Selbstständigkeit bietet viele Vorteile wie berufliche Autonomie, Gestaltungsfreiheit und Flexibilität. Allerdings stellt sie auch Herausforderungen dar, die es zu meistern gilt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat mit dem ESF (Europäischer Sozialfond) Plus-Programm KOMPASS ein Förderprogramm entwickelt, um Solo-Selbstständige dabei zu unterstützen, sich krisenfest und zukunftssicher aufzustellen. Durch gezielte Weiterbildungen und Qualifizierungen kann ein Selbstständiger die Kompetenzen stärken und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Was ist KOMPASS?
KOMPASS, das Programm für „Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige“, bietet Solo-Selbstständigen in Deutschland die Möglichkeit, sich durch eine finanzielle Förderung von maximal 4.500 Euro für eine individuell zugeschnittene Weiterbildung oder Qualifizierung weiterzuentwickeln. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden, sich auf die Herausforderungen des digitalen und ökologischen Wandels einzustellen und ihre Geschäftsmodelle zukunftsfest auszurichten.
Zielgruppe und Fördervoraussetzungen
Das KOMPASS-Programm richtet sich an Solo-Selbstständige, die seit mindestens zwei Jahren am Markt tätig sind, maximal ein Vollzeitäquivalent an Mitarbeitenden beschäftigen und ihre Selbstständigkeit als Hauptberuf ausüben. Voraussetzung ist, dass sie ihren Wohnsitz und ihre Tätigkeit in Deutschland haben.
Geförderte Weiterbildungen
Gefördert werden Weiterbildungen mit einer Mindestdauer von 20 Stunden, die innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein müssen. Die Inhalte können sich auf betriebswirtschaftliche Kenntnisse, digitale Fähigkeiten, methodisches Wissen oder berufsspezifische fachliche Kompetenzen beziehen – je nach individuellem Bedarf der Solo-Selbstständigen.
Vorteile des KOMPASS-Programms
Das KOMPASS-Programm bietet Solo-Selbstständigen vielfältige Vorteile. Im Vordergrund steht natürlich die Förderung an sich. Mit einer bis zu 4.500 Euro starken Förderung können Solo-Selbstständige wichtige Weiterbildungen machen, um zu profitieren. Hinzukommt, dass die Beratung für das KOMPASS-Programm individuell und auf die Person zugeschnitten ist. So kann jeder Solo-Selbstständige sich auf seine Schwerpunkte konzentrieren. Damit ist das Programm zukunftsorientiert, da die Förderung eine Investition in und für die Zukunft ist. Zudem kommt, dass der Prozess recht einfach gehalten ist, um die Förderung zu erlangen.
Ablauf der Förderung
Der Förderprozess gestaltet sich wie folgt:
- Erstberatungsgespräch: Die interessierten Solo-Selbstständigen führen ein kostenloses Erstberatungsgespräch mit einer der bundesweit tätigen KOMPASS-Anlaufstellen. Dort werden die Fördervoraussetzungen geprüft und passende Qualifizierungen empfohlen.
- Erhalt des Qualifizierungsschecks: Nach Prüfung der Unterlagen stellt die Anlaufstelle den Qualifizierungsscheck aus.
- Teilnahme an der Weiterbildung: Die Solo-Selbstständigen absolvieren innerhalb von sechs Monaten die vereinbarte Qualifizierung und erhalten dafür ein Zertifikat oder eine Teilnahmebestätigung.
- Antragstellung und Abrechnung: Mit Unterstützung der KOMPASS-Anlaufstelle stellen die Solo-Selbstständigen einen Antrag auf Rückerstattung der Weiterbildungskosten (bis zu 4.500 Euro) bei der Bewilligungsbehörde.
Fazit zum KOMPASS-Förderprogramm
Um als Solo-Selbstständiger eine größere und teurere Weiterbildung machen zu können, bietet sich das Bemühen um diese Förderung an. Gerade in so einer Selbstständigkeit sind eigene Weiterbildungen genauso wichtig wie Förderungen, um den Betrieb am Laufen zu halten. Das KOMPASS-Programm gestaltet sich einfach und ist individuell zugeschnitten, sodass Selbstständige nach ihren Wünschen agieren können.
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Emerode Kimonawoko