Werbung war schon immer ein wichtiger Bestandteil der Verkaufsstrategie. Jedes Unternehmen bemüht sich, ein neues Produkt bekannt zu machen und die potenziellen Kunden von der Qualität oder der Sinnhaftigkeit eines Produktes beziehungsweise einer Dienstleistung zu überzeugen. Immer wieder werden neue Strategien entwickelt, von denen sich die Unternehmen noch größere Wirkung erhoffen. Durch die Entwicklung des Internets und die sozialen Netzwerke bieten sich ganz neue Perspektiven möglichst viele Menschen zu erreichen. Das sogenannte Influencer-Marketing gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Was aber ist das und wie funktioniert diese Art der Werbung? Wir geben dir einen Überblick und ein paar Tipps.

Was ist überhaupt ein Influencer?

Unter einem Influencer verstehen Werbefachleute einen Meinungsmacher und Multiplikator. Ein Influencer ist eine Person, die im Internet einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt und die von vielen Menschen über die sozialen Netzwerke beobachtet wird, um ihre Aktivitäten zu verfolgen. Ein Influencer ist in der Lage, andere zu beeinflussen und sie für etwas zu begeistern. Aus diesem Grund wird er von Unternehmen für Werbezwecke genutzt. Ein Influencer verrichtet seine Arbeit in vielfältiger Weise. Er ist nicht nur online über Blogs, Websites, Foren oder Accounts bei sozialen Netzwerken aktiv, sondern macht auch in eher privatem Umfeld immer und überall Werbung sobald er auftaucht, beispielsweise bei Veranstaltungen, Partys oder im Urlaub. Man muss sich nur vorstellen, er steht bei einem angesagten Uhrenlabel unter Vertrag, soll für eine bestimmte Uhr werben und bekommt ein Exemplar. Die Uhr trägt er dann vermutlich nicht nur in einem seiner Videos, sondern auch wenn er abends ausgeht oder am Strand liegt. Seine Follower sehen ihn mit der Uhr quasi überall und müssen sie haben, weil er sie eben auch hat. Influencer-Marketing ist also zu weiten Teilen vor allem Mundpropaganda.

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Quantität ist nicht gleich Qualität

Wenn ein Unternehmen beabsichtigt, seinen Erfolg durch den Einsatz eines Influencers zu steigern, dann greift es in der Regel auf Influencer zurück, die über eine möglichst große Reichweite verfügen, die also extrem viele Follower haben. Bisher waren Experten der Meinung, dass mehr Follower mehr Verkäufe nach sich ziehen würden. Aber diese Auffassung wandelt sich. Neuere Erfahrungen zeigen, dass ein Influencer mit weniger, aber dafür umso engagierteren Followern nicht weniger erfolgreich ist – ganz im Gegenteil. Es scheint tatsächlich besser zu sein, 1000 Follower zu haben, die einen wirklich lieben, als zwei Millionen, die einen lediglich mögen.

Das Geheimnis ist, dass ein Influencer, der sich voll und ganz mit dem von dir angebotenen Nischenprodukt identifiziert, es sehr viel besser bewerben kann, als ein Influencer, der zwar extrem viele Follower hat, dem dein Produkt aber eigentlich egal ist.

Subtile Werbung führt zum Erfolg

Umfragen haben ergeben, dass sich Kunden heute nicht mehr von traditionellen Formen von Werbung angesprochen fühlen. Die junge Generation möchte keine allzu idealisierte Darstellung, sondern sie wünschen sich eine realistische, ganz natürliche Werbung. Dies gelingt nach Meinung von Werbefachleuten am besten, wenn der Influencer ganz subtil, fast nebenbei für ein Produkt wirbt. Das gelingt ihm aber wiederum nur, wenn er von dem selbst überzeugt ist, was er seinen Followern präsentiert. Was du im Alltag selbst benutzt, kannst du sehr viel besser empfehlen. Erstellt er beispielsweise ein Video, dann wird er in diesem das Produkt oder die Dienstleistung sehr viel natürlicher einbinden, als wenn er sich dazu überwinden muss, weil er das Produkt nicht mag oder von einer Dienstleistung nicht überzeugt ist.

Influencer-Kampagnen in bestehende Werbestrukturen einbetten

Jedes Unternehmen verwendet Werbung, das heißt, es gibt bereits eine gewisse Marketingstrategie. Damit das Influencer-Marketing nachhaltig erfolgreich funktionieren kann, solltest als Unternehmer dafür sorgen, dass es zu einer engen Verbindung von klassischen Werbeanzeigen, E-Mail-Marketing, Social-Media-Aktivitäten und der Arbeit des Influencers kommt. Die Aufgaben und Inhalte der einzelnen Bereiche sollte aufeinander abgestimmt werden. Der schlimmste Fall würde eintreten, wenn die einzelnen Maßnahmen nicht wie ein Zahnrad ineinandergreifen, sondern gegeneinander arbeiten. Dies lässt sich leicht durch eine enge Zusammenarbeit des Influencers mit der Marketing-Abteilung verhindern.

Langfristigkeit beim Influencer-Marketing

Influencer-Marketing wird oft als Markenbewusstseinstaktik angesehen. Potenzielle Kunden sollen dazu motiviert werden, mehr über eine Marke zu erfahren. Dies erreichst du vor allem durch geeignete Werbemaßnahmen. Wenn es gelingt, durch Influencer gewonnene Kunden mithilfe einer langfristigen Influencer-Strategie an dein Unternehmen zu binden, wirst du auch langfristig davon profitieren.

Plattformübergreifende Konsistenz beim Influencer-Marketing als Schlüssel zum Erfolg

Wenn du als Influencer arbeitest, nutze dein gutes Netzwerk. Biete einem Unternehmen an, dass du auf allen deinen Kanälen eine einheitliche Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung fährst. Unternehmen möchten nicht für jeden Kanal eines Influencers eine eigene Werbung haben, sondern legen Wert darauf, dass potenziellen Kunden eine möglichst einheitliche Botschaft bezüglich ihrer Marke und ihres Produktes vermittelt wird.

Auf diese Weise werden Follower, die dem Influencer über mehrere Plattformen folgen, immer mit derselben Werbung und mit denselben Kernaussagen zu einem Produkt konfrontiert und lernen es so vertieft kennen und schätzen. Es entsteht mit der Zeit eine Identifikation mit dem, was einem als Kunde auf interessante Art schmackhaft gemacht wird. Am Ende dieses Beeinflussungsprozesses steht nicht selten der Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Die Bedeutung des Influencers als Mensch

Im Gegensatz zum Schalten einer Werbeanzeige bei Google oder anderen Anbietern ist die Arbeit mit einem Influencer sehr viel persönlicher. Als Unternehmen hat man nämlich keine starre Software vor sich, sondern einen Menschen, einen Branchenkenner und einen Experten. Die Zusammenarbeit mit einem Influencer sollte daher immer als Beziehung verstanden werden. Wenn es einem Unternehmen gelingt, den Influencer nicht nur durch einen Scheck, sondern auch auf der Beziehungsebene von einem Produkt zu überzeugen, wird das Influencer-Marketing sich langfristig auszahlen. Ein Unternehmen sollte also immer versuchen, den Influencer zu einem echten Partner zu machen und seine Meinung als Beeinflusser und Meinungsmacher nicht zu geringschätzen.

Influencer-Marketing kostet Geld

Jedes Unternehmen sollte heute ein gewisses, nicht zu kleines Budget für Influencer-Marketing zur Verfügung stellen. Diese Art der Werbung ist zwar zunächst mit Kosten verbunden, aber bei der richtigen Auswahl von Influencern wird sich eine solche Investition langfristig als richtig erweisen. Als Beispiel kann hier die Nespresso-Werbung mit George Clooney gelten. Sicher sind die Verkaufszahlen für Maschinen dieses Herstellers seit dem Beginn dieser Werbekampagne deutlich gestiegen. Die meisten Influencer wissen um die Wirkung ihrer Arbeit und lassen sie sich in der Regel gut bezahlen. Persönlichkeiten wie Kim Kardashian, Roger Federer oder Angelina Jolie erhalten hochdotierte Werbeverträge. Letztlich führt aber am Influencer-Marketing heute kein Weg mehr vorbei.

Influencer Marketing – Die geheime Kraft des Werbetrends
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