Island hat's getestet! Aktuelle Details zur Vier-Tage-Woche

4-Tage- vs. 5-Tage-Woche: Vor- und Nachteile im Check

Bei der häufig angewendeten 5-Tage-Woche heißt es fünf Tage arbeiten und zwei Tage entspannen. Doch immer mehr Unternehmen fordern nun die Einführung einer 4-Tage-Woche und sehen viele Vorteile. Auch Gründer müssen vorher entscheiden, welches System sich besser umsetzen lässt. Der folgende Beitrag zeigt die Vor- und Nachteile der 4-Tage-Arbeitswoche, zeigt aktuelle Erkenntnisse aus Island von einem Test der 4-Tage-Woche und Zukunftspläne der Spanier. Zudem erklärt der Artikel den jeweiligen gesetzlichen Anspruch der Vier-Tage-Woche bzw. Fünf-Tage-Woche auf Urlaub und gibt Tipps zur Umsetzung.

5-Tage-Woche – Entstehung und Urlaubsanspruch

Wer sich fragt, warum gerade die 5-Tage-Woche heute oftmals angewendet wird, muss gedanklich ins Jahr 1908 zurückgehen. Bis zu dieser Zeit gab es generell eine 6-Tage-Woche, nur am Sonntag konnten die Arbeiter sich erholen. 1908 stellte dann eine Mühle in den USA ihr System auf eine 5-Tage-Woche um. Das heißt, auch am Samstag wurde nicht gearbeitet, da die größtenteils jüdischen Angestellten darum baten, samstags den Sabbat abhalten zu dürfen. Diesem Beispiel folgten viele weitere Firmen und in den 1930er-Jahren wurde daher die 5-Tage-Woche und nicht die 4-Tage-Woche flächendeckend eingeführt. Die neue Arbeitswoche als 40-Stunden-Woche sollte die Arbeitslosigkeit bekämpfen.

Bei der sogenannten 5-Tage-Woche werden also fünf Tage gearbeitet und zwei Tage haben die Arbeitnehmer frei. Die Arbeitsstunden liegen dabei laut Vertrag im Schnitt bei 35 bis 42 Stunden, durchgesetzt hat sich die 40-Stunden-Woche. Der gesetzliche Urlaubsanspruch liegt zudem bei 20 Werktagen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass Arbeitnehmer pro Jahr bei der 5-Tage-Woche mindestens vier Wochen Urlaub erhalten.

Welche Arbeitszeit gilt bei der 5-Tage-Woche?

Die maximal erlaubte Arbeitszeit liegt in der Regel für die 5-Tage-Woche bei acht Stunden täglich. Ausnahmsweise kann sie auf zehn Stunden erhöht werden, wenn es innerhalb von sechs Monaten zu einem Ausgleich kommt. Nach sechs Stunden Arbeitstätigkeit ist spätestens eine Pause einzulegen, wenn die Arbeitszeit pro Tag bis zu neun Stunden beträgt. Diese Pause muss dann mindestens 30 Minuten dauern. Wer länger arbeitet, muss dann mindestens 45 Minuten Pause machen. Dabei darf die Pause bei der 5-Tage-Woche auch gestückelt werden in Blöcke, die mindestens 15 Minuten lang sind.

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4-Tage-Woche – Entstehung und Urlaubsanspruch

Woher die Idee zur 4-Tage-Woche genau stammt, lässt sich im Gegensatz zur 5-Tage-Woche nicht genau bestimmen. Fakt ist aber, dass die kürzere Woche keinen spontanen Trend der Geschäftswelt darstellt. Denn das System mit 4 Arbeitstagen pro Woche wurde schon ausführlich getestet. Mit dabei waren sogar große Unternehmen, wie zum Beispiel Microsoft in Japan. Im Sommer 2019 testete die Firma das Konzept und konnte positive Ergebnisse feststellen, die Produktivität steigerte sich durch die 4-Tages-Woche um 40 Prozent. Und sogar für Startups kommt die 4-Tage-Woche in Frage. Das Berliner Unternehmen „Bike Citizens“ für Fahrrad-Navigationen setzt auf eine 36-Stunden-Woche ebenfalls an vier Tagen und hat diese Regelung der Vier-Tage-Woche nach erfolgreichem Test nun komplett übernommen.

Das Grundprinzip der 4-Tage-Woche ist es also 4 Arbeitstage pro Woche zu haben und 3 Tage frei. Ob sich dadurch bei einer kurzfristigen Umstellung die gesamte Stundenanzahl pro Woche verringert, kann der Arbeitgeber bei der Vier-Tage-Woche selbst festlegen. Allerdings liegt auch bei der 4-Tage-Woche der gesetzliche Urlaubsanspruch bei mindestens vier Wochen pro Jahr. Das sind bei vier Arbeitstagen pro Woche dann insgesamt mindestens 16 Urlaubstage bei der 4-Tages-Woche.

Die 4-Tage-Woche im Test: Erkenntnisse aus Island

Island hat seit 2015 in einem großen Experiment die Auswirkungen der verkürzten Wochenarbeitszeit genauer untersucht und dabei die 5-Tage-Woche abgeschafft. Dabei umfasste der erste Testlauf bis zu 2.500 Arbeitnehmer. Am zweiten Testlauf nahmen ab 2017 mehr als 400 Personen teil. Für Island ist das eine erhebliche Zahl, denn die gesamte arbeitende Bevölkerung liegt bei etwa 200.000 Personen. Die folgenden fünf Erkenntnisse der 4-Tage-Woche konnte Island im Vergleich zur 5-Tage-Woche ableiten:

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  1. Die Leistung und Produktivität sind bei der 4-Tage-Woche konstant geblieben.
  2. Die Anzahl der Überstunden ist im Vergleich zur 5-Tage-Woche nicht übermäßig angestiegen.
  3. Eine Umstellung auf die 4-Tage-Woche ist nicht so aufwändig wie befürchtet.
  4. Die Angestellten waren ohne diese 40-Stunden-Woche insgesamt weniger krankgeschrieben.
  5. Durch die 4-Tage-Woche nutzten viele Angestellte ihre Freizeit sinnvoll, zum Beispiel mit Sport.

Insgesamt zeigt sich also eine positive Entwicklung durch die 4-Tage-Woche, weshalb die Ergebnisse nun weiter ausgewertet werden. Um möglicherweise zukünftig die Abläufe komplett umzustellen und die 5-Tage-Woche in Island abzuschaffen.

Welches Land nutzt ab Herbst 2021 die 4-Tage-Woche?

Die 4-Tage-Woche ist seit Jahren ein internationales Diskussionsthema, doch Spanien macht jetzt den ersten Schritt. Denn dort soll die Vier-Tage-Woche jetzt tatsächlich eingeführt werden und zwar als Modellprojekt für ein Jahr. Die Idee dafür kam von Iñigo Errejon, Chef der kleinen Linkspartei Más País. Schon seit Monaten setzt er sich in Spanien für die Vier-Tage-Woche ein und ab Herbst soll es nun losgehen. Dafür arbeiten dann etwa 6.000 Mitarbeiter aus 200 hauptsächlich mittleren und kleineren Unternehmen einen Tag pro Woche weniger. Und verzichten damit auf die 5-Tage-Woche. Dabei sollen sie aber ihr volles Gehalt bekommen. Die Idee dahinter: Firmen schaffen mit der Vier-Tage-Woche neue Jobs in Spanien. Denn setzen fünf Beschäftigte jeweils einen Tag pro Woche aus, wird das Unternehmen eine zusätzliche Vollzeitkraft einstellen. Um die gesamte Arbeit in der 4-Tages-Woche und nicht in der 5-Tage-Woche erledigen zu können.

5-Tage-Woche – Vorteile

Vorteil 1 – mehr Zeit für mehr Leistung

Auch wenn vier Arbeitstage nicht zwangsläufig weniger Arbeitsstunden bedeuten, bleibt bei der regulären 5-Tage-Woche mehr Zeit für potenzielle Kundengespräche oder Arbeitsabläufe. Dabei kann der zusätzliche Tag im Gegensatz zur Vier-Tage-Woche zum Beispiel für mehr Umsatz oder generell höhere Verkaufszahlen sorgen. Gerade für Startups sollte der Service-Gedanke zum Aufbau von Kunden ganz oben stehen. Denn nicht alle Kunden oder Geschäftspartner lassen sich auf die nächste Woche vertrösten, somit ist der zusätzliche Tag bei 5-Tagewoche praktisch und besonders für große sowie zeitaufwendige Projekte ein Vorteil.

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Vorteil 2 – Gelassenheit durch Aufgaben-Aufteilung

Wenn am Anfang der Woche die Aufgaben verteilt werden, kann die 5-Tage-Woche innerlich für mehr Gelassenheit sorgen. Denn wenn Teile der Aufgaben nicht sofort gelingen oder wichtige Kunden nicht erreichbar sind, ist gefühlt noch mehr Zeit zur Erledigung vorhanden. Die einzelnen Tätigkeiten können in klar strukturieren Berufen dann eigenständig aufgeteilt werden, je nachdem, wie es am besten passt. Dieser Vorteil verhindert ein zu großes Stressgefühl und kann im Gegensatz zur 4-Tage-Arbeitswoche die Motivation steigern.

Vorteil 3 – Zeit für soziale Interaktion

Ein Gespräch an der Kaffeemaschine, eine verlängerte Mittagspause im Lieblingsrestaurant oder ein motivierender Austausch mit den Kollegen. Bei einer 5-Tage-Woche bleibt mehr Zeit für soziale Interaktionen mit den Kollegen am Arbeitsplatz. Natürlich darf die Arbeitszeit nicht darunter leiden, trotzdem muss nicht jede Sekunde der Arbeitswoche voll konzentriert am Schreibtisch verbracht werden. Das wiederum steigert die Stimmung und so kann die 40-Stunden-Woche ein Vorteil für die gesamte Arbeitsatmosphäre sein.

5-Tage-Woche – Nachteile

Nachteil 1 – mehr Zeit für Diskussionen

Wer mehr Arbeitstage und damit auch gefühlt mehr Zeit hat, der nutzt diesen Raum nicht unbedingt immer produktiv. Denn ein Nachteil der 5-Tage-Woche können zusätzliche Diskussionen oder nutzlose Meetings sein. Entscheidungen werden dabei möglicherweise verschoben, noch mehr Kollegen befragt und längst überfällige Projekte nicht abgeschlossen. Besonders im kreativen Bereich blockiert dieser Nachteil im Gegensatz zur Vier-Tage-Woche dann die Produktivität.

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Nachteil 2 – wichtige Termine sorgen für Ausfälle

Ein Termin beim Zahnarzt, eine Überprüfung der Feuermelder oder der Monteur kommt vorbei und repariert die kaputte Waschmaschine. Das sind alles Termine, die bei einer 5-Tage-Woche zu einem Ausfall der Mitarbeiter führen, da sie sich nicht problemlos auf das Wochenende verschieben lassen. Dieser Nachteil der Arbeitswoche wird besonders bei kleineren Unternehmen spürbar. Dort können nicht immer Kollegen einspringen, somit fehlt die Arbeitskraft im Gegensatz zur 4-Tage-Arbeitswoche für mehrere Stunden.

Nachteil 3 – Auswirkungen durch fehlende Erholung

Besonders in Berufen mit generell vielen Überstunden reichen zwei freie Tage pro Woche oft nicht für eine ausreichende Erholung. Dazu kommen in manchen Branchen noch die Arbeit bis spät in die Nacht oder eine ständige Erreichbarkeit. Dieser Nachteil der 5-Tage-Woche sorgt dann im schlimmsten Fall für Bluthochdruck oder weiteren schlimmen Folgeerkrankungen.

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Wer sich bei der 5-Tage-Woche nicht ausreichend erholen kann, leidet unter ständiger Müdigkeit.

4-Tage-Woche – Vorteile

Vorteil 1 – Steigerung der Motivation und Gesundheit

Ein Vorteil der 4-Tage-Woche ist die längere Erholungsphase der Mitarbeiter. Allein die Aussicht sorgt schon für einen großen Motivationsschub. Das Gefühl, mehr Freizeit zu haben, kann die Bereitschaft für Überstunden an den 4 Arbeitstagen pro Woche steigern. Die vorhandene Zeit wird produktiv genutzt, überflüssige Zeitfresser lassen sich oftmals streichen. Und die drei Tage zur Entspannung wirken sich wiederum positiv auf die Gesundheit aus. Die Mitarbeiter der Vier-Tage-Woche bekommen mehr Zeit zum Ausschlafen, für Hobbys oder gemeinsame Zeit mit der Familie. Krankheiten lassen sich besser auskurieren oder sogar verhindern.

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Vorteil 2 – Terminverschiebung auf den freien Werktag

Das Auto muss in die Werkstatt, die Küche wird geliefert oder ein Besuch beim Arzt steht an. Diese Termine lassen sich auf den freien Tag unter der Woche verschieben und stehen damit für einen wichtigen Vorteil der 4-Tage Woche. Denn der Mitarbeiter fällt bei 4 Arbeitstagen pro Woche so nicht stundenlang aus an den übrigen Tagen und verpasst keine wichtigen Termine in der Firma. Das erspart bei der Vier-Tage-Woche wiederum lange Diskussionen oder Rechtfertigungen beim Vorgesetzten und damit auch durch die 4-Tages-Woche den Stress, einen Termin exakt einhalten zu müssen.

Vorteil 3 – Attraktivität der Firma steigt

Die 4-Tage-Woche ist selten und hat sich insgesamt auf dem Arbeitsmarkt noch nicht durchgesetzt. Deshalb können Startups, aber auch etablierte Firmen, dieses Angebot gut bei der Mitarbeiter-Suche mit einbringen. Denn sie erscheinen durch eine Vier-Tage-Woche besonders innovativ und flexibel. Zum Beispiel bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften kann dieses Argument für Bewerber entscheidend sein. Zusätzlich könnte sich der Vorteil auch bei der Mitarbeiterbindung zeigen, wenn die Angestellten bei 4 Arbeitstagen pro Woche seltener kündigen und mit ihrer Work-Life-Balance zufrieden sind.

4-Tage-Woche Nachteile

Nachteil 1 – Zeitersparnis an der falschen Stelle

Will ein Unternehmen viel Zeit einsparen, um so die 4-Tage-Woche einhalten zu können, kann die Zeit an der richtigen Stelle fehlen und sich zum Nachteil entwickeln. Wenn zum Beispiel die kurzen Gespräche zwischen den Kollegen ausfallen müssen, kann sich das auf die gesamte Stimmung auswirken. Und wenn der fehlende Tag bei 4 Arbeitstagen pro Woche dazu führt, dass alle ihre Aufgaben nicht schaffen, sorgt das wiederum zu vielen Überstunden. Diese Überstunden bei der Vier-Tage-Woche können dann die Produktivität insgesamt bremsen, weil sich die Angestellten überfordert fühlen und auch an den freien Tagen geistig nicht abschalten.

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Nachteil 2 – für manche Branchen nicht umsetzbar

So innovativ die Idee der 4-Tage-Woche auch klingt, sie ist für manche Branchen nicht immer umsetzbar. Da der Großteil der Kunden und auch die Konkurrenz das Konzept nicht nutzen, macht sich das System im Gegensatz zur 5-Tage-Woche dort schnell als Nachteil bemerkbar. Ein zusätzlicher freier Tag bedeutet bei der Vier-Tage-Woche auch ein Tag ohne abgeschlossene Verträge, ohne Verkauf von Produkten. Somit kann die Konkurrenz diese 4 Arbeitstage pro Woche ausnutzen.

Nachteil 3 – für Startups sinnlos

Auch für Startups ist die Umsetzung der 4-Tage-Woche generell schwierig. Besonders in der Startphase müssen Gründer mit Service und Flexibilität beim Kunden punkten. Das ist schwer umsetzbar, wenn ein kompletter Tag pro Woche direkt zu Beginn weg fällt. Ryan Carson, der Gründer der Weiterbildungsfirma Treehouse, geriet deshalb im Jahr 2015 schnell an seine Grenzen. Auf dem Kongress GrowthLab berichtete er von seinen Problemen und den Nachteilen der Vier-Tage-Woche. Durch die Umstellung musste der Gründer 65 Stunden pro Woche arbeiten. Seine Mission und seine Geschäfte litten unter der verkürzten Arbeitswoche.

Tipps – Von 5-Tage-Woche auf 4-Tage-Woche

Wer das Modell der 5-Tage-Woche in seinem Unternehmen auf die 4-Tage-Woche umstellen möchte, sollte für eine erfolgreiche Umsetzung einige Tipps beachten:

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  • Das neue System der Vier-Tage-Woche kann nicht von heute auf morgen funktionieren. Deshalb ist es sinnvoll, eine Übergangsphase für die 4-Tages-Woche einzuplanen.
  • Alle Mitarbeiter sollten gemeinsam Strategien entwickeln, wie die Umstellung der 5-Tage-Woche gelingt. Es stärkt die Motivation, wenn sich die Ziele gemeinsam erreichen lassen.
  • Alle Kunden und Geschäftspartner müssen den neuen Plan der zukünftigen 4-Tage-Woche kennen.
  • In der Dienstleistungsbranche lohnt es sich ein Schichtsystem einzuführen, damit der Service und die Erreichbarkeit innerhalb der Arbeitswoche weiterhin gewährleistet sind.
  • Der Chef geht mit gutem Beispiel voran: 4-Tage-Woche heißt also auch an einem freien Tag keine Emails oder Anfragen an die Mitarbeiter verschicken. Denn so entsteht der Eindruck, dass auch die Mitarbeiter den freien Tag selbstverständlich als Arbeitstag nutzen sollen.

Fazit: Die Branche bestimmt das System

Die 4-Tage-Woche ist praktisch und kann unter bestimmten Voraussetzungen die Produktivität steigern. Allerdings ist die Vier-Tage-Woche nicht für jede Branche umsetzbar. Wenn deine Verkäufe oder die Produktion darunter leiden, dann funktioniert eine Umstellung auf eine andere Arbeitswoche nicht. Oder solltest du gerade ein Startup aufbauen, ist die klassische 5-Tage-Woche sinnvoller, da mögliche Kunden und Geschäftspartner deine Flexibilität und Erreichbarkeit schätzen werden. Generell macht es Sinn, die Ausgangslage genau zu analysieren. Und eine mögliche Testphase kann dann zeigen, ob alle Kollegen mit der 4-Tage-Woche produktiver arbeiten können.

Häufige Fragen (FAQ) zur 4-Tage-Woche & 5-Tage-Woche

Welches Land hat die 4-Tage-Woche?

Island hat von 2015 bis 2021 die 4-Tage-Woche getestet und positiv bewertet. Auch Spanien macht jetzt den ersten Schritt. Denn dort soll die 4-Tage-Woche jetzt tatsächlich eingeführt werden und zwar als Modellprojekt für ein Jahr. Das Projekt startet ab Herbst 2021.

Wie funktioniert die 4-Tage-Woche?

Das Grundprinzip der 4-Tage-Woche ist es also 4 Arbeitstage pro Woche zu haben und 3 Tage frei. Ob sich dadurch bei einer kurzfristigen Umstellung die gesamte Stundenanzahl pro Woche verringert, kann der Arbeitgeber selbst festlegen. Allerdings liegt der gesetzliche Urlaubsanspruch bei mindestens vier Wochen pro Jahr. Das sind bei vier Arbeitstagen pro Woche dann insgesamt mindestens 16 Urlaubstage.

Woher kommt die 5-Tage-Woche?

Bis 1908 gab es generell eine 6-Tage-Woche, nur am Sonntag konnten die Arbeiter sich erholen. Dann stellte eine Mühle in den USA ihr System auf eine 5-Tage-Woche um. Diesem Beispiel folgten viele weitere Firmen und in den 1930er-Jahren wurde daher die 5-Tage-Woche flächendeckend eingeführt. Die neue Arbeitswoche sollte die Arbeitslosigkeit bekämpfen.

Welche Arbeitszeit gilt bei der 5-Tage-Woche?

Die maximal erlaubte Arbeitszeit liegt in der Regel für die 5-Tage-Woche bei acht Stunden täglich. Ausnahmsweise kann sie auf zehn Stunden erhöht werden, wenn es innerhalb von sechs Monaten zu einem Ausgleich kommt. Nach sechs Stunden Arbeitstätigkeit ist spätestens eine Pause einzulegen, wenn die Arbeitszeit pro Tag bis zu neun Stunden beträgt.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

4 Antworten

  1. Super guter Artikel! Ich bin absolut der Meinung, dass die 5 Tage-Woche mit 2 Tagen zum Wochenende überhaupt nicht im Verhältnis steht. Aber ich denke auch leider, trotz der guten Gründe dafür, wird es sich leider nicht festigen und durchsetzten.

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