Die dauerhafte Haarentfernung machte ihn "Außergewöhnlich Erfolgreich"

Jens Hilbert: Der Jahrhundertsommer veränderte alles

Auffällige Anzüge, bunte Klamotten, manchmal auch der Adidas-Trainingsanzug – wer an Jens Hilbert denkt, hat sofort das Bild des schillernden Paradiesvogels aus dem Fernsehen im Kopf. Als Sieger von „Promi Big Brother” und Teilnehmer bei „Promi Shopping Queen” oder „Dancing on Ice” kennen regelmäßige TV-Zuschauer sein Gesicht nur zu gut. Einige würden ihn aufgrund seiner TV-Bekanntheit als erfolgreich bezeichnen, doch das Geschäft seines Lebens fand der lebensfrohe Hesse bereits vor vielen Jahren in einer anderen Branche. Durch Deutschlands Jahrhundertsommer stand das Sonnenstudio seiner Mutter 2003 kurz vor der Pleite und ebnete Jens’ Weg in die Welt der Haarentfernung. Heute macht er als Geschäftsführer von „hairfree“ jährlich zweistellige Millionenumsätze und kann auf mindestens genauso viele zufriedene und haarlose Kunden zurückblicken.

Wie ein Jahrhundertsommer alles veränderte

Die beschauliche Gemeinde Otzberg im Odenwald zählt gut 6.000 Einwohner. Einer von ihnen war Jens Hilbert, der in dem hessischen Dorf bei Darmstadt als Sohn eines Elektrikers und der Inhaberin eines Sonnenstudios aufwuchs. Seit Kindheitstagen ist er Tieren, insbesondere Pferden, sehr verbunden. Außerdem bemerkte er bereits als kleiner Junge, dass er homosexuell ist. Das machte es dem mittlerweile sehr erfolgreichen Unternehmer in seinem konservativ geprägten Dorf nicht leicht. Doch von Anfang zeichnete Jens eins aus: Sein starker Wille und sein Mut, neue Dinge auszuprobieren.

Jens Hilbert Sonnennstudio seiner MutterQuelle: Jens Hilbert
Dieses Sonnenstudio von Jens‘ Mutter stand 2003 kurz vor der Pleite.

Die Basis für seine unternehmerische Denkweise bildete eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Im Anschluss folgte eine BWL-Studium, das er mit Kellnern finanzierte und als Diplom-Betriebswirt abschloss. Doch wer glaubt, sein Studium hätte ihn zum Geschäftsführer eines Millionenkonzerns geführt, hat weit gefehlt. Es war der Jahrhundertsommer, der 2003 Jens und die Haarentfernung zusammenbrachte. In Europa stiegen die Temperaturen auf bis zu 47,5 Grad – entsprechend sank die Zahl der Besucher im Sonnenstudio seiner Mutter rapide, acht Monate lang kamen kaum Gäste. Braungebrannte Haut? Das bekamen die Deutschen schließlich auch kostenlos direkt vor der Haustür. Das kleine Sonnenstudio stand vor der Pleite und die Eltern mussten sogar ihr kleines Häuschen verkaufen.

Die Idee mit der Haarentfernung…

Es musste dringend eine neue Gewerbegrundlage her, die die bisherige Zielgruppe wieder ansprach und zum Business passte. Sein heutiger Geschäftspartner Chris Kettern belieferte Jens’ Mutter damals mit Röhren für das Sonnenstudio und kam auf die Idee der Haarentfernung. Jens war begeistert – er entwickelte schnell einen starken Willen und seine Vision, und kurz darauf stand das erste Gerät zur dauerhaften Haarentfernung im Studio seiner Mutter.

Wenn er heute bedenkt, wie er neue Geschäftsideen stets in Risiko-, Chancen- und Marktanalysen abwägt, ist er damals ziemlich naiv in die Branche reingestolpert und wusste nur eins: „Ich will mehr aus meinem Leben machen, erfolgreich sein und meine Familie unterstützen. Ich will spektakulär, tolle Erfolge erzielen!

Von Sonnenstudio ins Franchise-System

Doch spektakulär war am Anfang gar nichts. Mit der Haarentfernung rettete er das Sonnenstudio seiner Mutter und generierte schnell höhere Umsätze. Aber mögliche Investoren erkannten das Potenzial nicht und verweigerten ihm Kredite für den Unternehmensaufbau. Nichtsdestotrotz glaubte Jens an die Haarentfernung und dass man mit ihr wirklich gutes Geld verdienen kann. Dies führte ihn in sein heutiges hairfree-Franchise-System. Zu Beginn steckte hinter hairfree ein Lizenzsystem mit Kooperationsvertrag, das Jens für sein Studio nutzte, doch von professionellen Schulungen und echten Flagship-Stores war hairfree damals noch weit entfernt. 

Sein erstes eigenes Studio im Frankfurter Westend eröffnete Jens Hilbert 2005 nach einer halbtägigen Schulung mit dem IPL-Gerät, das er damals von einer Leasinggesellschaft bekam. Einheitliches Interieur und vorgegebene Werbemittel? Fehlanzeige. Seine erste 65 qm große „Haarentfernungs-Butze” richtete er mit Sideboard, Blumenvasen, Tisch und Stühlen ein, die er in zehn Raten über den Otto Versand abbezahlte. Heute erinnert er sich, wie er mit seiner Mutter günstige Stoffe beim Inder für Vorhänge kaufte und “die Küche”, die eigentlich das Badezimmer war, direkt über der Toilette mit einer Senseo-Kaffeemaschine für seine Kunden ausstattete – mehr war mit seinen anfänglichen 6.000 Euro nicht drin.

Nachtschichten und Kalt-Akquise auf dem Markt

Um möglichst schnell den Break-even zu erreichen, gab Jens Hilbert von Anfang an richtig Gas. Donnerstags bis samstags ging er nachts parallel in einer Frankfurter Diskothek kellnern, um sich sein normales Leben zu finanzieren. Zeitgleich hatte er wenig Geld für Werbung – knallharte Kaltakquise war seine Geheimformel. So stand er eben selbst mit einfachen schwarz-weiß Flyern bei Wind und Wetter neben dem Hähnchengrill auf dem Marktplatz. „Dauerhafte Haarentfernung – nur hier und heute im super Angebot beim Hilbert. Schöne glatte Haut, ein Leben lang!“, an diese Worte erinnert sich Jens noch sehr gut. Auch heute noch ist Jens davon überzeugt, dass Kaltakquise das wichtigste Marketinginstrument neben Online Marketing und der Digitalisierung ist.

Aus einer wirtschaftlichen Krise neue Ideen zu schöpfen, hat ihn nicht nur zum Erfolg gebracht, sondern ist auch heute noch seine Devise. Innovative Ideen entwickelt der 42-Jährige „nie aus einem Sonnenschein-Moment, sondern stets aus den unbequemen Krisen-Momenten des Lebens heraus.” Dass ihn die Haarentfernungs-Branche, in die er aus der Not heraus eintauchte, einmal zu einem erfolgreichen Geschäftsführer mit Millionenumsätzen machen würde, hätte er sich damals nie erträumen lassen. Wie ihm das letztlich gelang, erfährst du in unserem neuen Buch „Außergewöhnlich Erfolgreich“

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Über den Autor

Autorenprofil: Katharina Schell

Katharina Schell

Bereits gut die Hälfte ihrer Lebenszeit ist Katharina als Journalistin aktiv, denn sie startete mit 15 Jahren als freie Journalistin in der Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau. Nach ihrem Abitur 2010 folgte ein sehr praxisnahes Bachelorstudium der Medienwissenschaft an der Universität Siegen. Während des Studiums absolvierte sie Stationen bei Bild.de sowie in Fernsehproduktionen für ARD und ZDF. Danach entschied sie sich 2013 für ein Volontariat bei inside-digital.de und baute in den Jahren danach als Chefredakteurin unter anderem das Magazin von handy.de auf. Seit Dezember 2019 verantwortet sie als Redaktionsleitung und Portalmanagerin die redaktionelle Gestaltung von Gründer.de.