Gründer FAQ: So baust du dir ein Business als Minderjähriger auf

Gründen unter 18: Was muss ich beachten?

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Es kommt nicht selten vor, dass Jugendliche eine brillante Geschäftsidee entwickeln und diese auch unbedingt umsetzen wollen. Doch das Gründen unter 18 ist mit vielen Hürden verbunden und stellt viele junge, angehende Gründer vor Herausforderungen. Kann man ein Gewerbe als Minderjähriger anmelden? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um beruflich durchzustarten? Und muss man wirklich vor das Familiengericht?

Voraussetzungen für das Gründen unter 18

Grundsätzlich gilt, dass junge Menschen unter 18 Jahren nur beschränkt geschäftsfähig sind. Als voll geschäftsfähig gelten sie erst dann, wenn sie das 18. Lebensjahr erreicht haben. Deshalb sind für das Gründen unter 18 bestimmte Voraussetzungen und Schritte notwendig. Zuallererst brauchst du als unter 18-Jähriger eine Ermächtigung deiner Eltern, die dir somit erlauben, eine selbstständige Tätigkeit auszuüben. Diese Ermächtigung ist die wichtigste Voraussetzung, denn ohne sie kannst du nicht Gründen. Im Prinzip will man damit erreichen, dass sich Minderjährige der großen Verantwortung einer Unternehmensgründung bewusst werden.

Hast du die Ermächtigung deiner Eltern, muss das Familiengericht diese Ermächtigung genehmigen. Dafür entscheidet ein Rechtspfleger durch ein persönliches Gespräch mit dir und deinen Eltern, ob du wirklich die gewisse Reife, die Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt, um ein Unternehmen zu gründen. Erst durch die Zustimmung des Familiengerichts, wurde deine unternehmerische Tauglichkeit bescheinigt. Mit dieser Genehmigung kannst du nun eine unternehmerische Tätigkeit uneingeschränkt ausüben.

Im nächsten Schritt liegt es an dir, ob du dich für eine Freiberuflichkeit entscheidest oder für ein Gewerbe. Denn eine gewerbliche Selbstständigkeit setzt voraus, dass du ein Gewerbe anmeldest. Die Gewerbeanmeldung kannst du nun alleine tätigen und dir einen Termin beim Gewerbeamt deiner Stadt geben lassen.

Gründen unter 18 auch ohne Genehmigung

Solltest du keine Genehmigung vom Familiengericht erhalten, dann kannst du in gewissem Maße trotzdem unternehmerisch tätig werden. Zum einen darfst du eine Gesellschafterrolle übernehmen, für die du jedoch die Zustimmung deiner Eltern benötigst. Doch ohne Genehmigung vom Gericht, kannst du auch hier an keinen Versammlungen teilnehmen und über Beschlüsse mit abstimmen. Zum anderen kannst du auch eine Prokura übernehmen. Dies ist eine handelsrechtliche Vollmacht im Angestelltenverhältnis, die dir erlaubt, alle Arten von Rechtsgeschäften vorzunehmen. Doch auch dafür benötigst du in jedem Fall die gerichtliche Einwilligung, solltest du diese Position im Rahmen eines Dienstvertrags ausüben.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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