Funktionsweise V-Server erklärt

Wer sich auf die Suche nach einem passenden Hosting-Paket macht, könnte von der großen Auswahl überrascht sein. Nicht nur, dass es verschiedene Anbieter gibt. Auch die Auswahl an Tarifmodellen ist beeindruckend. Immer wieder könntet ihr dabei über die Bezeichnung „Virtueller Server“ stolpern. Dieser Artikel erklärt, was sich dahinter verbirgt.

Wie ein Server funktioniert

Es wäre verkehrt jemanden die Funktionsweise eines Prozessors zu erklären, wenn das Verständnis für Computer, Smartphones, Tablets und weitere Geräte fehlt. Bevor wir uns dem virtuellen Server zuwenden, beschäftigen wir uns daher mit Servern an sich.

Viele werden das Notebook oder den PC von Zuhause oder aber dem Büro auf der Arbeit kennen. Der Computer wird bei Bedarf gestartet und dann wieder heruntergefahren. In der restlichen Zeit hat er keine Aufgabe.

Anders ist nun ein Server. Dieser dient als Grundlage für Webseiten und hat die Aufgabe, eine Webseite rund um die Uhr erreichbar zu halten. Bedeutet: Ruft jemand um 2 Uhr nachts oder 12 Uhr mittags eine Webseite auf, muss diese erreichbar sein. Demnach wird ein Server äußerst selten abgeschaltet. Er ist wie ein Computer, der nie ausgeschaltet wird.

Ein Server bringt aber noch eine weitere Besonderheit mit sich: Er ist permanent mit dem Internet verbunden. Als Standort der Webseite entscheidet diese Verbindung, neben der Leistung des Servers, wie schnell eine Webseite aufgebaut werden kann. Ist die Anbindung des Servers sehr langsam oder der Server nicht allzu leistungsstark, bedeutet das längere Ladezeiten.

Ein Hinweis zur durchgehenden Erreichbarkeit: Wie viele Systeme, so benötigen auch Server dann und wann Zeit für Reparaturen und Wartungen. So können Hardware-Komponenten ausfallen oder Sicherheitslücken entstehen, die es zu beheben gilt. Gute Hoster werden diese Probleme und die damit entstehenden Ausfallzeiten gut einzuplanen wissen. Fallen Hardware-Komponenten aus, können redundant ausgelegte Systeme für einen weiterhin reibungslosen Lauf sorgen. Die defekte Hardware lässt sich dann austauschen, während die Erreichbarkeit der Seite unangetastet bleibt. Updates können gezielt in Zeiten eingeplant werden, wo die Webseite entweder keine oder so gut wie keine Besucher hat (z.B. zwischen 2 und 3 Uhr nachts).

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.
 

Die Funktionsweise eines virtuellen Servers erklärt

Ein virtueller Server beschreibt einen Server, der nicht tatsächlich greifbar existiert, sondern, definiert durch verschiedene Rahmenbedingungen, auf einem Server liegt. So kann es sein, dass sich mehrere virtuelle Server einen realen Server teilen. Die Hardware-Leistungen werden unter ihnen nach festen Bedingungen aufgeteilt. Vergleichen lässt sich dieses Prinzip mit einem großen Wohnhaus für mehrere Mieter. Jeder von ihnen mietet festgelegte Räume, Quadratmeter und sonstige Leistungen.

Virtuelle Server scheinen somit die gleichen Funktionen mit sich zu bringen, wie die günstigeren Shared-Hosting-Pakete. Wer aber genauer hinschaut stellt fest, dass sie sich in einem wichtigen Punkt unterscheiden: Ein Shared-Hosting-Tarif bedeutet, dass sich mehrere Kunden einen Server teilen. Virtuelle Server bedeuten, dass sich mehrere Kunden einen Server teilen, hierbei aber klar abgegrenzte Leistungen genießen. Um bei dem Beispiel mit dem Wohnhaus zu bleiben: Nach dem Shared-Hosting-Prinzip würde jeder Bewohner eine Pauschale zahlen und könnte jeden der Wohnräume nach Lust und Laune nutzen.

Warum virtuelle Server sinnvoll sind

Hier wird klar, warum virtuelle Server so wertvoll sind. Denn wie man sich bei dem Wohnhaus-Beispiel vorstellen könnte, funktioniert das Zusammenleben nach diesem Prinzip nur so lange, wie alle Bewohner aufeinander Rücksicht nehmen und gemeinsam definierten Regeln folgen. Sobald jemand in mehreren Zimmern nicht hinter sich aufräumt, dauernd die Eingangstür offenlässt oder in jedem Zimmer seine favorisierte Temperatur haben will, kommt es zu Konflikten.

Angewandt auf die Hosting-Welt könnte es bei einem Shared-Hosting-Tarif ohne zugesicherte Hardwareleistung passieren, dass andere Kunden sich leistungshungrige Anwendungen installieren oder aber viele Besucher auf ihrer Webseite haben. In diesen Fällen würde der eigenen Seite weniger Leistung zur Verfügung stehen. Das bedeutet höhere Ladezeiten, was wiederum weniger Besucher bedeutet. Auch von SPAM-befallene Seiten könnten negative Folgen für andere Seiten auf dem Server haben. Diese Probleme wird man bei einem virtuellen Server nicht haben, da hier die Grenzen zu den „Nachbarn“ wesentlich klarer gezogen sind.

Virtuelle Server haben aber auch einen anderen positiven Effekt: Sie sind umwelt- und kostenfreundlich. Wie erklärt, muss ein Server rund um die Uhr laufen. Dabei verbraucht er nicht nur Strom, sondern erzeugt auch Wärme, die abgeführt werden muss. Benötigt man dank mehrerer virtueller Server nur einen realen Server, so entlastet das die Umwelt. Gleichzeitig können Hoster ihren Kunden so günstigere Tarife anbieten, da die Hardware- und Betriebskosten sinken.

Mehr Leistung benötigt? Hier kommen die Managed Server

Besonders hohe Besucherzahlen sowie ressourcenhungrige Anwendungen können dazu führen, dass die Leistungen eines virtuellen Servers nicht mehr ausreichen. Dann braucht es tatsächlich einen ganzen Server, der die Darstellung der Webseite übernimmt.

Um diesen zu finden, sucht nach Managed Servern. Hierbei spricht man von tatsächlich kompletten Servern, die allein einem Kunden bereitgestellt werden. „Managed“ bedeutet, dass sich der Hoster um die allgemeine Pflege des Servers kümmert und dadurch Wartungsarbeiten abnimmt. Wer sein System gänzlich selbst pflegen will, sieht sich nach Root Servern um.

Wichtig zu beachten ist, dass ein stärkerer Tarif nicht nur mehr Leistung bedeutet, sondern ebenso steigende Kosten. Aus diesem Grund ist es für frisch startende Seiten mit begrenztem Budget empfehlenswert, mit einem virtuellen Server zu starten. Steigen dann Besucherzahlen und damit verbunden hoffentlich auch die Einnahmen, kann auf einen Managed Server gewechselt werden.

Virtuelle Server: Aus dem Hosting-Alltag nicht mehr wegzudenken

Virtuelle Server sind weit verbreitet und für viele Unternehmen eine gute Lösung, um gute Performance zu einem überschaubaren Preis zu erhalten. Durch ihre zugesicherten Leistungen bieten sie auch Schutz vor Schwankungen, wie sie beim Shared-Hosting ohne klare Grenzen fehlen.

Wer sich nach einem passenden Anbieter für virtuelle Server umsieht, sollte, wie beim Hosting gewohnt, nicht nur nach dem Preis schauen. Wichtige Faktoren sind auch der Umgang mit dem Thema Datenschutz (z.B. Standort des Rechenzentrums) oder die Qualität des Supports. Letzteren Punkt wird man zu schätzen wissen, wenn es mal Fragen oder scheinbare Fehlfunktionen rund ums Hosting gibt. Wo man an der einen Stelle 15 Minuten in der Warteschlange hängt, um dann nur von einem Ansprechpartner zum nächsten vermittelt zu werden, ist bei anderer Stelle das Problem nach 5 Minuten komplett gelöst. Ein genaueres Vergleichen ist daher auf jeden Fall lohnend.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.