Geld anlegen in der Krise ist für viele ein unbekanntes PflasterQuelle: Fantasista – stock.adobe.com

Geld anlegen in der Krise ist für viele ein unbekanntes Pflaster. Wie geht man als Anleger in einer Krise am besten vor?

Momentan ist auf den Aktienmärkten und in der Wirtschaft sehr viel los. Eine große Unruhe machte sich die letzten Wochen breit und scheint auch in der nächsten Zeit nicht so schnell wieder zu verschwinden. Auf der einen Seite geht bei vielen Menschen eine Menge Kapital verloren, auf der anderen Seite bieten sich Anlegern hier auch große Chancen. Wie also sollte man in der Krise reagieren? Wir wollen dir ein paar Tipps geben, wie du sicher durch Krisenzeiten kommst und dein Vermögen zum einen rettest und zum anderen vermehrst. 

Die Folgen des Coronavirus

Der Corona-Crash gilt mittlerweile als der schnellste Börsen-Crash aller Zeiten. Innerhalb weniger Tage brachen wichtige Aktienindizes, wie der Deutsche Aktienindex oder der US-amerikanische Dow Jones um ein Drittel ihres Wertes ein. Nicht einmal die typischen sicheren Häfen, wie Edelmetalle, blieben von dieser Krise verschont.

Kurseinbrüche in diesem Ausmaß gab es in der Vergangenheit nur wenige. Ein Beispiel ist der Schwarze Montag im Jahre 1987. Hier stürzte der Dow Jones an einem Tag um über 20 Prozent ab. In der Finanzkrise ab 2007 summierte sich der maximale Verlust beim MSCI World-Index auf fast 50 Prozent.

Eins haben alle bisherigen Börsenkrisen aber gemeinsam: Sie haben sich immer erholt. Und viele Anleger, die ihr Geld im richtigen Moment investiert haben, sind mit einer durchschnittlichen Rendite von rund acht Prozent aus der Krise rausgegangen. Was also gibt es beim Geld anlegen in der Krise zu beachten? Wir geben dir dafür im Folgenden sieben Tipps.

Tipp 1: Die Grundregeln des Geld Anlegens immer beachten!

Bevor du überhaupt über das Geld anlegen in der Krise nachdenkst, solltest du dir einige Grundregeln immer im Hinterkopf behalten. Zum einen sollte nur das Geld ausgegeben werden, was du übrig hast. Sprich: Geld, welches du nicht für dein tägliches Leben brauchst. Zum anderen gilt es, deine Anlagen möglichst breit zu streuen. Verlasse dich also nicht nur auf ein Unternehmen, in das du investierst, sondern verteile deine Wertpapiere möglichst in verschiedene Branchen, Themen, Länder und Unternehmen.

Bei jedem Kauf und Verkauf von Wertpapieren solltest du dich zudem nicht auf dein Gefühl, sondern nur auf Fakten verlassen.

Tipp 2: Verkaufe nicht überstürzt deine Wertpapiere

Kein Experte kann vorweg sicher sagen, wie lange ein Abwärtstrend an der Börse noch anhalten wird. Deswegen lassen sich Prognosen nur schwer treffen. Recht sicher ist aber, dass es sich in den letzten Krisen für Langzeit-Anleger oft gelohnt hat, geduldig zu bleiben und mutig zu sein. Behalte also die Nerven und verfalle nicht wie viele andere in überstürzte Panik-Verkäufe. Denn du machst schließlich erst dann richtig Verluste, wenn du dich von deinen Wertpapieren trennst. 

Tipp 3: Überprüfe deine bisherigen Einschätzungen über Unternehmen

Du hattest wahrscheinlich einen guten Grund, warum du gerade die Wertpapiere eines bestimmten Unternehmens gekauft hast. Diese Einschätzung, die du damals über ein Unternehmen getroffen hast, gilt es nun nochmal zu überprüfen. Hast du in ein sehr hochwertiges und sicheres Unternehmen investiert? Dann wird es sich wahrscheinlich lohnen, die Papiere zu behalten. Eventuell kann es sich sogar lohnen, nach und nach mehr Aktien hinzu zu kaufen. Denn wer nicht auf dem Höhepunkt des Marktes einkauft, sondern sehr weit darunter, verbessert seine Renditechancen.

Tipp 4: Investiere nicht dein ganzes verfügbares Kapital

Hast du dich für ein Unternehmen entschieden, in dessen Aktien du investieren willst, solltest du das nicht mit deinem gesamten zur Verfügung stehenden Kapital machen. Teile es dir lieber auf, beispielsweise in Dritteln. Steige also beispielsweise in der Frühphase der Krise mit einem Drittel ein und warte dann ein paar Wochen ab. So kannst du Zeit gewinnen und den Markt noch weiter beobachten. Bei dieser Strategie geht in der Regel wenig Rendite verloren, da der Kursanstieg meistens länger dauert als der Crash.

Tipp 5: ETF-Sparer können Crash entspannt angehen

Viele Anleger mit einem ETF-Sparplan denken darüber nach, die Monatsraten auszusetzen. Doch das ist gar nicht notwendig. Wer einen ETF-Sparplan besitzt, kann sich in der Krise weitestgehend entspannen. ETF-Sparer haben einen großen Anlagehorizont, sodass genug Zeit für einen Verlustausgleich bleibt. Zudem erhalten ETF-Sparer nach einen Börsencrash, wie der Corona-Krise, für ihr Budget mehr ETFs oder ETF-Anteile. Hast du beispielsweise für ein Budget drei ETF-Anteile bekommen, erhältst du nach der Krise möglicherweise vier. Wenn du über einen laufenden Sparplan verfügst, kann es sich sogar lohnen, die Raten etwas zu erhöhen. Schließlich ist ein ETF sehr breit gestreut, sodass die Risiken auf Verluste langfristig klein sind. Das Ganze gilt auch für ETF-Einsteiger. Es kann sich also lohnen, auch nach einem Crash einen ETF-Sparplan einzurichten.

Tipp 6: Sparguthaben ist relativ sicher, aber wenig lukrativ

Wer bei einem Teil seiner Geldanlage auf Tages- oder Festgeld gesetzt hat, kann weitestgehend beruhigt sein: Diese bleiben vorerst in ihrem Wert stabil. Solche sicheren Anlagen können dein Portfolio in der jetzigen Krise gut stabilisieren. Zumindest solange es zu keiner Inflation kommt. Dann wäre natürlich auch das Sparguthaben nicht mehr sicher. Beim Sparguthaben sollte dir zudem bewusst sein, dass Tagesgeld-, Festgeld- oder Sparkonten in der nächsten Zeit noch weniger Zinsen abwerfen werden, als ohnehin schon. Einzelne Anbieter haben ihre Zinsen aber sogar ein wenig erhöht, da diese in der Corona-Krise lieber Geld bei Privatkunden sammeln, als bei der EZB.

Tipp 7: Nicht direkt das komplette Depot auflösen

Wenn du nicht darum herum kommst, einige deiner Wertpapiere zu verkaufen, weil du gerade Geld benötigst, solltest du nicht gleich alle auf einmal verkaufen. Mache dies, wenn möglich, auf Raten. So kannst du noch darauf hoffen, dass die Kurse bald wieder steigen und du so keinen Verlust machst.

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Fazit

Der wichtigste Tipp, den du bei der momentanen Corona-Krise beachten solltest, ist vor allem: Ruhig bleiben. Verfalle nicht in panische Verkäufe deiner Wertpapiere aus Angst, Geld zu verlieren. Geld verschwindet erst in dem Moment, in dem du deine Wertpapiere verkaufst. Mache dir also bewusst, wie es um deine Papiere steht und wo du noch etwas investieren kannst, um nach der Krise profitieren zu können. Auch die Eröffnung eines neuen ETF-Sparplans kann sich nun durchaus noch lohnen. Handle also ruhig und vorausschauend, damit du so die Krise mit gesichertem Vermögen überstehst.

Wenn du noch zum Thema Anlagestrategie, besonders für Krisenzeiten, erfahren möchtest, kann die Ninja-Rente Sonderedition sehr hilfreich für dich sein.

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