So gründest du deinen eigenen Malerbetrieb und machst das Leben bunter

Selbstständig machen als Maler und Lackierer: Das musst du beachten

Der Beruf als Maler und Lackierer ist im wahrsten Sinne des Wortes bunt, denn er beinhaltet nicht nur – wie es viele fälschlicherweise annehmen – das Streichen von Wänden. Längst hat sich das Leistungspektrum erweitert, denn die traditionelle Handwerk-Branche geht mit der Zeit. Wir räumen mit klassischen Irrtümern auf und verraten, welche Anforderungen du erfüllen musst, um dich als Maler und Lackierer selbstständig zu machen. Zudem liest du, welche Formalitäten es zu bewältigen gilt und wie du dich als dein eigener Chef langfristig am Markt behaupten kannst.

Grundsätzlich sind Maler und Lackierer viel gefragte Handwerker. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn neue Gebäude gebaut oder alte renoviert werden müssen. Doch die hohe Nachfrage bringt auch einen harten Wettbewerb mit sich, welcher die Neugründung von Betrieben vor gewisse Herausforderungen stellt. Es gilt daher einige fachliche sowie persönliche Voraussetzungen zu erfüllen, damit du dich als Maler und Lackierer erfolgreich selbstständig machen kannst.

Erfolgsaussichten für deinen Malerbetrieb

Malerbetriebe hatten es in der näheren Vergangenheit nicht immer leicht: die Finanzkrise von 2008/09 hat vielen von ihnen übel mitgespielt. In den vergangenen zehn Jahren waren die Zahlen daher tendenziell rückläufig. Gab es 2010 noch über 42.000 Betriebe, so sind es laut Statista inzwischen rund 2.000 weniger. Jedoch ist zu beobachten, wie sich die Wirtschaft erholt hat, denn es wird wieder deutlich mehr in relevante Renovierungsarbeiten investiert. So stiegen die durch Maler und Lackierer erzielten Jahresumsätze in den letzten Jahren auf über 11 Milliarden Euro an.

Selbstständig machen als Maler und Lackierer 2020: Ein guter Zeitpunkt?

Ist die eine Krise überstanden, steht direkt die nächste vor der Tür. Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die langfristigen Folgen sind derzeit noch kaum abzusehen. Die Handwerk-Branche ist dabei in Teilen auch betroffen, denn Maler und Lackierer können schlecht aus dem Homeoffice heraus arbeiten. Auf der Baustelle ist der Kontakt mit anderen Arbeitern nur schwer zu vermeiden und das Infektionsrisiko dementsprechend hoch. Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Virus haben vorübergehend viele handwerkliche Tätigkeiten verboten. Ist ausreichend Sicherheitsabstand gewährleistet, dürfen Handwerker wie Maler und Lackierer jedoch weiter wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen.

Fachliche Kompetenzen: Auch ohne Meisterpflicht selbstständig machen?

In der Handwerksordnung ist gesetzlich festgelegt, dass das Malerhandwerk zulassungspflichtig ist. Das bedeutet: für eine selbstständige Tätigkeit gilt die Meisterpflicht. Es gibt jedoch Wege, wie du dich als Maler und Lackierer auch ohne Meistertitel selbstständig machen kannst.

Meister durch Altgesellenregelung anerkennen lassen

Laut Paragraf 7b der Handwerkordnung kannst du auch ohne eine entsprechende Ausbildung zum Meister anerkannt werden. Damit du dich auf die sogenannte Altgesellenregelung berufen kannst, muss du mindestens sechs Jahre Berufserfahrung – wenigstens vier davon in leitender Position – vorweisen können. Nach einer Prüfung der Handwerkskammer kannst du mit einer Ausübungsberechtigung deinen eigenen Betrieb gründen.

Meister im eigenen Betrieb einstellen

Eine weitere Lösung kann die Einstellung eines Meisters in leitender Position in deinem Betrieb sein. Hier benötigst du also Unterstützung von einem nachweislich erfahrenen Handwerker. Es mag ein bisschen paradox erscheinen, dass du bereits einen Mitarbeiter einstellen musst, um den Betrieb überhaupt zu gründen, doch in der Umsetzung funktioniert dies meist problemlos.

Ausnahmebewilligung beantragen

Die dritte und meist sehr aufwändige Option ist der Erlass einer Ausnahmebewilligung. Für eine Beantragung musst du Kenntnisse und Fertigkeiten im Malerberuf nachweisen können. Zudem bist du dazu verpflichtet, dein Tätigkeitsgebiet auf grundlegende Malerdienstleistungen zu beschränken. In Einzelfällen musst du auch nachweislich bestätigen können, dass das Ablegen einer Meisterprüfung für dich unzumutbar ist. Die Gesetzeslage lässt der Handwerkskammer und anderen Behörden hier viel Spielraum, um jeden Fall individuell zu bewerten. Wenn du diesen Weg in Erwägung ziehst, solltest du bei der Planung unbedingt die teils langen Bearbeitungszeiten deiner Anträge berücksichtigen.

Was du als selbstständiger Maler und Lackierer mitbringen solltest

Neben den fachlichen Kenntnissen solltest du auch einige persönliche Anforderungen erfüllen, wenn du dich als Maler und Lackierer selbstständig machen willst. Zu allererst musst du dir darüber bewusst sein, dass der Schritt in die Selbstständigkeit jede Menge Risiken birgt. Rückschläge liegen in der Natur der Sache und müssen von dir souverän gemeistert werden. Zu diesem Zweck benötigst du eine hohe Stresstoleranz und die entsprechende Motivation dafür, Probleme zu lösen. Dabei bist du stets bereit – besonders in der Anfangsphase – Überstunden einzulegen. Jeder Gründer muss seine Arbeit genug lieben, um ihr das eigene Privatleben unterzuordnen, wenn es notwendig ist. Als Selbstständiger und gegebenenfalls auch Arbeitgeber trägst du jede Menge Verantwortung, der du gerecht werden musst.

Detaillierten Businessplan erstellen

Um einen eigenen Malerbetrieb zu gründen, solltest du zuerst einen professionellen Businessplan erstellen. Hierfür benötigst du ein gewisses betriebswirtschaftliches Grundwissen, das du dir zum Beispiel im Rahmen spezieller Gründer-Workshops aneignen kannst. Bei deiner Planung gilt es zunächst, eine aussagekräftige Standort- und Marktanalyse durchzuführen. Diese hilft dir maßgeblich bei der Ausarbeitung deiner konkreten Geschäftsidee. Als Maler und Lackierer solltest du dir vor allem Fragen stellen wie:

  • Wie groß soll mein Aktionsradius sein und wie viele potentielle Kundinnen und Kunden umfasst dieser?
  • Gibt es viele Bau- beziehungsweise Renovierungsprojekte in meinem Gebiet?
  • Existiert eine Angebotslücke, die die Konkurrenz bisher nicht füllen kann und macht eine dementsprechende Spezialisierung Sinn?
  • Wodurch soll sich mein Betrieb auszeichnen? Was kann ich als Alleinstellungsmerkmal besonders hervorheben?
  • Gibt es in der Nähe Fachgeschäfte, von denen ich meine Arbeitsutensilien beziehen kann?
  • Finde ich auf dem regionalen Arbeitsmarkt qualifiziertes Personal für mein Unternehmen?

Businessplan erstellen in 10 Schritten

Schritt 1: Idee, Angebot und die Zielgruppe

Im ersten Kapitel gibst du direkt einen ersten Eindruck davon, wie das Konzept deines Unternehmens aussehen soll. Was ist deine Grundidee? Wie kannst du anderen mit deiner Idee helfen und was genau ist dein Ziel? Das solltest du sehr präzise bestimmen und beschreiben können. Darüber hinaus solltest du dir genau überlegen, wer deine Zielgruppe ist und diese ebenfalls konkret definieren. Damit wird es dir im folgenden Kapitel leichter fallen, eine Marktanalyse anzufertigen.

Schritt 2: Markt und Wettbewerb

Hier geht es darum, sich intensiv mit dem Markt und den Mitbewerbern auseinanderzusetzen. Wie groß ist der Markt? Lohnt es sich hier ein Business zu starten? Mache dir bewusst, welche Wettbewerber du hast. Damit du nicht schon zu Beginn des Markteintritts stark mit diesen zu kämpfen hast, solltest du dir überlegen, was du besser machen kannst. Fertige die Analyse so detailliert wie nur möglich an, um perfekt auf deinen Start ins Business vorbereitet zu sein.

Schritt 3; Visionen und Ziele bestimmen

Besonders wichtig für dich als Unternehmer und für dein restliches Team ist es, genau Ziele und Visionen festzulegen, auf die ihr gemeinsam hinarbeiten könnt. Nur wenn du dieses Ziel einmal mit deinem Team oder deinen Gründern festgelegt hast, ist es dir möglich, die darauf abgestimmten Maßnahmen festzulegen. Sie geben dir eine Richtung vor, auf die eine Strategie aufgebaut werden kann.

Schritte 4: Deine Strategie

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 5: Marketing

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 6: Rechtsform und Steuern

Ein sehr unbeliebtes, aber trotzdem sehr wichtiges Thema: Die Wahl der Rechtsform und alles rund um die Steuern. Hier schreibst du nieder, für welche Rechtsform du dich entschieden hast, welche Genehmigungen du für dein Unternehmen brauchst, wie dein Unternehmen heißen soll und alles weitere, was in Richtung Buchhaltung geht.

Schritt 7: Gründerteam und Organisation

In diesem Kapitel gibst du an, wie ihr als Firma organisiert seid. Hast du einen Partner? Wer ist alles in deinem Gründerteam? Hier muss ersichtlich werden, wer für was verantwortlich ist, welche Strukturen ihr noch aufbauen wollt, wer schon alles im Unternehmen tätig ist und wer noch dazu kommt. Auch die Meilensteine, die du mit deinem Unternehmen erreichen willst, werden hier eingetragen.

Schritt 8: Finanzen

Die Finanzen bilden den Hauptteil deines Businessplans und müssen sehr genau berechnet und überprüft werden. Hier solltest du dir möglichst keine Fehler erlauben. Wo steht ihr gerade mit eurem Unternehmen, wie viel Kapital benötigt ihr noch und wann ist der Break-Even-Point geplant? – All das sind wichtige Fragen, die in dem Finanz-Teil berücksichtigt werden müssen. Spätestens hier ist es sinnvoll, ein geeignetes Tool zur Hand zu haben, mit dem sich alles leichter ausrechnen lässt.

Schritt 9: SWOT-Analyse

Nach den ganzen Zahlen folgt anschließend die SWOT-Analyse. SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Hier listest du also die Stärken, Schwächen, Stärken und Risiken deines Unternehmens auf und erklärst diese. Im nächsten Schritt müssen dann Maßnahmen getroffen werden, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, damit die Chancen maximiert und die Risiken minimiert werden können.

Executive Summary

Als letztes Kapitel folgt die Executive Summary, eine aussagekräftige Zusammenfassung deines Businessplans. Hier werden nochmal die wichtigsten Punkte deines Businessplans zusammengefasst, um den Investoren und Banken einen guten Überblick über dein Unternehmen zu geben. Erwähne hier also nochmal die wichtigsten Kernaussagen der Geschäftsidee, deines Teams, der Marktanalyse, der Chancen und Risiken und der Finanzierung.

Finanzierung: Diese Kosten fallen an

Dann geht es an das Herzstück deiner Kalkulationen: den Finanzplan. In diesem müssen sämtliche Ausgaben berücksichtigt werden, die anfallen, wenn du dich als Maler und Lackierer selbstständig machst. Dazu gehören Kosten für:

  • Gründung (Behörden, Beratung, Notar etc.)
  • Ausstattung für das Geschäft (Büro- und Lagerutensilien)
  • Ausrüstungs- und Materialkosten (Arbeitsbekleidung, Leitern, Roller etc.)
  • ggf. Produktsortiment (Farben und Lacke)
  • Fuhrpark
  • Marketing/Werbung (Webseite, Anzeigen, Flyer etc.)
  • ggf. Ausbildungskosten zum Meister (falls noch nicht geschehen)

Im späteren Betriebsalltag fallen außerdem laufende Kosten an, die bereits im Vorhinein berechnet werden müssen:

  • Miete und Nebenkosten für das Geschäft
  • Versicherungen
  • steuerliche Abgaben
  • Kraftstoff
  • Lohn für Angestellte
  • Handwerkskammer-Beitrag

Dein Honorar festlegen

All diese Faktoren entscheiden letztendlich darüber, wie hoch du dein Honorar mindestens ansetzen solltest. Auf lange Sicht musst du nicht nur sämtliche Rechnungen begleichen, sondern zusätzlich auch deinen Lebensunterhalt bestreiten können. Wenn man einschlägigen Gehaltsplattformen Glauben schenken möchte, liegt das jährliche Gehalt eines Maler und Lackierers zwischen 39.000 Euro und 57.000 Euro. Der Verdienst variiert je nach Standort und bemisst sich daran, wie gewinnorientiert du deinen Betrieb führst. Zwar solltest du dich ein Stück weit an der direkten Konkurrenz orientieren, dich jedoch nicht an etwaigen Preiskämpfen beteiligen. Leider gibt es in der Handwerk-Branche auch viele Schwarzarbeiter, was die Durchsetzung eines fairen Honorars bei Kundinnen und Kunden erschweren kann.

Was soll dein Leistungsspektrum beinhalten?

Wie viel Honorar du verlangen kannst, hängt auch davon ab, wie umfassend das Leistungsangebot deines Unternehmens ist. Wie eingangs erwähnt, erwarten Kundinnen und Kunden neben Maler- und Tapezierarbeiten noch in vielen weiteren Bereichen Unterstützung von ihrem Malerbetrieb. Zukunftsorientierte Auftraggeber/innen legen zum Beispiel Wert auf eine energetische Gebäudesanierung. Untersuchungen ergeben, dass sich Maler und Lackierer daher inzwischen etwa 18 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Wärmedämmung beschäftigen. Weitere Aufgabenbereiche sind die Beschichtung von Fassaden, Putzarbeiten und Trockenbau sowie die Verlegung von Fußböden, Betonsanierung und Gerüstbau.

Schließlich hast du die Wahl, ein möglichst ganzheitliches Leistungsspektrum anzubieten – wofür eventuell Kooperationen mit anderen Handwerken nötig sind – oder dich auf eine Spezialisierung festzulegen. Letzteres ermöglicht dir eine besondere Vermarktung als Experte auf deinem Fachgebiet. Obgleich sich deine Zielgruppe damit verkleinert, musst du auch weniger Personal beschäftigen und kannst für deine spezielle Expertise ein entsprechend hohes Honorar verlangen.

Finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen

Nach der Auflistung aller anfallenden Kosten wird deutlich, dass die Gründung eines Malerbetriebs kein günstiges Unterfangen ist. Sollte dein Erspartes nicht ausreichen, hast du verschiedene Möglichkeiten, um dir finanzielle Unterstützung zu organisieren. Bevor du dich als Maler und Lackierer selbstständig machst, musst du dich unbedingt durch ein pralles Finanzpolster absichern. So können erwartbare Durststrecken wie die meist einnahmeschwache Anfangszeit überbrückt werden.

Diese externen Geldgeber können dein Startkapital aufstocken:

  • Bürgschafts- und Förderbanken, die eigens darauf spezialisiert sind, gewerbliche Unternehmen und deren Gründung zu unterstützen
  • Die Arbeitsagentur vergibt Gründungszuschüsse.
  • Die EU unterstützt Existenzgründungen aller Art.
  • Die KfW-Bankengruppe bietet Kredite speziell für Gründer.

Welche Behörden du informieren musst

Wenn du den Entschluss gefasst hast, dich als Maler und Lackierer selbstständig zu machen und dein Businessplan auf trockenen Füßen steht, müssen nur noch einige bürokratische Hürden überwunden werden. Zuerst ist eine Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt notwendig. Dort wird dein Gewerbe offiziell erfasst und du musst dich für eine Rechtsform entscheiden. Für Malerbetriebe empfiehlt sich zum Beispiel eine GmbH, eine UG (haftungsbeschränkt) oder ein Einzelunternehmen.

Gewerbeamt, Finanzamt und Handwerkskammer

Das Gewerbeamt informiert anschließend das Finanzamt, welches sich für die steuerliche Erfassung deines Betriebs bei dir meldet. Nach einer Prüfung erhältst du deine Steuernummer, die du zum Ausstellen von Rechnungen benötigst. Auch die Handwerkskammer wird nach der Gewerbeanmeldung automatisch informiert. Jeder, der selbstständig ein zulassungspflichtiges Handwerk ausübt, muss sich bei ihr in die Handwerksrolle eintragen. Der monatliche Mitgliedsbeitrag ist obligatorisch und ein Versäumnis wird als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld geahndet.

Verpflichtende und freiwillige Versicherungen abschließen

Zusätzlich muss aus eigener Initiative eine Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft für Bauwirtschaft erfolgen. Diese ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für dich und deine Beschäftigten. Als selbstständiger Unternehmer bist du dazu verpflichtet, eigenständig eine private oder gesetzliche Krankenversicherung abzuschließen. Für viele handwerkliche Berufe wird von staatlicher Seite aus zudem der Einsatz spezieller Schutzkleidung vorgeschrieben. Empfehlenswert ist außerdem eine individuelle Haftpflicht- sowie Rentenversicherung.

Bundesverbände und Innungen für Maler und Lackierer

Für selbstständige Maler und Lackierer kann eine freiwillige Mitgliedschaft in sogenannten Innungen von Vorteil sein. Diese agieren auf regionaler Ebene und vernetzen dich mit Kollegen aus der Handwerk-Branche. Zudem geben sie dir bei Streitfällen Unterstützung und vertreten die Interessen ihrer Mitglieder in politischer Hinsicht. Auf größerer Ebene werden die Landesinnungsverbände des Maler- und Lackiererhandwerks im Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz gebündelt.

Effektives Marketing und (Neu-)Kundenakquise

Der einfachste Weg, um deinen Betrieb für potentielle Auftraggeber/innen sichtbar zu machen, ist die Registrierung bei speziellen Handwerkerportalen beziehungsweise -datenbanken. MyHammer, blauarbeit.de und Co. haben oft eine große Reichweite und sind zudem kostenlos. Größere Unternehmen sollten sich darüber hinaus durch eine eigene suchmaschinenoptimierte Webseite präsentieren. Auch Social Media-Plattformen bieten dir die Möglichkeit, Interessentinnen und Interessenten mit Fotos, Referenzen und positiven Bewertungen von deinen Qualitäten zu überzeugen. Oft vergessen werden zum Beispiel Eintragungen in die Gelben Seiten oder bei Google Maps. Versuch dein Glück auch auf unkonventionellem Wege und hinterlasse Flyer oder Visitenkarten in Briefkästen von Häusern, deren Fassaden Verbesserungsbedarf erkennen lassen.

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Über den Autor

Nicole Reich

Nicole entschied sich nach ihrem Abitur 2014 für ein Studium an der Universität Trier, wo sie die Fächer Germanistik und Medienwissenschaften belegte. Im Rahmen eines 3-monatigen Pflichtpraktikums bei einer Agentur in Köln sammelte sie erste Erfahrungen auf dem Gebiet des Online-Marketings. Bei einem weiteren Praktikum in der Stabstelle „Marketing und Kommunikation“ eines Reise-Unternehmens in Saarburg produzierte sie als Redakteurin für verschiedene Online-Portale Content und konnte somit ihre schreiberischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Nach dem Ende ihres Masters schreibt sie nun als Online-Redakteurin für Gründer.de.

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