Dein 3-Schritte-Plan für eine positive Wahrnehmung

Positives Denken: So verbesserst du deinen Fokus

Positives Denken erschaffen wir nicht einfach, indem wir mal kurz versuchen optimistisch zu sein. Die vielen Lebensweisheiten sagen uns, wir sollen den Tag leben, denn im Leben gäbe es ja nichts geschenkt und sowieso sei das Leben doch kein Ponyhof. Doch diese Weisheiten ändern nichts am eigenen Gefühl, denn sie liefern keine Denkanstöße oder Methoden. Der folgende Text erklärt den Unterschied zwischen positiv denken und Naivität. Dazu kommt dein 3-Schritte-Plan, damit sich deine Wahrnehmung langfristig positiv verändern lässt. 

Unterschied positives Denken und Naivität

Positives Denken bedeutet nicht, alle Probleme zu ignorieren und sich selbst zu sagen: „Ach egal was passiert, wird schon alles nicht so schlimm.“ Das wäre naiv zu glauben, denn natürlich ist kein Leben perfekt und es werden Schwierigkeiten auftauchen. Doch positives Denken bedeutet auch Selbstvertrauen zu besitzen. Das heißt, du weißt, es kann schwierig werden, aber du schaffst es damit umzugehen. Krisenzeiten sind schlimm, wir alle fühlen uns machtlos und die Gedanken lassen sich kaum ordnen. Doch es ist wichtig, Selbstvertrauen zu entwickeln und sich selbst zu sagen: „Ja, es ist nicht einfach und ich habe Angst, aber ich schaffe es mich zu fokussieren und mich selbst vom positiven Denken zu überzeugen“. Mit dieser Basis bist du bereit für Schritt 1 des 3-Schritte-Plans.

Schritt 1 – Negative Einflüsse minimieren

Der erste Schritt für positives Denken ist es, negative Beeinflussungen der Gegenwart und Vergangenheit zu minimieren. Komplett abstellen lassen sie sich natürlich nicht und das muss auch gar nicht sein. Denn dir wird es schon helfen, die negativen Einflüsse wahrzunehmen und dich ihnen zu stellen. Nehme dir also am besten ein paar Blätter Papier zur Hand, um deine Gedanken festzuhalten und dir selbst passende Fragen dazu beantworten, wie zum Beispiel „Welche schlechten Angewohnheiten habe ich und wie werde ich sie abstellen?“.

Schlechte Angewohnheiten

Bestimmt hast du schon einmal den Spruch gehört „Das brauche ich nicht probieren, das schaffe ich sowieso nicht“. Denn es gibt Bereiche im Leben, da fehlt uns die nötige Erfahrung. Oder Aufgaben im Beruf, da fühlen wir uns schlecht vorbereitet und glauben nicht an den Erfolg. Wenn du immer in bestimmten Momenten aufgibst oder bestimmte Aufgaben vermeidest, wird es für dich zur Angewohnheit. Deshalb vermeide diese pauschalen Aussagen und stell dich den Herausforderungen. Das fängt schon bei Alltagssituationen an. Du willst zum Beispiel nicht backen, weil du ja eigentlich in der Küche nicht so talentiert bist und der letzte Kuchen verbrannt ist? Es muss ja nicht gleich die fünfstöckige Hochzeitstorte werden. Versuch doch mal Muffins, die schmecken auch als Fertigmischung, oder ein selbstgebackenes Brot mit Spielraum für Fehler und eigenen kreativen Ideen.

Negatives Umfeld

Auch wenn es in der momentanen Krise nicht möglich ist, Freunde zu treffen, so bricht der Kontakt über das Smartphone oder die sozialen Medien natürlich nicht ab. Möglicherweise sind die Gespräche sogar intensiver geworden, da die gemeinsamen Sorgen noch enger zusammenschweißen. Deshalb ist es umso wichtiger, das Verhalten der engsten Bekannten einmal genauer zu beobachten. Denn besonders jetzt brauchst du auch Menschen, die dich positiv stärken und gemeinsam mit dir die Zeit überstehen möchten. Wenn dir fünf Personen permanent jeden Tag erzählen, wie schlecht das Leben doch ist, dann glaubst du es womöglich auch. Das heißt nicht, dass du alle pessimistischen Freunde verbannen sollst, aber fokussiere dich auch auf die Freunde, die versuchen optimistisch zu sein. Denn das hilft nicht nur deiner eigenen Einstellung, auch du kannst so ein motivierender Freund für Andere sein und Optimismus in deinem sozialen Umfeld verbreiten.

Schritt 2 – Eigene Einstellung überprüfen

Beim zweiten Schritt für positives Denken überprüfst du deine eigene Einstellung. Denn oft löst deine eigene Erwartungshaltung die negativen Gedanken aus, doch du realisierst es in dem Moment nicht. Deshalb geht es auch nicht darum, die vermeintlich richtige Einstellung zu haben, sondern einfach bewusst wahrzunehmen, welche Einstellung gerade vorliegt. Nur dann kannst du selbst entscheiden, wie du darauf reagieren möchtest.

Erwartungshaltung ändern

Bestimmt hast du schon einmal die Lebensweisheit gehört „Wer nichts erwartet, kann nicht enttäuscht werden“. Doch diese scheinbar leichte Strategie lässt sich oftmals gar nicht so leicht umsetzen. Denn oft erreichen dich die negativen Gedanken, weil deine Erwartung dir unterbewusst etwas komplett anderes vorgibt. Ein Beispiel: Du hast gerade etwas Tolles erlebt oder eine neue Idee und willst sie SOFORT deiner besten Freundin oder deinem besten Freund erzählen. Deshalb rufst du sie bzw. ihn an und schreibst, doch niemand ist erreichbar. Eine halbe Stunde versuchst du es, doch noch immer keine Reaktion und das ärgert dich. Doch es verärgert dich nur, weil du innerlich erwartet hast, dass sich SOFORT jemand meldet. Und dabei ist es doch gar nicht verwunderlich, jemanden nicht direkt am Telefon oder Handy zu haben. Mache dir deshalb vorher die Situation bewusst. Frage dich selbst, warum du bestimmte Erwartungen hast und ob du mit Gelassenheit und Geduld nicht auch den Ärger vermeiden kannst.

Fokus lenken

In jeder schlechten Situation und in jeder Krise existieren trotzdem positive Dinge. Doch den eigenen Fokus darauf zu lenken ist besonders schwierig. Denn gerade jetzt überwiegen vielleicht die negativen News in den Nachrichten und bei Whatsapp bekommst du dramatische Meldungen weitergeleitet. Natürlich sollst du nicht die Augen davor verschließen und dir alles schönreden. Doch fokussiere dich auf deine Person, auf deine Wohnung, deine Familie und Freunde. Versuche deinen Blick auf die schönen Dinge zu lenken. Denn du lebst im Hier und Jetzt, was vergangen ist, kannst du nicht mehr ändern. Und die Zukunft auch nicht. Es wird schwer sein, deinen Fokus zu verschieben, aber versuche es mit kleinen Schritten und schönen Augenblicken.

Schritt 3 – Langzeittraining des Unterbewusstseins

Laut Forschern macht das Unterbewusstsein 97 Prozent der Denkleistung aus. Das heißt, es steuert einen Großteil der Reaktionen, Neigungen und Gewohnheiten. Damit es deine positive Einstellung auch bis ins Unterbewusstsein schafft und dort bleibt, bietet sich kognitives Training an. Im dritten Schritt erfährst du also, wie du mit einfachen Übungen dein Unterbewusstsein trainieren kannst. 

Zuversicht üben

Eine Übung für das Unterbewusstsein stammt aus der Sportpsychologie. Dort werden Athleten auf einen Wettkampf vorbereitet, in dem sie ihn psychisch schon einmal durchspielen. Das heißt, unter realen Wettkampfbedingungen lernen die Sportler mit einer Stresssituation umzugehen und der Körper lernt darauf zu reagieren. Diese Übung lässt sich auch im Alltag verwenden. Hast du beispielsweise Angst vor einem entscheidenden Telefonat, spiele es komplett durch. Dabei nimmst du dein Telefon und stellst dir die realen Bedingungen vor. Deine Freunde oder die Familie können beim Proben auch behilflich sein, indem du sie anrufst und sie den späteren Ansprechpartner imitieren. Durch diese Vorbereitung und dein neues Selbstvertrauen, gelingt es dir anstehende Situationen positiver wahrzunehmen.

Erinnerungen aktivieren

Auch wenn du dir vielleicht vorgenommen hast, ab sofort deine positive Wahrnehmung zu verstärken, könntest du dieses Ziel durch die alltäglichen Stressmomente aus den Augen verlieren. Deshalb macht es Sinn, Erinnerungen an dein Unterbewusstsein zu verteilen. Dafür bieten sich kleine Botschaften beispielsweise auf bunten Klebezetteln an. Erinnere dich dafür an Situationen, die für dich positiv ausgegangen sind, obwohl du anfangs nicht damit gerechnet hast. Oder hast du ein Kompliment bekommen? Schreib es auf, klebe es über deinen Schreibtisch und erfreue dich daran. Es existieren keinerlei Grenzen für deine kleine Botschaften. Tausche sie jedoch am besten regelmäßig aus, damit sie dein Unterbewusstsein immer wieder neu wahrnimmt und verinnerlicht.

Fazit: Ohne Druck den 3-Schritte-Plan umsetzen

Positives Denken lässt sich nicht innerhalb weniger Minuten erreichen, es braucht Geduld und eine starke Willenskraft. Jetzt bist du dran. Stelle dich der Herausforderung, gehe den 3-Schritte-Plan durch und setze ihn um. Dabei gibt es keine Zeitvorgabe, denn du hast dein Tempo und das ist auch gut so. Lass dich auf die Veränderung ein und vertraue auf dich selbst. Denn mit stärkerem Selbstbewusstsein und einem Blick für die schönen Momente im Alltag kannst du dein positives Denken aktivieren.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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