© istock.com/IvelinRadkov

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Es ist geschafft: Du hast einen überzeugenden Businessplan für dein Unternehmen vorgelegt und dich somit als angehender Existenzgründer bewiesen. Doch die entscheidenden Meilensteine kommen erst noch. Die folgenden Schritte solltest Du in jedem Fall beachten.

1. Nachweise und Genehmigungen

Mit dem Businessplan und einer guten Idee allein ist es häufig nicht getan. In vielen Fällen sind zusätzlich Genehmigungen einzuholen. Auch musst du, je nach Gewerbe, in dem du dich selbständig machen willst, Zulassungen vorlegen oder spezifische Qualifikationen nachweisen. Die Anforderungen variieren in unterschiedlichen Bereichen stark. Manch einer muss sich mit dem Bauamt oder der Gesundheitsbehörde auseinandersetzen. Andere müssen eine Sachkundeprüfung durchführen lassen oder bei der IHK Schulungen besuchen.

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2. Versicherungen

Auch die Krankenversicherungspflicht sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. Hier kommen zwar kalkulierbare, häufig aber auch hohe Kosten auf den Unternehmensgründer zu. Hast du als Künstler oder Publizist Ansprüche auf die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK)? Auch das solltest du prüfen, wenn du beispielsweise pädagogisch oder grafisch arbeitest. Eine Liste der Berufe, die für die KSK in Frage kommen, findest du hier. Was den Ausschluss sonstiger Risiken durch Versicherungen angeht, ist ebenfalls Sorgfalt geboten. Viele Versicherungen sind speziell auf die Bedürfnisse einzelner Berufsgruppen ausgerichtet.

3. Unternehmensform

In welcher Rechtsform möchtest du gern gründen? Bist du als Einzelunternehmer oder Freiberufler unterwegs? Ist ein Gesellschaftsvertrag im Gespräch? Ob als Kapitalgesellschaft (GmbH oder AG), haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) oder eine GbR – in jedem Fall solltest du vorab die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Rechtsformen genau studieren. In manchen Fällen ist Eigenkapital notwendig, in anderen nicht. Auch die Haftung spielt eine entscheidende Rolle dabei. Wer hat das Sagen? Wer kommt für etwaige Verluste auf?

4. Finanzen

Üblicherweise folgt auf die Unternehmensgründung die Eröffnung eines Firmenkontos. Es ist dringend angeraten, dies als Personen- oder Kapitalgesellschaft zu tun. Während Freiberufler und Einzelunternehmer noch zwischen einem Girokonto und einem Geschäftskonto wählen können, wird eine Kapitalgesellschaft erst dann handlungsfähig, sobald das Stammkapital auf dem Geschäftskonto eingegangen ist. Du solltest von Anfang an ein besonderes Augenmerk auf die Buchhaltung haben. Dies spart später eine Menge Arbeit, wenn es an die Steuererklärung geht. Außerdem verlierst du so nie den Überblick. Auch über mögliche finanzielle Förderungen für dein Unternehmen solltest du dich an entsprechender Stelle kundig machen.

5. Anmeldung

Vernachlässige auch auf keinen Fall deine Meldepflicht, wenn du dir Verzögerungen und Ärger ersparen willst. Je nachdem, wo du tätig werden willst, ist eine Anmeldung beim Gewerbeamt, der Handwerkskammer, einem Handelsregister oder dem Finanzamt obligatorisch. Bei welchen Ämtern und Behörden du dich anmelden musst, erfährst du bei den entsprechenden Beratungsstellen.

6. Schriftverkehr

Es ist genau festgelegt, was auf eine ordentliche Rechnung gehört und was nicht. Mache dich daher im Vorfeld schlau, welche Angaben in jedem Fall auf die Rechnung gehören. Bist du umsatzsteuerpflichtig? Wenn ja, zu welchem Umsatzsteuersatz? Hast du daran gedacht, deine Geschäftsadresse anzugeben? Letzteres ist vor allem dann zu beachten, wenn sich dein Wohnsitz und der Sitz deiner Firma unterscheiden. Immer stärker verlagert sich geschäftliche Kommunikation inzwischen in die digitale Welt. Denke daher auch an deine Impressumspflicht. Diese gilt nicht nur für deine Website, sondern auch für geschäftliche E-Mails.

Rechtliche Beratung zu all diesen Themen erhält du auch unter dieser Adresse.

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Mit besten Grüßen,
Simon Seidl
Produkt Manager, Gründer.de