So wird dein Workshop richtig erfolgreich und macht zudem noch Spaß

Das sind die 5 besten Workshop-Methoden

Workshops sind effektive Events, mit denen man bestimmte Ergebnisse erarbeitet und sich dabei komplett auf eine bestimmte Problemstellung fokussiert. Sicher hat jeder auch schon mal einen guten und einen schlechten Workshop mitgemacht. Doch was unterscheidet dabei einen guten von einem schlechten Workshop und wie bekommt man es hin, dass der eigene Workshop erfolgreich wird? Im folgenden stellen wir dir fünf Workshop-Methoden vor.

Definition: Was ist ein Workshop?

Übersetzt man den Begriff Workshop ins Deutsche, heißt das so viel wie „Arbeitskreis“ oder Arbeitsgruppe“. Oftmals besteht die Gruppe aus unterschiedlichen Experten, die ihr Wissen zu den jeweiligen Fachgebieten mit einfließen lassen. So unterstützt jedes Mitglied des Workshops das Ziel, welches mit diesem erreicht werden soll. Ein Workshop kann dabei der Entscheidungssuche, Konzepterstellung oder Problemlösung dienen und mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden.

Der Ablauf eines Workshops

Damit ein Workshop funktionieren kann, braucht er einen Leiter oder Moderator, der die Teilnehmer durch das Thema führt und an den richtigen Stellen zu Diskussionen anregt. Durch diesen soll dann die Kommunikation in der Arbeitsgruppe gesteuert und die aktive Mitarbeit der Teilnehmer gefördert werden. Alle gewonnenen Erkenntnisse, muss der Moderator zudem schriftlich festhalten, damit nichts wichtiges verloren geht. Ziel des Workshops ist es, als Gruppe gemeinschaftlich zu einem für jeden nachvollziehbaren Ergebnis zu kommen,

Vorbereitung

Ein Workshop läuft in der Regel in verschiedenen Phasen ab. Die Reihenfolge kann je nach Thema und Ziel des Workshops variieren. Zunächst geht es in der Regel um die Vorbereitung eines Workshops. Einfach ohne Plan loszulegen verhilft einem in den seltensten Fällen zu einer effektiven Lösung. Daher ist es wichtig, im Vorfeld das Thema des Workshops genau zu definieren, damit jeder Teilnehmer auch weiß, worum es geht. Zudem kann es sehr hilfreich sein, wenn sich der Moderator zu Beginn des Workshops mit den Tätigkeiten der Teilnehmer auseinandersetzt. So kann er während der Diskussion Bezug auf die Arbeit eines jeden einzelnen im Unternehmen nehmen.

Durchführung

Der Vorbereitung folgt dann die Durchführung des Workshops und somit die Durchführung der Diskussion. Zunächst stellt der Moderator das Thema vor und was in dem Workshop genau besprochen werden soll. Hier kann es helfen, den Wissensstand der Teilnehmer zu erfragen. Durch den Austausch können die Teilnehmer so gut voneinander lernen und alle werden auf dasselbe Wissensniveau gebracht. Danach geht es an das Brainstorming, bei dem alle Lösungsvorschläge gesammelt werden. Wurden alle gesammelt und aufgeschrieben, geht es darum, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ideen aufzulisten. Hier ist die Aufgabe des Moderators, den ganzen Workshop interaktiv zu halten und dafür zu sorgen, dass miteinander geordnet diskutiert wird.

Lösungsfindung

Nachdem alle Ideen vorgestellt und diskutiert wurden, geht es darum, gemeinsam die beste Lösung auszusuchen. Hier müssen in den meisten Fällen Kompromisse aus den verschiedenen Vorschlägen gefunden werden. Wenn schlussendlich eine Lösung gefunden wurde, wird diese aufgeschrieben und das weitere Vorgehen wird geplant, damit diese Lösung auch umgesetzt wird. Dabei kann es helfen, einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, wo die einzelnen Schritte zur Erreichung des Ziels aufgelistet werden.

Was zeichnet einen guten Workshop aus?

Natürlich gibt es keine Musterlösung, wie ein Workshop aussehen muss. Welche Techniken und Abläufe gut funktionieren hängt maßgeblich von der Gruppe und des Themas des Workshops ab. Es kann jedoch bei jedem Workshop sehr hilfreich sein, die Instruktionen für den Workshop einfach zu halten. Zudem laufen viele Workshops in mehreren Runden ab, da so Ergebnisse besser miteinander verglichen werden können. Gut funktioniert es auch, wenn man einen aktiven Teil in Workshops einbaut, in dem sich die Teilnehmer im Raum bewegen müssen. Das regt den Kreislauf an und hilft dabei, weiterhin aktiv dabei zu bleiben. Fragestellungen kann man in der großen Gruppe oder in kleinen Gruppen klären, da gibt es keine Empfehlung, wie dieser Prozess ablaufen soll.

5 Methoden für einen erfolgreichen Workshop

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man einen Workshop durchführen kann. Welche hier am geeignetsten ist, hängt vor allem von dem Ziel des Workshops und den Teilnehmer ab. Im Folgenden stellen wir die fünf Möglichkeiten vor, wie sich ein Workshop durchführen lässt.

1. Six Thinking Hats

Bei der „Six Thinking Hats“-Workshop-Methode handelt es sich um eine Gruppendiskussion mit verteilten Rollen. Geeignet ist diese Methode für mindestens sechs bis maximal 18 Teilnehmer. Die Methode eignet sich besonders gut, um neue Ideen zu finden und Meinungen zu bilden, da die Teilnehmer gezwungen sind, neue Perspektiven für ein Thema einzunehmen.

Es gibt sechs Rollen, die man unter den Teilnehmern verteilt. Bei mehr als sechs Teilnehmer, gibt es Gruppen mit den verschiedenen Rollen. Die Rollen äußern sich in Grundeinstellungen, die von den Teilnehmern vertreten werden müssen. Folgende Rollen gilt es zu verteilen:

  • Weiß: Analytisches Denken, Urteil ohne Vorurteil und Fakten
  • Rot: Emotionales Denken, Gefühle und Meinungen sind das Gegenstück zu weiß
  • Schwarz: Kritisches Denken, Skepsis und Fokus auf die Schwächen und potenziellen Risiken
  • Gelb: Optimismus, konzentriert sich ausschließlich auf die Stärken und Chancen
  • Grün: Kreativität, kombiniert die Ideen der Gruppe, bringt neue, teils provokante oder verrückte Ideen
  • Blau: Vogelperspektive, behält den Überblick und moderiert die Diskussion

Der Titel „Six Thinking Hats“ kommt daher, dass die Rollen in farbigen Hüten dargestellt werden, die von den Teilnehmern aufgesetzt werden. Dafür können aber auch andere farbige Gegenstände genutzt werden. Sind alle Rollen zugeteilt folgt eine offene Diskussion, bei der jeder Teilnehmer die Meinung seiner Rolle vertritt. Bis auf die blaue Rolle können alle anderen doppelt vergeben werden. Die Rollenverteilung ermöglicht also das Aufzeigen von Aspekten aus einem anderen Blickwinkel. Das Aufteilen der Rollen kann auch dabei helfen, sich in andere Teilnehmer besser hineinzuversetzen und die Gegenseite zu verstehen. Der Teilnehmer mit der blauen Rolle dokumentiert das ganze Geschehen.

2. World Café

Bei der „World Café“-Workshop-Methode können mindestens zwölf und maximal 50 Teilnehmer mitmachen. Die Teilnehmer werden zunächst in gleich große Gruppen von maximal fünf Personen aufgeteilt. Innerhalb dieser Gruppen diskutieren die Teilnehmer ein vorgegebenes Thema, als würden sie in einem Café sitzen. Die Ergebnisse halten sie schriftlich auf ihrer Tischdecke fest, was einfach ein Plakat sein kann. Nach 20 Minuten wechseln alle Teilnehmer, bis auf jeweils einer pro Gruppe, den Tisch. Das Ganze findet mindestens dreimal statt. Die Person, die am Tisch sitzen bleibt, fungiert als Experte der Gruppe und sorgt dafür, dass sich die Diskussion weiterentwickelt.

Am Ende der Durchgänge steht das Ergebnis auf den jeweiligen Tischdecken fest und der Experte aus jeder Gruppe stellt dieses in großer Runde vor. Wichtig ist bei dieser Methode, dass eine lockere und angenehme Atmosphäre entsteht, eben wie in einem Café. So trauen sich die Teilnehmer vermutlich eher, ihre Ideen mit den anderen zu teilen, als bei einem klassischen Workshop. Versucht also, die Atmosphäre eines Cafés so gut wir möglich abzubilden.

3. Fishbowl

Die Fishbowl-Workshop-Methode eignet sich für eine Teilnehmerzahl von zehn bis 15 Personen. Hierbei baut man zwei Sitzkreise, ein kleinerer Innenkreis für die Diskutierenden und ein großer Außenkreis für die Zuhörer. Im kleineren Kreis können drei bis fünf Personen sitzen. Wichtig ist nur, dass hier ein Platz frei bleibt. Der Rest der Personen sitzt im Außenkreis und macht sich Notizen. Der freie Stuhl wird immer dann von einer Person aus dem Außenkreis besetzt, wenn diese etwas zur Diskussion beitragen möchte. Alle Sprecher dürfen den Kreis verlassen, wenn sie ihr Anliegen im kleinen Kreis geklärt haben. Es gibt keine Regel, wann die Plätze getauscht werden müssen – das entscheiden die Teilnehmer selber. So bekommt die Diskussion immer wieder neue Impulse und sie bleibt sehr überschaubar, da sich nur die Personen an der Diskussion beteiligen dürfen, die sich im inneren Kreis befinden.

4. Lego Serious Play

Die „Lego Serious Play“-Workshop-Methode eignet sich für Gruppen von bis zu zwölf Personen. Eine Person ist hierbei Moderator. Innerhalb des Workshops bauen die Teilnehmer Modellvorschläge mit Lego-Steinen als Antwort auf die gegebene Fragestellung. Der Moderator leitet die nachfolgende Diskussion der Modellvorschläge an. Je nachdem, wie Komplex die Fragestellung ist, kann man auch Teilaspekte mit den Lego-Steinen bauen und diese später kombinieren. So können Lösungsansätze übersichtlich dargestellt werden. Natürlich eignet sich diese Methode nicht unbedingt für jede Fragestellung. Jedoch kann es in vielen Fällen eine gute Herausforderung sein, um sich stärker mit dem Thema auseinanderzusetzen.

5. Open Space

Die „Open-Space“-Workshop-Methode eignet sich besonders für Workshops mit einer großen Teilnehmerzahl, beginnend ab 50 Personen. Hier können theoretisch bis zu 2.000 Teilnehmer mitmachen, die dann aber in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Wie viele in einer Gruppe sind, hängt immer von der Anzahl der Teilnehmer ab. Jeder muss zu Wort kommen können. Bei diesem Workshop gibt es weder eine Tagesordnung, noch eine Vorgabe an Ergebnissen. Das ganze Format ist hier offen gestaltet. Nur eine grob formulierte Leitfrage wird den Teilnehmern mitgegeben. Jede Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema aus einem anderen Blickwinkel und stellt danach die Ergebnisse in einer Diskussion vor. Die Teilnehmer dokumentieren ihre Ergebnisse selbst in ihren Gruppen. Vorteil dieser Methode ist, dass kreative Lösungsansätze entstehen, wenn man den Teilnehmer einfach freien Lauf lässt.

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Wichtiger letzter Schritt: Das Abschlussfeedback

Dieser Schritt wird nach einem Workshop oft vergessen. Schließlich sind die Teilnehmer erschöpft und freuen sich, dass sie gute Ergebnisse gefunden haben. Wichtig ist aber am Ende, dass diese Ergebnisse auch zusammengefasst und dokumentiert werden. Und das so genau wie möglich. Ansonsten war der ganze Workshop umsonst, da die Teilnehmer die Erkenntnisse schnell vergessen.

Auch wenn es so klingt, solltest du als Workshop-Leiter am Ende nie fragen, wie es den Teilnehmern gefallen hat. Davon hat in der Regeln niemand außer der Leiter was. Frage daher lieber, was die Teilnehmer von dem gelernten morgen im Alltag umsetzen wollen. So setzte sich jeder mit den besprochenen Fakten nochmal auseinander und macht sich Gedanken, wie er dies in die Tat umsetzen kann.

Natürlich ist es als Workshop-Leiter auch wichtig zu erfahren, wie den Teilnehmern der Workshop gefallen hat. Dafür empfehlen sich sehr gut Feedback-Bögen, bei dem jeder anonym und ehrlich sein Feedback abgeben kann.

Fazit

Es gibt sehr viele verschiedene Workshop-Methoden. In diesem Artikel haben wir nur ein paar Wenige vorgestellt. Welche für deinen Workshop am geeignetsten ist, hängt komplett davon ab, wie viele Teilnehmer es gibt und um welche Fragestellung es sich handelt. Hier musst du dann selbst entscheiden, welche Workshop-Methode für deine Fragestellung am besten umzusetzen ist. Probiere im Zweifel einfach ein paar Methoden aus und schaue dabei, welche Methode die besten Lösungen gebracht hat.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitete bis Oktober 2021 als Junior-Online-Redakteurin.

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