Selbstständig im Nebenberuf: Diese Hürden warten auf dich

Kaum ein Selbstständiger startet direkt mit einem großen Unternehmen, hat dutzende Mitarbeiter und einen großen finanziellen Puffer. Woher auch, die Unternehmen müssen zuvor aufgebaut werden. Es kommt durchaus vor, dass man den Betrieb einer anderen Person übernimmt, doch die Regel ist es nicht. Wer ein Unternehmen aufbauen möchte, fängt dabei meistens von ganz unten an und steht entsprechend vor einigen Herausforderungen. Zumeist startet man, um zumindest eine Art „Grundsicherung“ zu haben mit dem Aufbau neben einem anderen Beruf. Die Methode ist zwar vergleichsweise sicherer, bringt aber durchaus seine Gefahren mit sich. Wir zeigen dir einige bekannte Hürden und erklären dir, wie du damit umgehen solltest.

Wie überzeugst du deinen Chef

Die erste Herausforderung wird es sein, deinen Chef davon zu überzeugen. In den meisten Arbeitsverträgen steht deutlich drin, dass andere Arbeiten angemeldet und erlaubt werden müssen. Nicht jeder Chef ist davon begeistert, wenn sein Angestellter nebenbei noch etwas anderes macht. Besonders problematisch wird es, wenn du etwas in einen ähnlichen oder gar der gleichen Branche vor hast. Versetz dich daher in deinen Arbeitgeber und überlege, welche Aspekte vielleicht sogar deutlich dafür sprechen würden. Beispielsweise lernst du in einer Selbstständigkeit eben genau das: Selbstständig(er) arbeiten. Der Punkt dürfte für viele Chefs durchaus sehr interessant sein, insbesondere für zukünftige Führungspositionen im eigenen Unternehmen. Du baust deine Skills aus, wirst also in deinem Beruf (oder einem anderen Bereich) immer erfahrener. Erfahrung kommt mit Arbeitszeit, in diesem Fall Arbeitszeit, die der Chef nicht selbst bezahlen muss.

Zeige deinem Chef unbedingt ein Entgegenkommen: Sprich offen darüber, wie viel Zeit (und Energie) die Arbeiten in Anspruch nehmen werden. Klärt (bei einer ähnlichen Branche) einen Gebietsschutz ab, damit man sich nicht in die Quere kommt. Gemeinsam lässt sich, sofern man auf einer guten Ebene ist, eigentlich immer eine gute Lösung finden.

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Wie organisierst du dich selbst richtig

Eine Selbstständigkeit ist mit viel organisatorischen Aufwand verbunden. Je nach Rechtsform unterscheidet sich beispielsweise der Aufwand bei der Buchhaltung. Doch insbesondere deine eigentliche Arbeit möchte gut bedacht werden. Brauchst du einen extra Raum? Lässt es sich in deinen eigenen Räumlichkeiten entsprechend skalieren? Wer übernimmt Sachen wie die Steuererklärung? Lasse ich meine Visitenkarten erstellen oder probiere ich mich selbst? Hier ist eins wichtig: Überlege es dir vorher genau und entscheide nicht spontan, ansonsten entsteht absolutes Chaos.

Buchhaltung selbst machen

Durch zahlreiche Programme oder auch Onlinedienste kannst du zumeist die Buchhaltung selbst erledigen. Je nach Anspruch findest du ganz einfache Rechnungstools, die dir „nur“ ein wenig Arbeit abnehmen oder komplette Programme, die bis zur Steuererklärung alles in einem Schritt machen. Das spart ungemein Kosten, verlangt aber grundsätzliches Wissen in dem Bereich.

Finde die richtigen Räumlichkeiten

Die bekannte Frage für jeden, dessen Arbeit flexibel von überall aus zu erledigen ist: Homeoffice oder Büro? Insbesondere die Frage nach dem aktiven Kundenkontakt vor Ort spielt für dich hier eine große Rolle, doch auch der Faktor Ablenkung darf auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Du trittst nur online auf und Kundenkontakt beschränkt sich auf Mails? Du lässt dich nicht ablenken? Kein Problem, dann arbeite von zuhause aus. Wenn du einen separaten Raum für deine Arbeiten hast, kannst du den Raum auch steuerlich zu deinem Vorteil nutzen, schadet sicher nicht. Solltest du dagegen häufigen Kundenkontakt erwarten oder kannst dich einfach zu schnell ablenken lassen, dann sollte vielleicht doch ein klassisches Büro gewählt werden. Alternativ gibt es auch Coworking Spaces, in denen du für vergleichsweise wenig Geld einen Büroplatz mieten kannst.

Webseite, Visitenkarten und co.

Wenn sich jemand über dich informieren will, wird er sehr sicher deine Webseite besuchen. Wenn hier der Eindruck nicht überzeugt, kann das schnell eine eher negative Wirkung haben. Doch auch die klassische Visitenkarte ist nicht zu unterschätzen. Design und Qualität entscheiden darüber, ob sie in positiver Erinnerung bleibt oder einfach vergessen wird. Ja, eine Webseite und eine Visitenkarte lassen sich heute deutlich leichter selbst erstellen als noch vor 20 Jahren, doch unterschätze den Aufwand ist. Wenn du selbst also nicht so gut darin bist, hol dir lieber Unterstützung und plane entsprechende Kosten direkt mit ein.

Trenne privat und gewerblich

Mal eben eine Kleinigkeit am Rechner machen? Auch hier kann die Ablenkung schnell zuschlagen und man verbringt wieder viel zu viel Zeit mit allem außer Arbeiten. Hier kann es schon helfen, einfach einen zweiten Benutzer im Browser oder auf dem Rechner anzulegen, damit man einfach fokussierter auf das ist, was wichtig sein sollte. Plane dir, wenn möglich, feste Arbeitszeiten ein und mische die nicht mit privaten. So früher du diese Trennung hinbekommst, desto professioneller kannst du an deinem Wachstum arbeiten.

Wie finanzierst du dich?

Zu guter letzt der wohl wichtigste Punkt: Ohne genauen Finanzplan stürzt du dich in ein unkontrolliertes Risiko, das, je nach Rechtsform, deine komplette Existenz belasten kann. Wir wollen hier keine übertriebene Angst machen, doch viele Unternehmer scheitern eben genau bei dem Punkt. Sollte ich teure Arbeitsgeräte mieten, kaufen oder gar leasen? Wer übernimmt das Forderungsmanagement, wenn ein Kunde doch nicht bezahlen möchte (oder kann)? Bei der Finanzplanung sind viele, auch erfahrene Unternehmer, schnell überfordert und holen sich Hilfe bei einem Experten. Ein Unternehmen in dem Bereich ist beispielsweise aifinyo, die mit ihrem breit aufgestellten Angebot an Finanzdienstleistungen eigentlich alles abdecken dürfte, was ein Unternehmer braucht.

Und, hast du bereits alles vorbereitet?

Du siehst, als Selbstständig im Nebenberuf hast du einige Herausforderungen, die auf dich warten werden. Doch wir alle wissen, dass sich gute Planung, Durchhaltevermögen, Wissen & Expertise und manchmal auch ein wenig Glück zum Erfolg führen. Wichtig ist einfach, dass keiner dieser Punkte unterschätzt wird. Einige Punkte lassen sich noch nachträglich flexibel anpassen, ein Büro lässt sich auch nach einem Jahr anmieten. Andere Punkte, wie z.B. die Frage Kauf oder Leasing sind dagegen Entscheidungen, die dich sicher länger begleiten dürften. Nimm dir daher unbedingt die Zeit, die du für dich brauchst. Dann steht deinem Erfolg nicht mehr viel im Weg.

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