Marcus Rainer Smartjobber oder SmartjobHeute möchte ich Ihnen ein interessantes Interview zur Verfügung stellen, das ich mit Marcus Reiner, dem Gründer der peopleAG, geführt habe.
Was sich hinter der peopleAG verbirgt und wie Herr Reiner auf dieses Konzept gekommen ist, wird er uns in diesem Interview verraten.

Hallo Herr Reiner, können Sie unseren Lesern einmal erklären, was die peopleAG eigentlich macht und wie das Geschäftsmodell aussieht?

Als Gründer und Geschäftsführer der peopleAG steuere ich in der Kölner Zentrale gemeinsam mit meinem Team die Einsätze der Smartjobber, den Auftragnehmern der peopleAG. Hinter der peopleAG steht ein ausgeklügeltes System, das es Menschen ermöglicht, ungeliebte Aufgaben schnell und kostengünstig von anderen Menschen, den Smartjobbern, erledigen zu lassen. Die Liste der Mikrojobs, die erledigt werden können, ist dabei unbegrenzt. Es geht von Gassi gehen für den Nachbarn über Schlange stehen für das neue iPhone bis hin zur Prüfung von Kaufobjekten in einer anderen Stadt.

Neulich hat zum Beispiel jemand seine teure Jacke in einer Bar in München vergessen und war schon wieder in Köln. Die hat dann ein Smartjobber abgeholt und umgehend zur Post gebracht. So hat der Auftraggeber Zeit und Geld gespart und der Smartjobber 15,- Euro dazu verdient.

Die soziale Verantwortung allen Beteiligten gegenüber steht übrigens stets im Mittelpunkt:
Bei uns wird transparent und fair gearbeitet. Der Auftraggeber zahlt die Summe, die ihm der Auftrag wert ist. Unser hoher ethischer Anspruch verbietet dabei jegliche Form des Lohn-Dumpings und die Honorare werden nach Erledigung der Arbeit sofort ausgezahlt. Wer einen Job über die peopleAG annimmt, dem bietet das Unternehmen zudem einen in Deutschland einzigartigen Schutz: Jeder Smartjob, der über die peopleAG abgewickelt wird, ist über die AachenMünchener Versicherung automatisch haftpflicht- und unfallversichert.

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Die Idee entstand im Grunde aus der Summe meiner bisher gesammelten beruflichen Erfahrungen. Die peopleAG hat mit Menschen zu tun, mit Logistik und mit Software. Dazu kommt meine Erfahrung aus den Zeiten mit dem von mir gegründeten Unternehmen SHOPCONTROL.

Seit 2005 denke ich bereits über die Idee der peopleAG nach. Jetzt sind die Zeit und der Markt reif dafür. Der Sprit wird immer teurer, die einen verdienen immer weniger, während andere immer mehr verdienen, aber weniger Zeit haben und hier ist die Schnittstelle. Abgesehen davon hat die peopleAG auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Hier werden auch soziale Dienstleistungen kostenlos erbracht – und nicht nur Geld verdient oder ausgegeben. Nur, wenn Du als Unternehmen auch solche Initiativen unterstützt, machst Du den Job als Unternehmer gut. Es klingt abgedroschen, aber es ist etwas Wahres daran: Der Unternehmer heißt Unternehmer, weil er ein Mensch ist, der etwas unternimmt. Und nicht nur für sich, sondern auch für andere.

Wer steckt hinter Ihrem Team?

Für ein solches Projekt benötigt man Experten aus verschiedenen Bereichen. Nur wenn alle Disziplinen fehlerfrei ineinander greifen, ist der Erfolg möglich.

So, wie ein Auftraggeber jetzt über die peopleAG einen Smartjobber beauftragen kann, habe ich im Vorfeld meine Aufträge an unterschiedliche Experten vergeben. Nur dass es sich hierbei nicht um Privatleute, sondern um Fachfirmen handelt.

Die Software für die Homepage und die App wurde zum Beispiel in Hamburg entwickelt. Die grafische Beratung und Umsetzung hat die Kölner Agentur proconcept Marketing GmbH übernommen. Die gesamte Kommunikation rund um die peopleAG hat mit agentur05 ebenfalls eine Kölner Firma konzipiert und auf die Strecke gebracht.
Parallel dazu hat ein etwa 15köpfiges Team zusammen mit mir über 8 Monate die einzelnen Smartjobber recherchiert und schließlich rekrutiert.

Auf diese Weise haben wir in relativ kurzer Zeit eine große Zahl von Smartjobbern an den Start gebracht, die alle „handverlesen“ sind. Die hohen Qualitätsanforderungen, die wir innerhalb des Teams hinter den Kulissen haben, werden so auch den Smartjobbern abverlangt. Dadurch versuchen wir die höchstmögliche Zufriedenheit der Auftraggeber zu erreichen.

Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt, dass Sie selbst ein Unternehmen gründen möchten und Was waren Ihre Beweggründe?

Ich bin seit jeher ein Macher. Das ist das einzige Wort, was mich wirklich beschreibt.

Ich habe in meinem Leben insgesamt nur 3 Monate auf Lohnsteuerkarte gearbeitet, mehr nicht. Eigentlich ein Klassiker: Eisverkäufer, Pizzafahrer, Kneipenjobs, während und nach der Schule.

Seit meinem 19. Lebensjahr bin ich selbständig, also seit knapp 25 Jahren. Wenn etwas funktioniert hat und ich in einem neuen Markt oder Aufgabenfeld Branchenexpertise erreicht hatte, zog es mich zu neuen Herausforderungen, um diese Kompetenzen wieder in einem anderen Projekt einzubringen.

Wie zum Beispiel auch bei Shopcontrol: Wir waren die Bekanntesten, qualitativer Branchenführer und am Ende in fünf Ländern vertreten. Da hätte ich noch in 20 weitere Länder expandieren können – aber es wäre immer dieselbe Geschichte gewesen. Also habe ich mich einem neuen Projekt zugewandt: der peopleAG.

Was waren die größten Hürden, die Sie nehmen mussten?

Ich spreche in diesem Zusammenhang lieber von Herausforderungen. Davon gab es ein paar, aber auf jede einzelne habe ich mich gefreut.

Das macht ja auch eine Unternehmensgründung aus: die Gedanken, ob alles klappt und ob, wie bei uns, rechtzeitig alles fertig wird. Wenn man mit Vorfreude an die einzelnen Aufgaben herangeht, dann fällt die Umsetzung viel leichter. Wenn man aber von Anfang an denkt, man müsse verschiedene Hürden überwinden, dann blockiert einen das im Kopf.

Klar, es gab auch Aufgaben, die ich gerne einem Smartjobber übertragen hätte. Aber die gab es zu dem Zeitpunkt ja noch nicht.

Zum Beispiel hätte ich viel Zeit gespart, wenn jemand für mich die Behördengänge erledigt oder die Büroräume im Vorfeld überprüft hätte.
Eine besondere Herausforderung war zum Beispiel das Eruieren und Prüfen der Versicherungsbedingungen zusammen mit unserem Versicherungspartner. Letztlich haben wir ein erfolgreiches Modell auf die Beine gestellt, und deshalb ist bei uns jetzt jeder Job und jeder Smartjobber bei der Erledigung eines Auftrags automatisch gegen Haftpflicht- und Unfallschäden versichert. Das ist in dieser Form einzigartig in Deutschland.

Was für Empfehlungen können Sie unseren Lesern geben?

Ich kann jedem Gründer oder potenziellen Gründer nur empfehlen, die Leidenschaft für sein Projekt nicht zu verlieren und Geduld zu haben.

Auch wenn es manchmal schwierige Phasen gibt, überwiegt am Ende das Gefühl des Stolzes, wenn man sein eigenes Unternehmen erfolgreich an den Markt gebracht hat. Spätestens dann weiß man, dass all die Meetings und Zahlenspiele es wert waren.

Man ist ja nicht ohne Grund in die Gründerphase eingestiegen und hat an sein Projekt geglaubt. Ich würde diesen Schritt jedenfalls immer wieder gehen – wenn eine Idee Potential besitzt.

Vielen Dank an dieser Stelle an Sie, Herr Reiner, dass Sie sich die Zeit für dieses exklusive Interview genommen haben. Wir von Gründer.de wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Umsetzen Ihrer Aufgaben und Ziele.

Mit besten Grüßen,

Simon Seidl
Projektmanager Gründer.de