Infografiken erstellen

Infografiken sind eine großartige Erfindung. Nicht umsonst sind sie seit Jahren beliebter Content in diversen sozialen Netzwerken. Sie veranschaulichen auch komplexe Themen und erfreuen nebenher auch noch das Auge durch schöne Farben und Formen.
Wenn du trotzdem noch nicht überzeugt bist, solltest du dir die folgenden Punkte durchlesen und überzeugen lassen, dass auch du nicht auf diesen Trend verzichten kannst. Dank guter und kostenloser Tools musst du kein ausgebildeter Grafiker sein, um verdammt gute Infografiken zu erstellen.

Menschen sind eindeutig visuell veranlagt

Der primäre menschliche Sinn ist das Sehen. Unsere Augen und unser Gehirn sind darauf ausgelegt, innerhalb von Sekundenbruchteilen Bilder zu erfassen. Und schon alleine dies spricht für den Einsatz von Infografiken.
Hinzu kommt, dass wir heute deutlich mehr Informationen verarbeiten müssen als noch vor 20 oder 30 Jahren. Aus allen Richtungen prasseln Worte und Texte auf uns ein. Infografiken helfen, Ordnung in das Chaos zu bringen und den Überblick zu bewahren.
Auch der Glaubwürdigkeit deines Contents tun Infografiken gut. Artikel werden bevorzugt gelesen, wenn sie Bilder enthalten, und signifikant besser verstanden. Und Vorträge wirken überzeugender, wenn sie Grafiken enthalten. Auch für das Gedächtnis sind Infografiken wertvoll: Werden Informationen nicht nur auf einen Weg wahrgenommen, sondern auf mehreren, können wir sie uns besser merken. Informationen zu sehen und sie gleichzeitig zu lesen sorgt also dafür, dass wir sie auch im Kopf behalten.
Und nicht zuletzt: Infografiken machen Spaß.

Das Rezept für eine gute Infografik

So großartig Infografiken auch sind, so schwer sind sie mitunter anzufertigen. Zumindest wenn sie richtig gut sein sollen und das Potential haben, ein viraler Hit zu werden. Ohne einen guten Plan und ein definiertes Ziel kommst du auch mit den besten Tools nicht weiter.

Was willst du sagen?

Die wichtigste Frage überhaupt: Welches Thema willst du mit deiner Infografik behandeln? Welche Aussage ist der Kern deiner Infografik? Was ist der Mehrwert für die Nutzer?
Um eine gute Infografik zu erstellen, musst du eine klare Aussage haben. Erst, wenn diese so eindeutig ist, dass die Grafik auch ohne begleitenden Text funktioniert, kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

Kenne deine Daten

Infografiken werden erstellt, um komplexe Sachverhalte und Daten einfach verständlich zu präsentieren. Das heißt für dich, dass du zuerst einmal Daten haben und diese genau verstehen musst. Denn du entscheidest, welche Zahlen du in deine Infografik aufnimmst und welche nicht wichtig genug dafür sind. Streiche rigoros alles, was nicht wirklich notwendig ist.

Erstelle ein Konzept

Eine gute Infografik besteht nicht einfach aus einer Ansammlung lustiger Figuren und Graphen. All diese Elemente sind durch einen roten Faden verknüpft. Das kann eine Hauptfigur sein, die den Betrachter durch die Grafik führt. Aber auch eine Pinnwand, an der verschiedene „Notizzettel“ befestigt sind, ist möglich. Schon hier entscheidet sich, wie deine Infografik am Ende auf die Betrachter nutzen wird.

Weniger ist mehr

Überfrachte deine Infografik nicht mit großen Mengen an Text, die am Ende niemand mehr lesen kann. Fasse die wichtigen Aussagen stattdessen so knapp wie möglich zusammen.
Das gleiche gilt für die Farben, die du verwendest. Egal, ob du Ton in Ton arbeitest oder bewusst Kontraste einsetzt: Konzentriere dich auf 2 – 3 Farben. Alles, was darüber hinausgeht, wird zu viel und lenkt vom Inhalt ab.

Das fertige Gesamtbild

Wenn du deine Infografik erstellt hast, lasse sie mindestens einen Tag ruhen, ehe du sie wieder anschaust. Gefällt sie dir immer noch? Oft findest du jetzt all die Kleinigkeiten, an denen du noch feilen musst.
Diese letzten Minimalkorrekturen sind wichtig. In einem Blogartikel ist es nicht so schlimm, wenn eine Formulierung nicht ganz rund ist. Bei einer Infografik fällt so etwas allerdings sofort ins Auge und führt mitunter dazu, dass sie sofort wieder geschlossen wird.

Die besten Tools für Infografiken im Vergleich

Wenn es um das passende Tool geht, um deine erste Infografik zu erstellen, hast du die Qual der Wahl. Da die Dienste in ihren Grundfunktionen kostenlos sind, lohnt es sich, ein wenig zu probieren, welches Toll dir am ehesten liegt.

Canva

Canva

Canva ist bekannt als ideales Design-Tool für Anfänger. Aber mit diesem Dienst kannst du nicht nur Grafiken in den perfekten Maßen für die verschiedenen sozialen Netzwerke entwerfen, sondern auch Templates für Infografiken nutzen. Im Abo stehen dir dabei mehr Optionen und Grafiken zur Verfügung als in der kostenlosen Variante.
Der Nachteil von Canva ist, dass du keine Daten aus Excel importieren kannst. In Bezug auf Infografiken bleibt Canva deshalb nur ein Tool für Einsteiger.

Infogram

Infogram

Wenn du noch niemals eine Infografik erstellt hast und gerade einmal mit Paint umgehen kannst, ist Infogram das richtige Tool für dich. Dir werden fertige Templates angeboten, mit denen du arbeitest. Die einzelnen Elemente werden dabei per Drag’n’Drop bewegt. Deine Daten für Graphen und Tabellen kannst du aus Excel importieren und anschließend bearbeiten.
Bei aller Bedienfreundlichkeit hat Infogram allerdings auch einen Nachteil: Du kannst die fertige Grafik nur nach Abschluss eines Abos herunterladen. Vorher steht dir lediglich die Option zur Verfügung, sie auf der Infogram-Website zu veröffentlichen und anderswo einzubetten.

Visme

Visme

Noch ziemlich neu ist der Dienst Visme. Daten kannst du aus Excel und Google Sheets importieren und in dem vorgefertigten Design platzieren. Von diesen gibt es eine sehr große Menge, allerdings stehen in der kostenlosen Variante nicht alle zur Verfügung. Dafür kannst du auch ohne monatliches Abo deine fertige Infografik als JPEG oder PNG downloaden.

Piktochart

Piktochart

Piktochart richtet sich ähnlich wie Infogram oder Canva an Anfänger. Allerdings hast du hier deutlich mehr Möglichkeiten zur Individualisierung. In der kostenlosen Variante ist allerdings die Zahl der Projekte eingeschränkt und du kannst keine Grafiken hochladen. Doch zumindest kannst du die fertige Infografik als PNG downloaden.

Easelly

Easelly

Dieses Tool bietet dir einige Freiheiten: Die angebotenen Templates sind kostenlos und du kannst die Größe der Grafiken stufenlos verändern. Der Nachteil ist, dass du keine CSV-Dateien importieren kannst.
Easelly ist eher geeignet, wenn du Grafiken mit dem Schwerpunkt auf Bildern erstellen willst, aber nicht unbedingt das Tool der Wahl, wenn du mit vielen Zahlen hantieren musst.

Infografiken erstellen: Der Geheimtipp für mehr Traffic auf deiner Seite
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