Job kündigen und selbstständig machenQuelle: Seventyfour - stock.adobe.com

Es gehört viel Mut dazu seinen Job zu kündigen und sich selbstständig zu machen. Vor allem erfordert es aber viel Planung.

Gründen aus einem bestehenden Job heraus ist ein sehr gewagtes Vorhaben, welches gut überlegt sein sollte. Schließlich geht man damit mehr Risiken ein, als beispielsweise mit einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit. Deswegen geben wir dir im folgenden einige Tipps und Hinweise, die du beim Start in die Selbstständigkeit in jedem Fall beachten solltest.

Warum in die Selbstständigkeit starten?

Bevor du dich dazu entscheidest, dich selbstständig zu machen, solltest du dir darüber bewusst werden, was das genau bedeutet. Denn viele stellen sich die Selbstständigkeit anders vor, als sie dann schlussendlich ist. Eine Festanstellung bedeutet nämlich finanzielle Sicherheit und diese aufzugeben ist für viele ein großer Schritt. Schließlich muss der eigene Lebensunterhalt immer noch weiter bestritten werden und das kann gerade in der Anfangszeit der Selbstständigkeit schwierig werden.

Trotzdem entscheiden sich viele, den großen Schritt zu wagen. Denn als Angestellter gibt es nicht oft Situationen, in denen man große Verantwortung übernehmen kann, obwohl viele das gerne würden. Zudem fühlen sich viele Angestellte in ihrer Rolle nicht wohl, sondern würden lieber die Führungsposition in einer Firma übernehmen. Den endgültigen Schritt zu wagen trauen sich dann aber doch nur Wenige und das aus gutem Grund.

Wenn du also planst, dich Selbstständig zu machen, solltest du dieses Vorhaben gut überlegen und dir die Vor- und Nachteile vor Augen halten.

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Vor- und Nachteile gut abwägen

Es gibt viele Argumente, die sowohl für als auch gegen die Selbstständigkeit sprechen. Schließlich hat auch ein Angestellenverhältnis viele Vorteile, da man sich nicht um so viel kümmern muss und immer sein festes Gehalt bekommt. Andererseits ist man dann an feste Arbeitszeiten gebunden und hat oftmals noch mehrere Führungskräfte über sich stehen. Daher gilt es hier für jeden individuell abzuwägen, ob es sinnvoll ist, seinen Job zu kündigen und sich selbstständig zu machen.

Vorteile der Selbstständigkeit

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Man ist sein eigener Chef
  • Ist in einer Führungsposition
  • Man kann selbstbestimmt arbeiten
  • Chancen auf ein höheres Einkommen

Nachteile der Selbstständigkeit

  • Man arbeitet meistens mehr
  • Risiko zu scheitern
  • Möglicherweise unregelmäßiges Einkommen
  • Hohe Verantwortung
  • eigene soziale Absicherung notwendig

Vorteile der Festanstellung

  • Sicherheit der Beschäftigung
  • Sicheres Gehalt
  • Soziale Absicherung
  • Oftmals Möglichkeit auf Weiterbildungen
  • Direkte Arbeitskollegen

Nachteile der Festanstellung

  • Oftmals festgelegte Arbeitszeiten
  • Weniger freie Entfaltungsmöglichkeiten
  • Verdienstmöglichkeiten oft begrenzt
  • Kündigung ist möglich
  • Man ist an Aufgaben vom Vorgesetzten gebunden

Kündigung rechtzeitig vorbereiten

Wenn du die Vor- und Nachteile einer Selbstständigkeit gut abgewogen und dich für die Selbstständigkeit entschieden hast, musst du deinem momentanen Arbeitgeber über deine Kündigung in Kenntnis setzen. Dies sollte am besten mit einem ausreichenden zeitlichen Vorlauf geschehen. Denn einfach zu kündigen und mit dem restlichen Urlaub das Unternehmen zu verlassen, ist deinem Arbeitgeber und deinen Kollegen gegenüber nicht fair und hinterlässt einen schlechten Eindruck. Schließlich gehören die Kontakte deines momentanen Arbeitsplatzes zu deinem beruflichen Netzwerk und denen sollte man positiv in Erinnerung bleiben. Zudem soll dein Arbeitgeber genug Zeit haben, um einen Nachfolger für dich zu finden und diesen Einzuarbeiten.

Daher gilt es hier, bei der Kündigung rechtzeitig Bescheid zu sagen, dass du das Unternehmen verlässt. So kannst du zusammen mit deinem Arbeitgeber planen, wann der Termin des letzten Arbeitstages am geeignetsten ist und du hast Zeit, dich auf deine Selbstständigkeit vorzubereiten und bekommst bis dahin noch weiterhin Gehalt ausgezahlt.

Risiken reduzieren und Sicherheiten herstellen

Wenn du deinen Job kündigen und sich selbstständig machen willst, solltest du dich darauf, am besten noch während du fest angestellt bist, so gut wie es geht vorbereiten. Schließlich geht die Selbstständigkeit mit vielen Risiken einher, die du mit der richtigen Vorbereitung so gering wie möglich halten kannst. Wir haben dir im folgenden ein paar Möglichkeiten aufgelistet, mit denen du dich beim Start in die Selbstständigkeit absichern kannst.

Wissen aneignen

Viele Menschen, die ihren Job kündigen und sich selbstständig machen, denken häufig, dass sie bereits genug Wissen haben, um ein Business zu starten. Das ist besonders dann der Fall, wenn sie sich in dem Bereich selbstständig machen, in denen sie vorher tätig waren. In den meisten Fällen reicht das aber nicht aus, um ein erfolgreiches Business zu starten. Schließlich gehört zum Unternehmertum noch ein bisschen mehr dazu. Beispielsweise musst du gut mit Zahlen und Preisen umgehen können, du solltest wissen, wie du am besten Werbung machst und zudem die Grundlagen der Buchhaltung beherrschen. Eigne dir in diesen Bereichen also noch weiteres Wissen an, um besser vorbereitet zu sein.

Businessplan erstellen

Hat deine Geschäftsidee das Potenzial wirklich erfolgreich sein? Das kannst du gut herausfinden, indem du vor dem Start deiner Selbstständigkeit einen ausgefeilten Businessplan anfertigst. In diesem kalkulierst du dann genau durch, wie Dein Geschäftsmodell aussieht, welche Chancen und Risiken die Idee birgt und wann das Unternehmen genau einen Gewinn verzeichnen soll. Der Businessplan ist zudem für die Bank und für mögliche Investoren sehr wichtig, wenn du Unterstützung von diesen benötigst. Nimm die also viel Zeit und plane die einzelnen Schritte des Businessplans genau durch. Wichtig ist dafür, dass du realistisch bleibst und dir einen finanziellen Puffer einbaust, falls die Idee nicht sofort den gewünschten Erfolg bringt.

Geschäftspartner dazu holen

Damit ein Unternehmen langfristig erfolgreich sein kann, muss hinter diesem sowohl eine gute Idee stecken als auch effizient umgesetzt werden. Die wenigsten Gründer schaffen alles alleine und das müssen sie auch nicht. Es ist in machen Situationen mehr als angebracht, sich einen Mitgründer mit ins Unternehmen oder zumindest Unterstützung von externen Personen mit dazu zu holen. So können mehr Geschäftsbereiche besser abdeckt werden und du selbst kannst dich auf deine Stärken konzentrieren.

Die Familie mit ins Boot holen

Dieser Tipp hat zwar nicht unbedingt direkt was mit deinem Unternehmen zu tun, doch wenn du deinen Job kündigst und dich selbstständig machen willst, kann es sehr wichtig für dich sein, deine Familie auf deiner Seite zu haben. Hier geht es mehr um die mentale Unterstützung. Erzähle auch ruhig deinen engsten Freunden von deinen Vorhaben. Vielleicht haben sie Kontakte zu anderen Personen, die dir bei deinem Business weiterhelfen können. Zudem wirst du dich einfach besser fühlen und mehr Motivation haben, wenn du merkst, dass du im privaten Bereich reichlich Unterstützung hast. Wenn deine Angehörigen noch skeptisch sind, ob deine Selbstständigkeit erfolgreich werden kann, sprich mit ihnen die vorangegangen Tipps durch. Vielleicht haben sie dann noch weitere Ideen und Einwände, die für den Weg in die Selbstständigkeit wichtig sein können

Welche Unterstützungen gibt es für Gründer?

Natürlich musst du den finanziellen Teil deiner Selbstständigkeit nicht komplett alleine stemmen. Es gibt viele Anlaufstellen und Förderungen, mit denen du dir als Selbstständiger Unterstützung einholen kannst. Förderungen können beispielsweise in Form von Zuschüssen, Darlehen oder auch Bürgschaften vergeben werden. Dabei hat jedes Förderprogramm seine eigenen Richtlinien in der unter anderem Anspruchsvoraussetzungen geregelt sind. Müssen innerhalb des Unternehmens Investitionen getätigt werden, erfolgt die Finanzierung häufig über Darlehensförderprogramme. Auch die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, unterstützt Gründer und Selbstständige finanziell mit verschiedenen Förderprogrammen. Zudem gibt es auch Investoren, die sich auf bestimmte Branchen spezialisieren und junge Unternehmen gerne bei ihrem Vorhaben unterstützen. Bei diesen musst du aber sehr überzeugend sein, weil sie schließlich mit ihrem eigenen Geld investieren und sich so jede Investition genau überlegen. Aber auch hier kann der Businessplan eine gute Unterstützung sein.

Fazit

Wer seinen festen Job kündigen und sich selbstständig machen möchte, sollte sich dies genau überlegen und sein Vorhaben gut durchplanen. Schließlich gibt man die Sicherheit von einem festen Job damit auf und wagt gleichzeitig einen großen Schritt, wenn man sich selbstständig machen möchte. In vielen Fällen kann es sich gut anbieten, seine Selbstständigkeit erstmal im Nebenerwerb anzufangen, um herauszufinden, ob die Geschäftsidee überhaupt funktioniert. Danach ist es immer noch möglich, sich Vollzeit auf sein Unternehmen zu konzentrieren. Für welche Variante man sich auch entscheidet: Wichtig ist vor allem, sich allen Chancen und Risiken bewusst zu sein und die Selbstständigkeit gut durchzuplanen.

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