Arbeiten von Zuhause bleibt beliebt

Homeoffice: Das Arbeitsmodell der Zukunft?

Hamstern, Lockdown und Maske. Alles verbinden wir mit der Corona Pandemie. Doch rückte auch die Arbeit aus dem Homeoffice sehr stark in den Fokus der Gesellschaft. Ein Großteil der Bevölkerung musste im vergangenen Jahr die neue Erfahrung von  Homeoffice machen. Dabei fiel es einigen sehr gelegen von zuhause aus zu arbeiten, anderen dagegen fehlt die Arbeit in einem externen Büro. Nun soll die Homeoffice Pflicht enden und alles wieder langsam seinen herkömmlichen Lauf nehmen. Eine repräsentative Befragung der Krankenkasse DAK hat die ganze Thematik über die Arbeit im Homeoffice untersucht und damit wichtige Erkenntnisse für die Zukunft gesammelt.

Die repräsentative Umfrage hat 1000 Teilnehmer aus NRW nach ihren Erfahrungen im Homeoffice befragt. Das Ergebnis: von den Befragten können sich rund 57 Prozent vorstellen, in Zukunft mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Anzahl der Homeofficearbeit hat sich seit Beginn der Pandemie mehr als verdreifacht. So waren es noch vor der Pandemie ca. 15 Prozent Arbeitnehmer, die mehrfach die Woche im Homeoffice gearbeitet haben. Während der ersten und zweiten Pandemie-Welle war dagegen jeder Zweite der Befragten im Homeoffice tätig.

Produktiver im Homeoffice als im Büro?

Unter den Befragten Teilnehmern gaben ca. 85 Prozent an, dass sich die grundsätzlich dafür geeigneten Aufgaben zuhause genauso gut erledigen lassen wie am normalen Arbeitsplatz in der Firma. Außerdem waren fast 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie im Homeoffice sogar produktiver seien und sich die Arbeit wesentlich angenehmer gestalten lasse.

Steigende Work-Life Balance?

Eine sehr deutliche Erkenntnis der Umfrage war zudem die gestiegene Vereinbarkeit von Familie und Beruf (85 Prozent). Grund dafür könnte unter anderem der Wegfall des Arbeitsweges sein und die dadurch resultierende Zeit-Gewinnung, die 74 Prozent der Befragten als positiv angaben. Auch die Aufgabenverteilung über den Tag hinweg gesehen wurde von 63 Prozent der Befragten positiv hervorgehoben.

Auf der anderen Seite machten 78 Prozent der Befragten jedoch deutlich, dass ihnen der direkte Kontakt zu den Kollegen fehle und sich die Arbeit im Homeoffice schlecht vom Alltag trennen lasse. Besonders mit jüngeren Kindern komme es oft zu großer Ablenkung und fehlender Konzentration.

Wie sieht die Zukunft aus?

Zusammenfassend fallen die Befragungen über die Arbeit aus dem Homeoffice weitgehend positiv aus. Einzig und allein Ablenkung durch Kinder und der fehlende persönliche Kontakt zu Kollegen werden deutlich als negativ betitelt. Nun soll die Homeoffice Pflicht enden. Doch viele Unternehmen haben aus der Pandemie gelernt und überlegen das Homeoffice auch weiterhin als Arbeitsmöglichkeit anzubieten. Um dennoch den persönlichen Kontakt zu Kollegen nicht zu verlieren, wollen die meisten Unternehmen Hybrid-Modelle ermöglichen. Hier werden bspw. zwei feste Tage in der Woche für die Arbeit im Büro festgelegt, sodass die restlichen Tage frei wählbar bleiben. Damit besteht immer noch ausreichend Struktur und negative Aspekte des Homeoffice sollen sukzessive behoben werden.

Die Pandemie hat gezeigt, was alles möglich ist und woran dringend gearbeitet werden muss. Mit fortschreitender Digitalisierung werden jedoch immer mehr Möglichkeiten für die Arbeit aus dem Homeoffice geschaffen. Auch die breite Masse stimmt sich positiv für die Arbeit von Zuhause. Wir können also gespannt sein, wie sich dies in der Zukunft weiter entwickelt.

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Über den Autor

Autorenprofil: Aaron Gefeke

Aaron Gefeke

Bereits in der Schulzeit entstand bei Aaron großes Interesse für redaktionelle Tätigkeiten und dem Schreiben von Texten. Nach seinem Abitur 2020 entschied er sich dazu. durch verschiedene Praktika einen möglichsten großen Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten um sich somit persönlich weiterzuentwickeln. Durch ein Praktikum im Herbst 2020 konnte er bereits einige Erfahrung in der Welt der Startups und der Unternehmensgründung sammeln.
Seit Mai 2021 ist Aaron Praktikant unserer Online Redaktion von Gründer.de und ist somit als Redakteur vor allem für die Content-Erstellung zuständig. In seiner Freizeit betreibt er gerne Kraftsport und Yoga und liest besonders gerne Kriminalliteratur.

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