Bessere Rankings Google Klicktiefe

Die Klicktiefe auf der eigenen Webseite macht nur einen Bruchteil davon aus, was die Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf sich hat. Allerdings wurde vor Kurzem eine interessante Aussage zu dem Thema Klicktiefe seitens Google veröffentlicht, die uns auf die Idee brachte, dieser Frage etwas genauer zu folgen. Doch um was handelt es sich überhaupt? Wie funktioniert das Ganze bei den großen Webseiten? Und welche Erfahrungen wurden mit der optimalen Klicktiefe gemacht? Das und vieles mehr verraten wir in diesem Artikel.

Was Klicktiefe bedeutet

Zuerst einmal muss der Begriff genau definiert werden. Klicktiefe ist eine Bezeichnung für eine Anzahl an Mausklicks, die ein Internetnutzer benötigt, um von einer beliebigen Webseite aus eine andere Webseite zu erreichen.

Dazu ein ganz konkretes Beispiel: Der Internetnutzer sucht z. B. nach aktuellen Angeboten für Powerbanks. Er findet beispielsweise durch eine Google-Recherche die Seite „XY“. Auf der Seite sieht der Nutzer verschiedene Angebote für Powerbanks. Jetzt benötigt der Besucher nur einen einzigen Mausklick, um von der Webseite „XY“ zu dem angebotenen Produkt weitergeleitet zu werden. Der Betreiber von der Webseite „YX“ genießt den Vorteil, dass die Kunden schnell zu den angebotenen Produkten weitergeleiteten werden und bekommt eine gewisse Prämie von dem Onlineshop für jede weitere Weiterleitung.

Oftmals ist es so, dass man deutlich mehr Mausklicks benötigt, um von einer bestimmten Webseite zur nächsten zu gelangen. Bei der nicht optimierten Klicktiefe liegen die Werte bei drei, vier oder sogar mehr Mausklicks. Bei einer solchen Webseite arbeitet der Webseitenbetreiber mit einem alten Kategoriearchiv, welches für den Webseitenbesucher ziemlich viel Zeit kostet, um sich auf der Webseite zurechtzufinden.

Klicktiefe verdrängt die URL-Struktur

In einem Webmaster-Hangout wurde vor Kurzem eine wichtige Frage an den Senior-Webmaster John Mueller gestellt. Dabei gibt es um die Frage, ob es für das Ranking schädlich ist, wenn die URL über mehr Slashes verfügt. Vor allem durch die Kategorien und Unterkategorien entstehen viele Slashes.

Die Antwort war mehr als deutlich: John Mueller behauptete, dass es nicht wichtig sei, wie viele Slashes die URL enthielte. Folglich spiele es keine Rolle für das Ranking. Die Zahl der Slashes sage nichts darüber aus, wie oft ein Internetnutzer klicken muss, um zu der gewünschten Seite zu gelangen. Viel wichtiger sei die Klicktiefe, also die Anzahl der Klicks von der Startseite aus, die man für den Seitenwechsel benötige. Die Klicktiefe beeinflusse das Google-Ranking sehr stark. Es spiele durchaus eine Rolle, wie lange der Nutzer benötigt, um von der Homepage zu der gewünschten Webseite zu gelangen.

Problematik hinter der Klicktiefen-Aussage

Bevor wir uns den praktischen Tipps und Auswirkungen zuwenden, möchten wir auf ein kleines Problem eingehen, das wir in den Aussagen von John Mueller sehen. John Mueller spricht nur von einer Homepage, also einer Startseite. Allerdings ist es heutzutage so, dass die meisten Internetnutzer eine Homepage überhaupt nicht erreichen, da sie z. B. über Google-Suche zu einem bestimmten Artikel oder Produkt weitergeleitet werden und somit die Homepage in den meisten Fällen gar nicht erst ansteuern.

Folglich bringt es solchen Besuchern wenig, wenn die ganzen Produkte auf der Homepage verlinkt sind. Die Besucher kommen ja von einer Unterseite (z. B. Google) auf die Webseite und halten sich überhaupt nicht auf der Homepage auf. Somit machen solche Besucher mindestens einen Mausklick mehr, um überhaupt auf die Homepage zu gelangen.

Natürlich ist klar, dass Google die Struktur einer Webseite genau analysiert. Die Startseite wird ganz oben in der Struktur stehen, wenn sie viele Verlinkungen auf der Homepage enthält. Allerdings ist es Google auch bewusst, dass heutzutage die meisten Besucher von sogenannten Unterseiten oder von der Google-Suche kommen.

Aus diesem Grund empfehlen wir die Diskussion, um eine Klicktiefe gar nicht so sehr auf die Homepage zu beziehen. Im Idealfall sind wichtige Webseiten von überall aus mit nur wenigen Mausklicks – am besten mit nur einem Mausklick – erreichbar.

Klicktiefe auf großen Webseiten

Wenn man die großen Webseiten etwas genauer unter die Lupe nimmt, sieht man schon das erste Problem, welches mit der Klicktiefe zu tun hat. Zum Beispiel enthält eine große Webseite Tausende von Artikeln und mindestens Hunderte Links. Daher ist es oftmals überhaupt nicht möglich, die verschiedenen Websites mit nur einem Mausklick zu erreichen. Sehr wichtige Seiten werden von dem Webseitenbetreiber so verlinkt, dass sie in jedem Fall mit nur einem Mausklick erreichbar sind. Trotzdem sind bei Weitem nicht alle Webseiten so leicht erreichbar, aber das lässt sich nun mal nicht verhindern.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass man seine Sidebar nicht mit sehr vielen Informationen überlastet. Natürlich könnte man in die Sidebar hunderte Links einbauen, doch das wird die Nutzerfreundlichkeit negativ beeinträchtigen und wird der Onpageoptimierung schaden.

Klicktiefe optimieren

Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man die Klicktiefe bei den großen Webseiten optimieren kann, ohne dabei seiner Onpageoptimierung zu schaden.

Wenn eine neue Webseite erstellt wird, lässt sich die Struktur sehr einfach von Anfang an planen. Hier ist zu beachten, dass die Struktur besser breit sein soll. Folglich sollte man nicht z. B. eine Kategorie „Smartphone“, etwas weiter unten „Apple“, noch etwas weiter unten „iPhone 8“ und anschließend noch „iPhone 8 – Zubehör“ erstellen. Am besten lässt sich eine flache Struktur planen und einbauen. Bei unserem Beispiel könnte die Kategorie simple „iPhone 8“ heißen und wenn der Besucher die Kategorie anklickt, bekommt er weitere zu dieser Kategorie passende Artikel angezeigt.

Handelt es sich um eine bereits bestehende Webseite, die man nicht von Grund auf ändern möchte, da es eindeutig zu viel Aufwand ist, sollte man die Klicktiefe wie folgt optimieren:

 

  1. Sneeze Pages: Viele Betreiber von großen Webseiten arbeiten schon lange mit Sneeze Page zusammen. Hierbei handelt es sich um die einzelnen Webseiten, die dafür geeignet sind, um Artikel zu einem bestimmten Thema zusammenzutragen.Folglich wird den Besuchern das Durchsuchen von Kategorien erspart und der Einstieg in den gewünschten Artikel erleichtert. Sneeze Page führt letztendlich zu einem besseren Google-Ranking; damit wäre die Aussage von John Mueller bestätigt.
  2. Navigation: Wir haben bereits darauf verwiesen, dass viele Besucher die Webseite überhaupt nicht zu Gesicht bekommen, da sie von Anfang an zu einer Unterseite weitergeleitet werden. Das führt uns dazu, dass wir die wichtigsten Artikel und Webseiten direkt in dem Navigationsmenü verlinken. Folglich, wenn dem Besucher ein Artikel oder Webseite gefällt, braucht er nur einmal mit der Maus zu klicken und schon haben wir denselben Effekt erzielt wie auf der Homepage. Somit wird das Google-Ranking ebenfalls erhöht und sein Ansehen im Internet wird gesteigert.Außerdem eignet sich die verfügbare Fläche wunderbar, um etwas Geld dazuzuverdienen. Es ist nützlich im Vorfeld zu überlegen, welche Webseiten relevant für das Verlinken sind. Zu solchen gehören E-Book-Seiten und Wie-verdiene-ich-Geld-im-Internet-Seiten. Darüber hinaus kann es nicht schaden, B. die Top-50-Artikel zu verlinken, denn diese werden garantiert angeklickt. Folglich macht der Besucher maximal nur zwei Mausklicks und schon befindet er sich auf einem der Top-50-Artikel.
  3. Sidebar: Eine Sidebar gibt es so gut wie in jedem Blog bzw. auf jeder Webseite. Dabei befindet sich die Sidebar meistens neben dem eigentlichen Seiteninhalt. Die Sidebar bietet die Möglichkeit, dass man Internetlinks einbauen kann und diese lassen sich auf allen Seiten anzeigen.Es ist sinnvoll, wenn in der Sidebar nur wichtige Artikel und Unterseiten verlinkt werden. Außerdem muss der User bedenken, dass meistens eine Sidebar in der mobilen Version auf einem Smartphone gar nicht verfügbar ist. Aus diesem Grund kann man sich nicht zu 100 Prozent auf die Links in der Sidebar verlassen, da heutzutage viele Menschen mit dem Smartphone surfen. Die Sidebar wird allerhöchstens in einer Tabletversion anzeigt. Die mobile Version reicht meistens nicht aus.
  4. Inhalte zusammenlegen: John Mueller hat noch einen Tipp parat: die bestehenden Inhalte zusammenlegen. Früher wurden verschiedene Informationen auf sogenannten Unterseiten verteilt, doch jetzt kam die Erkenntnis, dass diese in einem einzigen Artikel zusammengefasst mehr Sinn und Struktur ergeben.  Das ist auch der Grund, weshalb holistische Webseiten derzeit beliebt sind. Neben weiteren Vorteilen ist der entscheidende Punkt, dass der Besucher nur einmal zu klicken braucht und schon bekommt er alle Inhalte der Webseite angezeigt!
  5. Mehr Kategorien: Mehr Kategorien sind immer besser als zu wenige. Je mehr Artikel sich auf einer einzelnen Webseite befinden, desto nützlicher ist es, wenn mehr von den verschiedenen Kategorien eingebaut werden. Damit wird eine sichtbare Struktur geschaffen, die dem Nutzer einen Überblick verschafft.

Fazit

In der Suchmaschinenoptimierung spielt die optimierte Klicktiefe nicht die entscheidende Rolle. Die Klicktiefe wird alleine nicht ausreichen, um direkt in den Ergebnisseiten von Google auf Platz 1 zu springen. Trotzdem ist die Klicktiefe nicht zu vernachlässigen, da sie ein SEO-Faktor ist. Wie zuvor erwähnt, sollten keine SEO-Faktoren außer Acht gelassen werden. Vor allem, wenn sich der Webseitenbetreiber gerade in der Planung seiner Webseite befindet, sollte er auf die Klicktiefe unbedingt achten. Das hilft den Besuchern, dass sie sich auf der Webseite zurechtfinden und es lassen sich einige Punkte bei Google sammeln, die im weiteren Verlauf die Präsenz im Google-Ranking erhöhen.

 

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