Wie sieht es bei dir aus? Viele Besucher auf deiner Webseite und trotzdem nicht zufrieden? Ist verstĂ€ndlich, denn die Interessenten sollen ja nicht nur deine Produkte anschauen und sich informieren, sondern letztendlich ist es ja dein Ziel, deine Produkte auch an diese Interessenten zu verkaufen. Besonders Ă€rgerlich ist es fĂŒr dich, wenn Produkte schon in den Warenkorb gelegt worden sind, aber dann der Kauf doch abgebrochen wurde. In diesem Artikel will ich dir aufzeigen, wie du mit Retargeting diese Kaufabbrecher und auch andere Interessenten doch noch zu deinen Kunden machen kannst.

Was ist Retargeting?

Als Retargeting wird im Bereich Online-Marketing ein Instrument bezeichnet, wie User im Internet ganz gezielt dazu angesprochen werden, das Produkt, welches sie angeklickt haben oder gar schon in den Warenkorb gelegt haben, doch noch zu kaufen. Retargeting, auch Remarketing genannt, ist ein hervorragendes Instrument, um die Conversions einer Webseite deutlich zu steigern. Retargeting kann auch als personalisierte Online-Werbung bezeichnet werden. Du kannst damit Interessenten aufgrund ihres Surfverhaltens mit ganz gezielten Werbeeinblendungen ansprechen. Mit Retargeting hast du ein Instrument an der Hand, mit dem du Streuverluste vermeiden kannst. Von Vorteil fĂŒr dich ist, dass du Retargeting sowohl auf der Webseitenebene als auch auf der Produktebene einsetzen kannst.

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So funktioniert Retargeting

Retargeting gibt dir die Möglichkeit an die Hand, die Besucher deiner Webseite oder deines Shops zu markieren und zwar in dem Moment, in dem sie deine Seite besuchen. Aber welchen Vorteil hast du davon? Ganz einfach. Die Markierung bietet dir die Möglichkeit, dass du jeden Interessenten wieder auf dich aufmerksam machen kannst, ihn also ansprechen kannst, um ihn damit immer wieder auf dich und deine Produkte aufmerksam zu machen. Mit dem Ansprechen ist gemeint, dass du einen Besucher mit Werbeanzeigen auf deine Webseite lotsen kannst. Es dĂŒrfte dir sicher bekannt sein, dass diese Markierung in der Fachsprache auch als Cookie bezeichnet wird. Es ist fĂŒr dich nicht sonderlich schwer, diese Möglichkeit zu nutzen. Du musst dazu auf deiner Webseite nur einen speziellen Code einbauen. Mit diesem Code kannst du die Besucher dann markieren.

Code fĂŒr Retargeting ist verschieden

Dieser Code fĂŒr Retargeting ist von Netzwerk zu Netzwerk verschieden. Das heißt fĂŒr dich, dass du fĂŒr Google einen anderen Code brauchst, als die beispielsweise fĂŒr Facebook der Fall ist. Es kann auch durchaus der Fall sein, dass du diesen Code auch an unterschiedlichen Stellen einbauen musst. Doch eines haben sie alle gemeinsam. Wenn du deinen Code erst einmal eingebaut hast, dann wird ab dem Moment jeder Besucher auch markiert. Doch das war noch nicht alles. Du hast außerdem die Möglichkeit, diese markierten Besucher deiner Seite noch weiter zu segmentieren. So kannst du beispielsweise Besucher deiner Seite, die schon bei dir gekauft haben, von einer bestimmten Werbung „befreien“. Das heißt, dass sie fĂŒr ein Produkt von dir, dass sie schon gekauft haben, auch keine Werbung mehr dafĂŒr bekommen. WĂŒrde ja auch keinen Sinn machen und den Kunden in der Regel nur nerven. Ich will dir damit nur aufzeigen, wie sinnvoll du Retargeting fĂŒr deine Zwecke einsetzen kannst.

Vorteile von Retargeting

Die oben genannten Vorteile sind aber noch lĂ€ngst nicht alle. FĂŒr dich entstehen durch sinnvolles Retargeting noch weitere Vorteile, die dich erfolgreicher machen können und dir mehr Kunden beschweren können. Retargeting hilft dir User auf deine Seite zu locken, die dich und dein Produkt, also deine Marke schon kennen, sich schon mit ihr auseinandergesetzt haben und deshalb viel einfacher zu einem Kauf zu animieren sind. Viele Studien und Ergebnisse zeigen zudem, dass du mit Retargeting eine um das zehnfach höhere Reaktion erreichen kannst, im Vergleich zu einer Werbeanzeigen, welche der Besucher zum ersten Mal zu sehen bekommt. Hier fĂŒr dich die Vorteile von Retargeting auf einen Blick:

  • Dem Seitenbesucher oder auch dem Kunden kann deutlich bessere Werbung geboten werden
  • Reaktionsquote ist beim Retargeting um das zehnfache höher
  • Mit Retargeting kannst du Besucher oder Kunden noch besser segmentieren
  • Bei Retargeting-Kampagnen ist in der Regel der ROI (Return on Investment) viel höher
  • Listen mit Interessenten an deinen Produkten stellen fĂŒr dich und dein Unternehmen ein großes Kapital dar

Du musst dir immer vor Augen halten, dass rund 70 Prozent der Besucher, die sich fĂŒr deine Produkte interessieren und durch eine Retargeting-Anzeigen zu dir gekommen sind, auch zu KĂ€ufern werden können.

Wo kannst du Retargeting einsetzen?

Am besten eignet sich der Einsatz von Retargeting im Bereich von eCommerce. Wenn du es schaffst, hier eine gute Segmentierung hinzubekommen, dann kannst du deinen Umsatz durch neue Kunden richtig nach oben schrauben. Sinnvoll ist es auch, wenn du die Besucher, die vorher nichts gekauft haben, aber nach einer Retargeting-Anzeige wieder zu dir kommen, mit einem Rabattgutschein zu ködern. Ob das 10 Prozent oder nur 5 Prozent oder mehr sind, das musst du selbst entscheiden. Fakt aber ist, dass du damit deine Chancen ihn zum Kunden zu machen, deutlich verbessern kannst. Genauso aber musst du auch an schon bestehende Kunden denken. Mit Retargeting kannst du diese beispielsweise auf eine besondere Aktion von dir aufmerksam machen. Das Interesse dieser Kunden wird vorhanden sein. Du kannst Retargeting aber auch einsetzen, wenn du keinen Shop hast. Die Branche ist bei Retargeting eigentlich egal, denn das Ziel lautet einzig und allein, dass du verlorene Besucher zu Kunden machen möchtest.

FĂŒr wen eignet sich Retargeting?

Von Retargeting kann in der Regel jeder profitieren und jeder kann es auch fĂŒr seinen Business nutzen. So ist nicht wichtig, ob du einen Shop hast, sonstiger Internetunternehmer, Blogger, Autor oder Coach bist, um ein paar Beispiele zu nennen. Am besten eignet sich Retargeting fĂŒr dich, wenn du die folgenden Anforderungen erfĂŒllst:

  • Du verkaufst deine Produkte im Internet
  • Deine Produkte werden von dir ĂŒber Amazon verkauft
  • FĂŒr andere Produkte bist du als Affiliate tĂ€tig
  • Von dir werden Dienstleistungen wie beispielsweise Trainings oder Beratungen angeboten
  • Du bist Blogger, der mit Begeisterung in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒber Themen schreibst, die dich begeistern und faszinieren

Kannst du hier eine dieser Fragen mit ja beantworten, dann bist du bereit dafĂŒr, um Retargeting einzusetzen. Das ist ganz einfach fĂŒr dich.

  • Richte dir einen Werbeaccount bei Google ein. Das machst du hier www.adwords.google.com
  • Alternativ kannst du das auch bei Facebook www.facebook.com/ads/manage machen. Oder du machst es bei beiden. Das kannst du selbst entscheiden, wie und wo du deine Zielgruppe am besten erreichst.
  • Dann installierst du auf deiner Seite den Retargeting Tracking Code
  • Und nun baust du dir eine Liste auf, mit all deinen Webseitenbesuchern

Was musst du beim Retargeting alles beachten?

Mit Retargeting hast du, wie bereits beschrieben, viele Vorteile und kannst deine Conversion Rate deutlich verbessern. Um aber den Interessenten auch wirklich zu deinem Kunden zu machen, musst du natĂŒrlich auch ein paar Dinge beachten und an bestimmten Stellschrauben drehen. Nur dann kann deine Retargeting Kampagne auch erfolgreich sein und das gewĂŒnschte Ergebnis liefern.

Beachte die BedĂŒrfnisse deiner Kunden

Du musst immer unterscheiden, dass deine bestehenden Kunden ganz andere BedĂŒrfnisse haben, als dies bei deinen Webseitenbesuchern und Interessenten der Fall ist, die einen Kaufvorgang bei dir abgebrochen haben. So braucht ein Interessent, der eine Kaufabsicht hat, in der Regel noch mehr Informationen ĂŒber dich und dein Produkt. Ein Bestandskunde von dir hat diese Informationen bereits. Deshalb solltest du bei KaufabbrĂŒchen ĂŒberprĂŒfen, an welchem Punkt der Interessent sein Kaufvorhaben abgebrochen hat. Ist dies schon bei der Auswahl von einem Produkt erfolgt oder vielleicht erst, als er zum Zahlungsvorgang gekommen ist? Vielleicht hast du eine Zahlungsmethode angeboten, die fĂŒr ihn nicht ideal war. Das musst du untersuchen und ihm dann durch Retargeting eine Alternative bieten.

Du musst die ermittelten Daten richtig auswerten

Es sollte dein Ziel sein, dass du einen Interessenten dazu bringst, dass er ein Konto bei dir anlegt. Gib dich hier aber nicht mit Login und Passwort zufrieden, sondern belohne ihn dafĂŒr, dass er dir noch mehr verwertbare Daten liefert. Ideal kann hier beispielsweise ein Aktionsgutschein sein, den er dann mit seiner ersten Bestellung einlösen kann. Du musst auch Kunden unterscheiden, die schon hĂ€ufiger bei dir bestellt haben, solche die sich nur bei dir angemeldet haben oder Kunden, die einfach noch einem bestimmten Produkt bei dir gesucht haben. Dies ist wichtig um fĂŒr dich zu ermitteln, wie wahrscheinlich es ist, dass er nach Retargeting bei dir zum Kunden wird.

Du musst den Kunden verstehen lernen

Bevor du ĂŒberhaupt damit beginnst Daten ĂŒber einen potenziellen Kunden zu sammeln, solltest du dir darĂŒber bewusst sein, was du ĂŒberhaupt von ihm wissen willst. FĂŒr welche Produkte von dir hat er Interesse gezeigt? Wie geht er bei der Suche vor? An welcher Stelle hat er deinen Shop wieder verlassen ohne zu kaufen? Bevor du Daten sammelst, musst du lernen, deinen Kunden zu verstehen. Wenn du ihm dann mit einer Retargeting Anzeige ein Angebot schickst, welches genau auf ihn zugeschnitten ist, wird er sich persönlich angesprochen und damit auch geschmeichelt fĂŒhlen, weil du direkt auf ihn und seine BedĂŒrfnisse eingehst. Er soll ja schließlich die Werbebotschaft von dir nicht als störend empfinden.

Du musst auf den Kontext achten

Beim Auswerten der Daten musst du unbedingt auch auf den Kontext achten. Vielleicht war der Kunde in Eile und hatte fĂŒr einen Kauf nicht ausreichend Zeit. Oder achte darauf, welches Werbeformat er sich angeschaut hat und wo er drauf geklickt hat. Ist er vielleicht sogar fĂŒr ein bestimmtes Werbeformat besonders empfĂ€nglich? Nur auf diese Weise kannst du wirklich bestimmen, wie du deine Anzeigen am besten platzieren kannst um damit den bestmöglichen Effekt zu erzielen.

Die Anzeigenhistorie ist ganz wichtig fĂŒr dich

Besondere Aufmerksamkeit solltest du der Anzeigenhistorie widmen. Du musst genau wissen, wie der Kunde tickt. Also beispielsweise wie oft er sich eine Anzeige angesehen hat. Oder wie reagiert er auf bestimmte Anzeigen. Sind ihm viele Bilder wichtig? Steht er mehr auf Discountangebote? Wie ist sein Verhalten nach Anzeigen? Reagiert er schon nach zwei oder drei Anzeigen oder braucht er lĂ€nger? Wenn du das ĂŒber ihn herausbekommst, dann ist es dir auch möglich, wie du ihn zukĂŒnftig am besten ansprechen kannst, wie du ihn am besten erreichen kannst und wie du mit ihm umgehen musst. Doch Vorsicht! Bitte nicht ĂŒbertreiben und ihn mit Anzeigen ĂŒberschĂŒtten. Dann könnte er auch durchaus genervt sein und sich deiner Konkurrenz zuwenden.

Fazit: Retargeting stellt sich fĂŒr dich als sehr effektives Instrument dar, um aus Interessenten Kunden zu machen. Du kannst damit deine OnlineumsĂ€tze noch oben bringen und mehr Kunden fĂŒr dich gewinnen, die vorher noch unentschlossen waren. Wenn jemand zum Kauf grundsĂ€tzlich bereit ist und regelmĂ€ĂŸig deine Retargeting-Anzeigen sieht, der wird auch kaufen. Außerdem kannst du erreichen, dass deine Marke an Zugkraft gewinnt und du den Wiedererkennungswert kontinuierlich steigerst. Bestimme deine Zielgruppe sehr genau, auch beim Retargeting. Über das wichtige Thema Zielgruppe empfehle ich dir auch diese beiden Artikel „So lernst Du Deine Zielgruppe kennen“  und „Marktanalyse erstellen – Wie groß ist deine Zielgruppe wirklich?“  zu lesen.

Mit Retargeting auch Kaufabbrecher noch als Kunden gewinnen
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