Wie heißt es so schön? „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“. Wenn wir ehrlich sind, haben wir doch alle schlechte Angewohnheiten. Und warum? Weil wir uns etwas angeeignet haben und es so weiterführen, da wir es nun ja gewohnt sind.
Vielleicht machst du dir gerade zu Beginn eines neuen Jahres Gedanken, wie du bestimmte schlechte Angewohnheiten loswerden kannst. Aber leider werden gute Vorsätze gerne genau so schnell wieder über den Haufen geworfen, wie wir sie uns vorgenommen haben – alle Jahre wieder. Damit das nicht mehr passiert, bekommst du nun hilfreiche Informationen und Tipps.

Was genau sind eigentlich Angewohnheiten?

Eine Gewohnheit kannst du als Automatismus oder Ritual bezeichnen. Wenn du bestimmte Denk- und Verhaltensweisen wiederholst, werden diese zu deinen Angewohnheiten und zeichnen sich durch Regelmäßigkeit aus. Deine guten Gewohnheiten helfen dir dabei, den Alltag zu meistern. Hierzu gehören beispielsweise Dinge wie Frühstück zubereiten, Zähneputzen, Schreiben oder Autofahren. Stell dir vor, du müsstest dir über jeden einzelnen Schritt erst einmal ausgiebig den Kopf zerbrechen – das wäre doch furchtbar. Deshalb erleichtern dir die guten Angewohnheiten das Leben ungemein und spielen sich völlig unbewusst ab. Laut dem Harvard-Professor Gerald Zaltman werden sogar 95 % unserer Entscheidungen unterbewusst getroffen.
Zu den schlechten Angewohnheiten könnte der ständige Griff zur Zigarette, übermäßiger Konsum von Süßigkeiten oder auch bestimmte Denkweisen zählen, wie alles vorerst negativ zu betrachten. Diese negativen Denk- und Verhaltensweisen abzustellen, ist nicht unbedingt einfach. Nicht umsonst heißt es „die Macht der Gewohnheit“. Der gleichnamige Bestseller von Charles Duhigg ist übrigens eine Top-Empfehlung, wenn du mehr über dieses Thema erfahren möchtest.
Wenn du dir die folgenden Tipps zu Herzen nimmst, wirst du auf jeden Fall einen guten Schritt weiterkommen, wenn du schlechte Angewohnheiten loswerden möchtest.

Werde aktiv, wenn du schlechte Angewohnheiten loswerden möchtest

Der reine Entschluss, etwas zu ändern, reicht leider nicht aus. Wenn du etwas erreichen möchtest, musst du auch aktiv werden. Sobald dir der Gedanke kommt, etwas zu ändern, solltest du auch aktiv damit beginnen. Wenn du das nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden tust, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dein Vorhaben zu 99 % immer weiter aufschieben wirst.

Benenne deine schlechten Angewohnheiten

Um etwas zu ändern, solltest du dir als Basis zunächst über bestimmte Verhaltensmuster bewusst werden. Um schlechte Angewohnheiten loswerden zu können, musst du sie ganz klar vor dir sehen. Ein wichtiger Schritt ist deshalb zu erkennen, welche Angewohnheiten dich behindern, um daran arbeiten zu können. Am besten geht das, wenn du diese direkt aufschreibst. Notiere dir schlechte Denk- oder Verhaltensmuster, die du unbedingt ändern möchtest. Durch das Notieren werden bestimmte Impulse an dein Gehirn gesendet, die dein Vorhaben nochmals verstärken. Deshalb sollten allgemein sämtlich Ziele immer wieder notiert werden, um diese fest im Gehirn zu verankern.

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Analysiere schlechte Angewohnheiten, die du loswerden möchtest

Nachdem du deine schlechten Angewohnheiten notiert hast, kannst du diese analysieren. Hierfür kannst du wie folgt vorgehen:

  • Beschreibe deine Angewohnheiten
  • Überlege, wann du damit begonnen hast
  • Frage dich, was der Grund dafür war
  • Betrachte die Nachteile, die durch das bestimmte Denk- oder Verhaltensmuster entstehen

Wenn du dir über diese Punkte bewusst bist, kannst du viel aktiver daran arbeiten, da du nun auch die Hintergründe kennst.

Suche nach einem Auslöser

In der Regel gibt es immer einen Auslöser, der für bestimmte Angewohnheiten verantwortlich ist. Möchtest du diese schlechten Angewohnheiten loswerden, musst du nach dem jeweiligen Auslöser suchen. Denke hierfür darüber nach, was genau passiert, unmittelbar bevor du diese Gewohnheiten ausführst. Ein Beispiel wäre das tägliche Glas Wein, auf das du verzichten möchtest. Wenn du nach einem anstrengenden Tag endlich auf der Couch landest, gibt dir das Glas Wein vielleicht das Gefühl von Entspannung und Ruhe. Das heißt also, solange du beschäftigt bist, fehlt dir auch kein Wein. Der Auslöser ist demnach die Zeit der Ruhe. Ein weiteres Beispiel wäre der Griff zur Zigarette, sobald du mit bestimmten Freunden zusammen bist. Wenn du die Auslöser gefunden hast, kannst du entweder versuchen, diese zu umgehen oder, wie gleich beschrieben, eine neue Angewohnheit integrieren.

Wenn du schlechte Angewohnheiten loswerden möchtest, tausche sie gegen Gute Angewohnheiten

Mittlerweile hast du also deine schlechten Angewohnheiten benannt, analysiert und nach einem Auslöser gesucht. Jetzt bist du soweit, deine schlechten Angewohnheiten gegen Gute zu tauschen. Die Macht der Gewohnheit hält uns leider meist in festen Händen. Daher ist es nicht so leicht, Angewohnheiten einfach ersatzlos abzuschütteln. Aus diesem Grund ist der Tausch gegen eine neue und gesündere Routine sehr hilfreich. So kannst du dir Schritt für Schritt ein neues Muster angewöhnen und das alte überwinden. Du kannst das abendliche Glas Wein beispielsweise einfach gegen eine Tasse Tee ersetzen oder die Zigarette durch einen Kaugummi. Hier bleibt deiner Kreativität freie Wahl. Sei jedenfalls nicht zu streng mit dir, wenn die neue Angewohnheit nicht von Anfang an sitzt. Eine Verhaltensänderung braucht Zeit. Je regelmäßiger du etwas tust, desto geringer wird der Widerstand. Wichtig ist nur, dass du nicht aufgibst.

Sprich darüber, wenn du schlechte Angewohnheiten loswerden möchtest

Mach kein Geheimnis daraus, dass du etwas ändern willst. Wenn du mit deiner Familie und den Freunden darüber sprichst, entsteht häufig ein innerer Druck und du strengst dich noch viel mehr an, dein Ziel zu erreichen. Damit gehst du sozusagen öffentlich eine Verpflichtung mit dir selbst ein. Außerdem wird der Gedanke, schlechte Angewohnheiten loszuwerden, noch viel mehr in deinem Gehirn verankert, wenn du darüber sprichst. Zudem kann dich dein Umfeld darin unterstützen, dein Vorhaben auch durchzuziehen.

Denke immer an das, was du willst, nicht an das, was du nicht willst

Wenn du ständig sagst: „Ich möchte keinen Wein mehr trinken“ nimmt dein Gehirn nur den Teil „Wein trinken“ auf. Viel mehr musst du immer daran denken, was du möchtest wie: „Ich möchte künftig gesünder leben“. Nach dem Gesetz der Anziehung, wird Gleiches nämlich durch Gleiches angezogen. Das bedeutet, wenn du über etwas nachdenkst, das dich nicht glücklich macht, kann dir das immer schlimmer und schlimmer erscheinen, je mehr du daran denkst. Sobald du also dein Denken und deine Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenkst, wird das Gesetz der Anziehung immer mehr Gedanken der gleichen Art zu dir anziehen. Das funktioniert umgekehrt natürlich genau so und wirkt viel gewinnbringender. Also verankere immer die positiven Gedanken und deine Wünsche in deinem Gehirn, wenn du schlechte Angewohnheiten loswerden möchtest. Auch hierfür gibt es eine tolle Buchempfehlung, wenn du mehr darüber erfahren möchtest: „The Secret“ von Rhonda Byrne.

Mit diesen Tipps kannst du gut vorbereitet in das neue Jahr starten, wenn du schlechte Angewohnheiten loswerden möchtest. Eine größere Veränderung benötigt etwas Zeit, aber schon allein der Wille, etwas zu ändern, bringt dich deinem Ziel näher. Du weißt ja: „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“. Der Versuch wird sich auf jeden Fall lohnen, neue erfolgsbringende Angewohnheiten zu etablieren.

Schlechte Angewohnheiten loswerden – mit diesen einfachen Schritten
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