Gründen Gründung Erfolg Selbstständig selbständig businessViele unserer Leser stehen nach wie vor vor einer großen Hürde – der Existenzgründung. Wie Sie diesen so wichtigen Schritt aber bewältigen können, erfahren Sie mit einem 6-Punkte-Plan in diesem Beitrag:

„Für Menschen mit Visionen ist das eigene Unternehmen eine verlockende Ideen – doch so ein Vorhaben birgt auch jede Menge Risiken und Fallen. Wer die Risiken kennt, kann angemessen darauf reagieren und das eigene Start-Up nachhaltig zum Erfolg führen.

Schritt 1 – die richtige Idee für die Existenzgründung

Wer die Idee zu einer eigenen Unternehmung hat, muss erst einmal prüfen, ob er selbst überhaupt als Unternehmer geeignet ist:

Das spiegelt sich vor allem im Selbstvertrauen und in der Selbstdisziplin wider, denn wer professionell und leidenschaftlich die eigene Idee unverdrossen an den Mann bringt, hat große Chancen auf den Erfolg. Bei der Findung der Idee bzw. der „Mission“ der Unternehmen ist vor allem darauf zu achten, wie der aktuelle Markt rund um die eigene Idee aussieht – hierbei ist zwingend zwischen lokalen und nicht-lokalen Ideen zu unterscheiden, da sich hiernach auch die Vertriebskanäle und damit auch die präferierte Rechtsform der Unternehmung richtet.

Schritt 2 – die Wahl der Rechtsform

Bei der Wahl der Rechtsform kommt auch zum ersten Mal das Risikomanagement ins Spiel – verschiedene Rechtsformen haben bestimmte Vor- und Nachteile, beispielsweise im Schadensfall oder bei Misserfolg. Kommt die Idee beispielsweise aus dem sozialen Bereich, kommen ganz andere Formen (wie zum Beispiel eine Stiftung) als bei einer reinen Profitidee (Hier ist in Deutschland die GmbH die beliebteste Form für junge Start-Ups) in Frage. Besondere Vorteile bietet die Mini-GmbH, die ein Ansparen der Mindesteinlage aus den Erlösen des Unternehmens erlaubt.

Auf diese Weise können auch jene Unternehmen gründen, die noch keine eigenen finanziellen Mittel haben – hier gilt es jedoch unbedingt darauf zu achten, dass sich das Unternehmensrisiko ohne ein entsprechendes Eigenkapital grundsätzlich erhöht.

Schritt 3 – der konkrete Businessplan

Im Anschluss an diese grundlegenden Überlegungen sollte die Geschäftsidee konkreter werden – das Erstellen des Businessplans steht an. Hier werden in Zahlen gefasste Prognosen für verschiedene Szenarien dargestellt – ein guter Businessplan verdeutlicht insbesondere für potentielle Geldgeber die Ideen und Möglichkeiten, allerdings auch die Risiken der geplanten Umsetzung.

Schon während des Erstellens des Businessplans fällt den meisten Gründern jedoch auf, dass noch relevante Informationen fehlen oder ein Teil der Umsetzung unrealistisch ist. Das Schreiben des Businessplans ermöglicht also, die eigene Idee zu Existenzgründung nachzujustieren und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Schritt 4 – Wahl der richtigen Versicherung

Innerhalb dieser Betrachtung sollten auch notwendige Versicherungen für das Unternehmen durchdacht werden.

Sind die größten Risiken für eine Idee erst einmal identifiziert, kann man nach den passenden Versicherungen suchen und sie in die finanzielle Planung des Unternehmens einbeziehen. Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist dabei immer ratsam; könnten durch das verkaufte Produkt Schäden entstehen, ist eine Produkthaftpflichtversicherung sinnvoll.

Gibt es neben dem Unternehmer selbst noch weitere Mitarbeiter, ist eine Unfallversicherung für die Mitarbeiter sogar Pflicht.

Schritt 5 – die grundlegende Ausstattung des Unternehmens

Kein Unternehmen funktioniert ohne eine entsprechende Betriebsausstattung.

Von dem Mobiliar über die Technik bis hin zum alltäglichen Bürobedarf sollten Gründer, Manager und Chefs dafür sorgen, dass die Mitarbeiter mit dem Notwendigsten versorgt werden – weitere Extras (Kicker-Tisch, Sitzsäcke, Kaffeevollautomaten etc.), die nicht zwingend für die tägliche Arbeit gebraucht werden, können hingegen als längerfristiges Investment in die Mitarbeitermotivation und somit auch die nachhaltige Effizienz der eigenen Belegschaft gesehen werden.

Schritt 6 – das eigene Image aufbauen und die Brand stärken

Sobald diese grundsätzlichen Formalitäten erst einmal geklärt sind folgt die konkrete Ausgestaltung des Unternehmens; so braucht das Unternehmen auf jeden Fall ein eigenes Image. Dazu gehört das einheitliche öffentliche Auftreten – vom Logo über die eventuelle Produktverpackung muss erkennbar sein, dass es sich um dieses eine Unternehmen handelt.

Die entscheidenden Stichworte hierbei sind Corporate Identity und Brand-Building.

Wer mit Leidenschaft hinter seinem Unternehmen steht, hat für diesen Punkt bestimmt schon sprühende Ideen – wer mit mehreren Feldern der Unternehmens- bzw Existenzgründung auf Kriegsfuß steht, sollte noch einmal über die Machbarkeit nachdenken. Sieht der junge Unternehmer jedoch konkrete Defizite zum Beispiel in der Betriebswirtschaft, gibt es dedizierte Schulungen und Seminare für junge Gründer.

Wir hoffen, Ihnen hat dieser Beitrag gefallen und freuen uns auf Ihre Kommentare und Anregungen!

Mit besten Grüßen,

Simon Seidl
Produktmanager Gründer.de