Interview Alex Schindler
Im Interview erzählt Backlink-Experte Alex über seine spannenden Erfahrungen im Bereich des Linkbuildings, insbesondere mit PBNs. Doch was genau steckt dahinter und welchen Mehrwert hat es für deine Seiten?

Hallo Alex, du bist in der SEO-Szene wohl als der PBN-Experte bekannt. Für unsere Leser außerhalb der Szene stelle dich doch bitte einmal kurz vor.

Hallo Sascha, vielen Dank das ich hier sein darf.

Ich bin Alex, 21 Jahre alt und beschäftige mich seit circa 6 Jahren mit Online Marketing. Ursprünglich komme ich aus dem Blackhat-Bereich und wurde damals durch einschlägige Foren auf Black Hat SEO aufmerksam – da müsste ich so circa 17 Jahre alt gewesen sein. Anfangs hatte ich mit sehr rudimentären „Linkspam“-Methoden mit meinen Affiliate Seiten viel Erfolg. Einige von euch erinnern sich sicher noch an GSA SER oder XRumer. Später habe ich immer öfter zu spüren bekommen, dass Black Hat Taktiken in der Regel nicht langlebig sind – Im Zuge dessen befasste ich mich vertieft mit OnPage-Optimierung und herkömmlichen Linkquellen. Inzwischen arbeiten wir beim Aufbau eigener Websites sowie für Kundenprojekte beinahe ausschließlich mit nachhaltigen Konzepten, die vor allem auf ausgefeilten Onpage-Arbeiten, PBN- und Outreach-Links basieren.

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Outreach Links – kannst du für unsere Leser kurz erklären, was das genau ist?

Outreach bedeutet, dass man Blogger und Webseitenbetreiber kontaktiert und ihnen etwas vorschlägt. Das wäre zum Beispiel: Content gegen Links, oder dass man geradewegs einen Betrag X für eine Verlinkung auf der Seite des Website- Betreibers bezahlt. Wichtig ist hierbei, dass man die Qualität der Anfrage sehr hochhält und nicht automatisiert jeden Blogger zuspammt. So wird es zwar aktuell noch häufig gemacht, jedoch lässt man hier zum einen Potential liegen und zum anderen sinkt die Qualität der generierten Links insgesamt. Diese Art von Links werden in unserer deutschen Szene auch Gastartikel oder Authority-Links genannt – eben Links von echten, gepflegten und somit aus Googles Sicht autoritären Websites.

Erkläre doch in dem Zuge bitte auch kurz, was ein PBN ist.

PBN steht für Private Blog Network. Also ein „privates“ Netzwerk aus scheinbar voneinander unabhängigen Blogs, von diesem man auf seine eigenen Projekte bzw. auf Moneysites verlinkt. Moneysites sind Webseiten, mit denen man das Ziel verfolgt eine hohe Reichweite für Google aufzubauen, um damit letztendlich Geld zu verdienen. Bei PBNs nutzt man meistens sogenannte Expired Domains, also abgelaufen Domains von früheren Webprojekten. Man versucht im Grunde Google auszutricksen, indem man eine Domain z.B. von einer Bäckerei – hier muss ich kurz einwerfen, dass man immer auf Markenrechte achten sollte – nachdem diese beispielswiese Pleite gegangen ist, registriert und wieder neu aufbaut. Hier würde sich dann ein Blog über das Backen gut eignen. Google nimmt es so wahr, als ob es sich noch immer um die alte Seite handelt und schenkt diesem Blog nun ein gewisses Vertrauen – wir sprechen hier von „Trust“. Diesen Trust kann man sich zunutze machen, indem man von diesem Blog herauslinkt und Teile dieses Vertrauens auf eigene oder auf Kundenprojekte überträgt.

Outreach vs PBN – Was sind Vor und Nachteile?

Bei diesem Thema kann ich mich nur sehr schwer kurzfassen, da es einfach zwei sehr individuelle Methodiken sind. Beide haben aber definitiv ihre Daseinsberechtigung. Ich versuche mein Bestes:

Der große Vorteil bei PBNs ist, dass man die komplette Kontrolle über seine Links hat. Man kann z. B. den Ankertext kontrollieren – dies ist ohnehin ein enorm wichtiges und in Deutschland sehr vernachlässigtes Thema. Außerdem kann man das Datum perfekt bestimmen und den Link später sogar noch anpassen oder gar entfernen. Somit kann man Linkkampangen sehr gut Planen. Weiterhin hat man den sehr großen Vorteil, dass man bei einem PBN einen Link von der Startseite bekommt und dieser theoretisch mehr „Power“ überträgt. Der große Haken an der Sache ist, dass wenn man beim Aufbau von PBNs nicht von A – Z extreme Vorsicht walten lässt, Google Wind von der Sache bekommt und prompt alle als PBN identifizierten Seiten aus dem Index schmeißt. Aufbau und Pflege gestalten sich daher sehr aufwendig und mit jedem Update, das den Google-Algorithmus schlauer werden lässt, wird die Sache komplexer.

Outreach Links hingegen sind sehr natürlich, da diese von herkömmlichen Seiten kommen. Meist in einem frischen, thematisch passenden Artikel. Der große Vorteil, weshalb ich inzwischen fast sagen würde, dass Outreach Links wichtiger als PBN Links sind, liegt darin, dass Outreach Links wesentlich zukunftssicherer, also langlebiger sind. Diese Art von Link ist von Google nahezu unmöglich als „gekaufter“ Link auszumachen. Natürlich auch nur, wenn man darauf achtet, dass der Artikel nicht als „Gastartikel“ oder „Advertorial“ gekennzeichnet ist. Ebenfalls von Vorteil ist, dass echte Seiten eben auch mit echten Besucherzahlen trumpfen können. PBNs dagegen haben in der Regel keinen bis sehr wenig Traffic.

Okay, spannend. Wie geht ihr bei euren eigenen Projekten vor?

Auch diese Frage kann man nur sehr schwer kurz beantworten. Dies hängt ja von etlichen Faktoren ab, Budget, Domain, Ziele usw.

Inzwischen bauen wir viele unserer Affiliateprojekte direkt auf Expireds auf, dies geht aber zu sehr ins Detail. Gehen wir mal von einer frischen Domain aus:

Meistens fangen wir direkt mit sehr viel Content an. Circa 30-60 Artikel a 1500 Wörter. Hier analysieren wir die Top 5, welche für das jeweilige Keyword ranken und nehmen den Durchschnitt der Wortanzahl + 20%. Diese Formel funktioniert für uns sehr gut. Dann warten wir meist 1-2 Monate und beobachten das Projekt. Entwickelt es sich gut, fahren wir eine etwas aggressivere Strategie und setzen in den ersten paar Monaten circa 3-5 Outreach Links pro Monat. Nach einiger Zeit fangen wir gezielt mit PBN Links an und nutzen diese meist mit hartem Anker, um direkte Rankingsprünge bei einzelnen Keywords zu erzielen. Outreach dient eher dazu, das Projekt natürlich aussehen zu lassen und um die starken PBN-Links zu „rechtfertigen“. Outreach Links schätze ich overall inzwischen wichtiger als PBN Links ein.

Über den gesamten Zeitraum liefern wir weiteren Content und bauen bestehende Seiten kontinuierlich aus. (Gerade das gezielte Pflegen und Ausbauen war für uns ein Gamechanger)

Zum spannenden Teil: In der Branche haben sicherlich viele mitbekommen, dass euer Projekt Trustfactory.bz gelauncht ist. Was ist Trustfactory.bz?

Trustfactory.bz ist ein teil-automatisiertes Self-Service System zum hochwertigen Linkaufbau. Man kann dort einfach Outreach (zu Deutsch: Gastartikel) Links kaufen. Die Plattform eignet sich einerseits perfekt für kleine Kunden, andererseits ist sie sehr skalierbar und ebenso auf Reseller ausgelegt. Wir haben versucht alles miteinander zu vereinen. Für jeden ist etwas dabei und viel wichtiger: zu einem fairen Preis. Das Projekt steckt in den Kinderschuhen, doch gerade die Anfänge sind am spannendsten. Die Entwicklung gemeinsam mit dem Team erleben. Jeder ist mit Herzblut dabei, angefangen bei unserem professionellen Kundensupport, über unsere zuverlässigen Texter, bis hin zum Entwickler/Programmierer, der das Ganze begleitet und immer weiter skaliert.

Cool, einige unserer Leser haben sicherlich nicht so viel Ahnung von SEO, ist die Plattform trotzdem das richtige für Sie?

Aktuell fokussiert sich Trustfactory.bz eher auf SEO(-orientierte) Marketer. Allerdings wird das in Zukunft weiter ausgebaut werden, um auch den Personen einen Einstieg zu gewähren, die weniger Ahnung von SEO haben und nur auf der Suche nach Traffic und besseren Rankings sind. Aktuell läuft das über unseren Support unter info@trustfactory.bz, dieser hilft auch Neulingen sehr gerne bei der passenden Linkauswahl.

Jetzt zu einer Frage, die du sicherlich schon oft gestellt bekommen hast. Überall hört man „Backlinks sind tot – Content ist das einzige, was zählt“, kannst du das bestätigen oder widerlegen? Und welchen Stellenwert würdest du OffPage im Vergleich zu OnPage und Co. zuschreiben?

OnPage ist für mich eine Art Grundvoraussetzung. Mit einem schlechten Onpage, schlechtem Technical SEO (haupts. Pagespeed und Crawlability) wird man auch mit den besten Backlinks nicht gut ranken – und falls doch, so ist man extrem „verwundbar“ durch Konkurrenten, die es eben besser machen. Somit würde ich OnPage als notwendig ansehen, wobei Backlinks erst den richtigen Boost geben. Man kann allerdings auch ganz ohne Backlinks ranken, dauert natürlich viel länger und es kommt stark auf die Thematik an. Wenn für ein Keyword beispielsweise 5 Websites gleichermaßen gut optimierte Artikel haben und eine ähnliche Autorität genießen so entscheidet zwar zum einen Googles Willkür, zum anderen kann insbesondere hier der ein oder andere Link den großen Unterschied machen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Backlinks ohne ein umfassendes OnPage-Programm nichts nützen, in vielen Situationen jedoch den entscheidenden Vorteil bringen können. Somit ist beides enorm wichtig – Content und solide OnPage-Arbeiten allerdings die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Website.

Vielen Dank Alex für deine Insights!

Hier findet ihr Alex:

trustfactory.bz – Your Full Service Linkbuilding Platform

outreach.bz – SEO, CRO, Coaching & Website Investing

Mit Links auf Platz 1 bei Google – Interview mit Alex Schindler
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