Aktueller Bericht ist so positiv wie lange nicht mehr

KfW-Gründungsmonitor: Mehr Gründungen vor Corona

Inhaltsverzeichnis

  1. KfW-Gründungsmonitor: Die Ergebnisse
  2. Wie geht es 2020 mit der Corona-Krise weiter?
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Aus dem KfW-Gründungsmonitor lässt sich ablesen, dass zum ersten Mal seit 5 Jahren die Anzahl der Unternehmensgründungen zugenommen hat. Doch diese Zahlen stammen aus den Daten für das Jahr 2019. Demnach wurde auch ein positiver Ausblick für 2020 erwartet – bis die Corona-Krise alles änderte.

KfW-Gründungsmonitor: Die Ergebnisse

Der KfW-Gründungsmonitor ist eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zur deutschen Unternehmensgründung, die jährlich durchgeführt wird. So werden ca. 50.000 Personen der Bundesrepublik Deutschland, im Alter zwischen 18 und 64 Jahre, zum Gründungsgeschehen hierzulande telefonisch befragt. Demzufolge ermittelten die Experten im letzten Jahr insgesamt 605.000 Existenzgründungen, wodurch sich ein Anstieg von 11 Prozent zum Vorjahr abzeichnete. Die Zahl der Nebenerwerbsgründungen stieg um 85.000 auf 377.000, während jedoch die Zahl der Vollerwerbsgründungen um 27.000 auf 228.000 abnahm. Dadurch stieg die Gründerquote minimal auf 1,2 Prozent.

Wie geht es 2020 mit der Corona-Krise weiter?

Mit Blick auf diese Zahlen und auf die gesunde deutsche Wirtschaft, erwarteten die Experten auch für 2020 eine positive Entwicklung. Doch seit der Corona-Krise geht es Deutschland und auch anderen Ländern wirtschaftlich wesentlich schlechter. Demnach schauen Experten nun kritisch auf die Zahl der Neugründungen und erwarten vielmehr einen Zuwachs der Notgründungen. „Die Gründungstätigkeit in Deutschland hat 2019 erstmals seit 5 Jahren wieder angezogen. Für das Jahr 2020 wird sich zeigen, ob angesichts der großen Sorgen, die die Corona-Krise besonders für Selbständige mit sich bringt, ein Plus bei Notgründungen oder ein Minus durch den Abbruch von Gründungsplänen überwiegen werden“, sagt die KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Generell vermutet die KfW ein vermehrtes Abbrechen von Gründungsplänen, doch wie sich die Lage genau entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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