Dieser Artikel erschien ursprünglich am 29.08.2013:

Google - Gründer.de
Wer die Aktivitäten von Google in den letzten Jahren etwas verfolgt hat, der wird feststellen, dass das US-amerikanische Unternehmen gerne mal sehr nützliche Tools abschaltet und durch ein neueres, vermeidlich besseres, ersetzt.

Genau dieser Vorliebe ist Google Anfang dieser Woche wieder gefolgt und hat die Tools „Google Keyword Tool“ und „Goolge Traffic Estimator Tool“ durch ein neues Tool erstetzt.

Vor allem der Wegfall des sehr beliebten „Google Keyword Tools“ wird dem ein oder anderen sehr übel aufgestoßen haben, denn gerade dieses Tool war für Unternehmensgründer, welche im Internet Fuß fassen wollten, das A und O, wenn es darum ging, potentielle Chancen und Risiken einer Nische zu analysieren und abzuwägen, ob dieser Schritt sinnvoll sei oder eher nicht.

Beide Tools, die bisher als einzelne Tools unter Google Adwords zu finden waren, sind jetzt zusammengefasst und komprimiert unter dem klangvollen Namen „Google Keyword Planer“ zu finden.

Dabei hat sich allerdings einiges in der Bedienung der ursprünglichen Tools geändert, sodass man erst einmal eine gewisse Eingewöhnungsphase benötigt, wenn man noch an die Bedienung des „alten“ Google Keyword Tools gewöhnt ist.

Doch nach der ganzen Schimpferei über diese Maßnahme von Google jetzt ans eingemacht:

Was hat sich grundlegend verändert?

Zunächst einmal fällt auf, wenn man nach dem Google Keyword Planer googlet, dass dieses Tool nicht mehr jedem direkt zur Verfügung steht, wie beispielsweise das Google Keyword Tool , sondern nur noch mit einem Google-Account zu erreichen ist.

Der User wird also dazu gezwungen, sich bei Google registrieren zu lassen, wenn er das Tool auch nutzen möchte.

Gerade für Unerfahrene impliziert dieser nun notwendige Schritt wieder einen gehörigen Mehraufwand und führt somit zu einer deutlich zeitintensiveren Analyse, als noch zu Zeiten des alten Keyword Tools.

Hat man sich jetzt erfolgreich bei Google angemeldet, erscheint die schon gewohnte und unveränderte Google Adwords Webseite.

Die Neuerung fällt erst dann auf, wenn man auf den Reiter „Tools und Analysen“ klickt und hier nicht mehr die bekannten Tools vorfindet, sondern nur noch den Keyword Planer.

Klickt man nun auf den Keyword Planer, wird eine neue Website aufgerufen und der User wird zunächst gefragt, was er tun möchte.

Hier kann man jetzt zwischen 3 Aktivitäten entscheiden.

Der Keyword Planer fragt Sie nun, ob Sie „Ideen für Keywords und Anzeigengruppen suchen“ wollen, ob Sie „Keywords engeben oder hochladen, um deren Leistung zu ermitteln“, oder ob Sie „Keyword-Listen vervielfachen“ wollen.

Klicken Sie jetzt auf die erste Aktivität, so erscheint folgendes Feld:

Hier können Sie nun im obersten Eintragungsfeld Ihr Keyword eingeben, welches Sie auf die Anzahl der Suchanfragen analysieren wollen.

Die weitern 2 Eintraungsfelder können Sie noch angeben, soweit Sie schon eine fertige Website besitzen und eine konkrete Produktkategorie, müssen Sie aber nicht.

Bei der erstmaligen Analyse einer Nische wären diese Felder ohnehin nicht ausfüllbar, da Sie sich erst noch für eine Nische entscheiden müssen – sonst wäre die ganze Analyse hinfällig.

Wichtig ist noch, dass Sie die „Ausrichtung“ einengen – diese Abfragung ersetzt sozusagen die altbekannte tabellarische Einteilung des Google Keyword Tools in „lokale“ und „globale“ Suchanfragen.

Wenn Sie nun auf „Ideen abrufen“ klicken, liefert Ihnen Goolge die Analysezahlen.

Hier wird jetzt noch unterscheiden zwischen „Anzeigegruppen-Ideen“ und „Keyword-Ideen“.

Dabei stellt der Reiter „Keyword-Ideen“ im Grunde das „alte“ Google Keyword Tool dar und ist somit auch am Besten für Analysen bezüglich der Klickraten geeignet.

Fazit:

Im Grunde hat sich bezüglich der Auswertbarkeit der Keyword-Analyse eher wenig verändert und der Google Keyword Planer ist nicht wesentlich anders als das Google Keyword Tool.

Was man allerdings äußerst kritisch sehen muss, ist das die Tatsache, dass der Keyword-Planer im Vergleich zum Google Keyword Tool deutlich an Bedienfreundlichkeit verloren hat und zudem nicht mehr detailiert unterscheiden werden kann, nach welchem Kriterium die Keywords separiert sind.

Hier fehlen ganz klar Einstellungsmöglichkeiten wie „exakte-“ oder „weitgehende-Suche“.

Leider gibt es aber nach wie vor nicht DIE Alternative und folglich müssen wir uns als User an dieses neue Tool von Google gewöhnen, auch wenn die Entscheidung aus Nutzersicht nicht unbedingt nachvollziehbar ist.

Frage an Sie:

Was meinen Sie zu dieser Änderung? Halten Sie die Veränderung für sinnvoll oder nicht?

Mit besten Grüßen,

Simon Seidl
Projektmanager Gründer.de