Wenn du denkst, dass die iGaming Branche bereits genug mit Online Wettportalen und mobilen Wett-Apps zu tun hat, möchten wir dich heute eines Besseren belehren: eSports sind das Thema der Stunde. Während das iGaming früher eine oft belächelte Freizeitbeschäftigung von Nerds war, ist das virtuelle Wetten und Zocken zum Mainstream-Hobby aller Klassen aufgestiegen, von denen auch Gründer profitieren können.

Immer populärer wird neben der Freizeitbeschäftigung auch das Wetten auf eSports-Events. Doch was genau hat es damit auf sich und warum der Markt den Buchmachern Millionen Umsätze beschert, wollen wir euch einmal näherbringen.

iGaming Branche: Umsätze brechen alle Rekorde

Nach vorsichtigen Schätzungen wird der Umsatz durch Videospiele im Jahr 2020 rund 85,4 Milliarden Dollar betragen. Auch eSports werden einen nicht zu verachtenden Anteil an dieser Summe haben. Der Begriff eSports steht übrigens für den elektronischen Wettkampf und beschreibt dabei das Duell zwischen Mannschaften oder Individualspielern, wobei es viele Disziplinen gibt. Das derzeit beliebteste eSport-Game stellt das Computerspiel „League of Legends“, dass weltweit mehr als 100 Millionen User zählt. Die Zielgruppe des virtuellen Sportvergnügens liegt übrigens bei jungen Männern zwischen 19 und 34 Jahren.  Von vielen Branchenspezialisten werden eSports als Werbekanal gesehen, der die ideale Plattform bietet, um die für viele Unternehmen attraktive Zielgruppe zu erreichen.

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Der Werdegang der eSport-Wetten

Die erste Wette auf den elektronischen Wettkampf bot vor einigen Jahren der Buchmacher „Pinnacle Sports“ an. Zur damaligen Zeit war Starcraft das Kultgame überhaupt und hatte neben zahlreichen Spielern auch eine riesige Fanbase, die bereit war Geld in Wetten zu investieren. Aufgrund der enorm hohen Umsätze durch eSport-Wetten entschlossen sich mit der Zeit immer neue Wett-Portale die Möglichkeiten des virtuellen Wettkampfs in ihr Portfolio aufzunehmen.

Heute sind gleich mehrere bekannte eSport-Titel bei den Anbietern vorzufinden. Starcraft hat sich inzwischen zu einer Art „Rand-Sportart“ entwickelt und zählt längst nicht mehr zu dem Wettangebot aller Buchmacher. League of Legends, Counter Strike: Global Offensive und Dota 2 beherrschen inzwischen das Wettangebot und bieten spannende Wetten, mit denen sich ein Nebenverdienst oder Einkommen erwirtschaften lässt. Auch Nachzügler wie Overwatch, Heroes of the Storm oder Hearthstone zählen inzwischen zu den meistangebotenen Wetten und bieten neben hohen Quoten einiges an Spannung.

Inzwischen werden selbst für Smartphones und Tablets eSport-Games herausgebracht, die einen Wettkampf und verschiedene Turniere bieten. Eines dieser Games ist Vainglory, dass auf einen 3 gegen 3 Modus, eine kleinere Karte und an das Handy angepasste Grafik bietet. Besonders wer viel unterwegs ist und sich die Zeit vertreiben möchte, bekommt mit einem solchen Game die perfekte Möglichkeit sich mit anderen Spielern messen zu können.

Werbung kann sich für Gründer eines themenrelevanten Produkts durchaus lohnen

Aufgrund der stetig wachsenden Fangemeinde eines Games, kann sich durchaus auch das Platzieren eines Werbebanners oder eines Spots während einer Veranstaltung als lohnenswert erweisen. Millionen von Jugendlichen und Erwachsenen schauen sich die Spektakel häufig an, um ihre Wetten verfolgen zu können.

Bekannte Unternehmen, die bereits auf diesen Zug aufgesprungen sind, lauten Intel, Samsung, Telekom und Co. Selbst eigene Teams werden inzwischen nach einem Unternehmen benannt, um so Werbung für dieses zu betreiben. Besonders im League of Legends Bereich ist SK Telecom T1 ein Werbebotschafter für den bekannten DSL- und Mobilfunkanbieter. Durch zahlreiche Meisterschaften konnte das Team bereits öfter auf sich aufmerksam machen und somit auch den Anbieter gut in Szene setzen.

Twitch.tv als Werbeplattform nutzen

Einer der beliebtesten Anbieter ist Twitch.tv, der gleichzeitig einen einfachen Einstieg in eSport-Werbung bietet. Hier können Gründer und Co. Spots platzieren, die während der Pause eines Events automatisch eingeblendet werden. Die meisten Unternehmen werben mit aufwendigen Videos, die bis zu 25 Sekunden auf dem Bildschirm des Zuschauers zu sehen sind. Für 1.000 Einblendungen fallen bei Twitch.tv umgerechnet 90,00 Euro an. Der Vorteil dieses Marketings liegt deutlich auf der Hand: Über die Videoplattform kann eine Zielgruppe perfekt erreicht werden, die in dieser Form kaum woanders zu finden ist. Für Gaming-Produkt wäre Twitch ein hervorragender „Laufsteg“. Du möchtest selbst ein Studio einrichten? Dann schau in unserem Artikel zum Thema Videostudio einrichten für unter 1.000 € rein!

Doch nicht nur bei Events, denen Zehntausende vor dem Bildschirm zuschauen, besteht die Möglichkeit Werbung zu schalten. Auch einzelne Gamer, die sich live zur Show stellen, bieten oftmals eine ideale Plattform, um sein Produkt anzupreisen. Neben der Möglichkeit eines Spots können die Streamer auch angeschrieben werden, um einen Werbedeal auszuhandeln. So wirbt der bekannte Profi beispielsweise während einer kurzen Pause seines Broadcasts für euer Produkt und erreicht damit tausende Follower, die ihm vertrauen und sicherlich auch Interesse an einem Produkt zeigen, welches er super findet und selbst nutzt.

Auch Sponsorings von Teams setzen sich immer mehr durch

Neben der Chance einen Spieler anzuheuern, um ein Produkt zu bewerben und der Möglichkeit von Werbespots-Einblendungen setzen inzwischen viele renommierte Unternehmen auf ein Sponsoring, wie man es normalerweise nur aus der Fußball-Branche kennt. Viele der Teams tragen während der Auftritte ihr eigenes Trikot, auf dem verschiedene Werbepartner zu sehen sind. Zwar ist der Trikotverkauf in der eSport-Branche eher gering, dennoch kann sich ein solches Sponsoring auszahlen.

Sennheiser, Windows oder Acer setzen schon auf diese Möglichkeit um mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen und Jugendliche Zocker an ihre Produkte zu bringen. Besonders Hardware ist im Bereich des eSports unverzichtbar und enorm wichtig. So wird von vielen Jugendlichen bewusst auf die Wahl der Tastatur, Maus oder des Headsets geachtet, um ihrem Idol so nahe wie möglich zu kommen und selbst dadurch ein wenig besser in einem Game zu werden.

eSports-Events und Messen besuchen

Wer sich einmal auf der GamesCom rumgetrieben hat, weiß wie viele Stände es in der Halle gibt. Auf kleinstem Raum werben Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Auch kleinere Unternehmen können hier punkten und die Ware an den Mann bringen.

Ratsam ist es hier ebenfalls wieder auf einen Profi-eSportler zu setzen und diesen mit an den Stand zu stellen. Oftmals im Stream auf Twitch.tv sprechen diese Profis mit ihren Fans über die verschiedensten Messen und Stände. Wer sich hier einen vielangesehen Streamer ins Boot holt, wird dies sicher nicht bereuen und eine ganze Menge an Menschen anziehen.

Viele Unternehmer betrachten dieses Vorgehen als Schwachsinnig, weil sie einfach unterschätzen, was für eine „Macht“ die Streamer auf die Zocker von Morgen haben. Das die Kids dabei durchaus gerne Geld in die Hand nehmen, um ihre Idole zu unterstützen, zeigt sich wieder auf den verschiedenen Streaming-Portalen, in denen man neben Spenden auch die sogenannte „Follow-Funktion“ einstellen kann. Während Spenden ab einem Euro losgehen, kostet ein Follow um die 5,00 Euro und zeigt, dass Jugendliche durchaus Geld in ihre Lieblinge investieren. Dafür erhalten die Zuschauer nicht einmal eine Gegenleistung die greifbar ist. Lediglich besondere Smileys und die Abschaltung der Werbung werden als Gegenleistung erbracht.