Im ersten Teil dieser Blogserie habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie nach Geschäftsideen suchen können. Wenn Sie die beschriebenen Schritte befolgt haben, dann müssten Sie bereits mehrere Ideen gesammelt haben. Jetzt geht’s zum nächsten wichtigen Schritt, zur Potenzialanalyse.

Wenn Sie einfach starten und ein Thema besetzen, ohne dieses zuvor auf sein Potential zu überprüfen, werden Sie sehr wahrscheinlich scheitern. Nichts könnte ärgerlicher sein als wenn Sie viel Zeit und Arbeit in den Aufbau eines Web-Projekts investieren und später feststellen müssen, dass es nicht funktioniert.

Ein häufiger Grund hierfür – vor allem bei Einsteigern – ist der, dass es keine Nachfrage für das jeweilige Thema bzw. das Produkt oder die Dienstleistung auf diesem Gebiet im Internet gibt. Und genau das ist absolut entscheidend dafür, dass Sie im Internet mit Ihrem eigenen Web-Projekt überhaupt erfolgreich sein können.

Um das Potenzial Ihrer Geschäftsideen Schritt für Schritt analysieren zu können, gibt es das Keyword-Tool von Google. Die Suchmaschine Google ist weltweit die wichtigste Suchmaschine und hat derzeit annähernd 90 Prozent Marktanteil alleine in Deutschland. Deshalb ist das Google Keyword-Tool die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, Ihre Ideen zu überprüfen.

Keyword-Recherche mit dem Google Keyword-Tool

Damit Sie sicher sein können, dass Ihre Geschäftsidee Sie auch zum Erfolg führen wird, müssen Sie zunächst einmal untersuchen, ob für Ihre Idee überhaupt ein Markt besteht. Das ist meistens dann der Fall, wenn möglichst viele Leute im Internet nach dem Produkt suchen, das Sie möglicherweise verkaufen möchten.

Doch die Leute suchen höchstwahrscheinlich nicht direkt nach dem Produkt, was Sie als angehender Gründer verkaufen möchten, sondern nach Informationen zu bestimmten Themen, die für diese Leute gerade interessant sind. Und genau das sollte Sie interessieren, denn je mehr Menschen sich für ein bestimmtes Thema interessieren, desto größer ist der Markt. Und wenn jetzt noch wenig Konkurrenz in diesem Markt besteht, haben Sie schon so gut wie gewonnen.

Nun möchte ich Ihnen verraten, wie Sie das alles herausfinden können. Sie haben sich ja schon einige Themen ausgesucht, wo Sie sich auskennen und dazu ein Infoprodukt erstellen möchten.

Nehmen wir einmal an, Sie sind Katzenliebhaber und kennen sich mit der Katzenhaltung aus und haben das als eines Ihrer potenziellen Interessensfelder notiert.

Rufen Sie jetzt das Google Keyword Tool auf, geben Sie das Wort „Katze“ in das Suchfeld ein und markieren Sie die Felder „Weitgehend“ und „[Exakt]“ links in der Leiste. Klicken Sie nun auf „Suchen“.

Das Keyword-Tool zeigt Ihnen nun an, wie viele Suchanfragen es zu welchem Keyword gibt. Dabei werden auch viele weitere Vorschläge zum Thema „Katze“ gemacht, sodass Sie weitere Begriffe erhalten, die mit Katzen zu tun haben. Die in eckigen Klammern stehenden Suchbegriffe sind exakte Suchbegriffe und werden von Google-Nutzern auch genauso in die Suchmaschine eingegeben, weshalb es besonders wichtig ist, sich diese näher anzusehen, wenn es darum geht, später eine Webseite aufzubauen.

Versuchen Sie nun so viele Suchbegriffe wie möglich herauszuschreiben, die sehr hohe Suchanfragen aufweisen, aber bei welchen die Konkurrenz niedrig ist. Achten Sie auch darauf, dass der CPC-Wert für diese Suchbegriffe, also der Preis, den Sie bezahlen, wenn jemand später auf Ihre Google-Anzeige zu diesem Keyword klickt, die 30 Cent nicht überschreitet. Den CPC-Wert können Sie jedoch nur dann sehen, wenn Sie sich kostenlos bei Google registriert haben (das empfehle ich Ihnen auch).

Wiederholen Sie diesen Suchvorgang für alle Themengebiete, die Sie sich notiert haben. Versuchen Sie, so viele Begriffe wie möglich herauszusuchen, die eine hohe Nachfrage und gleichzeitig eine niedrige Konkurrenz aufweisen.

Wenn Sie damit fertig sind, müssen Sie sich anschließend für das Thema entscheiden, das das meiste Potenzial aufweist. Ideal wäre also ein Thema, das stark nachgefragt ist, kaum Konkurrenz aufweist und wo die Klick-Preise am niedrigsten sind.

Anmerkung: Achten Sie beim Heraussuchen von passenden Keywords bitte auf die genaue Schreibweise der Begriffe, denn entscheidend sind nicht Grammatik oder Rechtschreibung, sondern vor allem die Art und Weise, wie Googlenutzer Begriffe in die Suchmaschine eingeben.

So kann es sein, dass die Wörter „Katzenfutter“ oder „Katzenzucht“ von Ihren möglichen Kunden nicht in dieser Schreibweise gesucht werden, sondern als „katzen futter“ oder „katzen zucht“ etc. Das gilt vor allem für zusammengesetzte Begriffe. Es wäre hier auch denkbar, dass beispielsweise „futter für katzen“ oder „katzen züchten“ die häufiger gesuchten Begriffe sind und für Sie deshalb die entscheidenden Keywords für den Webseitenaufbau darstellen.

Im dritten Teil der Blogserie „Geld verdienen im Internet mit digitalen Infoprodukten“ werde ich Ihnen zeigen, wie Sie von der Potenzialanalyse zu Ihrem ersten E-Book kommen und online Geld verdienen können.

Mit besten Grüßen,
Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de