So findest und gewinnst du Influencer für dein Unternehmen

Influencer Marketing erklärt: Diese Spielregeln solltest du beachten

Werbung war schon immer ein wichtiger Bestandteil der Verkaufsstrategie. Jedes Unternehmen bemüht sich, ein neues Produkt bekannt zu machen und die potenziellen Kunden von der Qualität oder der Sinnhaftigkeit eines Produktes beziehungsweise einer Dienstleistung zu überzeugen. Immer wieder werden neue Strategien entwickelt, von denen sich die Unternehmen noch größere Wirkung erhoffen. Durch die Entwicklung des Internets und der sozialen Netzwerke bieten sich ganz neue Perspektiven möglichst viele Menschen zu erreichen. Das sogenannte Influencer Marketing gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Was aber ist das und wie funktioniert diese Art der Werbung? Wir geben dir einen Überblick und ein paar Tipps.

Wie gewinnt man Influencer für sein Influencer Marketing?

Nachdem du nun potentielle Influencer ausfindig gemacht hast, kommt nun der wichtigste Part des Influencer Marketings: Die Kontaktaufnahme. Influencern geht es vor allem um Reputation, Anerkennung und um einen Dialog auf Augenhöhe. Um Influencer von deinem Unternehmen oder deiner Marke zu überzeugen, brauchst du deshalb Feingefühl. Zeige ihnen, dass du wirklich Interesse an einer Zusammenarbeit hast und den Entschluss gefasst hast, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Diese 8 Regeln solltest du bei der Kontaktaufnahme beherzigen

Regeln 1-4

  • 1: Als Vorbereitung auf die Kontaktaufnahme solltest du bereits Beiträge des Influencers kommentieren, liken und teilen, um dein Interesse für seine Themen zum Ausdruck zu bringen und eventuell schon auf dich aufmerksam zu machen.
  • 2: Bei der Kontaktaufnahme solltest du dann auf eine ehrliche, unmittelbare und persönliche Kommunikation setzen. Eine persönliche, auf den Influencer abgestimmte Ansprache schafft Vertrauen und darum geht es in erster Linie beim Influencer Marketing. Formuliere deine Anfrage präzise und achte darauf, dass deine Absicht direkt erkennbar ist. Verabschiede dich davon, Influencer mit getarnten Absichten und falschen Versprechungen locken zu wollen.
  • 3: Kontaktiere Meinungsführer ausschließlich zu Inhalten und Themen, die für ihre Zielgruppe interessant sind und ihr einen Mehrwert bieten.
  • 4: Versuche für eine Win-Win-Situation zu sorgen. Tritt also nicht nur mit konkreten Bitten und Wünschen an den Influencer heran, sondern versuche ihm im Gegenzug für seine Hilfe auch etwas anzubieten. Schlage ihm eine Kooperation vor, die für beide Seiten von Vorteil ist. Meinungsführer haben oft einen großen Vorteil davon, Informationen als Erste zu verbreiten oder Produkte als Erste zu testen. Informiere Influencer im Voraus über ein solch exklusives Angebot und locke sie mit Einblicken in bisher unveröffentlichtes Material oder lade sie zu Produkttests ein. So bekommen sie das Gefühl von Einzigartigkeit und Exklusivität und schöpfen Neugier bezüglich deines Unternehmens.

Die 8 wichtigsten Social Media-Tipps

Tipp 1: Unterhaltung, Engagement und Vernetzung schaffen

Es gibt es nicht Wichtigeres als die Kommunikation und Vernetzung von Social Media Nutzern. Anstatt sich auf die bloße Erstellung von Content zu fokussieren, sollte Social Media für das genutzt werden, wofür es eigentlich gedacht ist: Für das Verbinden von Menschen.

Tipp 2: Beziehungen aufbauen

Fokussiere dich auf eine stärkere Ausrichtung der Beziehungsebene in den sozialen Netzwerken. Auch die Beitragserstellung  muss auf das Fördern und Anregen von Diskussionen und Meinungsaustausch abzielen. Jeder Beitrag sollte die Community und die Beziehung zu den Usern pflegen. Daher dient die Anhäufung von Followern nicht nur einer höheren Reichweite, sondern vor allem einer Stärkung des Gemeinschaftsgefühl.

Tipp 3: Leistungsstarken Content kreieren

Besonders wichtig ist ein gehaltvoller und leistungsstarker Content. Ein Beitrag mit starkem Kerninhalt kann auch öfters und auf verschiedenen Plattformen in abgewandelter Form veröffentlicht werden. Denn guter Content bietet für viele Nutzer einen höheren Mehrwert als stetig neuer, der weniger gehaltvoll ist.

Tipp 4: Live-Videos nutzen

Nutze die Funktion der Live-Videos auf Social Media! Dieser Social Media-Tipp zielt besonders auf die direkte Verbindung zu den Usern ab. Zum einen können sich die Nutzer Fragen oder generellen Anliegen sammeln und zum anderen kann ein persönlicher Dialog entstehen, der den virtuellen Raum durchbricht. Hinter der digitalen Identität, erscheint dadurch ein reales Gesicht. In Echtzeit können somit Lösungen für Probleme gefunden werden, um schlussendlich auch Vertrauen aufgebaut werden.

Tipp 5: Kanäle eingrenzen

Da in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Kanäle und Plattformen das Internet erobern, kann man sich durch das Bespielen aller Kanäle leicht überfordern. Fokussiere dich daher auf wenige Kanäle, denn das lässt die Kommunikation sehr viel erfolgreicher werden. Denn um sich in die Gegebenheiten der neuen Plattformen einzuarbeiten, wird sehr viel Zeit und Mühe hinein investiert, die sich am Ende nicht zwangsläufig lohnen.

Profil 6: Profil optimieren

Bau dir ein strukturiertes, seriöses und ansprechendes Profil auf. Überladene oder unvollständige Profile wirken sich negativ auf die User aus und lassen das Unternehmen in einem schlechten Licht erscheinen. Denn nicht nur die Kommunikation durch die Beiträge muss proaktiv und engagiert sein, sondern auch das Social Media-Profil.

Tipp 7: Mehrwert schaffen

Schaffe einen Mehrwert für deine Follower! Mit jedem Beitrag muss ein Sinn dahinter ersichtlich sein, um dem Kunden den bestmöglichen Mehrwert zu liefern. Dafür sollten Unternehmer stets aus Sicht der Nutzer denken und sich fragen, ob und warum ein Produkt, Service oder Beitrag von Vorteil für den Kunden sein könnte.

Tipp 8: Authentisch sein

Sei authentisch! In den sozialen Medien ist es wichtiger denn je, authentisch zu erscheinen und persönliche Kommunikation zu bevorzugen. Dafür empfiehlt es sich ausgewählte Personen zu kontaktieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten. Auch in den einzelnen Beiträgen muss sich eine persönliche und echte Note abzeichnen. Follower gewinnt der, der natürlich wirkt und damit überzeugen kann.

Regeln 5-8

  • 5: Influencer Marketing ist zeitaufwendig. Das solltest du dir von Vornherein bewusst machen. Übe dich beim Aufbau von Kontakten in Geduld und setze Influencer nicht unter Druck. Sie sollten selbst entscheiden können, wann sie über deine Marke oder dein Produkt schreiben wollen.
  • 6: Fragen von Seiten des Influencers solltest du stets ehrlich und zeitnah beantworten.
  • 7: Meinungsführer schätzen es, wenn man sich für ihre Meinung interessiert und auf ihre Kompetenz vertraut. Frage sie also ehrlich nach ihrer Meinung, bitte sie um Rat. Damit schmeichelst du ihnen und du kannst gegebenenfalls sogar wirklich von ihren Ideen oder Verbesserungsvorschlägen profitieren.
  • 8: Menschen, die es zu Anerkennung und einer bestimmten Reichweite geschafft haben, haben meist hart dafür gearbeitet. Sie kennen sich auf ihrem Gebiet aus und können mit Fachkompetenzen punkten. Zeige den Influencern, dass du sie dafür respektierst und wertschätzt. Danke ihnen für ihren Rat und ihre Einschätzung, auch wenn dir nicht zu 100 Prozent gefällt, was sie dir sagen oder vorschlagen.

Wer eignet sich als Influencer für mein Influencer Marketing?

Influencer sollen als Markenbotschafter fungieren und müssen deshalb über eine hohe Reichweite, Relevanz und Anerkennung in ihrer Community verfügen. Damit sich jemand für dich als Influencer aber wirklich eignet, sollte er außerdem die gleiche Zielgruppe wie du ansprechen. Hohe fachliche Kompetenzen sowie eine Passion für themengleiche- oder ähnliche Bereiche stellen weitere wichtige Qualifikationen und Eigenschaften für den richtigen Influencer dar.

Blogger

Einflussreiche Blogger sind als Influencer gut geeignet, da sie in der Regel über viele treue Leser und Abonnenten verfügen, die die Blogbeitrage regelmäßig kommentieren, liken und teilen. So gewinnen Beiträge schnell an Reichweite. Blogger schmücken Produkte, Dienstleistungen oder Marken außerdem oft mit interessanten Geschichten (Storytelling) z.B. in Form von Erlebnis- oder Erfahrungsberichten aus, die einen starken Empfehlungscharakter aufweisen. Blogbeiträge verleihen einem Produkt somit eine gewisse Glaubwürdigkeit und Lebendigkeit.

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Social Media Influencer

In den sozialen Medien gibt es immer wieder Personen, die als Vorbilder angesehen werden und denen viele Menschen folgen. Diese Social Media Influencer oder Celebrities erhalten meist viel Resonanz von ihren Followern auf ihre Posts, die sich in Form von Likes, Shares oder Kommentaren bemerkbar macht. Influencer stechen in den sozialen Medien hervor. Ihre Follower vertrauen ihnen und deshalb haben sie auch einen großen Einfluss auf sie. Die beliebtesten Themenbereich und Kategorien der Influencer sind dabei in absteigender Reihenfolge Travel, Sports & Fitness, Lifestyle, Fashion sowie Beauty und Food.

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Journalisten und Redakteure

Journalisten und Redakteure können als klassische Influencer angesehen werden. Sie stellen trotz wachsender Bedeutung der sozialen Netzwerke immer noch mit Abstand die wichtigsten Influencer dar.

In der heutigen Zeit verschwimmen die Grenzen der einzelnen Influencer-Gruppen jedoch. Journalisten und Redakteure nutzen Blogs und soziale Netzwerke als Recherchehilfe. Viele von ihnen sind sogar selbst als Blogger aktiv.

Influencer Marketing in bestehende Werbe-Kampagnen einbetten

Jedes Unternehmen verwendet Werbung, das heißt, es gibt bereits eine gewisse Marketingstrategie. Damit das Influencer Marketing nachhaltig erfolgreich funktionieren kann, solltest als Unternehmer dafür sorgen, dass es zu einer engen Verbindung von klassischen Werbeanzeigen, E-Mail-Marketing, Social-Media-Aktivitäten und der Arbeit des Influencers kommt. Die Aufgaben und Inhalte der einzelnen Bereiche sollte aufeinander abgestimmt werden. Der schlimmste Fall würde eintreten, wenn die einzelnen Maßnahmen nicht wie ein Zahnrad ineinander greifen, sondern gegeneinander arbeiten. Dies lässt sich leicht durch eine enge Zusammenarbeit des Influencers mit der Marketing-Abteilung verhindern.

Influencer Marketing auf mehreren Plattformen

Influencer Marketing sollte plattformübergreifend gestaltet werden. Auf diese Weise werden Follower, die dem Influencer über mehrere Plattformen folgen, immer mit derselben Werbung und mit denselben Kernaussagen zu einem Produkt konfrontiert und lernen es so vertieft kennen und schätzen. Es entsteht mit der Zeit eine Identifikation mit dem, was einem als Kunde auf interessante Art schmackhaft gemacht wird. Am Ende dieses Beeinflussungsprozesses steht nicht selten der Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Fazit: Mache deinen Influencer zum Partner

Influencer Marketing kostet Geld. Daher sollte jedes Unternehmen heute ein gewisses, nicht zu kleines Budget für Influencer Marketing zur Verfügung stellen und sich bewusst sein, dass sich diese Art der Investition vorteilhafte Auswirkungen auf die Werbestrategie haben kann. Bei der richtigen Auswahl des Influencers, wird sich die langfristige Investition in Influencer Marketing bald auszahlen.

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Im Gegensatz zum Schalten einer Werbeanzeige bei Google oder anderen Anbietern ist die Arbeit mit einem Influencer sehr viel persönlicher. Als Unternehmen hat man nämlich keine starre Software vor sich, sondern einen Menschen, einen Branchenkenner und einen Experten. Die Zusammenarbeit mit einem Influencer sollte daher immer als Beziehung verstanden werden. Wenn du zeigst, dass du die Arbeit des Influencers wirklich wertschätzt und dass dir die Zusammenarbeit viel bedeutet, du deinem Gegenüber auch etwas anbieten kannst, sodass nicht nur eine Seite gibt und die andere nimmt, können Influencer-Relations ein enormes Potenzial bieten. Ein Unternehmen sollte also immer versuchen, den Influencer zu einem echten Partner zu machen und seine Meinung als Beeinflusser und Meinungsmacher nicht zu geringschätzen.

Häufige Fragen (FAQ) zu Influencer Marketing

Was ist Influencer Marketing?

Unter einem Influencer verstehen Werbefachleute einen Meinungsmacher und Multiplikator. Ein Influencer ist eine Person, die im Internet einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt und die von vielen Menschen über die sozialen Netzwerke beobachtet wird. Diese Person ist in der Lage, andere zu beeinflussen und sie für etwas zu begeistern. Aus diesem Grund werden Influencer von Unternehmen für Werbezwecke genutzt, um die Bekanntheit eigener Produkte, Dienstleistungen oder Marken zu steigern.

Wer gilt als Influencer?

Influencer sollen als Markenbotschafter fungieren und müssen deshalb über eine hohe Reichweite, Relevanz und Anerkennung in ihrer Community verfügen. Damit sich jemand für dich als Influencer aber wirklich eignet, sollte er außerdem die gleiche Zielgruppe wie du ansprechen.

Was sind die Vorteile von Influencer Marketing?

Der größte Vorteil von Influencer Marketing ist, dass du von der Reichweite der Influencer profitieren kannst. Vor allem dann, wenn die Follower genau deiner Zielgruppe entsprechen. So hast du bspw. weniger Streuverlust und zeitgleich eine hohe Glaubwürdigkeit durch ein gewisses Empfehlungsmarketing.

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Über den Autor

Sandra Hubert

4 Antworten

  1. Interessanter Artikel zu diesem Thema. Wirklich sehr informativ geschrieben…

    In diesem Sinne Danke
    und ein schönes Wochenende

  2. Wow, was für ein ausführlicher und interessanter Artikel! Ich finde den Influence Marketing Markt auch sehr spannend, da dies ein neuer Bereich für mich ist. Der Artikel fasst echt alles wichtige zusammen. Hätte – bevor ich die Zahlen und Fakten gesehen habe – nie gedacht, dass Influencer solch eine "Machtposition" besitzen.

    1. Vielen Dank für das nette Feedback. Ja ich habe mir Mühe gegeben alles Wichtige zusammenzufassen und hatte das Glück ein paar Insights von Robert Levenhagen,dem CEO der Plattform Influencer.DB, zu bekommen. Influencer Marketing ist auf alle Fälle ein sehr interessantes Thema. Ich denke mit Hilfe geeigneter Influencer bietet Influencer Marketing wirklich ein sehr großes Potenzial für Unternehmen. Also wer interessiert ist, sollte sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen. Viel verlieren kann man dabei ja nicht.

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