Public Domain CC0 / pixabay.com

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Dass Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt gilt, ist bekannt. Daran wird sich in Zukunft auch nicht viel ändern, denn Deutschland hält genügend Patente inne, um die wirtschaftliche Stärke auch in Zukunft aufrecht zu erhalten.

Der Einfallsreichtum deutscher Ingenieurskunst und die damit verbundene Innovationskraft deutscher Unternehmen werden weiterhin die Basis für überragende Exportleistungen technisch hochentwickelter Güter bilden und weiterhin Reichtum in unser Land schwemmen.

Ebenso dürfte bekannt sein, dass Deutschland nicht gerade bereit ist, diesen Reichtum gerecht zu verteilen. Während hochrangige Manager ihre Millionen-Gehälter am Fiskus vorbei ins Ausland schaffen und sich somit jeglicher sozialen Verantwortung entziehen, wird der Mittelstand immer kleiner und in den einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung ist Kinderarmut kein Fremdwort mehr, sondern bereits flächendeckende Realität.

Als nicht neu darf auch behauptet werden, dass die Politik ihrer Aufgabe für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, nicht mehr nachzukommen bereit scheint. Vielmehr scheint sie willfährig gegenüber den kapitalkräftigen Konzernen und vor allem gegenüber einer verantwortungslosen und gierigen Finanzwirtschaft zu sein.

Kein Wunder also, dass viele private Haushalte darauf angewiesen sind, ihre Existenz mit zusätzlichen Nebeneinkünften zu sichern. Gerade alleinerziehende Mütter, die nach wie vor ihre Einkünfte aus einer Halbtags-Beschäftigung bekommen und auf Hartz4-Niveau aufstocken lassen müssen (das Armutszeugnis schlechthin für einen reichen Sozialstaat), suchen händeringend nach Möglichkeiten, z.B. durch Heimarbeit etwas dazu zu verdienen.

Aber auch hier sind das Ausnutzen der Hilfsbedürftigkeit und skrupellose Ausbeutung keine Fremdworte. Der größte Widerstand gegen die bevorstehende Einführung eines Mindestlohns kam bekanntlich aus der Industrie – aus Gründen der Gewinnmaximierung (s.o. bei Manager-Gehältern).

Heimarbeit als Chance

Welche Möglichkeiten bieten sich nun an, einkommensschwachen Mitmenschen (!) zumindest etwas unter die Arme zu greifen und ihrem weiteren Absinken in die Armut entgegen zu wirken? Heimarbeit im herkömmlichen Sinne (wie z.B. das bekannte und doch meist in betrügerischer Absicht offerierte Zusammensetzen von Kugelschreibern) wird nicht mehr allzu häufig angeboten.
Das lange Zeit favorisierte Multi-Level-Marketing, das oft wenige Einkünfte, dafür aber die Zerrüttung von Freundschaften nach sich zog, kann als Erfolgsmodell kaum noch herhalten.

Geld verdienen mit Heimarbeit wird mittlerweile vorwiegend Internet-basiert angeboten. Hierbei gleicht vieles dem Multi-Level-Marketing und die Unterscheidung zwischen legalen und funktionierenden Möglichkeiten lässt sich nicht immer leicht von den verbotenen Schneeball-Systemen unterscheiden, bei denen meist eine Einstiegsgebühr verlangt wird, die man dann für alle Zeiten abschreiben kann.

Diese Systeme sind so ausgelegt, dass nur die Initiatoren viel verdienen können, wobei das auf Kosten aller später geworbenen Teilnehmer geht, die ihrerseits aber keine Chance haben, Einnahmen für sich zu generieren. Notwendigerweise sollte man daher generell allen Angeboten mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen und vor allem die Impressen und AGB einer sehr genauen Prüfung unterziehen.

Nahezu alle Strategien, mit denen durch Heimarbeit Zusatzverdienste angestrebt werden können, beruhen auf dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Hierbei muss es sich nicht zwangsweise um die Eigenen handeln. Etliche Programme basieren auf Provisionsbasis und sind dem Empfehlungsmarketing zugeordnet.

Im Gegensatz zu den MLM-Varianten muss hier jedoch nicht der Bekannten- und Freundeskreis eingespannt werden, vielmehr setzen sich die Zielgruppen  größtenteils aus noch unbekannten Internet-Nutzern zusammen. Um diese zu erreichen und für die eigenen Angebote zu begeistern, stehen etliche Marketing-Methoden zur Verfügung.

Hier ist vor allem das Direktmarketing per E-Mail zu nennen, wobei auch das einiger Vorbereitungen bedarf. Ideal ist die Einrichtung einer eigenen Webseite, die zunächst dank verschiedener Homepage-Baukästen selbstständig und vor allem kostenfrei erstellt werden kann.

Mit sogenannten Landing-Pages geht man nun auf Kundenfang oder besser gesagt man fängt an E-Mail-Adressen von potentiell interessierter Kunden zu sammeln, die sich in einen Newsletter-Verteiler eintragen und so bei Bedarf angeschrieben werden dürfen, ohne dass man die rechtlichen Vorgaben hinsichtlich des sogenannten Spam-Verbotes verletzt. Eine „alte Weisheit“ des Internet-Marketings lautet: Das Geld liegt in der Liste (eingetragener Newsletter-Empfänger).

Nun kann man sich als Affiliate (Empfehlungsgeber) bei den verschiedensten Programmen bewerben und Provisionen für allerlei Verkäufe erhalten, ohne zuvor nennenswerte finanzielle Investitionen geleistet zu haben.

In gleicher Weise ist beispielsweise der Verkauf über eBay möglich und die Methode des „Dropshipping“ erlaubt den Verkauf von Waren, die man selbst nie zu Gesicht bekommt. Die Hersteller oder Händler liefern dabei direkt an den Kunden und wickeln alle weiteren logistischen und bürokratischen Vorgänge selbständig ab, einschließlich der anfallenden Provisionsabrechnungen.

Online Geld verdienen für Anfänger

Wer sich die Erstellung einer Webseite und deren zugehörige Datenbank-Pflege nicht zutraut, dem bleiben weitere Möglichkeiten online Geld zu verdienen. Heimarbeit hat viele Gesichter.

Bewährte Methoden, die ebenfalls keinen finanziellen Einsatz benötigen, sind Verbraucher-Umfragen und die Teilnahme bei Portalen, die Werbung über das Internet streuen und Mitglieder suchen, die Werbemails empfangen und für deren Erhalt und nachweislicher Wahrnehmung geringe geldliche Vergütungen erhalten.

Beide Möglichkeiten bieten keine hervorragenden Einkommensmöglichkeiten, aber auch hier lassen sich mit kontinuierlicher Mitarbeit Beträge erwirtschaften, die eventuell die Haushaltskasse aufbessern oder gar anderwärtig gewinnbringend eingesetzt werden können, beispielsweise als Startkapital für eigene Affiliate-Seiten, wie sie oben angesprochen wurden.

Darüber hinaus werden bei diesen Paidmail-Diensten und Umfrage-Portalen Zusatz-Beträge für das Werben neuer Mitglieder in Aussicht gestellt. Ein entscheidender Vorteil ist dabei, dass es sich in der Regel um zeitlich unbegrenzte Vergütungen handelt und diese anteiligen Vergütungen als sogenanntes passives Einkommen gelten, das keiner weiteren Arbeit bedarf.

Verwandt mit Paidmail-Diensten sind Bonus-Portale, die ebenfalls bezahlte Mails im Programm haben, aber mehr auf Einspar-Möglichkeiten ausgerichtet sind, ähnlich wie bei den bekannten Payback-Einrichtungen.

Darüber hinaus erhält man für das Werben neuer Mitglieder gleichermaßen „Lifetime“-Vergütungen, und die zusätzlichen Rabatte für einen Kauf über Bonus-Portale können ebenfalls als eine Art Heimarbeits-Verdienst angesehen werde.

Das Internet bietet reichlich Gelegenheiten, Geld auszugeben, aber auch viele Varianten, Geld zu verdienen. Für Menschen mit Fachwissen, die zudem über eine fehlerfreie Rechtschreibung und eine gute Ausdrucksweise verfügen, bieten sich Text-Broker an, die für das Verfassen von Artikeln oder Webseiten-Inhalten teilweise sehr gut bezahlen.

Viele Unternehmen wollen es sich nicht leisten, für diese Arbeiten zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen und lagern daher solche Aufgaben aus. Mitunter ist aufgrund der Fülle dieser Angebote die realistische Chance gegeben, sich ein zweites berufliches Standbein aufzubauen. Etliche Programmierer haben das bereits erfolgreich getan.

In solchen Fällen können sogar die Grenzen zwischen Haupt- und Nebenverdienst verwischen, denn gute Leistungen werden nach wie vor angemessen honoriert. Der Strukturwandel in der Arbeitswelt tut sein Übriges um diese Entwicklung zu beschleunigen und dafür dass das „Home-Office“ nicht mehr länger als fremdartiger Begriff gilt.

Die notwendige Bereitschaft, sich beruflich und privat permanent weiter zu bilden, kann als reelle Chance begriffen werden, auch mit Heimarbeit so manches zu erreichen.

Vorsicht statt Nachsicht

Sofern man sich neu im Metier Heimarbeit ausrichten will und noch über keine große Erfahrung verfügt, ist es aber unter allen Umständen ratsam, Angebote auf Herz und Niere zu prüfen, um nicht übervorteilt zu werden.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de

Existenzbedrohung – Nebeneinkünfte per Heimarbeit
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