Fit im Büro

Zahllose Stunden an Konzepten feilen, ausgefallene Ideen entwickeln und sich im Büro die Nächte um die Ohren schlagen: Der berufliche Alltag von Gründern beinhaltet oft wenig Schlaf und noch weniger Bewegung. Nicht selten hat dies Haltungsschäden und Rückenschmerzen zur Folge. Wie du dagegen vorbeugen kannst, liest du in diesem Artikel.

Die meisten Menschen unterschätzen die Gesundheitsgefahren im Büro. Was soll schon passieren, wenn man den ganzen Tag an seinem Schreibtisch sitzt? Aus medizinischer Sicht eine ganze Menge: Durch die andauernd gleiche Haltung schleichen sich Verspannungen ein. Fortwährend gebeugte Muskeln, die zu wenig bewegt werden, verkümmern. Am meisten leidet der Rücken darunter.

Folgeschäden durch langes Sitzen

Nicht umsonst behaupten einige Spaßvögel, Sitzen sei das neue Rauchen. Galt vorher die Raucherpause als der gefährlichste Einflussfaktor, weil der Glimmstengel neben Kaffee oft zum Grundnahrungsmittel mutierte, so hat der Rücken ihm längst den Rang abgelaufen. Was aber ist genauso schlimm daran?

  • Wer viel sitzt, reduziert seinen Kalorienverbrauch. Das hat möglicherweise eine stetige Gewichtszunahme zur Folge. Außerdem steigt aus Sicht von Medizinern das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes.
  • Durch die mangelnde Bewegung der Muskulatur in den Beinen staut sich das Blut in den Venen. Dies kann zu Schwellungen, Thrombosen und Krampfadern führen.
  • Durch eine häufig gebeugte Haltung leidet die Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich. Starke Schmerzen im oberen und unteren Rücken bis hin zu einem Bandscheibenvorfall können die Folge sein.

Viele Pausen und Bewegung

Gesundheitsgurus raten deswegen schon lange, das Sitzen am Schreibtisch durch kleine, über den Tag verteilte Bewegungseinheiten zu unterbrechen. Dies hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Körper, sondern fördert auch die Konzentration.

In der Regel kann sich der Mensch immer nur für eine bestimmte Zeiteinheit voll und ganz auf eine Sache konzentrieren. Pausen helfen, die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten und auf frische Ideen zu kommen.

Um die Beinmuskulatur nicht dauerhaft zu beugen, schwören andere auf Stehschreibtische. Diese sind idealerweise stufenlos in der Höhe verstellbar und lösen die laxe Sitzhaltung auf. Wichtig ist, auch am Stehschreibtisch darauf zu achten, dass der Oberkörper nicht zu stark über die Tastatur gebeugt wird, denn sonst hat man nichts gewonnen.

Für Auflockerung sorgen

Andere Schreibtischtäter setzen auf eine smarte Schreibtischlösung wie den OfficeIQ. Dieses Möbelstück wurde bereits 2015 auf der CES in Nevada vorgestellt. Diese digitale Lösung analysiert das Verhalten des jeweiligen Nutzers und errechnet daraus konkrete Handlungsempfehlungen.

Das System kann mit verschiedenen Fitness-Apps gekoppelt werden und schlägt Alarm, wenn eine gewisse Sitzdauer überschritten wird. Die Entwickler versprechen nicht nur ein besseres Wohlbefinden, sondern langfristig auch einen höheren Kalorienverbrauch.

Übungen für die Arbeit am Schreibtisch

Dehnungsübungen im Büro

Alternativ können ein gesunder Lebensstil und kleine Fitnessübungen helfen, die über den Tag verteilt angewendet werden. Schultern und Nacken sollten regelmäßig und gezielt aufgelockert werden. Dehnungsübungen für die Wirbelsäule und die Flanken beugen ebenfalls Rückenschmerzen und Haltungsschäden vor.

Gut für Waden und Gefäße ist das sogenannte „Tretbootfahren“. Dabei musst du abwechselnd deine Fersen vom Boden abheben und wieder senken. Die Muskeln werden abwechselnd an- und entspannt. Das Tempo dieser Übung kannst du beliebig variieren.

Ebenso solltest du deine regelmäßig beugen und strecken. Geschieht dies nicht, wird auch keine Gelenkschmiere produziert, die das Gelenk funktionstüchtig hält.

 

Bild 1: © istock.com/AndreyPopov

Bild 2: © istock.com/AndreyPopov

 

 

 

Fit im Büro: die neue Schreibtischkultur
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