Die wichtigsten Tipps um aus Fehlern zu lernen

Positive Fehlerkultur: So etablierst du sie im Unternehmen

Wo gearbeitet wird, da passieren auch Fehler. Doch das ist nicht jedem so bewusst, denn sicher kennen sie viele: Die Angst im Job Fehler zu machen und die Angst vor der Reaktion des Vorgesetzten. Eine positive Fehlerkultur ist daher ein wichtiges Thema, mit dem sich ein Arbeitgeber auseinandersetzen sollte. Im Artikel verraten wir die wichtigsten Tipps, wie man im Unternehmen mit Fehlern umgehen sollte.

Vom Tippfehler bis hin zum misslungenen Prototypen: Fehler passieren im Job häufiger als man denkt. Und das ist gut so, denn aus Fehlern kann man ja bekanntlich nur lernen. In vielen deutschen Unternehmen wird das oft anders gesehen. Fehler werden vertuscht, verdrängt oder Mitarbeiter dafür angekreidet. Eine positive Fehlerkultur ist jedoch für alle Beteiligten von Vorteil. Aber was ist eine positive Fehlerkultur überhaupt? Warum ist die Fehlerkultur wichtig? Wie gehe ich mit meinen Fehlern um? All diese Fragen beantworten wir im Artikel.

Definition Fehlerkultur

Fehlerkultur im Unternehmen bedeutet nichts anderes als die Art wie mit den Fehlern oder Misserfolgen umgegangen wird und wie die Reaktionen darauf aussehen. Eine positive Fehlerkultur bedeutet, dass Fehler konstruktiv angegangen werden, statt ignoriert oder gar bestraft zu werden. Das Ziel ist es, aus ihnen zu lernen, um sie nicht noch ein zweites Mal zu machen.

Warum ist die Fehlerkultur so wichtig?

Zunächst ist nur durch konstruktive Kritik auch Verbesserung möglich. Wird ein Mitarbeiter für seine Fehler nur beschimpft, ist das nicht sehr motivierend. Oft kann das auch dazu führen, dass im Unternehmen kaum neue Ideen oder Projekte angegangen werden. Denn das ungewohnte Gebiet zu verlassen birgt das Risiko von Fehlern. Es hemmt also die Eigeninitiative und macht die Mitarbeiter in ihrer Arbeitsweise besonders vorsichtig. Die Angst einen Fehler zu machen ist zu groß, um frei arbeiten zu können. Entstehen doch einmal Fehler, dann werden Mitarbeiter diese am liebsten einfach vertuschen und so einer Konfrontation entgehen. Doch das muss nicht sein! Eine positive Fehlerkultur kann in jedem Unternehmen etabliert werden.

Das sind die wichtigsten Tipps

Es gibt viele Tipps, die helfen eine positive Fehlerkultur herzustellen. Wichtig zu wissen ist aber: Langfristige Veränderungen passieren nicht über Nacht. Stattdessen muss man stetig an ihnen arbeiten und an einem Strang ziehen. Trotzdem sollten Arbeitgeber beachten, dass natürlich auch nicht jedes Fauxpas als Quelle für Lernen angesehen werden kann. So müssen Fehler, die durch fehlende Sorgfalt oder gar Vorsatz herbeigeführt wurden, natürlich entsprechend anders gehandhabt werden.

1. Analyse der aktuellen Fehlerkultur

Wie wird zum jetzigen Zeitpunkt im Unternehmen mit Fehlern umgegangen? Oft ist das höchste Ziel denjenigen zu finden, der für den Fehler verantwortlich ist. Das stellt die Mitarbeiter jedoch nur bloß und ist nicht sehr zielführend. Indem aktuelle Prozesse neutral betrachtet werden, können Defizite festgestellt und an diesen gearbeitet werden.

2. Festlegen eines geeigneten Prozesses

Besteht keine Anleitung wie mit Fehlern umgegangen wird, so sollte man das zunächst festlegen. Konkrete Richtlinien in denen geschrieben steht, in welcher Form Feedback an den Verantwortlichen herangetragen wird. Das sorgt für klare Regeln und eine Basis für Vorgesetzte und ihre Mitarbeiter. Dieses neue Leitbild sollte dann an die Mitarbeiter kommuniziert werden, das sorgt für Vertrauen und zeigt die Entschlossenheit hinter dem Vorgehen. Ist der Fehler passiert kann man sich an bestimmten Verhaltensregeln orientieren.

3. Analyse des Fehlers

Geschieht ein Fehler unvorhergesehen, dann ist der Schreck zunächst erst einmal groß. Wichtig ist jetzt: Neutralität! Ziel ist es nicht, den Schuldigen zu finden, sondern den Fehler an sich zu betrachten. Wie konnte er entstehen? Durch welche Handlung ist der Fehler aufgetreten? Ist es das erste Mal oder handelt es sich um einen wiederkehrenden Fehler? Nur durch diese Analyse kann letztendlich aus dem Fehler gelernt und eine positive Fehlerkultur hergestellt werden. Hier ist es auch besonders wichtig, Fehler transparent zu betrachten. Das mindert die Angst einzelner Mitarbeiter ihre eigenen Fehler zu gestehen und hilft auch von den Fehlern anderer zu lernen.

4. Reaktion auf den Fehler

Als Vorgesetzter ist insbesondere die Reaktion als elementarer Teil der Fehlerkultur zu betrachten. Mit Konsequenzen drohen oder laut werden ist daher nicht der richtige Weg. Viele Mitarbeiter sind sich bewusst, dass sie einen Fehler gemacht haben und benötigen keine weitere Demütigung. Stattdessen hilft eine lösungsorientierte Herangehensweise, die dem Mitarbeiter von Nutzen ist.

5. Den Blick nach vorne richten

Ziel ist es letztendlich aus den gemachten Fehlern zu lernen. Deshalb ist es sinnvoll den Blick nach vorne zu richten. Wie gehe ich mit meinem Fehler um? Was lerne ich daraus? Was kann ich in Zukunft verbessern? Zum einen kann man so Optionen finden, wie man das beste aus der Situation macht und gegebenenfalls sogar eine Lösung für das Problem finden. Zum anderen werden fehlerhafte Prozesse so eliminiert und der Fehler trägt sogar zu einer verbesserten Arbeitsweise bei.

6. Vorbild sein

Wer als Vorgesetzter Erfolg haben möchte, sollte die aufgestellten Prinzipien natürlich auch selbst beachten. Das bedeutet ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter haben, auch eigene Fehler eingestehen und Lob verteilen, wenn andere mit ihren Fehlern offen umgehen. Auch in einer Führungsposition darf man Fehlern machen. Denn zu einer positiven Fehlerkultur gehört auch das Verzeihen der eigenen Misserfolge.

7. Regelmäßiges Feedback geben

Wer Feedback in den Arbeitsalltag integriert, schafft ein transparentes Verhältnis zu den Mitarbeitern. Insbesondere sollte auch Lob ein Teil der Fehlerkultur sein. Wer sich einen Fehler eingesteht, sollte auch für diesen Mut belohnt werden. Das ist insbesondere dann relevant, wenn Vorschläge für die Lösung der Fehler eingebracht werden. Das bringt das Unternehmen voran und ist ein Lob wert. Heute gibt es in manchen Städten und Unternehmen richtige FuckUp-Nights, in denen Menschen von ihren Misserfolgen und dem Scheitern erzählen und das Feiern. Daran kann man sich ein Beispiel nehmen!

Zusammenfassung zur positiven Fehlerkultur

Eine positive Fehlerkultur ist ein maßgeblicher Faktor für Erfolg. Sie beeinflusst sowohl die Motivation, Arbeitsweise und Stimmung der Angestellten. Außerdem kann sie auch für Folgen im Arbeitsprozess verantwortlich sein. Die wichtigsten Faktoren für den Umgang mit Fehlern sind eine neutrale Analyse der Situation, die richtige Reaktion und die Schlussfolgerungen, die gezogen werden können. Dazu muss natürlich erst einmal umgedacht werden – Fehler werden zu Möglichkeiten zum Lernen. Insbesondere das Verhalten als Vorgesetzter beeinflusst die Fehlerkultur maßgeblich. Wer das beachtet kann eine langfristig positive Fehlerkultur etablieren und davon profitieren.

Was ist eine positive Fehlerkultur?

Der Begriff Fehlerkultur beschreibt den Umgang und die Reaktionen auf Fehler. Eine positive Fehlerkultur verspricht ein konstruktives Verhalten und Abstand von Drohungen oder Konsequenzen zu nehmen.

Warum ist eine Fehlerkultur wichtig?

Fehler passieren jedem. Wird Feedback jedoch auf eine schlechte Weise angebracht, so kann das für Mitarbeiter demotivierend sein. Die Folge ist, dass die Eigeninitiative sinkt, da bei den Mitarbeitern eine Angst vor möglichen Fehlern herrscht.

Wie geht man richtig mit den Fehlern um?

Das sind die wichtigsten Tipps: Die aktuelle Fehlerkultur analysieren, einen geeigneten Prozess zum Umgang mit Fehlern festlegen und diesen kommunizieren, konkrete Fehler neutral analysieren, eine angemessene Reaktion zeigen, den Blick nach vorne richten, ein Vorbild sein sowie regelmäßiges Feedback.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Färber

Luisa Färber

Luisa kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Oberfranken und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Durch die vielen praxisnahen Projekte konnte sie bereits Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche sammeln. In mehreren Praktika entdeckte sie ihre Leidenschaft für die redaktionelle Arbeit und feilte an ihrem Textgefühl. Neben dem Studium war sie ehrenamtlich im Studierendenradio und in verschiedenen anderen Projekten tätig. Im Anschluss an ihren Bachelor macht sie nun seit Februar 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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