Soziale Netzwerke Unternehmen

Die Social Media sind wichtig und werden so schnell auch nicht wieder verschwinden. Langsam hat sich diese Erkenntnis auch bei denen durchgesetzt, die in den ersten Jahren noch den baldigen Untergang dieses neumodischen Trends vorhergesagt haben. Inzwischen sind viele Unternehmen sehr erfolgreich in den sozialen Netzwerken vertreten und erhöhen den Druck auf ihre Mitbewerber, zumindest gleichzuziehen.
Wenn du dabei bist, den Schritt in die Social Media zu gehen, stehst du aber erst einmal vor der großen Frage, welches Netzwerk überhaupt das richtige ist. Schließlich geht es nicht um persönliche Vorlieben, sondern das Image deines Unternehmens.

Social Media: Die Qual der Wahl

Soziale Netzwerke gibt es buchstäblich wie Sand am Meer. Und eins ist klar: Du kannst nicht alle bespielen. Selbst, wenn du nur die wirklich großen Netzwerke auswählst, würdest du kaum noch etwas anderes machen, als sie zu betreuen. Sich auf wenige Netzwerke zu beschränken, ist zum Glück kein Problem, sondern sogar gut: Besser eine richtig gut betreute Social-Media-Präsenz als vier halbherzig gepflegte.
Du musst dich also entscheiden, wo du vertreten sein willst. Bevor du aber diese Entscheidung treffen kannst, musst du erst einmal wissen, was du überhaupt willst. Dabei solltest du nicht nur nach den Nutzerzahlen gehen, denn sie alleine sagen dir nicht, ob ein Netzwerk zu dir passt.

Was willst du erreichen?

Möchtest du neue Kunden gewinnen oder die Bekanntheit deiner Marke steigern? Möchtest du ein neues Produkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen oder einen Onlinekurs verkaufen? Das Ziel, das du verfolgst, bestimmt maßgeblich, wie du in den Social Media kommunizierst.
Diese Ziele müssen sich nicht ausschließen. Sehr oft ergänzen sie sich. Trotzdem musst du erst einmal klar definieren, bevor du loslegst. Oder anders gesagt: Du kannst nur ein Ziel erreichen, dass du auch kennst.

Wen willst du erreichen?

Ebenso wichtig wie die Frage, was du erreichen willst, ist die Frage, wen du überhaupt ansprichst. Kennst du deine Zielgruppe? Wenn deine Antwort „Jeder, der sich mein Produkt leisten kann“ lautet, solltest du ganz dringend noch einmal ans Reißbrett und deine Strategie überarbeiten.
Auch, wenn du in den Social Media quasi jeden erreichen kannst, kannst du nicht alle auf einmal ansprechen. Definiere deine Zielgruppe und richte deine Kommunikation ganz klar auf sie aus. Wichtig ist natürlich auch, dass deine Zielgruppe auch in den Netzwerken vertreten ist, die du für dich wählst.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.
 

Und welches Netzwerk ist jetzt das richtige?

Dein Ziel und deine Zielgruppe sind definiert? Dann geht es jetzt darum, das passende Netzwerk auszuwählen.
Und welches ist das passende Netzwerk? Das ist im Grunde jedes Netzwerk, in dem du deine Zielgruppe erreichst und mit hochwertigem Content ansprichst. Das klingt sehr allgemein, allerdings aus gutem Grund: Pauschal kann niemand dir sagen, welches Netzwerk definitiv das richtige für dich ist.
Wer dir ein Netzwerk empfiehlt, ohne sich vorher mit deinem Unternehmen, deinem Ziel und deiner Zielgruppe beschäftigt zu haben, sollte nur mit Vorsicht genossen werden. Denn ein Social-Media-Auftritt ist ein Teil deiner Unternehmenskommunikation. Du prägst damit die öffentliche Wahrnehmung von deiner Marke. Auf pauschale Lösungen zu setzen, ist riskant. Wähle deine Netzwerke also immer danach aus, was zu dir und deinem Unternehmen passt.
Beginne mit einem einzelnen Auftritt in den Social Media, ehe du weitere Plattformen dazu holst. Denn du musst sie nicht nur in der Anfangsphase betreuen, in der du noch hochmotiviert bist, sondern auch langfristig immer Zeit dafür haben. Stelle sicher, dass du diese Zeit fest einplanst.

Facebook

Facebook

Facebook wurde bereits unzählige Male totgesagt. Untergangen ist es allerdings nicht, sondern nach wie vor das größte soziale Netzwerk weltweit. Kein Netzwerk prägt die Social Media so sehr wie der blaue Riese. Zwei Milliarden aktive Nutzer sprechen eine deutliche Sprache: Hier ist beinahe jede Zielgruppe vertreten. Zudem kannst du hier sehr zielgruppenspezifische Anzeigen schalten und so bereits für wenig Geld genau die Menschen ansprechen, die du erreichen willst.
Um allerdings in den Newsfeed deiner Fans zu gelangen, musst du ein besonderes Augenmerk auf einen hohen Mehrwert deiner Beiträge legen. Nur, wenn sie mit deinen Inhalten interagieren, werden sie diese auch weiterhin sehen. Eine sehr gute Content-Strategie ist also Pflicht.

Pinterest

Pinterest

Lange Zeit war Pinterest eine Art Ersatz für die Bildersuche über Google. Dabei kann das Netzwerk viel mehr: Es ist ein unglaublicher Traffic-Faktor für deine Website. Die Nutzer von Pinterest sind eher weiblich. Von den weltweit 200 Millionen Nutzern stammen 4 Millionen aus Deutschland.
Da jedes Bild auf Pinterest mit einem Link hinterlegt ist, sind Boards eine Art visueller Linksammlungen. Ansprechende Bilder werden zudem gerne geteilt, sodass sich deine Reichweite zusätzlich erhöht.
Um davon zu profitieren sind allerdings zwei Dinge notwendig: Du hast eine gute Website mit hochwertigen Inhalten, auf die deine Pinterest-Fans gelangen, und du hast täglich ausreichend Bilder. Am besten greifst du auf ein kostenpflichtiges Tool zurück, dass dir diese Aufgabe automatisiert abnimmt.

Instagram

Instagram

Instagram eignet sich hervorragend für visuelles Storytelling. Statt langer Bildunterschriften musst du deine Message mit einem Bild vermitteln. Weltweit nutzen 800 Millionen Menschen Instagram. In Deutschland sind es immerhin noch wöchentlich 5,6 Millionen aktive Nutzer. Das Zielpublikum ist insgesamt eher jung oder jung geblieben.
Im B2C-Bereich ist Instagram durchaus interessant. Nicht nur Modefirmen können hier ihre Kunden direkt ansprechen. Um erfolgreich zu sein, musst du natürlich ein Händchen für Bilder haben und wissen, wie du deine Markenbotschaft auch ohne Worte vermitteln kannst.
Langfristig ist davon auszugehen, dass wie auch Facebook auch die Bedeutung bezahlter Anzeigen für Unternehmen weiter steigt. Wenn du planst, mit Influencern zusammenzuarbeiten, prüfe diese genau, denn leider gibt es viele schwarze Schafe.

Twitter

Twitter

Auch, wenn man inzwischen 280 Zeichen anstelle von 140 nutzen kann, ist die Zeichenbegrenzung noch immer ein Kernmerkmal von Twitter. Exakte Nutzerzahlen für Deutschland gibt es nicht, aber einer Onlinestudie von ARD und ZDF nach tweeten etwa 1,8 Millionen Deutsche wöchentlich.
Komplexe Diskussionen lassen sich auf Twitter durch die Zeichenbegrenzung nur bedingt führen. Allerdings ist Twitter ideal, um Links und News sehr schnell zu verbreiten oder Diskussionen anzustoßen, die andernorts weitergeführt werden.

LinkedIn und Xing

Xing

Diese beiden Netzwerke haben einen eindeutigen Fokus im Business-Bereich. Weltweit ist LinkedIn mit 500 Millionen Mitgliedern führend, während in der DACH-Region Xing mit 13 Millionen Mitgliedern die Nase vorn hat. Sonderlich aktiv genutzt wird Xing allerdings nicht und dient den meisten Nutzern eher als digitale Visitenkartensammlung.
Wenn du dich an den internationalen Markt richtest, kann LinkedIn durchaus interessant für dich sein. Insbesondere, wenn du Kontakt zu Experten deiner Branche suchst oder Bewerber ansprechen willst, ist hier ein Unternehmensauftritt sinnvoll.

Fazit: Es kommt nicht nur auf das Netzwerk an

Jedes Netzwerk hat seine Stärken und Schwächen. Ob es zu deinem Unternehmen passt, hängt immer auch davon ab, wen und was du erreichen willst und wie viel Zeit dir dauerhaft zur Verfügung steht. Konzentriere dich am Anfang auf ein oder zwei Netzwerke, ehe du in der ersten Motivation mehr Präsenzen einrichtest, als du dauerhaft gut pflegen kannst.

Facebook, Pinterest, Xing – Diese Netzwerke bringen dein Business voran
Artikel bewerten