Prototypen Bei Der Produktentwicklung

Einer der größten Fehler, die Unternehmer machen, die sich vor allem im Tech-Sektor etablieren wollen, ist, dass sie nicht mit Prototypen arbeiten. Aber auch in anderen Geschäftszweigen kann es unter Umständen Sinn machen Prototypen für sich einzusetzen, um am Ende des Tages ein besseres Ergebnis für weniger Geld, weniger Zeit und weniger Mühe zu bekommen.

Im Folgenden siehst du – an Hand des Beispiels einer App-Entwicklung – warum es so wichtig ist, mit Prototypen zu arbeiten und warum es ein fataler Fehler wäre, diese Möglichkeit links liegen zu lassen. Nun aber zu den 6 Gründe:

1. Gewinne Klarheit über dein Vorhaben

Wenn du nicht genau weißt, wo die Reise hingehen soll, dann wird es schwierig dort anzukommen, wo du eigentlich hin willst. Ein Prototyp kann dir dabei helfen, auf technische Schwierigkeiten aufmerksam zu werden und diese im Voraus zu erkennen und sie zu umschiffen. Außerdem ist es sinnvoll einen groben Plan zu erstellen, um am Ende zu einer vernünftigen Customers Journey zu gelangen.

Höre dich auf deinem Markt um, was gefragt ist und schau dir deine Konkurrenten genau an und lege schon im Prototyp die wichtigsten Funktionen fest. Deine App sollte die Bedürfnisse deiner Kunden erfüllen und mindestens ein wesentliches Merkmal aufweisen, welches dafür sorgt, dass sich dein Produkt entscheidend von dem deiner Mitbewerber unterscheidet. Dieses einzigartige Merkmal sorgt dafür, dass der Kunde sich am Ende für dich entscheidet!

Der Prototyp dient also zur Verfeinerung und zur Kristallisierung deiner Idee. Er ist das Ergebnis diverser Vorüberlegungen und etwas, was du deinen Mitarbeitern präsentieren kannst, damit sie deine Vision vor Augen sehen und nicht planlos anfangen an etwas zu arbeiten, was du dir vielleicht anders vorgestellt hast.

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2. Überprüfen deiner Idee auf dem realen Markt

Wenn du Gelder für dein Projekt sammeln möchtest, dann ist es wichtig, dass du mehr als nur einen Gedanken vorzuweisen hast. Wenn du einen Prototyp hast, dann kannst du diesen auf dem Markt austesten. Die Investoren bekommen eine ungefähre Vorstellung, was du dir vorstellst und können sich somit besser auf deine Idee einlassen. Aber dazu später mehr.

Nachdem du deinen Prototyp schon einmal getestet hast, kannst du auch besser den Marktwert einschätzen. Du bekommst eventuelle Feedback und kannst auf Grundlage dieses Feedbacks besser einschätzen, wie viele Menschen sich im Endeffekt für deine Lösung entscheiden werden.

Dementsprechend könnte es an dieser Stelle schon passieren, dass sich herausstellt, dass kein Bedarf besteht. Wenn das der Fall sein sollte, musst du dir das eingestehen und die Entwicklung abbrechen. Du hast zwar Zeit und Geld verloren, aber dieser Verlust steht in keiner Relation zu dem Verlust, den du eingefahren hättest, wenn du die gesamte Entwicklung weiter vorangetrieben hättest.

3. Der Prototyp hilft dir dabei Geld zu sparen

Es ist ganz klar, dass beispielsweise eine App-Entwicklung teuer ist. Aber sie muss ja nicht teurer werden, als sie es sowieso schon ist. Deshalb solltest du auf einen Prototyp zurückgreifen. Dieser zeigt dir die Schwachstellen frühzeitig auf und verhindert, dass du diese am Ende ausbügeln musst. Fehler im Nachhinein zu korrigieren bedeutet immer doppelte Arbeit und es kann zu Ketteneffekten kommen, die dafür sorgen, dass du ganze Teile der App neu machen musst. Das wäre sehr ärgerlich.

Mithilfe der „Vorab-Version“ kannst du also schon auf Bugs reagieren, bevor sie in der eigentlichen App auftreten.

4. Du kannst die Leute bei deiner App halten

Studien haben gezeigt, dass circa 20 Prozent der Menschen, die eine App downloaden, sie nur einmal öffnen. Das ist natürlich schade und das solltest du verhindern, denn nur aktive User sind wirklich etwas wert. Mit einem Prototyp kannst du im Voraus schon das Nutzerverhalten erforschen und dann auf Grundlage dieses Wissens Anpassungen vornehmen, die am Ende dazu führen, dass die Leute bei deiner App bleiben.

Ohne Prototyp müsstest du deine App auf den Markt bringen und dann sofort auf jegliche „Fehler“ reagieren. So schnell kannst du bzw. dein Team aber gar nicht sein und je perfekter das Produkt ist, was der Kunde am Ende in die Hand bekommt, umso besser. Insgesamt bekommst du so die Möglichkeit, die Erfahrungen, die der User während der Benutzung macht, zu verbessern.

5. Gewinne mehr Investoren

Man kann es nicht oft genug sagen. Wenn du Geld sammelst und beispielsweise bei Investoren vorsprichst, werden sie sich kaum in eine vage Idee einkaufen wollen. Es ist also nicht nur wichtig, dass die Firma intern weiß, was du willst, sondern auch externe deine Idee erleben können.

So ein Prototyp hilft dir die Investoren zu überzeugen, indem sie die App selbst interaktiv testen können und sich so ein Bild von Nutzungsweise, Risikos und – am Wichtigsten – von dem potenziellen Gewinn machen können.

Verbessere den Prototypen, um das Ergebnis zu verbessern

Wenn du etwas an deinem Prototyp verbesserst, dann wird damit auch automatisch dein Endprodukt besser. Die Veränderungen am Modell sind oft deutlich einfacher zu bewerkstelligen und dementsprechend auch preiseffizienter. In diesem Stadium der Entwicklung kannst du dein Konzept in vielen Punkten auch noch einfach überarbeiten, ohne dass dadurch das bisherig geleistete angetastet werden muss. Es ist eine Zeit in der du deine Idee verfeinerst – siehe Punkt 1.

Aber es ist außerdem die Zeit, in der du die Fehler ausbügeln musst, die schon aufgetreten sind. Überwache genau das User-Verhalten und schau an welchen Stellen es zu Errors kommt. Du solltest darauf fokussiert sein, ein möglichst perfektes Endresultat zu liefern. Über zehn Prozent der Nutzer gaben nämlich an, dass sie Apps nur deshalb löschen würden, weil sie nicht ordnungsgemäß funktionieren.

Fazit: Der Prototyp als Wunderwaffe?

Tatsächlich ist ein gelungener und ausgereifter Prototyp ein Indikator dafür, dass es gut laufen wird bzw. dass die eigentliche Entwicklung des Produktes relativ komplikationsfrei über die Bühne geht. Natürlich das nie eine Garantie, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass Projekte, die mit Prototypen gearbeitet haben, im Vergleich zu solchen, die es nicht getan haben, deutlich besser abschneiden. Deshalb solltest auch du mit Prototypen bzw. Wire-Frames arbeiten, um dir unterm Strich Zeit, Geld und Mühen zu sparen!

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