Google Ads

Google stellt neue Werbemöglichkeiten vor. Den Werbern soll jetzt mithilfe von maschinellem Lernen geholfen werden. Die neuen Anzeigen-Formate lassen sich einfacher erstellen und können besser ausgespielt werden. Wir möchten das Wichtigste zusammenfassen und dir einen Überblick über die gesamte Situation geben.

Google hat vor Kurzem sein gesamtes Werbeportfolio neu geordnet und sich einem Rebranding unterzogen. Der Suchmaschinenriese legt dieses Jahr nach und verkündet auf dem Google-Marketing-Live-2018-Event, dass es neue Anzeigenprodukte geben wird. Diese sollen auf einem maschinellen Lernen beruhen und die gesamte Werbekampagne noch einmal vereinfachen.

Responsive Suchanzeigen

Responsive Suchanzeigen stellen ein ganz neues Format dar, welches bis dato bei Google noch nicht verfügbar waren. Die Suchanfragen des Nutzers werden analysiert und diesem durch bessere bzw. passgenauere Suchanzeigen angezeigt. Um eine responsive Suchanzeige zu erstellen, muss der Werber vier Textzeilen und 15 Anzeigetitel erstellen. Damit kann Google arbeiten und generiert responsive Suchanzeigen, die konkret auf eine Suchanfrage zugeschnitten sind. Die verschiedenen Kombinationen aus unterschiedlichen Anzeigetexten und -titeln werden mithilfe eines Algorithmus erstellen und an die jeweilige Suchanfrage angepasst. Somit kann das maschinelle Lernen die Anzeigen präzise an die Suche der Nutzer anpassen. Dem User erhält das Gefühl, als würde jemand ihm helfen wollen und durch eine passende Anzeige die Suche nach z. B. einem Produkt erleichtern.

Smart-Shopping-Kampagne

Bei diesem Kampagnentyp werden Produkte, Keywords und Shoppinganzeigen vereinfacht verwaltet. Es findet eine Auswertung von verschiedenen Signalen, wie z. B. Preisgestaltung oder Nachfrage statt. Anschließend werden Anzeigen in der Bildersuche, Google-Suche oder bei YouTube platziert. Für diese Kampagne lässt sich neben der Neukundenakquise und den Ladenbesuchen auch Maximierung des Konversionwertes erreichen. Die Smart-Shopping-Kampagne lässt sich entweder direkt über Shopify oder in Google Ads verwalten. Außerdem erhalten große E-Commerce-Plattformen eine Unterstützung der Kampagnenverwaltung von Google persönlich.

Bidding-Strategie für YouTube-Anzeigen

Wenn die Werbung für einen YouTube-Nutzer relevant ist, lässt sie sich gut verkaufen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass YouTube-User mit relevanten Inhalten von Anfang an versorgt werden. Dafür wurde die Smart-Bidding-Strategie entwickelt. Die Smart-Bidding-Strategie läuft unter dem Motto „Eine Anzeigenwirkung muss eine Marktbekanntheit maximieren“. Die werbetreibenden Marktkampagnen laufen mit diesem Ziel auf und möchten die Markenwahrnehmung verbessern. Das maschinelle Lernen hilft dabei und passt die Auktionen automatisch an. Somit wird der Nutzer während seines gesamten Customer Journeys nur mit relevanten Videoinhalten versorgt.

Zurzeit ist die Smart-Bidding-Strategie nur als Beta-Version verfügbar und kommt erst Ende des Jahres als Vollversion für Werbetreibende raus.

Das sind die weiteren Neuerungen

In Google Analytics gibt es jetzt das Cross-Device-Reporting und ein Remarketing-Device-Reporting. Mithilfe dieser Bots lässt sich das Verhalten der Nutzer auf der jeweiligen Webseite beobachten. Natürlich müssen zuerst User dieser Verwendung ihrer Daten zugestimmt haben. Ansonsten darf keine Auswertung und Beobachtung erfolgen. Allerdings sind die beiden Bots für Werbetreibende Gold wert, denn es lässt sich ganz einfach auswerten, was die Nutzer auf der jeweiligen Webseite als Erstes tun. Zum Beispiel können Werbetreibende die Bewegung der Maus beobachten und wissen somit genau, was der Nutzer in der Regel als Erstes tut, wenn er die Webseite betritt.

Der Mobile Speed Score hilft, die Geschwindigkeit der Landingpages zu verbessern. Es gibt verschiedene Faktoren, die bei der Auswertung der Ladegeschwindigkeiten eine Rolle spielen. Nach der Analyse erscheint eine Skala von 1 bis 10, die dem Nutzer anzeigt, wie gut die Ladegeschwindigkeit ist. Die Auswertung kann den Marketern dabei helfen, die Ladegeschwindigkeit der Landingpage zu verbessern, indem sie diese anpassen.

Bei Local Campaigns handelt es sich um einen ganz neuen Kampagnentyp. Dieser ist darauf ausgelegt, dem Nutzer dabei zu helfen, mehr Besucher in den stationären Geschäften zu erlangen. Für die Marketer heißt es wenig Arbeit, denn sie müssen lediglich den Geschäftsstandort mitteilen und einen dazugehörigen Anzeigentext verfassen. Um den Rest kümmert sich Google, indem neue Anzeigen für die zugehörigen Filialen erstellt und anschließend den Usern angezeigt werden, die sich gerade in der unmittelbaren Nähe zum Geschäft befinden. Für die Marketer ist Local Campaigns eine sehr gute Sache, denn auf diese Weise bekommen sie deutlich mehr Besucher. Heutzutage nutzt fast jeder täglich sein Smartphone und die Menschen gehen schon gar nicht mehr ohne Smartphone vor die Haustür. Local Campaigns kann die Nutzer orten und sobald diese etwa in die Google-Suche eingeben, z. B. für den Begriff „Asia Laden Berlin“ erscheint die Anzeige für das nächstgelegene Asia-Geschäft.

Für Google Shopping erscheinen demnächst die automatisierten Produktfeeds. Dabei setzt Google auf die Kundensicherheit und schützt damit vor Betrug. Früher mussten Werbende die Produktdaten bei Google persönlich einreichen. Heute möchte Google diese Aufgabe selbst übernehmen und somit zugleich die Werbenden entlasten und dafür sorgen, dass alles so transparent wie möglich abläuft. Die automatisierten Produktfeeds sollen im Verlauf des Jahres stufenweise erscheinen und damit für noch mehr Klarheit auf dem Internetmarkt sorgen. Nutzer brauchen sich künftig gar keine Sorgen zu machen, dass die Produktfeeds gefälscht werden oder dass die Werbenden gewisse negative Produktfeeds entfernen und nicht online stellen. Google räumt diese Möglichkeiten aus dem Weg und bringt Licht ins Dunkle.

Google Ad Manager

Die Art wie Werbende Inhalte monetisieren hat sich stark gewandelt. Heutzutage ist es sehr wichtig, dass die Werbenden in der Lage sind, das Unternehmen effizient und zugleich einfach zu verwalten. Das moderne Internet sieht nicht mehr so aus wie vor 20 Jahren. Heute nutzt jeder ein verschiedenes Endgerät, um in derselben Zeit auf denselben Inhalt zuzugreifen. Von den Werbenden wird somit ein gewisses Know-how abverlangt. Einheitliche Plattformen für Werbende bringen Double Click for Publisher und Double Click Ad Exchange. Hier benötigt man das spezielle Know-how nicht, sondern es reicht aus, diese Bots zu benutzen. Die beiden Plattformen wurden zu einer Einheit kombiniert und heißen ab heute Google Ad Manager. Somit wird den Publishern die Arbeit erleichtert. Schließlich ist eine Plattform, die alles kann deutlich effizienter als mehrere Plattformen, die immer wieder eingestellt werden müssen und wo immer noch ein gewisser Grad an IT-Wissen vorhanden sein muss.

Google Ads: Wie Bots in Zukunft viele Stunden Zeit und Geld sparen
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