Bartpflegeprodukte machten ihn "Außergewöhnlich Erfolgreich"

So wurde Agrie Ahmad zu „Der Bartmann“

Was muss man tun, um sich einen so hippen Bart wachsen zu lassen wie Agrie Ahmad? Er nennt sich den „Bartmann“ und musste lange herumprobieren, bis es bei ihm endlich klappte. Richtig gleichmäßig wuchs sein Bart erst, als er ungefähr 22 Jahre alt war, bis dahin reichte es nur zum Dreitagebart. Und doch brachte ihn seine Liebe zum Bart zum Erfolg: Der Bartmann ist heute einer der erfolgreichsten Influencer in Sachen Bartpflege und seit Januar 2020 Inhaber eines der bestbesuchten deutschen Barbershops.

Der Bart-Boom startete 2014

Agrie, alias „Der Bartmann“, studierte damals Business Management in Mannheim und kam während eines Praxissemesters in Karlsruhe auf die Idee, einen YouTube-Kanal zu eröffnen. Sein Thema: Der Bart beziehungsweise die Bartpflege. Die Idee kam ihm ganz spontan. Damals war es ein neuer Trend, sich einen Bart wachsen zu lassen, auch bei Agrie. Er recherchierte im Internet nach Bartpflegeprodukten und Tipps zur Bartpflege – aber im deutschsprachigen Raum gab es nichts dergleichen, dafür aber jede Menge Schmink- und Stylingtipps für Frauen. Es folgten erste Selbstversuche und Gespräche mit Profis, nach und nach kamen die Erfahrungen und eigene Ideen. Vorher hatte er bereits ein paar Internetprojekte gemacht, denn Online-Marketing war schon immer sein Ding. Dann wurde er auf Parties immer wieder auf seinen Bart angesprochen, gefragt, wie er ihn pflegt oder wie er die Konturen rasiert. Da erkannte Agrie die Lücke im Internet und gründete einen YouTube-Kanal. Er zog von Karlsruhe nach Berlin und legte los. 

Mit Kooperationen zu den ersten Einnahmen

Agrie, alias Der Bartmann, hat sich bewusst für eine Branche entschieden, in der noch Potenzial schlummert. Mit seinem iPhone 5 drehte er sein erstes Video, in dem er anderen zeigte, wie er seinen Bart pflegt. Zuerst gab es viel Gelächter und Unverständnis von Freunden und Familie, aber es machte ihm Spaß, vor der Kamera zu stehen. Es folgten weitere Filme über das Waschen, Föhnen und Färben des Bartes. Er war noch Student und hatte Zeit, sich zu entfalten und keinen Druck, viel Geld zu verdienen. Als er die erste Kooperation bekam, mit der er Geld verdiente, dachte er sich: „Das macht Spaß, es bringt Geld, da mach’ ich weiter.“

Zu Beginn war Agrie sein eigenes Model. Er testete alles vor laufender Kamera an sich selbst aus: Zum Beispiel diverse Bartöle, die er in England, Irland und Amerika bestellt hatte, denn zu der Zeit gab es in Deutschland keinen Markt für Bartpflege. In seinen Videos zeigte er außerdem, wie Promis mit und ohne Bart aussehen, dokumentierte Besuche bei Barbieren – eben alles rund um das Thema Bart. Die Zahl seiner Follower war zunächst noch recht klein, aber zielgerichtet. Sie waren männlich, mindestens 18 Jahre alt und hatten Bärte. Langsam wurde er in der Bartszene bekannt. Er testete Barbiere und bewertete sie, mit dem Ergebnis, dass diese ihn kurz darauf begeistert anriefen und berichteten, dass plötzlich Leute aus 300 km Entfernung kämen und unbedingt von ihnen die Bärte und Haare geschnitten haben wollten.

Die ersten 100 Flaschen Bartöl

Reich wurde Agrie damit jedoch noch nicht. Er kam mit Nichts nach Berlin und fing dort ein Praktikum in einem Startup-Unternehmen an. Da ging es um Pflegeprodukte für Frauen. Irgendwann fragte er sich, warum er das nicht für sich selbst macht. Den Bedarf auf dem Markt hatte er gesehen und das Interesse an seinen Videos stieg – aber es gab trotzdem keine Pflegeprodukte für Bärte. In den ersten Monaten konnte er sich durch eine Kooperation mit einem Online-Shop, der Bartpflegeprodukte aus dem Ausland importierte, finanziell über Wasser halten. Der Bartmann machte vier Videos im Monat, in denen er die Produkte erwähnte, weitere Kooperationen kamen dazu. 

Aus der Idee, eigene Produkte zu produzieren und diese auf seiner Plattform zu bewerben, wurde schnell Realität. Agrie tat sich mit einer Apothekerin in Karlsruhe zusammen, testete verschiedene Produkte und startete seine Kleinproduktion. Zunächst bestellte er 100 Flaschen und beklebte sie selbst mit Etiketten, denn Geld für den Druck hatte er keins. Er hatte seinen eigenen kleinen Online-Shop, den er in seinen Videos bewarb – und die Bestellungen kamen prompt.

Zunächst verpackte er die Pakete noch selbst und brachte sie zur Post, aber die Nachfrage stieg rasant. Schnell waren es 70 bis 80 Pakete am Tag. Er arbeitete die Wochenenden durch, doch als es dann 300 Pakete am Tag wurden, vertrieb er seine Ware über Amazon. Damit konnte er zwar seinen Lebensunterhalt gut bestreiten, aber nicht weiter wachsen, da er die Einnahmen nicht reinvestieren konnte, um weitere Produkte auf dem Markt zu launchen. Das Problem war, dass für weitere Lizenzen einige Tests hätten gemacht werden müssen, die sehr teuer sind.

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Über den Autor

Autorenprofil: Katharina Schell

Katharina Schell

Bereits gut die Hälfte ihrer Lebenszeit ist Katharina als Journalistin aktiv, denn sie startete mit 15 Jahren als freie Journalistin in der Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau. Nach ihrem Abitur 2010 folgte ein sehr praxisnahes Bachelorstudium der Medienwissenschaft an der Universität Siegen. Während des Studiums absolvierte sie Stationen bei Bild.de sowie in Fernsehproduktionen für ARD und ZDF. Danach entschied sie sich 2013 für ein Volontariat bei inside-digital.de und baute in den Jahren danach als Chefredakteurin unter anderem das Magazin von handy.de auf. Seit Dezember 2019 verantwortet sie als Redaktionsleitung und Portalmanagerin die redaktionelle Gestaltung von Gründer.de.

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