Frankreich besonders stark, Deutschland ausbaufähig

Studie: Diese Städte in Europa sind am gründerfreundlichsten

Das eigene Unternehmen gründen. Für viele junge Gründer in der Theorie ein Traum, aber in der Realität oft mit vielen Hürden verbunden. Dazu zählen nicht nur die Behauptung der Geschäftsidee vor potenziellen Investoren oder der Aufbau des ganzen Business. Nein, es sind sogar oft die behördlichen Rahmenbedingungen, die eine Gründung erschweren. Der Zahlungsanbieter Unzer hat nun eine Studie veröffentlicht, in der er die gründerfreundlichsten Städte in Europa benennt.

Als elementarer Teil der Volkswirtschaft sind kleine und mittlere Unternehmen, zu denen auch Startups zählen, ein Motor für den wachsenden Wohlstand. Wie dieser Motor von den verschiedenen Städten und Gemeinden gefördert wird und welche die am meisten gründerfreundlichen Städte in Europa sind, hat der Zahlungsanbieter Unzer durch eine Studie herausgefunden.

Kriterien für gründerfreundliche Städte in Europa

Die Gründerfreundlichkeit einer Stadt wurde im Rahmen der Studie unter folgenden Gesichtspunkten definiert:

  • nach Möglichkeit wenige bürokratische Schritte bis zur Gründung
  • schnelle Bearbeitung der Gründung durch das Amt
  • niedrige Gebühren, um das Unternehmen registrieren zu lassen
  • Kredite sind bei guter Bonität einfach zugänglich
  • niedriger Körperschaftsteuersatz
  • unbürokratische Buchhaltung
  • liberale Öffnungszeiten
  • bei Vertragsverletzungen: schnelle juristische Verfahren
  • eine hohe Zahl an bereits ansässigen Startups

Gründerfreundliche Städte in Europa: das Ranking

In der Rangliste von Unzer finden sich 85 gründerfreundliche Städte in Europa wieder. Die Top 10 sind:

  1. Paris
  2. Lissabon
  3. Lyon
  4. Bratislava
  5. Vilnius
  6. Toulouse
  7. Kopenhagen
  8. Malmö
  9. Oslo
  10. Zürich

Als am meisten gründerfreundlich eingestufte deutsche Stadt liegt Essen im Gesamtranking auf Platz 16. Die weiteren am besten bewerteten deutschen Städte für Gründer sind Düsseldorf (Platz 23), Stuttgart (Platz 27), Duisburg (Platz 32) und Dortmund (Platz 34). Business-Metropolen wie Frankfurt (Platz 36), Köln (52), München (54) oder Hamburg (55) müssen sich hingegen weiter hinten einreihen.

Analyse: Existenzgründung in Deutschland ist zeitaufwändig, bürokratisch und teuer

Wer in Deutschland ein Unternehmen gründen möchte, steht vor einigen enormen Hürden. Im Durchschnitt braucht es acht Tage und mehr als sechs bürokratische Schritte zur amtlichen Registrierung eines neuen Unternehmens. Die Gebühren liegen dafür durchschnittlich bei über 2.800 Euro. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in Europa hierfür beträgt knapp über 1.600 Euro. Ein weiterer Punkt ist der bürokratische Aufwand für die Buchhaltung, der bei rund 218 Stunden im Jahr liegt (europaweit: 195). Positiv bewertet Unzer für Deutschland allerdings die geringe Körperschaftsteuer, die mit 16 % eine recht unternehmerfreundliche Höhe aufweist.

Gründerfreundliche Städte in Europa: Paris ist die Nummer eins

Unter den gründerfreundlichen Städten in Europa liegt Paris auf Platz 1. Die französische Hauptstadt punktet mit einem sehr geringen bürokratischen Aufwand für die Registrierung (0,7 Schritte und eine Bearbeitung innerhalb von etwa vier Tagen) und ist dabei sehr günstig (257 Euro). Ebenso überzeugt die Unternehmensführung angehende Gründer. Für die Buchhaltung werden im Schnitt 139 Stunden pro Jahr verwendet. Ein Nachteil ist der in ganz Frankreich gültige Körperschaftsteuersatz, der mit 31 % fast doppelt so hoch ist wie in Deutschland.

Weitere Erkenntnisse aus der Studie

  • Eine kurze Anmeldezeit braucht es nicht nur in Frankreich, sondern auch in Norwegen, Dänemark, Estland sowie in den Niederlanden und Griechenland. Am längsten dauert die Anmeldung eines Unternehmens in Polen (37 Tage).
  • Den finanziell größten Aufwand für die behördliche Registrierung haben Existenzgründer in Italien (4.143 Euro). Demgegenüber steht der direkte Nachbar Slowenien – dort sind überhaupt keine Gebühren fällig.
  • In allen untersuchten Ländern ist es möglich, einen Kredit bei entsprechender Bonität zu erhalten. Lediglich in Luxemburg ist dies besonders schwer.
  • Der bürokratische Aufwand für die Buchhaltung ist in Bulgarien am höchsten wo er pro Jahr bei 441 Stunden liegt. Einen Bruchteil davon benötigt man nur in Estland (50 Stunden).

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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