Dieser Artikel erschien ursprünglich am 17.09.2013:

Punkteskala des LinkRisk´sLaut Betreibern soll LinkRisk ein neues SEO-Tool sein, welches das einfachste und zugleich umfassendste Werkzeug sein soll, um eine mehrwerthaltige Analyse über das eigene Linkprofil zu erhalten.
Ein Versprechen, das große Hoffnung beim Suchmaschinenoptimieren aufkommen lässt, aber auch Misstrauen um die versprochene Einfachheit weckt.

Was steckt hinter diesem neuen Tool?

Bei dem Tool handelt es sich um eine Online-Software, welche mit Hilfe eines eigens entwickelten Algorithmus den Linkwert berechnet.

Genauer gesagt, soll der Linkwert mit Hilfe von – laut Herstellerangaben – 100 unabhängigen Metriken berechnet werden, welche zum Großteil aus Branchen-Standard-Metriken und restlich unbenannten Metriken bestehen.

Bei den Branchen-Standard-Metriken wurden sogar von einem Teammitglied zwei genauer benannt.

Dabei handelt es sich zum einen um die in der URL verwendeten Begriffe und deren Aufbau.

Zudem wurde offiziell kundgegeben, dass ein Backlink ausgehend von einer “.com-Domain“ mit deutschem Inhalt auf eine „.de-Domain“ als deutlich geringer riskant eingestuft wird, als z.B. ein Backlink ausgehend von einer „.cn-Domain“ mit chinesischen Inhalten.

Wie funktioniert das Tool?

Zu Beginn der Analyse muss erst einmal das Backlinkprofil importiert werden. Zurzeit werden alle Dateien aus dem MajesticSEO Site Explorer, Google-Webmaster-Tools, SEOmoz und AHrefs akzeptiert und an der Verarbeitung von XLS- und XLSX-Formaten wird noch weiter gearbeitet.

Die Auswertung und Risikoeinschätzung wird beim „LinkRisk Score“ differenziert in sogenannten „Good Links“, „Neutral Links“, „Low Rsik Links“, „Bad Links“ und „Suspect Links“.
Verteilung des gesamten Risikos der vorhandenen Links
Diese Unterteilungen sollen es den Anwendern sofort ermöglichen, einen repräsentativen Blick über Ihr Linkbuilding zu erhalten und somit schneller auf mögliche Probleme zu reagieren.

Auswertungsergebnisse:

Die Auswertungen über das Linkbuilding erfolgen in interaktiven Grafiken und können bis zur Auflistung der einzelnen Links aufgefächert werden.

Die jedoch erste Anzeige eröffnet ein Kreisdiagramm, welches den ermittelten „Link Risk Score“ in einem Intervall von 0-1.000 anzeigt und dabei eine Einstufung ausgibt in eine von den oben benannten Risikoklassen.

Als leichte Kritik ist jedoch anzumerken, dass solche Tools immer eher drauf ausgelegt sind, Warnungen auszusprechen, anstatt einen einwandfreien Zustand zu bestätigen.

Zudem sind bedauerlicherweise auch keine Filterkombinationen möglich, wie das „Bad Links“ mit einem bestimmten Ankertexten, obwohl diese nochmal weitaus tiefergreifende Informationen ausgeben würden.

Weiterführende Informationen zu verdichteten Daten sind dabei jedoch per Anforderung an den Anbieter möglich und wären dann über eine Mail als Download in PDF- oder CSV-Datei erhältlich.

Kritischer Blick:

Ein kritischer Blick bei Tools sollte natürlich immer vorhanden sein und dieser geht ganz klar auf das anzuwendende Bewertungsraster von LinkRisk, welches eigentlich dem von Google nachzuahmen versucht.

Doch da noch keine belastbaren Erfahrungswerte vorliegen, bleibt dessen erfolgreiche Bewertung und Zuverlässigkeit abzuwarten.

Einen sehr intensiven Blick auf den LinkRisk zu werfen, erscheint für Suchmaschinenoptimierer jedoch unabdingbar!

Großes Manko ist jedoch, dass die Anwendung des Tools eine nicht gerad geringe finanzielle Aufwendung bedeutet, denn die Preise starten bei monatlichen Gebühren von 149 britischen Pfund (ca. 170€) für 250.000 Links und steigen bis zu monatlichen Kosten in Höhe von 1.199 Pfund (ca.1.400€) an.

Glück jedoch für die, die nicht über allzu viele Backlinks verfügen, da 150 Backlinks kostenlos analysiert werden können.

Mit besten Grüßen,

Fabian Strohdiek
Content Manager Gründer.de

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