat man die süßen Getränke mit den Kugeln drin bekommen. Für viele Gründer war es auf den ersten Blick eine wahre Goldmine, denn eigenes Marketing wurde nicht benötigt. Dazu war die Markenbindung sehr gering, wohlmöglich weil die Ketten keine große Chance hatten überhaupt ein klassisches Image aufzubauen. Schon 2013 berichtete dann die Zeit, dass der Trend vorbei ist, hunderte Läden mussten schließen.

Doch nicht jeder Trend ist nur ein kurzer Trend: Die aktuelle „grüne Welle“ hält sich bereits seit Jahrzehnten und erreicht aktuell ein absolutes Hoch. Wenn du selbst schon lange nachhaltig lebst und eben in diesem Bereich dein Restaurant siehst, warum nicht? Nur auf den Zug aufspringen und „hoffen“ dürfte dagegen schwer sein.

Verfolge den Werdegang deines Trends

Solltest du dich für ein Restaurant entscheiden, das einen Trend verfolgt, solltest du auch eben diesem Trend verfolgen. Immer auf dem neusten Stand sein ist unerlässlich, damit du nicht ohne es mitzubekommen an Relevanz verlierst.

Tipp 3: Sei repräsentativ

Wir alle haben den einen „Geheimtipp“ was den besten Imbiss angeht. Oftmals sind das kleine, unscheinbare Läden, die ausgezeichnete Pizza, Döner oder Nudeln anbieten. Teils sind diese Läden nicht besonders einladend und die Einrichtung etwas älter. Auch die Mitarbeiter sind oft nicht allzu höflich. Dennoch überzeugt hier die Qualität. Klar, für einen Imbiss mag das reichen, doch wenn du auf lange Sicht ein erfolgreiches Restaurant leiten willst, musst du schon etwas mehr bieten.

Die Leute gehen in ein Restaurant insbesondere, um etwas „Besonderes“ zu erleben. Das Besondere beginnt dabei nicht mit den Speisen oder der schnellen Zubereitung, es geht um den ersten Eindruck: Ist das Personal freundlich und motiviert? Wirkt die übliche gastronomische Ausstattung modern? Wie wird das Essen bei den anderen Gästen auf den Tisch serviert?

Du musst dringend darauf achten, dass sich dieser erste Eindruck bei jedem Besuch ergibt. Wenn Tischdecken Flecken bekommen oder Gläser langsam beschlagen, solltest du als Restaurantchef dringend etwas unternehmen.

Wo wir bei dir als Restaurantchef sind: Du als Chef solltest natürlich auch in deinem Restaurant repräsentativ dastehen. Passend gekleidet und mit einem Lächeln auf den Lippen kannst du dir so schnell treue Gäste aufbauen.

Tipp 4: Kenne deinen Platz im Restaurant

Immer wieder hört man, dass ein Chef probiert alles selbst zu machen. In der Restaurantbranche ist das nicht anders, da Kocht der Chef, bedient die Gäste und macht dann noch die Buchhaltung. Was kostensparend im Bezug auf das Personal klingt, geht jedoch schnell zum Verlust der Qualität. In der Küche muss volle Konzentration herrschen, damit die eigenen Qualitätsstandards erfüllt werden. Kenne daher deinen Platzt im Restaurant und finde motivierte Mitarbeiter für die verschiedenen Bereiche. Unterschätze insbesondere nicht, welche Konsequenzen ein unzufriedener Gast aus einem negativen Restaurantbesuch zieht. Es gibt genug Restaurants als Alternative, warum sollte er dann nochmal wieder kommen?

Tipp 5: Versetze dich in den Kunden / Sei der Kunde

Der Tipp klingt auf den ersten Blick sehr „beliebig“, dabei lassen sich damit viele Probleme deines Restaurants erkennen. Du hast sicherlich selbst gewisse Ansprüche an ein Restaurant, werden alle Erwartungen bei deinem eigenen erfüllt? Besuche dein eigenes Restaurant regelmäßig mit Freunden, Familie oder Geschäftspartnern um dich zu überzeugen, dass alles auf deinem Qualitätsstandard ist. Sollten Fehler auffallen, dann besprich die mit deinen Mitarbeitern. Ein Restaurant lebt von leckerem Essen und gutem Service in einem schönen Ambiente.

Fazit: Mit diesen 5 Tricks kann wenig schiefgehen

Du siehst schon, ein großer Teil beschäftigt sich damit, wie du dich um dein Restaurant, deine Mitarbeiter und deine Speisen kümmerst. Doch so einfach das klingt, im Alltag wird es sich oft als Herausforderung darstellen. Doch zum Erfolg gehört auch immer ein wenig Schweiß.