Moderne Mitarbeiterführung

Mitarbeiterführung ist mithin ein wichtiges Thema, wenn es darum geht, wie du dein Unternehmen erweitern kannst. Die Angebote auf dem Arbeitsmarkt sind teilweise sehr hoch und ich bin sicher, dass du die Leute, die gute Arbeit leisten, auch in deiner Firma behalten willst. Außerdem ist dir sicher klar, dass es extrem wichtig ist, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen, da sie nur dann optimale Leistungen für dich und das Unternehmen liefern. So stellt sich natürlich die Frage, wie du es schaffst, dass deine Mitarbeiter hochmotiviert sind und das Maximums ihres Potentials für dich entfalten. Dazu nun ein paar Anregungen!

Wie war das Früher?

Natürlich könntest du jetzt sagen: „Was interessiert mich die Mitarbeiterführung? Die haben ihren Job und so wird’s gemacht – ich kontrolliere nur“. Früher war der Chef der klassische Chef, der den Mitarbeitern von oben herab Vorschriften gemacht hat. Was er sagte war Gesetz – egal ob das nun objektiv betrachtet sinnvoll war oder nicht. Doch die Zeiten der strikten Bevormundung sind weitestgehend vorbei. Die Profile für die Jobs sind weitläufiger geworden und die Anforderungen „höher“. So bedarf es nun auch einer neuen Art der Mitarbeiterführung.

Aber was ist die moderne Mitarbeiterführung?

Diese Frage zu beantworten ist gar nicht so leicht. Es kommt nämlich darauf an. In welchem Markt bist du aktiv, wie viele Mitarbeiter hast du und wie ist die Hierarchie in deinem Unternehmen. Jedenfalls bist du als Chef – im besten Fall – nicht der diktatorische Führer, der seine Angestellten ohne Unterlass antreibt, als wären sie deine Sklaven. Solche Züge wirken sich unglaublich negativ auf die Arbeitsmoral aus und die Mitarbeiter bleiben weit unter ihren Möglichkeiten – und so auch du.

Nicht jede Firma kann es sich leisten eigene Abteilungen zu kreieren, die sich um die Zufriedenheit der Mitarbeiter kümmert und nicht jede Firma kann es sich leisten eigene Räumlichkeiten für großartige, abwechslungsreiche und vielleicht sogar sportliche Pausen bereitzustellen. Das ist auch gar nicht schlimm, denn schon mit wenigen – vergleichsweise einfachen – Tricks kannst du etwas tun, damit du das Maximum aus deinen Angestellten rausholst.

5 Tipps zur besseren Mitarbeiterführung

Es gibt so viel, worauf du achten kannst. Im Folgenden starten wir mit fünf relativ einfach anzuwendenden Tricks, die dafür sorgen werden, dass dein Verhältnis zu den Mitarbeitern deutlich besser wird.

Neueinsteiger in den Kundensupport setzen

Das klingt nun vielleicht im ersten Moment noch Befehl und Zwang, aber es macht Sinn, dass jeder, der neu bei dir anfängt, im Kundensupport beginnt – sofern du einen solchen hast. Dort kann der Neue sich dann mit den grundsätzlichen Features deines Produkts oder deiner Dienstleistung befassen, dessen / deren Probleme und Schwachstellen kennenlernen und sich dann entscheiden, wo er sich im Unternehmen sieht.

Natürlich hat er keine freie Wahl und kann sich sofort in eine leitende Position versetzen, aber es ist wichtig, dass der Mitarbeiter sich mit seiner Aufgabe identifiziert und diese gerne erledigt. Wenn das der Fall ist, wird er auch deutlich lieber arbeiten und dementsprechend bessere Resultate erzielen.

Motivation durch Freiheit

Mittlerweile haben viele Angestellte die Freiheit eine bestimmte Anzahl an Tagen aus dem Home-Office zu arbeiten. Sie können sich die Zeiten mehr oder minder einteilen und den Arbeitsplatz nach ihren Vorstellungen gestalten. Die Atmosphäre von Selbstbestimmtheit sorgt dafür, dass der Mitarbeiter sich wohler fühlt. Menschen, die sich wohlfühlen, arbeiten besser – das ist belegt.

Außerdem macht das deine Stelle umso attraktiver und du hast bei Bewerbungen zum Beispiel oft eine größere Auswahl an Kandidaten und kannst dir den besten herauspicken. Natürlich ist auch hier die Freiheit nicht grenzenlos und gewisse Standards müssen gewahrt werden.

Du solltest wissen, was deine Mitarbeiter tun

Führungskräfte sind in der Regel gute Manager. Aber das reicht heute nicht mehr aus. Es ist essentiell, dass du verstehst, was die Aufgaben deiner Mitarbeiter sind und dass du selbst eine gewisse Kompetenz in diesen Bereichen mitbringst. Es ist deine Aufgabe die beste Entscheidung zu eruieren und das ist nicht immer die Eigene. Habe ein offenes Ohr für deine Mitarbeiter und höre dir auch ihre Gedanken – im Lichte deines bisherigen Kenntnisstandes – an.

Um es auf den Punkt zu bringen. Sei kein narzisstischer Führer, sondern versuche für die Mitarbeiter eine Art Coach zu sein, an dem sie wachsen können.

Sprich mit deinen Mitarbeitern

Führe regelmäßig Gespräche mit deinen Mitarbeitern und höre dir an, was sie von dir bzw. ihrem Job erwarten. Rede darüber, wie sich ihre Arbeit entwickeln soll und nimm dir zu Herzen, wenn sie dir von ihren Bedürfnissen erzählen. Das tun sie nicht umsonst – du solltest darauf eingehen.

Dabei wird sich auch eine persönliche Beziehung zwischen dir und deinen Mitarbeitern aufbauen, die dir immer wieder zu Gute kommen kann.

Bewerte die Leistung deiner Mitarbeiter

Bewertung klingt so böse, aber das ist es nicht. Menschen lieben es, wenn ihre Arbeit wertgeschätzt und wahrgenommen wird. Das bedeutet, dass du dich in regelmäßigen Abständen mit deinen Mitarbeitern zusammensetzen solltest, um zu sagen, was dir an ihrer Arbeit gefällt. Im gleichen Gespräch hast du die Möglichkeit auf eine sanfte Art und Weise konstruktive Kritik zu üben, sodass ihre Arbeit in Zukunft noch besser wird.

Halte das Gespräch aber so locker wie möglich – ohne dass es seine Relevanz verliert.

Die richtige Balance ist das Geheimnis…

Du hast nun sehr oft gelesen, dass es darauf ankommt und dass du doch noch bestimmt bleiben musst und so weiter. Das klingt nun etwas merkwürdig und schwer umsetzbar, aber tatsächlich ist es diese Balance, die einen wirklich guten Chef ausmacht. Und du kannst nicht von heute auf morgen der perfekte Chef sein.

Du musst in deine Position hereinwachsen und dir die Soft-Skills dafür aneignen. Nimm dir erstmal einen oder zwei dieser Tipps zu Herzen und versuche sie anzuwenden. Nächste Woche nimmst du dir dann die nächsten und wächst so von Woche zu Woche, von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr. Irgendwann hast du eine Ebene mit deinen Mitarbeitern erreicht, indem du auf Augenhöhe bist, dich gut mit ihnen verstehst und du trotzdem die Macht hast!