Heute freuen wir uns Ihnen einen ganz besonderen Beitrag präsentieren können – es handelt sich hierbei um einen Gastbeitrag von Matteo Wacker zum Thema Online-Kurse und Marketing. Der Mannheimer Jungunternehmer betrieb lange Zeit die eLearning-Plattform elevio.de und ist heute der Kopf hinter peppyourweb.com. Viel Spaß beim Lesen!

Der eigene Online-Kurs als Marketing-Instrument

Viele Maßnahmen gehören bei den meisten Internet-Marketern zum täglich Brot, darunter der Aufbau einer ordentlichen Linkstruktur sowie die Bereitstellung hilfreicher Inhalte auf der eigenen Homepage bzw. Verkaufsseite.

Noch nicht sehr weit unter Marketern verbreitet sind dagegen Online-Kurse. In diesem Artikel werde ich Sie in das Thema einführen, wie Sie Online-Kurse effektiv als Marketing-Instrument nutzen können.

Vorteile von Online-Kursen

Beginnen wir mit einer Übersicht über die Vorteile von Online-Kursen aus Marketing-Sicht:

 

  • Hochwertige Backlinks
  • Direktvermarktung
  • Neues Kundensegment
  • Image Ihres Unternehmens

 

 

Hochwertige Backlinks

Dieser erste Vorteil bezieht sich hauptsächlich auf die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Unternehmensseite. In Ihren eigenen Online-Kursen können Sie selbstverständlich Links setzen, die sich positiv auf die Position Ihrer Website in Google auswirken.

Bei Backlinks muss allerdings grundsätzlich auf die Qualität geachtet werden. Hier die meiner Meinung nach wichtigsten Kriterien für gute Backlinks:

  • Linktext
    Sehr wichtig ist der Text, auf dem der Link gesetzt ist. Das ein oder andere relevante Stichwort im Linktext kann sich positiv auf das Ranking Ihrer Website unter dem entsprechenden Suchwort auswirken.In Ihren eigenen Online-Kursen können Sie die Linktexte selbst bestimmen und damit alle Vorteile des Linktextes ausschöpfen.
  • Bewertung der verlinkenden Seite
    Wenn eine Internetseite hohes Ansehen bei Google genießt, werden ihre ausgehenden Links stärker bewertet, als die von einer kleinen unwichtigen Website.Ob die Links in Ihren Online-Kursen stark von Google gewertet werden, hängt also davon ab, auf welcher Seite im Netz Sie Ihre Kurse veröffentlichen. Doch dazu später mehr.
  • Themenrelevanz der verlinkenden Seite
    Je mehr Ihr Online-Kurs zum Thema Ihrer Unternehmensseite passt, umso wertvoller ist der Link für Sie. Denn Google bewertet Backlinks auch nach den Themen, die auf den jeweiligen Seiten behandelt werden.
  • Positionierung auf der verlinkenden Seite
    Google gewichtet Links im Haupt-Content einer Website wesentlich stärker als solche, die beispielsweise im Footer stehen.In einem Online-Kurs können Sie Ihre Backlinks schön im Haupt-Content platzieren und erreichen somit die höchstmögliche Wertung von Google.
  • dofollow/nofollow-Links
    Ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle spielt das HTML-Attribut rel des Link-Tags. Wird dieses auf „nofollow“ gesetzt, bedeutet das für Suchmaschinen, dass dem Link nicht gefolgt werden soll.nofollow-Links haben zwar trotzdem einen Einfluss auf die Rankings, werden jedoch um einiges schwächer gewertet.

Fasst man diese fünf Punkte zusammen, stellt man fest, dass die Backlinks, die Sie mit Online-Kursen generieren können, höchst wertvoll für die Suchmaschinenoptimierung sind.

Direktvermarktung

Ganz abgesehen von den indirekten Marketing-Effekten für Ihr Unternehmen, können Online-Kurse eine ganz neue Einnahmequelle bilden, indem Sie Ihre Kurse verkaufen.

So maximieren Sie nicht nur indirekt Ihren Umsatz, sondern Sie verdienen direkt am Verkauf Ihrer Kurse.

Die optimale Strategie zur Direktvermarktung Ihrer Kurse ist die Folgende: Sie bieten den ein oder anderen Einsteiger-Kurs kostenlos an. Damit ziehen Sie potenzielle Interessenten an. Tiefergehende Kurse zur selben Thematik bieten Sie dann zum Verkauf an.

Mit dieser Strategie erhöhen Sie das Interesse der Nutzer und damit gleichzeitig die Chancen, dass Ihre Online-Kurse gekauft werden.

Neues Kundensegment

Wenn Sie einen eigenen Online-Kurs anbieten, können Sie damit ein ganz neues Kundensegment ansprechen, dass Sie bisher höchstwahrscheinlich außer Acht lassen.

Nehmen wir als Beispiel an, Sie sind Webdesigner und bieten Kurse zum Thema HTML, CSS und PHP im Internet an.

Bisher haben Sie mit Ihren Dienstleistungen eine Zielgruppe angesprochen, die bereit ist, für qualitative Webdesign-Leistungen gutes Geld zu bezahlen. Wichtig ist für dieses Kundensegment, dass die Arbeit von einem Profi abgenommen wird.

Mit Ihren Kursen sprechen Sie nun aber eine ganz neue Zielgruppe an. Nämlich Internetnutzer, die eine eigene Homepage brauchen, aber nicht viel Geld dafür ausgeben möchten – aus welchen Gründen auch immer.

In einer derartigen Zielgruppe ist meist die Bereitschaft sehr hoch, selbst etwas zu tun. Da kommt ein Online-Kurs, mit dessen Hilfe man Webdesign-Grundlagen selbst erlernen kann, gerade recht. Für solche Kurse einen geringen Betrag zu entrichten, wird von einem Großteil der Zielgruppe akzeptiert.

Image Ihres Unternehmens

Hier kommen wir zum psychologischen Teil des Marketings. Da können sich die Meinungen scheiden.

Meiner Meinung nach erzeugt das Anbieten von Kursen zur Weiterbildung der Kunden ein positives Image gegenüber Ihrem Unternehmen. Denn Sie behalten Ihr Wissen nicht für sich, sondern geben es an Ihre Kunden weiter. Beim Kunden wird das Gefühl erweckt, von Ihrer Erfahrung profitieren zu können.

Die Tatsache, dass Sie Ihre Kurse verkaufen scheint zwar im Widerspruch dazu zu stehen, dass Sie Ihr Wissen weitergeben möchten, wird aber in der Praxis Ihre Kurse noch professioneller wirken lassen.

Ich hoffe, Ihnen in diesem Beitrag einen Einblick in die Vorzüge von Online-Kursen als Marketing-Instrument gewährt zu haben. Mit Ihren eigenen Online-Kursen wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Mit besten Grüßen
Matteo Wacker