Manchmal muss man durchziehen – so funktioniert es

Wie du 80 Stunden und mehr pro Woche arbeiten kannst

Die Mär vom ewig arbeitenden Gründer hält sich hartnäckig – oder zählt das etwa zu den Vorurteilen, die wahr sind? Tatsächlich ist es so, dass man große Ziele meist nur mit dem entsprechenden Einsatz erreichen kann, und dazu zählt eben auch, dass man sich dem großen Berg Arbeit stellt, der sich immer wieder vor einem auftürmt.

Viele Angestellte können sich nur schwer vorstellen, wie Selbstständige es schaffen, 80 und mehr Stunden pro Woche zu arbeiten. Sie sind diejenigen, die in den sozialen Medien lustige Bildchen teilen, auf denen Figuren mit blutunterlaufenen Augen den Freitag und damit das Ende der Arbeitswoche herbeisehnen, und deren wahres Leben am Montagmorgen vermeintlich endet. Darüber kannst du als Selbstständiger nur lächeln, denn du hast zu deinem Business natürlich eine ganz andere Beziehung:

„Dem Glücklichen schlägt keine Stunde“

Warst du schon mal richtig verliebt? Erinnerst dich daran, wie schnell die Zeit verflogen ist, die du mit deiner liebsten Person verbracht hast, und wie lang die Stunden dir vorkamen, wenn ihr getrennt wart? Ähnlich ist es, wenn man ein Unternehmen gründet. Da es sich nicht um eine fremd bestimmte Arbeit handelt, sondern um deine eigenen Pläne und Ziele, die du verwirklichen willst, empfindest du die Arbeit auch nicht als Belastung. Im Gegenteil wirst du ein Kribbeln im Bauch spüren, wenn du dich an die Arbeit machst und die Besessenheit genießen, die dich am Ende zum Erfolg führen wird.

Wenn du eine neue Idee hast oder dir eine Lösung für eine deiner Herausforderungen einfällt, spürst du einen Adrenalinschub, der dich durch deine Arbeitsstunden trägt. Und das Beste an der Sache ist: Du arbeitest immer nur für dich selbst. Während ein Chef von deiner gesteigerten Arbeitsleistung und deinen Ideen direkt profitiert und dir nur nach Aufforderung eine kleine Gehaltserhöhung zukommen lässt, die meist nur einen Bruchteil des Mehrwerts darstellt, den du erzeugt hast, kommt jede Arbeit an deinem Business dir selbst zugute. Natürlich trägst du auch das unternehmerische Risiko, doch das sollte dir keine schlaflosen Nächte bereiten, sondern dich motivieren. 

Verfolge deine Vision

Im Vergleich zu deiner Arbeit als Angestellter verfolgst du mit deiner Gründung und der Arbeit an deinen Plänen deine eigene Vision: von deiner Lebensweise, deinem Berufsleben und auch dem Geld, das du verdienen willst. Deine Vision ist dein Leitstern, das Ideal, dem du folgst und das dir die Kraft gibt, deine Aufgaben zu meistern. 

Du weißt immer, wofür du dich anstrengst, und das macht es dir leicht, mehr Leistung zu erbringen, als es in deinem Angestelltendasein je denkbar gewesen wäre. 

Schäme dich nicht für deine Lebensweise

Je nachdem, wie viele Selbstständige, Gründer oder Angestellte du in deinem privaten Umfeld hast, wirst du verschiedene Arten von Resonanz auf deine ausgefüllte Arbeitswoche bekommen. Am einfachsten hast du es natürlich, wenn du andere Gründer in deiner Umgebung hast. So bekommst du motivierende Rückmeldung und Anerkennung für deinen Einsatz und lernst zudem am Beispiel anderer, dass sich die Mühe lohnt. Viele Leute mit normalen Jobs werden deine Lebensweise nicht verstehen. Das ist auch in Ordnung, du solltest dich nur von Sprüchen nicht verunsichern lassen, wie etwa: „Willst du denn nur noch arbeiten“, oder: „Bist du sicher, dass alles richtig läuft“, und ähnlichem. Keine Sorge, bei dir läuft alles richtig, und es gibt immer jemanden, der noch länger als du arbeitet – und so erfolgreich wird. 

Du brauchst die Rückendeckung deiner Lieben

Lebst du in einer Beziehung, wohnst du bei deinen Eltern oder hast du vielleicht sogar Kinder? Wer auch immer in deinem Umfeld lebt, musst dir unbedingt Rückendeckung geben, sonst wird es für dich schwierig, dein Pensum in arbeitsintensiven Zeiten durchzuhalten. Es geht nicht darum, dass deine Familie dich anfeuern soll, aber mit einem schlechten Gewissen lässt sich überhaupt nicht gut arbeiten. Sorge gleich für klare Verhältnisse und schaffe dir deine Freiräume für produktive Stunden. Besorge dir ein „Nicht stören“ Schild für dein Arbeitszimmer oder verlege dein Büro in einen Co-Working Space. Hier bist du unter Gleichgesinnten und bekommst meist richtig guten Kaffee.

Lerne, gut zu schlafen

Das persönliche Schlafbedürfnis ist individuell verschieden, doch Experten sind sich einig, dass man zwischen sechs und acht Stunden schlafen sollte, um perfekt ausgeruht zu sein. Wesentlich kürzer oder länger zu schlummern ist der Gesundheit abträglich, vor allem, wenn es auf Dauer geschieht. 

Vermeide es, vor dem laufenden Fernseher zu schlafen, weil dein Schlaf dann weniger tief und entspannend sein wird, und bedenke auch die möglichen, unerwünschten Auswirkungen von deinem Handy am Bett. 

Wenn du dich morgens zerschlagen fühlst, bist du vielleicht genau in der falschen Schlafphase aufgewacht. Mit einem entsprechenden Wecker, der dich zum perfekten Zeitpunkt weckt, fühlst du dich morgens viel entspannter, auch wenn du nicht länger geschlafen hast. Dafür musst du allerdings anstelle eines exakten Weckzeitpunkts ein Zeitfenster festlegen, in dem du geweckt werden willst. 

Finde einen Ausgleich – aber übertreibe es nicht

Es bringt nichts, die Phasen harter Arbeit als Selbstkasteiung zu erleben und auf „bessere Zeiten“ hinzuarbeiten. Dauerhafter Erfolg wird sich häufig nur durch dauerhaften Einsatz einstellen, als mache es zu deiner Lebensphilosophie, für dein Business alles zu geben. Achte jedoch immer darauf, einen Ausgleich zu schaffen und pflege dein soziales Leben! Die Stunden, in denen du nicht an den Job denkst, sind ebenfalls wichtig, denn hier tankst du Kraft. Das bedeutet jedoch nicht, dass du bis in die Morgenstunden im Club abhängst oder stundenlang der Netflix-Sucht frönst. Diese Zeit ist verschwendet.

Lebe gesund

Vielleicht wirst du eine Weile mit koffeinhaltigen Getränken und Pizza aus Pappschachteln auskommen, doch auf Dauer gesehen wird dein Körper es dir übel nehmen, wenn du nicht gut für ihn sorgst und ihm nicht die nötigen Nährstoffe verabreichst. Lebe so gesund wie möglich, achte auf deine Ernährung, trinke ausreichend Wasser und halte deinen Blutzuckerspiegel kontinuierlich auf einem guten Niveau! Du wirst überrascht sein, wie viel mehr du leisten kannst, wenn dein Körper gesund und optimal versorgt ist.

Wie du dabei genau vorgehst, ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Während der eine auf Low Carb schwört, wird der andere Vegetarier. Hauptsache ist, dass du dich bewusst ernährst, denn das hilft dir durch Zeiten der Anstrengung.

Hast du weitere Tipps für sehr fordernde Zeiten? Dann hinterlass doch einen Kommentar.

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Über den Autor

Manuela Hennig

Magistra der Philosophie, seit 11 Jahren selbstständig im DIY Bereich und seit 5 Jahren freiberufliche Texterin. Hat ein Faible für Marketing, Wordpress und glaubt daran, dass jeder erfolgreich sein kann – wenn er es richtig anpackt.

2 Antworten

  1. Achszig Wochenstunden zu arbeiten sind Unsinn. Viele rechnen das Aufstehen, die Essenszeiten, das Herumsitzen im Büro, die Zigarettenpausen, die Fahrten und Laufzeiten mit ein. Fast alle Menschen haben einen Lebenserhaltungsarbeitstag von 16 Stunden. Vom Aufstehen bis zum zu Bett gehen, ist der Tag bei fast allen Menschen mit Arbeit verbunden, oft mit körperlich harter Arbeit, Holz hacken, Fahren, Einkaufen, Putzen, Garten, Sport, selbst Unterhaltungen strengen an. Außerdem brauchen die meisten Menschen um die 8 Stunden Schlaf, um einen anstrengenden Tag gesund durchzustehen. Ausnahmsweise reichen auch 6 Stunden, aber auf Dauer würde es viele krank machen, damit hat niemand was verdient. Übrigens, ich bin selbständig, schon seit 25 Jahren. Gruß

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