Google Adsense

Google AdSense – wer in der Welt des World Wide Web agiert, hat diese Begriffe bereits mehrfach gehört. Doch was ist Google AdSense überhaupt, kann es dir als Selbstständiger nutzen? Wenn ja, was musst du tun, um AdSense einzusetzen. Und kann man wirklich Geld damit verdienen? Auf diese und weitere Fragen möchten wir dir im folgenden Beitrag die entsprechenden Antworten geben.

Google AdSense – was ist das eigentlich?

Google ist jedem ein Begriff. Seit 1998 ist diese Suchmaschine am Start und hilft den Internetusern dabei, bestimmte Inhalte zu finden. Mit über 50.000 Beschäftigten gehört Google zu den Global Playern, finanziert diverse Forschungsprojekte (Google Auto, Google Glass…). Für Endkunden ist die Nutzung der verschiedenen Leistungen, wie beispielsweise Google Maps, Google Übersetzer oder Google Drive kostenlos. Doch wie kann der Konzern existieren, wenn alles kostenlos ist? Ganz einfach, seit 2000 verkauft Google offiziell Werbung – nämlich Google Adwords. Damit die Reichweite der Werbung erhöht wird, hat Google ein so genanntes Werbenetzwerk gegründet – Google AdSense. Hierbei handelt es um das größte und erfolgreichste Werbenetzwerk.
Dabei bietet Google AdSense die Möglichkeit, durch kurze Text- oder Werbeanzeigen Umsatz mit deiner eigenen Webseite, deinem Blog oder deinem Shop mehr Umsatz zu generieren. Google AdSense kann also als so genannte „Werbeflächen im Internet“ erklärt werden.
Google AdSense ist clever – denn die Anzeige der Text- oder Werbeanzeigen ist „zielgruppenorientiert“. Das heißt, die Anzeigen wird individuell auf den Nutzer und seinem Suchverhalten ausgewählt und angezeigt. Google wählt also Anzeigen passend zum Inhalt der Webseite aus, auf denen diese Werbeanzeigen angezeigt werden sollen. Sollten für einen Platz mehrere Anzeigen zur gleichen Zeit infragekommen, wird innerhalb einer Auktion entschieden, welche der Anzeigen den Vortritt erhält. Und hierbei gewinnt grundsätzlich die Anzeige, die die höchsten Umsätze pro Einblendung einbringt, denn dies heißt auch für den AdSense-Partner hohe Einnahmen.

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Wie funktioniert Google AdSense genau?

Um Google AdSense nutzen zu können, musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem musst du über ein Google-Konto verfügen, um dich zu Google AdSense anmelden zu können. Zudem ist eine Webseite mit guten Inhalten von großer Wichtigkeit und regelmäßige Besucher deiner Webseite sollten ebenfalls vorhanden sein. Sind diese Kriterien erfüllt, dann kannst du dich für Google AdSense bewerben – und das funktioniert so:

  • Als erstes bewirbst du dich mit deiner Webseite um die Aufnahme in das Werbenetzwerk. Dabei platzierst du einen so genannten Codeschnipsel in dem Seitencode deiner Webseite.
  • Google prüft deinen Antrag – genehmigt deine Webseite oder lehnt sie ab. Bei einer Ablehnung aufgrund von Mängeln, hast du die Möglichkeit, nachdem du die Mängel behoben hast, dich nochmals bei Google zu bewerben.
  • War deine Bewerbung erfolgreich, legst du deine Angaben zu den Werbeflächen fest. Das heißt, du wählst Farbschema, das Format und die Abmessungen deiner Werbeanzeige aus. Zu jedem der Anzeigenblöcke generiert Google einen Code, den du dann an einer bestimmten Stelle in den Code deiner Webseite einfügst. Innerhalb von kurzer Zeit werden deine Werbeanzeigen durch Google platziert.

Deine Einstellungen zu Google AdSense

Über dein Google-Konto verwaltest du deine Google AdSense-Anzeigen. Unter dem Menüpunkt „Meine Anzeigen“ findest du später eine Übersicht deiner, von dir erstellten Werbeanzeigen. Doch im ersten Step findest du hier nur eine leere Seite vor. Über einen Klick auf „Neuer Anzeigenblock“ kannst du die notwendigen Einstellungen vornehmen. Das heißt, du gibst einen Namen für deinen Anzeigenblock an. Dieser sollte sprechend sein und hilft dir dabei, bei mehreren Anzeigeblöcken den Überblick zu bewahren. Den Namen siehst nur du in deinem Google-Nutzerkonto.
Solltest du mehrere Webseiten betreiben, ist es sinnvoll, alle Namen in deinem Google-Konto einzutragen.

Im zweiten Schritt kümmerst du dich um das Anzeigenformat. Dabei ist die Anzeigengröße mitunter von dem, auf der Webseite zur Verfügung stehenden Platz, abhängig. Je nach Aufbau und Gestaltung der Webseite kannst du an manchen Stellen nur schmale, lange Werbeanzeigen und an anderer Stelle nur breite Anzeigen platzieren. Schaue einfach, an welcher Stelle sich die Werbeanzeige am besten und effektivsten „aufgehoben“ ist und binde sie dort ein. Wahrscheinlich wirst du am Anfang immer wieder das Format ändern, die Anzeige an anderer Stelle platzieren, bis es endlich passt.
Beim Inhalt der Anzeigeblöcke stehen dir ebenfalls verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Bilder, Rich Media Inhalte und Textwerbungen, meist aus interaktiven Elementen bestehend, können verwendet werden. Probiere die verschiedenen Varianten aus und prüfe den Erfolg, sprich die Einnahmen aus der Werbeanzeige.

Durch die Bildung von Channels kannst du deine Anzeigenblöcke zu Gruppen zusammenführen. Die Aufteilung kann so aussehen, dass du alle Elemente, die innerhalb der Sidebar der Webseite platziert werden, in einem Channel zusammenfasst. Später kannst du dir die statistischen Daten zu den jeweiligen Channels anzeigen lassen. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn du mehrere Webseiten betreibst und mit diesen durch Google AdSense Einnahmen erzielst.
Der nächste Punkt ist sehr wichtig: das Design deines Anzeigenblocks. Dabei wählst du die Farben aus, die deine Textanzeigen erhalten sollen. Für welche Farbkombination du dich entscheidest, liegt natürlich in deinem Ermessen und dem Design deiner Webseite. Allerdings solltest du bei den Werbeanzeigen eine Farbe wählen, die sich von der Farbe des Webseiteninhalts stark unterscheidet, so dass deine Anzeige sozusagen „direkt ins Auge springt“. Du ziehst dadurch die Aufmerksamkeit des Besuchers auf die Werbeanzeige und erfüllst gleichzeitig die Vorgabe von Google, dass Besucher nicht unbeabsichtigt auf die Anzeige klicken, weil diese nicht vom restlichen Inhalt zu unterscheiden ist.
Mit „Speichern und Code abrufen“, schließt du die Erstellung deiner Google AdSense Werbeanzeige ab und generierst somit den Code, den du auf deiner Webseite einfügst.

Geld verdienen mit Google AdSense – was ist möglich?

Du möchtest natürlich, dass sich deine Mühen lohnen und du mit deiner Webseite und den Werbeanzeigen Geld verdienst. Doch was ist möglich? Wie viel kannst du mit den Google AdSense verdienen?
Nun, das ist vor allem von zwei Faktoren abhängig, und zwar

  • zum einen, was die Advertiser auf die Keywörter von dir bieten und
  • zum anderen, wie hoch deine CTR ist.

Doch was bedeutet jetzt CTR? Hierbei handelt es sich um die Click-Trough-Rate, die so genannte Click Rate oder Durchklickrate. Sie gibt den prozentualen Anteil der Klicks auf eine Werbeanzeige oder ein sonstiges Werbemittel im Verhältnis zur Anzahl der Werbemitteleinblendung.

Je mehr Advertiser, also Werbetreibende, auf die von dir verwendeten Keywörter auf deiner Webseite bieten, umso mehr zahlen diese und umso mehr verdienst du pro Klick. Dabei sind die Summen, die pro Klick gezahlt werden, ganz unterschiedlich. So gibt es Nischen, bei denen extrem hohe Summen pro Klick bezahlt werden, während andere nur einige Cent pro Klick einbringen. Fakt ist: je mehr ein Advertiser pro Kunde verdienen kann, umso eher ist er bereit, viel Geld für Besucher auszugeben.
Natürlich ist für deinen Erfolg auch entscheidend, wie oft generell auf deine Werbeanzeigen geklickt wird. Einen echten Einfluss auf den Klickpreis hast du nicht, allerdings kannst du durch die geschickte Farbwahl und Positionierung sorgen, dass so deine Clickrate ansteigt und du dadurch mehr einnimmst.

Zur Orientierung: rechne mit einer Clickrate von 2% und einem Clickpreis von 0,50 Euro. Das heißt, du kannst mit dieser standardisierten Rechnung ermitteln, dass ein Besucher dir etwa einen Cent einbringt. Natürlich ist dieser Wert von Branche zu Branche unterschiedlich und kann stark variieren.

Generell ist es so, dass du mit Google AdSense nicht das große Geld verdienen kannst. Wie du gesehen hast, ist die Bezahlung pro Besucher alles andere als lukrativ. Allerdings kann Google AdSense für die Webseiten von Vorteil sein, wenn es keine andere Möglichkeit gibt oder besonders schwierig ist, eine Webseite auf eine andere Art zu monetarisieren.

Die Vor- und Nachteile von Google AdSense

Einer der Vorteile von Google AdSense liegt darin, dass du relativ wenig Arbeit hast, mit deiner Webseite Geld zu verdienen. Anzeigenblock erstellen, auf Webseite einbinden und fertig. Google sorgt dann dafür, dass Advertiser die Akquise übernehmen und die Anzeigen entsprechend geschaltet werden. Mit Google AdSense fallen keine Entwicklungskosten an, du musst lediglich etwas Zeit für die Anzeigenerstellung aufwenden.
Allerdings ist Google AdSense auch mit Nachteilen verbunden. Das große Geld ist damit nicht zu verdienen. Und von dem Geld, das generiert wird, behält Google etwa 1/3 als Werbekosten ein. Teilweise darf man zudem lesen, dass einfach Konten von Google gesperrt werden – und das ohne Vorwarnung – und somit alle Einnahmen verloren gehen. Beschweren kann man sich in dem Fall, allerdings erhält man in aller Regel keine Antwort von Google und das Geld ist weg.

Unbedingt beachten – Google AdSense und die Regeln

Nachdem die Anzeigen generiert und eingebunden sind, erhältst du von Google eine entsprechende Übersicht über die Klicks und die Einnahmen. Allerdings solltest du dich grundsätzlich mit den Programmrichtlinien von Google AdSense vertraut machen. Massive und mutmaßliche Verstöße gegen die Richtlinien führen zu einem Ausschluss aus dem Programm – und das teilweise auf Lebenszeit ohne Nennung konkreter Verstöße.
Wir möchten dir einen kleinen Überblick über die verbotenen Aktionen innerhalb von Google AdSense geben.

  • Du darfst nicht auf eigene Anzeigen klicken
  • Du darfst keine Methoden einsetzen, die die Zahl der Ansichten künstlich erhöhen
  • Du darfst die Anzeigen nicht auf Seiten platzieren, die gegen die Content-Richtlinien von Google verstoßen
  • Du darfst die Besucher nicht dazu anregen, auf die Anzeigen zu klicken
  • Du darfst keine irreführenden Bilder direkt neben der Anzeige platzieren, die den Besucher irritieren könnte

Die Einnahmen von Google AdSense – sind sie steuerpflichtig?

Du hast einige Euro über Google AdSense verdient und da ist es doch für die als Selbstständiger wichtig und relevant zu wissen, ob diese Einnahmen steuerpflichtig sind.
Die Auszahlungen von Google AdSense erfolgen nach § 3 Abs. 3 UStG ohne Umsatzsteuer, da Google seinen Unternehmenssitz in Irland hat und für deutsche Nutzer die Steuer bereits in Irland abführt. Das heißt, die Einnahmen sind in Deutschland nicht steuerbar und du musst dafür keine Umsatzsteuer abführen. Allerdings bist du dazu verpflichtet, die Einnahmen von Google AdSense in deiner Umsatzsteuervoranmeldung unter „Nicht steuerbare sonstige Leistungen gemäß § 18 b Satz 1, Nr. 2 UStG“ aufzuführen. Auch in der Umsatzsteuererklärung müssen die Einnahmen deklariert werden.
Und nicht nur das, du musst eine Zusammenfassende Meldung (ZM) an das Bundeszentralamt für Steuern in Saarlouis übermitteln. Dies kannst du über Elster-Online oder über den Steuerberater erledigen.

Bei der Einkommensteuer müssen die AdSense-Einnahmen ebenfalls angegeben und unter Umständen versteuert werden. Allerdings kannst du die Kosten gegenüberstellen und angeben, die dadurch für dich anfallen.

Sofern du ein Gewerbe angemeldet hast, unterliegen deine AdSense-Einnahmen der Gewerbesteuer. Dabei fallen diese Einnahmen mit anderen gewerblichen Einnahmen gemäß § 11 GewStG unter den Freibetrag von 24.500 Euro. Liegen die Einnahmen über dieser Summe, ist Gewerbesteuer fällig.

Fazit: Das große Geld ist mit AdSense wohl nicht zu verdienen. Allerdings kannst du den einen oder anderen Euro ohne großen Aufwand generieren und somit auch mehr Besucher erhalten. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert und vielleicht kannst du mit Google AdSense Geld verdienen. Du stehst auf der anderen Seite und möchtest Werbung buchen? Tipps findest du auch im Google Adwords 1×1.

Google AdSense – Geld verdienen mit Werbung auf deiner Webseite
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