Immer mehr Kunden wünsche sich ihr Produkt individuell zu gestalten. Obwohl man anfangs vielleicht vermehrt an Printanbieter denken mag, ist die Personalisierung von Produkten mittlerweile in den verschiedensten Branchen angelangt. Es ist schon so weit, dass beinahe 30 % der Menschen, die schon einmal online eingekauft haben, auch mindestens einmal ein personalisiertes Produkt bestellt haben. Dies hat nicht nur für den Kunden Vorteile, sondern bietet dem Hersteller auch ganz neue Möglichkeiten Märkte zu erschließen, Personengruppen anzusprechen und auch eine Kundenbindung aufzubauen.

Mass Customization

Wenn du darüber nachdenkst auch individuelle Produkte anzubieten, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Anfertigung dieser unter dieses Produktionskonzept fällt. Manufakturen sind der Ausnahmefall. Bei diesem Unternehmenskonzept setzt du darauf, die Vorteile von Massenabfertigung (Automatisierung etc.) mit den Vorzügen der Individualisierung von Produkten zu vereinen. Dabei versuchst du auf die Wünsche deiner Kunden gesondert einzugehen, in denen du ihnen – innerhalb eines festgelegten Rahmens – die Möglichkeit gibst, dem Produkt ihre eigene Note zu verpassen.

Bekannte Beispiele

Sicherlich das bekannteste Beispiel für diese Produktionsart ist das Bedrucken lassen von Kleidung. Dabei kann der Kunde sich ein Motiv / eine Schrift oder ein Bild aussuchen und dieses auf ein von ihm gewählten Kleidungsstück drucken lassen. Des Weiteren hält der Trend der individualisierbaren Produkte auch Einzug in der Welt der Ernährung. Man kann seine eigenen Eissorten kreieren, Müsli zusammenstellen und vieles mehr. Teilweise geschieht das im Laden selbst, oder auch online, wo die Bestellung dann individuell aus einem bestimmten Sortiment zusammengestellt wird.

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Die Zukunft?

Sicherlich ist es vorteilhaft die Möglichkeit zu haben, dem Kunden Produkte zu bieten, die er individuell gestalten kann. In Umfragen hat sich gezeigt, dass in Zukunft die Konsumenten auch von Unternehmen unterschiedlichster Geschäftsfelder sich die Möglichkeit der Individualisierung wünschen.

Und selbst wenn die Menschen noch nie ein individualisiertes Produkt gekauft haben, geben sie an, dass sie bei einem passenden Angebot, bereit wären bzw. sehr gerne ein solches erwerben würde.

Die Zahlen sprechen hier eine eindeutige Sprache: Der Markt verlangt danach. Und mit den Möglichkeiten, die heute logistisch und technisch geboten sind, ist es auch gar nicht so schwer, ein solches Angebot für den Kunden zu realisieren. Selbst große, international agierende Unternehmen wie Nike und Adidas bieten mehr und mehr solche Produkte an. Dabei spielt vor allem die emotionale Verbundenheit des Kunden mit dem editierten Produkt eine große Rolle und beeinflusst psychologisch das Kaufverhalten stark – stark zum Vorteil auch für dein Unternehmen.

Die Vorteile für dein Unternehmen

Abgesehen davon, dass ein individualisierbares Produkt eine ganze Geschäftsidee ausmachen kann, ist es auch manchmal für andere Unternehmen sinnvoll, die Produktpalette durch diese Möglichkeit zu erweitern.

Der Aufpreis wird akzeptiert

Produkte, die der Kunde selbst erstellt, sind teurer. Das ist klar – bzw. für uns selbstverständlich. Darin liegt auch schon der erste Vorteil: Kunden sind wie selbstverständlich auch bereit einen Aufpreis zu zahlen, wenn sie ein Produkt individualisieren lassen möchten. Sie vermuten einen höheren Aufwand, der hinter der Produktion stecken muss und legitimieren sich somit selbst den Aufpreis, sodass du das gar nicht übernehmen musst (in den meisten Fällen).

Kunde verbindet etwas mit dem Produkt

In einer Gesellschaft in der es immer wichtiger wird seiner selbst Ausdruck zu verleihen, sind individualisierbare Produkte natürlich ein zukunftsträchtiges Konzept. Menschen investieren ihre Zeit in die Erstellung ihres Produktes und haben alleine durch den Aufwand, den sie betreiben, eine ganz andere Beziehung zu dem, was sie geliefert bekommen.

Der Kunde war scheinbar aktiv in den Produktionsprozess integriert und fühlt sich somit weniger als Konsument, sondern viel mehr als Produzent und Schaffer. Vielleicht ist diese Denkweise unterbewusst, aber sie sorgt dafür, dass dein Produkt und somit deine Marke dem Kunden als etwas im Gedächtnis bleibt, an dem er mitgearbeitet hat.

Kundebindung

Nur dadurch, dass der Kunde Zeit und „Arbeit“ in die Erstellung sein individualisierbares Produkt gesteckt hat, ist es wahrscheinlicher, dass er Stammkunde wird. Denn Menschen tendieren dazu bei Dingen / Abläufen / Produkten / Projekten zu bleiben, in die sie bereits Energie investiert habe. Vor allem bei Produkten, bei denen ein Nachkaufpotential besteht, funktioniert das hervorragend.

Kundenbindung: Die Neugier

Hat der Kunde einmal ein Produkt bestellt und es gefällt ihm / oder es gefällt ihm so mittelprächtig, aber er erkennt das Potential, dann ist es wahrscheinlich, dass ihn die Neugier packt und er erneut eine Bestellung aufgibt, bei der er versucht, beispielsweise bei Lebensmitteln, die Rezeptur / Mischung zu verändern, damit es ihm noch besser schmeckt.

Größeres Sortiment

Bei aus unabhängigen Einzelbestandteilen gefertigte Produkte können in unterschiedlichsten Ausformungen produziert werden, wobei der Prozess immer derselbe bleibt. Somit bieten individualisierbare Produkte die Möglichkeit die Produktpalette deines Unternehmens zu erweitern, indem der Kunde im Baukastenprinzip die Merkmale wählt, die ihm gefallen und es somit zu ganz neuen Kombinationen kommen kann.

Marktforschung

Besondern interessant auch für Hersteller, die sonst eher weniger individualisierte Produkte anbieten ist der Aspekt der indirekten Marktforschung. Wenn die Kapazitäten vorhanden sind, dann macht es Sinn, das Kaufverhalten der Leute zu analysieren und darauf zu achten, was gerne gekauft wird, welche Kombinationen beliebt sind und welche eben nicht. Darauf basierend, kannst du dann dein nächstes „Standard“-Produktfeld planen und somit auch in dieser Sparte die Chancen auf gesteigerten Umsatz erhöhen.

Produktion bei Bestellung

Die Produkte, die du so verkaufst, werden erst dann produziert, wenn sie tatsächlich bestellt werden. Somit wird das Lager klein gehalten und es kommt nicht zur Häufung von Gütern, die im schlimmsten Fall keiner mehr kauft.

Außerdem ist der Umtausch solcher Produkte oft nicht verpflichtend für dich, als läufst du – sofern keine groben Mängel vorliegen – keine Gefahr am Ende auf der Ware sitzen zu bleiben.

Der Sonderfall: Manufaktur

Bei einer Manufaktur handelt es sich um einen kleinen meist handwerklichen (nicht zwingendermaßen) Betrieb, bei dem die Produkte, die verkauft werden sollen, nicht von Maschinen, sondern per Hand gefertigt werden. Es sind oft zahlreiche, aufwändige Arbeitsschritte nötig, die mit einem hohen Maß an Wissen und Erfahrung verknüpft sind, sodass am Ende oft ein hochpreisiges Produkt entsteht, welches einmalig in seiner Beschaffenheit ist.

Um eine solche Manufaktur erfolgreich betreiben zu können, brauchst du ein „Alleinstellungsmerkmal“ bzw. musst eine gewisse Fertigkeit soweit perfektioniert haben, dass die Qualität deiner Produkte mit dem verlangten Preis kongruent ist.

 

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