Die 3 wichtigsten Anbieter im Check

Zahlen pro Kunde statt pro Klick: Das Pay-Per-Customer-Modell erklärt

Kein nachhaltiges Wachstum ohne Online-Marketing: Allein 2020 gaben Unternehmen laut Schätzungen weltweit knapp 100 Milliarden Euro für Pay-per-Click-Marketing aus. Aber mit neuen Tools und steigender Konkurrenz wachsen die Anforderungen an einzelne Unternehmen. Ohne ausgebildetes Team und ein entsprechendes Budget, wird es immer schwerer, profitable Werbekampagnen zu schalten. Einen Ausweg verspricht der Pay-per-Customer-Ansatz. Die wichtigsten Vorteile und die 3 besten Anbieter haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Online Ads schalten: Die wichtigsten Akteure der digitalen Werbelandschaft

Analoges Anzeigen-Marketing ist einfach zu verstehen: Du bestellst eine Anzeige bei der lokalen Zeitung und die Anzeige wird zu den vereinbarten Konditionen abgedruckt. In der digitalen Welt ist die Anzeigenschaltung deutlich komplizierter. Neben Publishern tummeln sich zahlreiche andere Anbieter auf dem Markt:

  • Ein Publisher betreibt ein Internetangebot und verkauft Werbeflächen. An der Schnittstelle zu traditionellen Medien ist manuelles Media-Buying noch sehr verbreitet, für die Online-Marketing-Landschaft insgesamt verliert diese Methode aber zunehmend an Relevanz.
  • Ad Exchanges hingegen sind Plattformen, auf denen Publisher ihre Anzeigenplätze an Käufer vermarkten können. Sie geben dem manuellen Media Buying einen Rahmen und erlauben ein transparentes Tracking der Kampagnen-Performance.
  • Über Werbenetzwerke werden übrig gebliebene Anzeigenplätze vermarktet und automatisch an Kunden ausgespielt. So vermarktet Google Ads neben Suchanzeigen (Search Ads) beispielsweise auch Anzeigenplätze auf Websites aus dem eigenen Werbenetzwerk. Google Ads basiert auf einem Pay-per-Click-System mit Geboten. Kunden bieten auf freie Anzeigenplätze und der Algorithmus entscheidet auf Basis der Website-Qualität, der Relevanz der Anzeige und des Gebots, wessen Anzeige eingeblendet wird. Bezahlen muss der Werbetreibende erst, wenn es zu einem Klick auf die Anzeige kommt.
  • Demand-Side-Platforms (DSP) ermöglichen den automatisierten Einkauf digitaler Werbeflächen über verschiedene Netzwerke und Publisher hinweg. Im Kern von DSPs befindet sich ein intelligenter Algorithmus, der verfügbare Angebote aggregiert und sie auf Basis der vom Kunden eingegeben Parameter einkauft.

Einfach Ads schalten? 4 Herausforderungen beim digitalen Marketing für KMU

Die Reise in die Online-Marketing-Welt beginnt für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland bei Google, Facebook und Instagram. Dank vielfältiger Hilfen und intelligenter Tools können auch Anfänger innerhalb kurzer Zeit erste Anzeigen erstellen. Aber mittelfristig stoßen die meisten KMU schnell auf große Herausforderungen im PPC-Marketing:

  • Kosten: Eine erfolgreiche Anzeige bringt Impressionen oder Klicks – aber nicht automatisch auch neue Kunden und Umsätze. Nur ein Bruchteil der Klicks und Impressionen konvertiert. Für jede Konversion müssen dutzende, hunderte oder sogar tausende Klicks generiert werden.
  • Lernkurve: Effektives PPC-Marketing besitzt eine steile Lernkurve. Neben dem Zielgruppen-Targeting, den Anzeigentexten und der Gebotsstrategie muss auch der restliche Verkaufsfunnel optimiert werden. Bis alle Parameter optimal aufeinander abgestimmt sind, ist in der Regel eine Menge Lehrgeld nötig. Next & Co. schätzt, dass jedes Jahr rund 38 Prozent des Marketing-Budgets in Unternehmen verschwendet werden.
  • Wissen: PPC-Marketing basiert auf Konkurrenz. Jede Anzeige deiner Konkurrenten treibt den Preis in die Höhe und ist eine Anzeige, die nicht für dein Unternehmen geschaltet wird. Das Wissen und die Skills in der Erstellung effektiver Werbekampagnen entscheidet so maßgeblich über den Erfolg. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen scheitern hier oft an der Marktmacht der großen Player ihrer Branche.
  • Ressourcen: Laut einer Wordstream-Studie kontrollieren nur 10 Prozent der Befragten mindestens einmal die Woche ihre PPC-Kampagnen. Genau diese stetige Überwachung und Optimierung ist aber notwendig, um langfristig profitable Anzeigen zu schalten.
  • Risiko für die Marke: Jede Anzeige formt das Bild deines Unternehmens bei der Zielgruppe. Durch Fehlkommunikation im Anzeigenmarketing kann die Marke insgesamt Schaden nehmen. Vor solchen PR-Desastern sind selbst große Unternehmen nicht gefeit: So geriet die Beauty-Marke Dove, die zum weltumspannenden Unilever-Konzern gehört, wegen einer als rassistisch wahrgenommenen Ad in einem Shitstorm.

Viele Unternehmen experimentieren mit der digitalen Neukundengewinnung per Ads, brechen den Versuch aber nach kurzer Zeit und viel verbranntem Geld wieder ab. Den Unternehmen entgeht damit der branchenübergreifend wichtigste Kanal für die Akquise neuer Kunden und lässt langfristig Wachstum und Umsatz auf der Datenautobahn liegen.

Anzeigen auf Erfolgsbasis: Online-Marketing der Zukunft

Erfolgreiches Anzeigen-Marketing ist teuer, kompliziert und birgt für Anfänger viele Gefahren. Gleichzeitig sind die wenigsten KMU in der Lage, auf Online-Marketing zu verzichten. Neue Kunden wachsen nicht auf Bäumen und sind in Zeiten der Reorganisation aller Wertschöpfungsketten umkämpft.

Immer mehr Firmen erkennen den Bedarf nach einer transparenten, kosteneffizienten und einfachen Möglichkeit, digital neue Kunden zu gewinnen und bieten Pay-per-Customer-Modelle an. Die Idee: Statt für Klicks oder Impressionen bezahlst du nur für die Gewinnung eines neuen Kunden. Für dein Unternehmen hat dieses Konzept zahlreiche Vorteile:

  • Garantierter ROI: Jeder Euro geht direkt in die Neukundengewinnung. Solange dein Geschäftsmodell funktioniert und neue Kunden mittelfristig neue Umsätze bringen, ist der Return on Invest beim Pay-per-Customer-Marketing garantiert.
  • Volle Kostenkontrolle: PPC-Marketing wird schnell zur Kostenfalle, weil du niemals weißt, wie viele Neukunden am Ende des Funnels übrig bleiben. Mit Pay-per-Customer-Marketing weißt du vorab genau, wie teuer jeder einzelne Kunde wird.
  • Einfache Skalierung: Der schnelle Return für das Marketing-Investment ermöglicht dauerhaft schnelleres Wachstum. Neue Kunden generieren neue Umsätze, die du sofort in größere Kampagnen stecken kannst.
  • Geringer Overhead: Kampagnen-Manager, Webdesigner, Anzeigentexter, Data-Scientists: Ein effektives Online-Marketing-Team ist hoch-spezialisiert und diversifiziert. Mit dem Pay-per-Customer-Ansatz reduzierst du den internen Workload auf ein Minimum und kannst das interne Wachstum auf dein Kerngeschäft fokussieren.

Pay-per-Customer in der Praxis: 3 Anbieter im Check

Pay-per-Customer-Modelle sind in der Marketing-Branche aktuell noch die Ausnahme. Dennoch positionieren sich die bereits existierenden Anbieter mit verschiedenen spannenden Konzepten.

Wir stellen die 3 wichtigsten Anbieter vor:

Compado: Pay Per Customer Marketing mit intelligenter Brand Recommendation Technology

Compado ist ein Berliner Startup, das mit einem innovativen Ansatz das digitale Empfehlungsmarketing revolutionieren will. Seit 2017 am Start, betreibt der Pay-Per-Customer Vorreiter selbst über 1.000 Webangebote und nutzt Empfehlungslisten, um Endkunden passende Marken für ihren Bedarf vorzuschlagen. Die Empfehlungen werden von einem intelligenten Machine-Learning-System gesteuert und auf Basis der Userdaten optimiert. Das Ziel: Der Endkunde bekommt zu 100 % passende Empfehlungen, das Unternehmen zu 100 % passende Neukunden.

Kunden von Compado zahlen nur für gewonnene Neukunden, nicht für Klicks oder Impressionen. Mit ihrer innovativen Technologie und dem transparenten Vergütungsmodell konnte das Unternehmen bereits viele namhafte Kunden aus verschiedenen Branchen gewinnen – zum Beispiel die Sprachlern-App Babbel oder das Food-Unternehmen Hello Fresh.

Du möchtest Pay-Per-Customer auf Compado ausprobieren? Besuche doch mal ihre Seite um dich darüber zu informieren, wie es geht.

Google’s Pay-Per-Conversion Kampagnen: Pay-Per-Customer vom Marktführer

Google Ads ist das Marketing-System des Internetriesen aus den USA. Im Kern funktioniert das System auf PPC-Basis. Aber seit einiger Zeit bietet Google ausgewählten Kunden ein neues Pay-per-Conversion-Modell an.

Statt dem Gebotspreis für einen Klick legst du den Zielpreis für die Konversion fest. Der Google Algorithmus versucht dann, die Anzeigen optimiert auszuspielen, sodass möglichst viele Konversionen zum festgelegten Wert erreicht werden. Bei einem Ziel-CPA von 10 Euro und 30 erzeugten Konversionen betragen die Kosten zum Beispiel 300 Euro. Für Werbetreibende ist der Pay-per-Customer-Ansatz wesentlich transparenter und einfacher zu kalkulieren als das Pay-per-Click-Modell.

Aber das Programm hat einen entscheidenden Nachteil: Nur Accounts, die in den letzten 30 Tagen 100 Konversionen erzielt haben, sind grundsätzlich teilnahmeberechtigt. Zusätzlich müssen 90 Prozent der Konversionen innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick auf die Anzeige abgeschlossen sein. Damit schließt Google die Zielgruppe aus, die am meisten von Pay-per-Customer-Modellen profitieren würden: Kleine und mittlere Unternehmen ohne große Marketing-Abteilung, die schnell neue Kunden gewinnen möchten, um das Wachstum auf nachhaltige Füße zu stellen.

Wenn du die Zulassungsvoraussetzungen erfüllst und mehr über das Pay-per-Conversion-Programm herausfinden willst, wende dich an den Google Support oder deinen Google-Ansprechpartner: https://support.google.com/google-ads

Smarketer – deutschlandweite SEA-Agentur mit Erfolgsvergütung

Smarketer ist eine Agentur für Suchmaschinenwerbung und hat sich auf die Kundenakquise über Google Ads spezialisiert. Ihren Kunden bietet die Google Ads-Agentur einen entscheidenden Vorteil. Die Vergütung ist erfolgsabhängig. Nur, wenn es Smarketer gelingt, die Performance deiner Kampagne zu steigern und vorher definierte Ziele zu erreichen, musst du die Agentur bezahlen.

Da Smarketer weiter auf Google Ads setzt, musst du dein gewohntes Werbeumfeld nicht verlassen – denn Smarketer steuert deinen Google Ads Account für dich. Smarketer kann auf bisherigen Kampagnen aufbauen und so in Kürze bessere Ergebnisse erzielen. Durch die erfolgsabhängige Vergütung lagerst du das Risiko an die Agentur aus.

Mit diesem Geschäftsmodell ist Smarketer seit 2011 erfolgreich. Gestartet mit 4 Mitarbeitern, arbeiten heute 180 Marketing-Experten an über 900 aktiven Werbekampagnen für Kunden in ganz Deutschland.

Du willst mehr zum Suchmaschinen-Marketing auf Erfolgsbasis von Smarketer erfahren? Stelle direkt online deine Anfrage: https://www.smarketer.de/google-ads/3a/

Pay-per-Customer: Anbieter im Überblick

Anbieter / FeatureCompadoGoogleSmarketer
WerbeflächenEigenes Netzwerk mit über 1000 WebsitesGoogle’s Display-NetzwerkGoogle’s Netzwerke
AllokationIntelligenter Machine-Learning-AlgorithmusAlgorithmusManuelles Performance-Market ing auf Basis von Google Ads
VoraussetzungenKeineBestandskunden mit min. 100 Konversionen in 30 Tagen + 90 Prozent innerhalb von 7 TagenKeine
VergütungPauschalpreis pro KonversionPauschalpreis pro KonversionErfolgsabhängig auf Basis vereinbarter Ziele

Fazit: Für wen sich Pay per Customer lohnt

Der Erfolg junger und innovativer Unternehmen wie Compado zeigt das Potenzial von Pay-per-Customer-Marketing. Die Kosten bleiben für dein Unternehmen transparent, während der Anbieter selbst das größte Interesse an effektiven Kampagnen hat. Dennoch ist der Pay-per-Customer-Ansatz nicht für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet.

Modernes Online-Marketing ist ein Kompromiss: Willst du maximale Kontrolle über alle Parameter deiner Werbekampagnen, um selbst mit deinem Team das letzte Quäntchen Konversion aus deinen Anzeigen zu quetschen? Dann bieten dir moderne DSPs alle Werkzeuge, die du dafür brauchst.

Aber nicht jedes Unternehmen verfügt über die nötigen Ressourcen für den Aufbau eines Teams, für das Experimentieren mit verschiedenen Plattformen und für die stetige Optimierung von Kampagnen. Für dein Unternehmen ist schnelles, kostentransparentes Wachstum die Priorität #1? Dann ist ein Pay-per-Customer-Modell, wie beispielsweise von Compado betrieben, perfekt, um dein Neukundenwachstum zu maximieren.

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