Marktplatz Alternativen zu Amazon und ebayDer Internethandel mit Produkten und Dienstleistungen nimmt täglich zu. Immer mehr Menschen shoppen nicht mehr im Ladengeschäft, sondern vor allem vor dem Monitor ihres Computers. Das ist bequemer, geht schneller und selbst die Bezahlung dessen, was man kauft, ist vollkommen unkompliziert. Zu Beginn des Booms haben sich Onlinemarktplätze wie Amazon, eBay oder Zalando rasant entwickelt und gelten heute als Platzhirsche der Branche. Aber es drängen auch andere Anbieter auf den Markt, die inzwischen aufgrund ihrer Bandbreite an Angeboten und ihrer sehr einfachen Nutzung zu echten Alternativen geworden sind. Wir stellen dir die interessantesten Seiten vor.

Onlinemarktplätze aus China, Indonesien und Indien

Vor allem aus China, Indonesien und Indien kommen Verkaufsplattformen, die eine echte Alternative zu den bei uns gängigen Anbietern darstellen. Diese Länder haben wirtschaftlich stark aufgeholt und sich in den letzten Jahrzehnten neu erfunden.

Alibaba

Die größte Verkaufsplattform Asiens wurde 1999 gegründet, ist im europäischen Raum noch relativ unbekannt und gehört dennoch bereits weltweit zu den größten Onlinemarktplätzen im Bereich Business-to-Business Handels- und Kommunikationsplattformen für Unternehmen (B2B). Dabei wird Alibaba schon lange nicht mehr nur regional genutzt, sondern erfreut sich auf der ganzen Welt steigender Beliebtheit (aktueller Stand: 53 Mio. Nutzer). Gründe dafür sind vor allem das fast unbegrenzte Angebot, die einfache Bedienung sowie die sichere Bezahlung der Waren oder Produkte mithilfe des eigens entwickelten Bezahldienstes Alipay.

Flipkart

Auch in Indien, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Erde, gewinnt der Onlinehandel immer mehr an Bedeutung. Flipkart wurde 2007 gegründet und zählt zu den Verkaufsplattformen, die sich auf bestimmte Produkt konzentrieren:

  • Bücher
  • Mobiltelefonen
  • Handyaccessoires
  • Laptops

Aber auch Kleidung, Küchengeräte, Sportartikel, Möbel und Elektronik aller Art sind auf Flipkart erhältlich. Ein besonderer Service ist die Same-Day-Garantie.

Craftsvilla

Die Verkaufsplattform ist seit 2011 online und bietet momentan etwa 50.000 Produkte an. Die Besonderheit von Craftsvilla ist, dass sie sich hauptsächlich darauf fokussiert hat, handgearbeitete Waren sowie Natur- und Bioprodukte, Ethnic-Fashion und Vintage-Mode von Kunsthandwerkern, Designern und Einzelhändlern aus Indien zu verkaufen. Für jede Transaktion berechnet Craftsvilla eine Provision von 20 Prozent und liefert die Produkte in 20 verschiedene Länder.

Tokopedia & Lazada

Nicht nur China kann Onlinehandel, auch Indonesien bietet mit Lazada und Tokopedia Verkaufsplattformen an, die monatlich von etwa 65 Millionen Kunden benutzt wird. Um bei Tokopedia handeln zu können, musst du allerdings entweder in Indonesien leben oder zumindest dein Unternehmen dort gründen. Bei Lazada kannst du deine Produkte kostenfrei einstellen und musst lediglich eine Provision pro verkauftem Artikel zahlen. Allerdings gibt es eine Mindestmenge von 10 Produkten, die du dort platzieren musst.

Verkaufsplattform aus Japan

Verkaufsplattform aus Japan – wachsender Onlinemarktplatz

Japan gilt als eines der fortschrittlichsten Länder im Bereich Technik und Elektronik. Da wundert es nicht, dass dort eine der größten Verkaufsplattformen des Internet ins Leben gerufen wurde, die den bisherigen Global Playern Konkurrenz macht.

Rakuten

Diese Verkaufsplattform gibt es bereits seit 1997 und wird inzwischen an der Börse gehandelt. Anders als andere Onlinemarktplätze verkauft Rakuten nicht selbst, sondern bietet dir als Händler die Möglichkeit, einen eigenen Webshop zu eröffnen, in dem du dann Produkte verkaufst. Rakuten hilft zudem bei verschiedenen Zahlungslösungen und übernimmt sogar das Risiko, falls es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt. Für diesen Service zahlst du als Händler eine monatliche Gebühr sowie eine Provision für jedes Produkt, das du verkaufst.

Digitales Business

Europa – Verkaufsplattformen abseits von Zalando, Home24 oder Groupon

Auch in Europa kaufen immer mehr Menschen ihre Ware online und verzichten auf den Gang ins Ladengeschäft. In den letzten Jahrzehnten haben sich auch auf europäischem Boden große Verkaufsplattformen etabliert, die alles anbieten, was der Kunde braucht – oder auch nicht. Neben Groupon, Zalando oder Home24 sind auch Onlinemarktplätze entstanden, die zwar weniger bekannt, aber dennoch zu empfehlen sind.

Preloved

Diese Verkaufsplattform aus Großbritannien ist 1998 entstanden und gilt als zweitgrößter, kategorisierter Anzeigenmarkt auf der Insel. Das Unternehmen hat sich auf gebrauchte Produkte spezialisiert, die kostenlos zum Verkauf angeboten werden können. Unternehmen hingegen zahlen eine Gebühr und können dafür 40 Produkte einstellen. Preloved hat momentan 6 Millionen Kunden.

Folksy & Etsy

Beide Verkaufsplattformen sind in Großbritannien ansässig und haben sich auf dieselben Produkte im Bereich Kunsthandwerk spezialisiert. Während Etsy mit über 22 Millionen Kunden einen hohen Bekanntheitsgrad hat, wächst Folksy noch und kann etwa 250.000 Kunden vorweisen. Beide Onlinemarktplätze erheben lediglich geringe Gebühren für das Einstellen von Produkten (pro Artikel: Folksy 0.15 £ (17 ct)/Etsy 0.13 £ (15 ct) sowie eine Provision von 6 beziehungsweise 3,4 Prozent pro Verkauf.

 

Nischenverkaufsplattformen

Nicht nur große, breit aufgestellte Verkaufsplattformen liegen im Trend, sondern auch Onlinemarktplätze für sogenannte Nischenprodukte. Darunter versteht man ganz spezielle Produkte, die im Sortiment großer Onlinehändler fehlen. Für solche Nischenprodukte gibt es eigene Verkaufsplattformen, die ein eingeschränktes, aber dafür ein sehr großes Sortiment in einem Bereich anbieten.

Avocadostore

Diese Verkaufsplattform ist ein Nischenmarktplatz, auf dem ausschließlich nachhaltig und ökologisch hergestellte Waren angeboten werden. Wichtige Kriterien sind für denjenigen, der auf Avocadostore einen Shop betreiben möchte:

  • Produktion in Deutschland,
  • schadstoffarme Herstellung,
  • Rohstoffe müssen aus biologischem Anbau stammen,
  • Handel muss sozialen und fairen Richtlinien folgen,
  • recycelte bzw. recycelbare Waren,
  • Produktion muss CO2-sparend sein,
  • Produkte müssen vegan sein,
  • Produkte müssen ökoeffektiv sein,
  • Haltbarkeit der Produkte.

Wenn du dich auf Avocadostore als Händler neu registrieren möchtest, zahlst du einmalig eine Gebühr von 65 Euro (ohne 19% MwSt.). Zudem erhebt die Plattform eine monatliche Marktplatzgebühr in Höhe von momentan 15 Euro (zzgl. MwSt.) sowie 17 Prozent Vermittlungsgebühr vom Bruttoverkaufspreis.

DaWanda

Die Verkaufsplattform DaWanda darf durchaus als Nischenplattform bezeichnet werden, denn dort werden – ähnlich wie auf den englischen Websites Folksy und Etsy – vor allem Produkte angeboten, die von kreativen Köpfen handgefertigt werden. Zum Sortiment zählen ausschließlich Unikate aus Bereichen wie beispielsweise:

  • Möbel
  • Kleidung
  • Schmuck
  • Schreibwaren
  • Accessoires

Massenware findest du bei DaWanda nicht, deshalb ist dieser Onlinemarktplatz für alle Händler, die Einzigartiges anbieten. Nach der Registrierung erwarten dich als Händler drei verschiedene Arten von Gebühren. Dazu zählen verkaufspreisabhängige Einstellgebühren, eine Verkaufsprovision in Höhe von 9 Prozent des Verkaufspreises sowie sonstige Vergütungen für Spezialbuchungen.

Unterschiedliche Plattformen bieten verschiedene Verkaufsmöglichkeiten

Es gibt sehr viel mehr Möglichkeiten im Internet einzukaufen als nur auf den weltweit größten Onlinemarktplätzen. Auch kleinere Verkaufsadressen bieten inzwischen eine große Bandbreite an Produkten oder Dienstleistungen an. Ein Bereich, der zukünftig wohl noch stärker wachsen wird, ist der von Verkaufsplattformen für Nischenprodukte. Eine steigende Zahl von Kunden nutzt die Suchmaschinen, um nach Waren zu suchen, die es eben (noch) nicht bei Amazon, eBay oder Alibaba gibt.

Die besten Marktplätze zum Produkte verkaufen abseits von Amazon & ebay
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