Foto: bigstockphoto.com

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Manchmal reicht eine gute Idee, um den Grundstein für ein dauerhaft erfolgreiches Unternehmen zu legen. Zumindest theoretisch – in der Praxis sehen sich Gründer in Deutschland zahlreichen Hürden und Entscheidungen gegenüber, die im besten Fall vor der eigentlichen Gründung bzw. Geschäftseröffnung bewältigt und getroffen werden. Neben Fragen zur Unternehmensanmeldung, branchenspezifischen Entwicklungen und Gesetzesvorgaben sind es oftmals die kleinen Hürden, die abschrecken und verunsichern. Umso wichtiger ist es für Gründer, nicht nur produkt- oder branchenspezifisch sondern unternehmerisch zu denken, sich in alle Facetten des Geschäftes einzuarbeiten, im Zweifelsfall Unterstützung bei Beratungsstellen (z.B. IHK, Gründungsinitiativen, Gründungszentren) zu suchen und ggf. einen Mitgründer ins Boot zu holen, der über ergänzendes Wissen verfügt.

Businessplan: Mehr als nervige Pflicht für Förderanträge

Spätestens wenn Gründer eine Gründungsbeihilfe, Fördermittel oder Risikokapital für Investitionen benötigen, steht die Frage nach einem Businessplan im Raum. Der Businessplan sollte jedoch nicht als lästige Pflicht betrachtet werden, die lediglich dazu dient, den finanziellen Spielraum zu erweitern. Ein guter (sprich: konkreter, zielgerichteter und authentischer) Businessplan beantwortet alle wichtigen Fragen zum geplanten Vorhaben bzw. Produkt, angefangen vom Produkt und Marktumfeld über Chancen-Risiko-Analysen bis hin zu Fragen der Rentabilität und Gewinnerwartung. Natürlich bedeutet die Erstellung eines solchen Planes zunächst einmal viel Recherche, Aufwand und Mühe. Aber: Er
– skizziert auch exakt die Geschäftsidee
– umreißt Chancen ebenso wie Risikofaktoren
– befasst sich mit möglicher Konkurrenz und
– erläutert sämtliche wichtigen Schritte von Planung und Finanzierung über Produktion und Distribution bis hin zu Marketing und Werbung.

Ein solcher Plan ist Grundlage konkreter und realistischer Planung, bereitet ideal auf wirklich alle Fragen potenzieller Geldgeber und Kooperateure vor – und sollte schon allein aus diesen Gründen in jedem Fall erstellt werden.

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Geschäftskonto eröffnen: Darauf sollten Gründer achten

Ob Freiberufler, Einzelunternehmer oder Personengesellschaft: Ein neues Geschäft erfordert in der Regel ein neues Geschäftskonto. Grundsätzlich haben Gründer dabei die Wahl zwischen einem Geschäftskonto bei einer Filialbank (das auch online geführt werden kann) und einem reinen Online-Konto, das u.U. auch ein klassisches kostenfreies Girokonto bei einer Direktbank sein kann. Grundlage der Entscheidung für ein bestimmtes Konto sollten nicht ausschließlich die damit verbundenen Kosten darstellen – ein leistungsfähiges und ideal abgestimmtes Konto bildet eine wichtige Grundlage für einen reibungsarmen Zahlungszahlungsverkehr im Geschäftsalltag.
Beachten sollten Jungunternehmer, dass sich Geschäftskonten anders als ein Standard-Privatgirokonto in den meisten Fällen individualisieren lassen. Das allerdings hat oftmals seinen Preis: Vor allem Filialbanken erheben eine Kontoführungsgebühr plus einige zusätzliche Gebühren, etwa für eine Business-Kreditkarte, einen individuellen Dispokredit sowie unterschiedliche Transaktionen. Achtung: Auch vermeintlich kostenfreie Angebote von Direktbanken sind in vielen Fällen mit Kosten verbunden, etwa für beleglose und beleghafte Buchungen oder Bareinzahlungen. Grundsätzlich gilt: Wer regelmäßig Bargeldtransaktionen tätigt oder gelegentlich aufgrund schwankender Einnahmen die Höhe des Kontokorrentkredites anpassen lassen möchte, ist in der Regel mit einem Geschäftskonto bei einer Filialbank besser bedient. In jedem Fall empfiehlt sich ein gründlicher Vergleich infrage kommender Angebote hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Buchführung und realistische Finanzplanung

Die Buchführung ist ein Thema, das viele Gründer nur zu gern versuchen zu umgehen – etwa durch Beauftragung eines Steuerberaters. Genau das, so warnen Gründungsberater, ist einer der größten Fehler überhaupt: Gründer müssen ihr Geschäft und ihre Finanzen vollumfänglich im Blick haben, um sinnvolle geschäftliche Entscheidungen treffen zu können. Dazu zählt beispielsweise auch, steuerlich voraus zu denken und zumindest ein kleines finanzielles Polster für Steuervorauszahlungen anzulegen. Mindestens ebenso wichtig ist es, Versicherungs- und Sozialversicherungsbeiträge für alle Beteiligten rechtzeitig abzuführen – und den eigenen finanziellen Bedarf realistisch einzuschätzen. Dazu gehört es u.a., einen Mindest-Unternehmerlohn zu ermitteln und regelmäßig auf ein privates Konto zu transferieren sowie wichtige Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte zu bedienen.

Office Sharing: Der ideale Arbeitsplatz für Gründer und Jungunternehmer

Natürlich dürfen und müssen Gründer und Jungunternehmer in den Anfangsjahren in vielen Fällen den Rotstift ansetzen und auf ihrer Kostenseite sparen. Office Sharing bzw. Coworking ist dabei eine Möglichkeit, Fixkosten effektiv zu senken und trotzdem einen zusätzlichen Mehrwert für das Unternehmen zu generieren. Schließlich teilen sich dabei mehrere Gründer eine Bürofläche sowie die damit verbundenen Nebenkosten, ohne dass dabei auf repräsentative Räume und eine professionelle Arbeitsumgebung verzichtet werden muss.
Grundsätzlich besteht für Gründer die Möglichkeit, einen Coworking-Platz bei Bedarf zu nutzen oder dauerhaft Bürofläche anzumieten. Insbesondere bei letzterer Option besteht bei vielen Anbietern die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen wie einen Büro- oder Sekretariatsservice nach Bedarf in Anspruch zu nehmen. Hier liegt der Vorteil in der ständigen Erreichbarkeit und Unterstützung im Büroalltag – ohne dass gleich eine Teil- oder Vollzeitkraft eingestellt werden muss, was zusätzlich Fixkosten senken hilft.

Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare von euch.

Mit besten Grüßen,
Simon Seidl
Produkt Manager, Gründer.de

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