Nachhaltig investieren: Sustainable Investing

Eine Investition zu tätigen ist immer eine heikle Angelegenheit. Besonders schwierig wird es, wenn du die Absicht hast in etwas zu investieren, das deinen eigenen moralischen Werten und Vorstellungen nicht widerspricht. Viele erfolgversprechende Investmentmöglichkeiten sind alles andere als nachhaltig und sie fördern Unternehmen, hinter deren Werten und Image du gegebenenfalls nicht stehst.

Aber gibt es tatsächlich Möglichkeiten mit gutem Gewissen zu investieren und dabei auch noch nennenswerte Renditen zu erwirtschaften? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Im Folgenden klären wir dich darüber auf, wie du mit Sustainable Investing dein Vermögen moralisch korrekt und nachhaltig aufbauen kannst.

Grüne Zukunft, Umweltschutz, gutes Gewissen.

In Zeiten von Klimawandel und Energiewende wird der Ruf nach erneuerbaren Ressourcen und Umweltschutz immer lauter. Wo einst Atom- und Kohlekraft den Energiemarkt beherrschten, bahnt sich ein großer Wandel an. Die Menschen wollen saubere Energie und setzen sich immer stärker dafür ein, die Umwelt zu schützen. Wer vor nicht allzu langer Zeit ein Investment in die Atomkraft wagte, dachte mit Sicherheit, er hätte sein Geld gut anlegt. Spätestens nach Fukushima hat sich der Wind jedoch gedreht. Wer als Anleger darauf bedacht ist, in eine nachhaltige grüne Zukunft zu investieren, der sollte sich von der Atomkraft und fossilen Brennstoffen distanzieren und sich stattdessen auf erneuerbare Ressourcen und Energiequellen fokussieren.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Sustainable Investing?

„Sustainable Investing“ oder zu Deutsch „Nachhaltiges Investieren“ ermöglicht es dir, mit Chancen auf Rendite in Projekte, Unternehmen oder ähnlichen zu investieren und dabei deinen moralischen Werten treu zu bleiben. Hierbei solltest du dein Augenmerk auf drei unterschiedlichen Methoden legen:

  1. Mit der Ausschlussmethode schließt du Unternehmen und Branchen aus, die nicht deinen Werten und/oder moralischen Vorstellungen entsprechen. Achte dabei stets darauf, welche Firmen direkte Geschäftspartner sind.
  2. Durch das Einbinden der ESG-Kriterien (ESG = ökologische, soziale und Unternehmens- Kriterien) kannst du dein Risiko verringern und die Renditen steigern. Eine Garantie ist jedoch nicht gegeben.
  3. Impact Investing: Investieren, um neben deiner Rendite eine messbare ökologische und soziale Wirkung zu erzielen.

Wie sieht eine nachhaltige Anlage aus?

Eine nachhaltige Anlage kann zum Beispiel die Investition in Solarkraft in Form von Solarparks sein – das sind größere Gebiete, in denen eine Vielzahl an Solarkraftanlagen Energie gewinnen. Durch die sich stetig weiterentwickelnde Technologie wird diese Art der Energiegewinnung immer effektiver. Eine weitere Möglichkeit ist die Investition in sogenannte „Wasserfonds“. Der Begriff umfasst diverse Projekte zur Energiegewinnung durch Wasserkraft.

Grüne Wiese

Immer sinnvoll: Vermögensverwalter

Auch wenn du Experte in deinem Bereich bist – wie sieht es beim Thema Finanzen aus? Viele Gründer haben für die Buchhaltung und Steuerthemen einen Partner an ihrer Seite. Warum sollte es bei deinem eigenen Vermögen anders sein?

Es ist immer sinnvoll, wenn du dir einen Experten zu Hilfe holst, insbesondere, wenn es um große Investitionen geht. Ein Profi an deiner Seite kann dir helfen, deine Investments langfristig & sinnvoll zu koordinieren und zu verwalten.

Unterschied zur klassischen Anlage

Grundsätzlich bedient sich das Sustainable Investing den klassischen Investment-Regeln: Dein Investment wird breit über unterschiedliche Unternehmen gestreut und soll über einen längeren Zeitraum an Wert zunehmen. Garantiert ist das, wie bei den meisten Investments, natürlich nicht, ein Restrisiko besteht immer. Dazu solltest du immer im Hinterkopf haben, dass du beim Sustainable Investing von einem längerfristigen Investment ausgehen solltest.

Der große Unterschied ist aber, wie bereits erwähnt, dass klassischerweise insbesondere in Unternehmen investiert wird, die einen klaren Wachstumsmarkt bedienen, unabhängig der sozialen Verantwortung des Unternehmens.

Gutes Gewissen beim Investieren

Bei vielen Konzernen stehen Umwelt und Nachhaltigkeit kaum oder gar nicht auf der Agenda. Schon immer gab es Unternehmen, für die Profitmaximierung im Mittelpunkt steht, für viele Anleger war und ist das schlicht nicht vertretbar. Folglich solltest du dich vorher gründlich über die jeweiligen Ziele der Unternehmen und ihre Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit und sozialen Gedankengut informieren. Eine gute Möglichkeit für Sustainable Investing bietet zum Beispiel UBS. UBS sieht sich als weltweit führender Vermögensverwalter in der Verantwortung, sich für ein besseres Gemeinwohl einzusetzen. Das Unternehmen hat sich 2017 dazu verpflichtet seine Kunden dabei zu unterstützen, bis zum Jahr 2022 fünf Milliarden US-Dollar im Impact Investing anzulegen. Das Ziel: die Finanzierungslücken bei den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen zu beseitigen.

Fazit: Nachhaltig investieren lohnt nicht nur moralisch, auch das eigene Vermögen freut sich

Wenn man die Möglichkeit hat, sich für etwas Gutes einzusetzen und dabei auch noch einen Vorteil für sich selbst herauszuholen, sollte die Entscheidung klar sein: Umzudenken kann eine Menge bewirken und auch andere Menschen in deinem direkten und indirekten Umfeld dazu inspirieren, ihr Verhalten zu ändern. Du siehst also, Sustainable Investing kann dein Weg sein, mit reinem Gewissen und obendrein finanziell erfolgreich zu investieren. Da viele Unternehmen versuchen, diesem Trend gerecht zu werden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du ein Unternehmen oder Projekt findest, das deinen Vorstellungen entspricht. Heutzutage ist es definitiv möglich, über Nachhaltigkeit eine gute Rendite zu erhalten!

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