Gründershow - Das perfekte Produkt

Die meisten Gründershows im Fernsehen laufen nach dem gleichen Schema ab und auch du kannst davon profitieren, indem du dein Produkt möglichst gut auf die spezifische Show und Jury zuschneidest und so die Chancen zu einem Deal erhöhst. Das mag zunächst relativ kompliziert klingen, ist im Endeffekt jedoch ziemlich einfach, wenn die nachfolgenden Grundregeln befolgt werden.

Löse ein Problem

Damit dein Produkt erfolgreich ist oder wird, muss es ein Problem lösen. Dies ist die wichtigste Grundregel und trifft nicht nur auf die Show zu, sondern ist ebenfalls erforderlich, damit dein Produkt auf dem Markt existieren kann und gut angenommen wird. Im Endeffekt bringt es nichts, eine Erfindung oder ein Produkt zu designen, das eigentlich niemand braucht und nicht besser ist als vergleichbare Ideen bzw. Produkte. Deswegen musst du dir vorab Gedanken machen, welches Problem dein Produkt lösen kann. Du musst hier auch nicht unbedingt ein neues Problem lösen, wichtig ist nur, dass für dein gegenüber, also den potentiellen Investor deutlich wird, dass du dir Gedanken um dein Produkt, den möglichen Einsatzzweck und sonstige Komponenten gemacht hast. Auch muss dein Produkt nicht unbedingt besser sein als ein anderes Produkt, es muss jedoch auch hier wieder zu erkennen sein, wo der Vorteil deines Produktes liegt. Dies könnte ein besseres, freundlicheres Design oder einfach geringere Produktionskosten sein.

Die einzige Ausnahme hiervon tritt ein, wenn du es schaffst, ein Problem zu kreieren, dass nur durch dein Produkt gelöst werden kann.

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Erfinde ein Problem, falls nötig

Nicht jedes Produkt ist revolutionär und löst wirklich ein echtes Problem. Stattdessen kann es einfacher oder zielführender sein, sich ein Problem auszudenken, dass durch das eigene Produkt gelöst wird und somit eine Existenzberechtigung zu erschaffen. Hierbei ist es relativ egal, ob es sich um ein realistisches oder auch vollkommen absurdes Problem handelt, das nur wenige Personen tatsächlich haben könnten. Viel wichtiger ist, dass das Problem gut ausgeschmückt und nachvollziehbar präsentiert wird, sowie einleuchtend eine Verknüpfung zum eigenen Produkt hergestellt wird.

Kreiere einen Mythos

Menschen lieben Mythen. Das zeigt sich auch immer wieder bei Gründershows, Produkten bzw. Startups allgemein. Wenn du es schaffst, einen Mythos für dein Produkt zu kreieren, verbesserst du damit die Personifizierung deines Produktes und der Jury beziehungsweise dem Käufer fällt es leichter, sich mit dem Produkt zu identifizieren und ist damit eher geneigt, sich dieses auch tatsächlich zu kaufen. Beliebte Mythen sind hierbei etwa solche, die unmittelbar die Idee selbst betreffen, etwa, dass diese einem im Traum kam oder es nur damit möglich war, einem schwerkranken Freund zu helfen. Ebenfalls kann es helfen, hier die Finanzierung des Produktes anzusprechen. Wurde zum Beispiel das bisherige Unternehmen durch die gesamten Rentenersparnisse eines Familienmitgliedes finanziert, weil dieses sich so stark mit dem Produkt identifiziert oder daran glaubt, so kann diese Story, dieser Mythos Gold wert sein.  Je mehr du dein Gegenüber oder den Kunden auf emotionaler Ebene abholen kannst, desto besser stehen die Chancen, hier einen Deal zu erhalten, da durch derartige emotionalen Storys beim Käufer Mitleid erzeugt wird, welches sich positiv auf die Kaufabsicht auswirkt. Das gleiche gilt auch für Storys von massivem Erfolg, etwa die Gründung von Google in der elterlichen Garage und komplett ohne große externe Investitionen. Derartige Storys sorgen dafür, dass der Käufer sich mehr mit dem Produkt identifizieren kann und sich eher denkt, dass er eine ähnliche Idee und einen gleichen Durchbruch haben kann. Zusätzlich will er derartige Ideen durch den Kauf deines Produktes fördern. Letztlich gilt auch hier, dass alles, was den potentiellen Käufer begeistert auch eine positive Wirkung auf die Jury haben wird, die natürlich ebenfalls nur im eigenen Interesse handeln und kräftig an deiner Idee mitverdienen wollen. Damit kommen wir auch nahtlos zum letzten Punkt.

Pass dein Produkt auf die Jury an

Die Jury der Gründershows besteht aus Personen, die dir zuvor bekannt sein werden. Daher ist es unerlässlich sich vorher darüber zu informieren, wer diese Personen sind und auf welchen Gebieten Sie primär investieren bzw. welche Produkte sie am meisten faszinieren. Mit diesem Wissen kannst du dein Produkt individuell auf eines oder zwei der Jurymitglieder zuschneiden und so sicherstellen, dass du einen Deal erhalten wirst. Schauen wir uns beispielhaft die Jury aus „Die Höhle der Löwen“ an. Diese besteht oder bestand aus Judith Williams, Jochen Schweizer, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen und Ralf Dümmel. Jeder der Jury-Mitglieder hat sein persönliches Steckenpferd, auf das er sich eher als die anderen Mitglieder stürzen wird. Bei Judith Williams sind das Beauty-Produkte, fällt dein Produkt also in die Kategorie, solltest du dir genau ansehen, wie Judith Produkte bewertet und vertreibt und deine Strategie daran anpassen. Frank Thelens Steckenpferd sind Food- und IT-Produkte, Jochen Schweizer stürzt sich gerne auf Erlebnis-, Abenteuer- oder Reiseprodukte, bei Ralf Dümmel ist die Palette am breitesten gefächert. Er gehört außerdem zu den „Löwen“, die am häufigsten Deals eingehen. Das liegt primär daran, dass er über einen guten Einfluss im Einzelhandelsbereich verfügt, Marketingerfahrung besitzt und die Produkte somit alle identisch und effizient vermarkten kann. Dazu gehört etwa ein Template für die Produktwerbung, ein Produktaufkleber, der der die Bekanntheit aus der Show suggeriert, sowie kurze Lieferfristen im Einzelhandel.

Fazit

Mit einem neuen Produkt eine Gründershow zu besuchen und einen Deal zu erhalten, ist nicht so kompliziert wie einige vielleicht denken mögen, im Gegenteil. Wenn du dein Produkt also auf Ralf Dümmel anpassen, sprich schnell produzieren und skalieren kannst, dein Produkt sich einfach und problemlos im Einzelhandel vertreiben lässt und du dir schon Gedanken um das Problem gemacht hast, welches nur dein Produkt lösen kannst, dann hast du gute Chancen auf einen Deal in einer Gründershow im Fernsehen. Natürlich ist das nur der einfachste Weg, der sich in der Vergangenheit bewährt hat, mit etwas mehr Aufwand ist es jedoch genauso einfach, auch passende Deals und Investoren in anderen Gründershows und mit anderen Produktbereichen zu finden und zu schließen. Selbst wenn es nicht zu einem Deal kommen sollte, kann der Auftritt zur Eigenwerbung genutzt werden, deren Wirkung auch ohne einen passenden Deal mit den Juroren nicht zu unterschätzen ist. Ergänzen solltest du die Werbung zum Beispiel mit Google AdWords, eine umfangreiche Einweisung dazu findest du hier: Der Google AdWords Ratgeber – So schaltest du effiziente Werbung. Letztlich können auch aus der Kombination an Fernsehwerbung und Onlinewerbung weitere Deals mit passenden Investoren entstehen.

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